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Congo. Romanvorlage zum Film.

Электронная книга - «Congo. Romanvorlage zum Film.». Краткое содержание книги:

In der Datenzentrale der Earth Resources Technology Services (E.R.T.S.) in Houston, Texas, wartet Dr. Karen Ross auf die routinemäßige Telekommunikation mit einem Team aus dem menschenleeren Nordosten Zaires, das dort nach speziellen, industriell noch nicht herstellbaren Diamanten sucht. Doch die Kongo-Expedition meldet sich nicht. Über Satellit bietet sich Karen Ross ein entsetzliches Bild: brennende Zelte, Leichen - und ein unheimliches schwarzes Wesen, das die Kamera zerschmettert. Dann reißt die Verbindung ab. Die nächste Expedition leitet Karen Ross selbst und macht bald eine aufsehenerregende Entdeckung: graue Gorillas, die offenbar über eine hochentwickelte Intelligenz verfügen!
Das Nebeneinander von technischen Superwundern und ungebändigter Natur erzeugt eine grandiose Wirkung. Dieses Buch ist Seite für Seite eine Klasse für sich... New York Times
Über den Autor
Michael Crichton wurde 1942 in Chicago geboren und studierte in Harvard Medizin. Alle seine Romane Andromeda, Der große Eisenbahnraub, Jurassic Park, Enthüllung, Die Wiege der Sonne und viele mehr wurden auch als Filme weltweite Erfolge. Crichton ist Autor der weltweit erfolgreichen Fernsehserie ER Emergency Room.
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Am 16. Juni um 22 Uhr wurde die Fokkerauf dem Flugplatz von Rawamagena in der Nähe der Stadt Kigali in Rwanda aufgetankt. Der Überwachungsbeamte kam mit einem Notizblock und Formularen an Bord und erkundigte sich nach ihrem nächsten Ziel. Munro nannte Rawamagena, womit er sagen wollte, daß die Maschine eine Schleife fliegen und zurückkehren würde. Elliot wunderte sich. »Aber wir landen doch irgendwo im ...« »Pst«, sagte Karen Ross und schüttelte den Kopf. »Lassen Sie es gut sein.«

Offenkundig war der Beamte mit der Auskunft zufrieden, und nachdem der Pilot ihm eine Unterschrift gegeben hatte, ging er wieder davon. Karen Ross erklärte, Fluglotsen in Rwanda erscheine es nicht außergewöhnlich, daß Piloten keine vollständig gen Unterlagen einreichten. »Er will nur wissen, wann die Maschine wieder auf seinen Flugplatz zurückkehrt, alles andere interessiert ihn nicht.«

Auf dem Flugplatz von Rawamagena herrschte ein gemächliches Tempo. Sie mußten zwei Stunden warten, bis man ihnen Treibstoff brachte, aber die sonst so ungeduldige Karen Ross blieb gelassen. Munro döste vor sich hin, ihn schien die Verzögerung ebenfalls nicht zu berühren. »Was ist mit der Zeitprojektion?« fragte Elliot. »Keine Schwierigkeit«, sagte sie. »Wir können sowieso erst in drei Stunden hier weg, am Muhavura muß es hell sein.« »Ist da der Landeplatz?« fragte Elliot.

»Wenn Sie es einen Landeplatz nennen wollen«, sagte Munro, zog seinen verdrückten Hut über die Augen und schlief wieder ein.

Das beunruhigte Elliot, bis Karen Ross ihm erklärte, die Mehrzahl der abgelegeneren afrikanischen Landeplätze seien nichts weiter als unbefestigte Schneisen im Busch, auf denen man weder nachts noch im Morgennebel landen könne, weil sich oft Tiere auf der Landepiste aufhielten, Nomaden dort ihre Zelte aufgeschlagen hatten oder noch eine Maschine vom Vortag dort stand. »Es muß hell sein«, erklärte sie, »damit der Pilot eine Sichtlandung machen kann. Also nur keine Sorgen, es ist an alles gedacht.« Elliot nahm ihre Erklärung hin und kümmerte sich wieder um Amy. Karen Ross seufzte. »Meinen Sie nicht, wir sollten ihn besser einweihen?« fragte sie Munro.

»Wozu?« murmelte dieser, ohne seinen Hut vom Mund zu heben. »Vielleicht gibt es Schwierigkeiten mit Amy.« »Um Amy kümmere ich mich«, sagte Munro. »Wenn Elliot es merkt, wird er wütend«, sagte Karen Ross. »Klar wird er wütend«, sagte Munro. »Es genügt aber doch, daß wir es erst dann so weit kommen lassen, wenn es sich nicht mehr vermeiden läßt. Was bringt uns der Absprang ein?« »Mindestens vierzig Stunden. Er ist gefährlich, aber er gibt uns eine ganz neue Zeitprojektion. Damit können wir sie immer noch schlagen.«

»Na, da haben Sie ja Ihre Antwort«, sagte Munro. »Halten Sie also mal 'ne Weile den Mund und ruhen Sie sich aus.«

5. Tag

Moruti

17. Juni 1979

1. Zaire

Fünf Stunden nach ihrem Start von Rawamagena veränderte sich das Gesicