Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Watership Down. Unten am Fluß
Watership Down. Unten am Fluß - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Watership Down. Unten am Fluß

Электронная книга - «Watership Down. Unten am Fluß». Краткое содержание книги:

Die weltbekannte Saga vom Exodus der Kaninchen enthält in ungewöhnlicher Frische alles, was die Abenteuer eines wandernden Volkes ausmacht: Bedrohung der alten Heimat, Prophezeiung des Untergangs, Auszug unter einem jungen Heißsporn, Abenteuer ohne Zahl im feindlichen wie im gelobten Land, Meuterei, Treuebruch und Heldenmut, Schlachten mit hohem Blutzoll - und schließlich Einzug ins Land der Freiheit, des Friedens und allgemeinen Glücks. »Richard Adams erzählt glänzend«, schrieb Sybil Gräfin Schönfeldt in der Zeit. »Es ist ein Vergnügen, diese Geschichte zu lesen.« Die Frankfurter Allgemeine Zeitung nannte diesen Weltbestseller »lecker wie frische Salatblätter« und empfahl ihn den Liebhabern behaglicher Erzählkunst und trockenen englischen Humors.
Auch der Zeichentrickfilm von Martin Rosen mit dem Titelsong von Art Garfunkel wurde ein weltweiter Erfolg.
Der Autor
Richard Adams, 1920 in Berkshire geboren, studierte in Oxford Literatur und Geschichte. Auf den häufigen Fahrten zwischen seiner Londoner Wohnung, seinem kleinen Landhaus in den Downs südwestlich von London und Stratford-on-Avon unterhielt er seine Töchter Juliet und Rosamond mit Geschichten über Kaninchen und begann schließlich, sie aufzuschreiben. Nach dem Welterfolg von Watership down - Unten am Fluß hat Richard Adams seine Tätigkeit beim englischen Amt für Umweltschutz aufgegeben, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. Er lebt mit seiner Familie auf der Insel Man.

Aus dem Englischen von Egon Strohm.
1 ... 27 28 29 30 31 32 33 34 35 ... 129
Перейти на страницу:

»Der Pflock ist da unten schmaler«, sagte er. »Er läuft spitz zu. Ich glaube, er könnte durchgebissen werden, aber ich kann meine Zähne nicht richtig rankriegen.«

»Schick Pipkin hinein«, sagte Blackberry. »Er ist kleiner.«

Pipkin plumpste in das Loch. Sie konnten das Holz unter seinen Zähnen splittern hören - ein Geräusch wie von einer Maus in der Holzverkleidung eines Schuppens. Er kam mit blutender Nase heraus.

»Die Splitter pieken einen, und man kann kaum atmen, aber der Pflock ist beinahe durch.«

»Fiver, geh hinein«, sagte Hazel.

Fiver blieb nicht lange im Loch. Auch er kam blutend heraus.

»Er ist entzweigebrochen. Er ist frei.«

Blackberry drückte seine Nase an Bigwigs Kopf. Als er ihn sanft liebkoste, rollte sein Kopf seitwärts und wieder zurück.

»Bigwig«, sagte Blackberry in sein Ohr, »der Pflock ist raus.«

Keine Antwort. Bigwig lag still wie zuvor. Eine große Fliege setzte sich auf eines seiner Ohren. Blackberry schlug wütend nach ihr, und sie flog summend in den Sonnenschein hinaus.

»Ich glaube, er ist erledigt«, sagte Blackberry. »Ich kann seinen Atem nicht mehr spüren.«

Hazel hockte sich neben Blackberry und legte die Nüstern dicht an die Bigwigs, aber eine leichte Brise wehte, und er konnte nicht sagen, ob es Atem war oder nicht. Die Beine waren locker, der Bauch schlaff und kraftlos. Er versuchte, sich das wenige zu vergegenwärtigen, was er von Schlingen gehört hatte. Ein starkes Kaninchen könnte sich den Hals in einer Schlinge brechen. Oder hatte die Spitze eines scharfen Drahtes die Luftröhre durchbohrt?

»Bigwig«, flüsterte er, »wir haben dich rausgeholt, du bist frei.«

Bigwig rührte sich nicht. Plötzlich wurde es Hazel klar, daß, wenn Bigwig tot war - und was sonst konnte ihn im Morast festhalten? -, er selbst die anderen wegführen mußte, ehe der furchtbare Verlust ihnen ihren Mut und ihre Lebensgeister nehmen konnte - was zweifellos geschehen würde, wenn sie neben der Leiche blieben. Außerdem würde der Mann bald kommen. Vielleicht kam er schon mit einem Gewehr, um den armen Bigwig fortzunehmen. Sie mußten gehen; und er mußte dafür sorgen, daß alle - auch er - aus ihren Gedanken für immer verbannten, was sich ereignet hatte.

»Mein Herz hat sich mit den Tausend verbunden, denn mein Freund hörte auf zu laufen«, sagte er zu Blackberry, ein Kaninchensprichwort zitierend.

»Wenn es bloß nicht Bigwig wäre«, sagte Blackberry. »Was sollen wir ohne ihn anfangen?«

»Die anderen warten«, sagte Hazel. »Wir müssen am Leben bleiben. Sie brauchen etwas, an das sie glauben können. Hilf mir, oder es geht über meine Kräfte.«

Er wandte sich von der Leiche ab und suchte unter den Kaninchen hinter ihm nach Fiver. Aber der war nirgends zu sehen, und Hazel fürchtete sich, nach ihm zu fragen, weil es als Schwäche und als ein Bedürfnis nach Trost gedeutet werden könnte.

»Pipkin«, schnauzte er, »warum putzt du dir nicht das Gesicht und stillst das Blut? Der Blutgeruch zieht elil an. Das weißt du doch!«

»Ja, Hazel. Verzeih. Wird Bigwig -«

»Und noch etwas«, unterbrach Hazel ihn verzweifelt. »Was hast du mir da von Cowslip erzählt? Sagtest du, er gebot Fiver, zu schweigen?«

»Ja, Hazel. Fiver kam ins Gehege und erzählte uns von der Schlinge und daß der arme Bigwig -«

»Ja, ja, schon gut. Und dann Cowslip - ?«

»Cowslip und Strawberry und die anderen taten so, als ob sie Fiver nicht hörten. Es war lächerlich, weil Fiver es allen zurief. Und dann, als wir hinausliefen, sagte Silver zu Cowslip: >Du kommst doch sicherlich auch?< Und Cowslip drehte ihm einfach den Rücken zu. Worauf Fiver zu ihm trat und sehr ruhig mit ihm sprach, aber ich hörte, was Cowslip antwortete. Er sagte: >Hügel oder Inle, es ist mir vollkommen gleichgültig, wohin ihr geht. Halt dein Maul.< Und dann schlug er nach Fiver und verletzte ihn am Ohr.«

»Ich bringe ihn um«, keuchte eine tiefe, würgende Stimme hinter ihnen. Alle fuhren herum. Bigwig hatte den Kopf gehoben und stemmte sich auf den Hinterpfoten hoch. Sein Körper war verdreht, und sein Hinterteil und die Hinterbeine lagen immer noch auf dem Boden. Seine Augen waren offen, und sein Gesicht war eine so furchtbare Maske von Blut, Schaum, Erbrochenem und Erde, daß er mehr wie ein Dämon als wie ein Kaninchen aussah. Sein unmittelbarer Anblick, der sie mit Erleichterung und Freude hätte erfüllen sollen, verbreitete nur Entsetzen. Sie verdrückten sich, und keiner sagte ein Wort.

»Ich bringe ihn um«, wiederholte Bigwig blubbernd durch seinen schmutzigen Bart und sein verklebtes Fell. »Helft mir doch, verdammt noch mal! Kann mir nicht jemand diesen gemeinen Draht abstreifen?« Er strampelte, zog seine Hinterbeine nach. Dann fiel er wieder hin und kroch vorwärts, den Draht mit dem nachschleppenden Pflock durch das Gras ziehend.

»Laßt ihn in Ruhe!« rief Hazel, denn jetzt drängten alle vorwärts, um ihm zu helfen. »Wollt ihr ihn umbringen? Laßt ihn ausruhen! Laßt ihn Atem holen!«

»Nein, nicht ausruhen«, keuchte Bigwig. »Mir geht's gut.« Bei diesen Worten fiel er wieder hin, rappelte sich jedoch sofort auf seine Vorderpfoten hoch. »Es sind meine Hinterbeine. Wollen sich nicht bewegen. Dieser Cowslip! Ich bringe ihn um!«

»Warum lassen wir sie überhaupt im Gehege?« rief Silver. »Was sind denn das für Kaninchen? Sie hätten Bigwig sterben lassen. Ihr alle habt Cowslip gehört. Das sind Feiglinge. Treiben wir sie hinaus - töten wir sie! Wir    nehmen das Gehege in Besitz und leben selbst da!«

»Ja, ja!« antworteten alle. »Los, zurück zum Gehege! Nieder mit Cowslip! Nieder mit Silverweed! Tötet sie!«

»O embleer Frith!« rief eine kreischende Stimme im hohen Gras.

Bei dieser schockierenden Gottlosigkeit    erstarb    der Tumult. Sie blickten sich um, fragten sich, wer gesprochen haben könnte. Schweigen. Dann tauchte zwischen zwei großen Büscheln Schmielgras Fiver auf, dessen Augen wie rasend funkelten. Er knurrte und sprach ein Kauderwelsch wie ein Hexenhase, und wer in seiner Nähe war, zog sich furchterfüllt zurück. Selbst Hazel hätte ums Leben kein Wort sagen können. Dann verstanden sie, was er sagte.

»Das Gehege? Ihr geht ins Gehege? Ihr Narren! Dieses Gehege ist nichts als ein Todesloch! Der ganze Ort ist eine schmutzige Speisekammer für elil! Es ist eine Falle - überall, jeden Tag! Das erklärt alles - alles, was sich ereignet hat, seit wir hierherkamen.«

Er saß bewegungslos da, und seine Worte schienen mit dem Sonnenlicht über das Gras heraufzukriechen.

»Hör zu, Dandelion. Du magst gern Geschichten, nicht wahr? Ich werde dir eine erzählen - jawohl, eine, über die El-ahrairah weinen kann. Es war einmal ein schönes Gehege am Rande eines Gehölzes, die Wiesen einer Farm überblickend. Es war groß, voll von Kaninchen. Dann, eines Tages, kam die weiße Blindheit, und die Kaninchen wurden krank und verendeten. Aber ein paar von ihnen überlebten, wie immer. Das Gehege wurde beinahe leer. Eines Tages dachte der Farmer: Ich könnte eigentlich diese Kaninchen vermehren, sie zum Teil meiner Farm machen - ihr Fleisch, ihr Fell. Warum mir die Mühe machen, sie im Stall zu halten? Die fühlen sich sehr wohl, wo sie sind. Er begann, alle elil zu schießen -lendri, homba, Wiesel, Eulen. Er legte Futter für die Kaninchen aus, aber nicht zu nahe dem Gehege. Für seine Zwecke mußten sie sich daran gewöhnen, in den Wiesen und im Gehölz herumzustreifen. Und dann fing er sie mit einer Schlinge - nicht zu viele: so viele, wie er brauchte, und nicht so viele, daß sie alle verscheucht würden oder ausstarben. Sie wurden groß, stark und gesund; denn er sorgte dafür, daß sie das Beste von allem hatten, besonders im Winter, und nichts zu fürchten brauchten - außer in die Schlinge in der Heckenlücke und im Holzpfad zu rennen. Sie lebten also, wie er es wollte, und immer verschwanden eben ein paar von ihnen. Die Kaninchen wurden eigenartig in verschiedener Hinsicht, anders als andere Kaninchen. Sie wußten ganz genau, was los war. Aber sogar vor sich selbst taten sie so, als ob alles in bester Ordnung wäre; denn das Futter war gut, sie waren geschützt, sie hatten nichts zu fürchten als die eine Furcht, und die schlug hier und da zu, aber niemals ausreichend, um sie zu vertreiben. Sie verloren die Eigenart von Wildkaninchen. Sie vergaßen El-ahrairah; denn was für einen Nutzen hatten sie von Listen und Schlauheit, da sie im Gehege eines Feindes lebten und seinen Preis bezahlten? Sie fanden andere wunderbare Künste anstelle von Listen und alten Geschichten. Sie tanzten zum feierlichen Gruß. Sie sangen Lieder wie die Vögel und machten Wandmalereien; und obgleich diese ihnen nicht helfen konnten, vertrieben sie doch die Zeit und ermöglichten es ihnen, sich zu sagen, daß sie großartige Burschen seien, die Blüte der Kaninchenschaft, klüger als die Elstern. Sie hatten kein Oberkaninchen - nein, wie konnten sie auch? -, denn ein Oberkaninchen mußte El-ahrairah für sein Gehege sein und sie vor dem Tod bewahren. Und hier gab es nur einen Tod, und welches Oberkaninchen könnte eine Antwort darauf haben? Statt dessen schickte ihnen Frith sonderbare Sänger, schön und krank wie Galläpfel, wie Rotkehlchens Nadelkissen an der wilden Rose. Und da diese Sänger, die an einem anderen Ort klug und weise gewesen sein mochten, die Wahrheit nicht ertragen konnten, wurden sie unter den Druck des schrecklich schweren Geheimnisses des Geheges gesetzt, bis sie schöne Narreteien hervorwürgten über Würde und Fügsamkeit und alles andere, das glauben machen konnte, daß das Kaninchen den glänzenden Draht liebte. Aber einen strikten Grundsatz hatten sie; o ja, den striktesten. Niemand durfte sie fragen, wo ein anderes Kaninchen war, und jeder, der >Wo?< fragte -außer in einem Lied oder einem Gedicht -, mußte zum Schweigen gebracht werden. >Wo?< zu sagen, war schon schlimm genug, aber offen von den Drähten zu sprechen -war unerträglich. Dafür würden sie kratzen und töten.«

1 ... 27 28 29 30 31 32 33 34 35 ... 129
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)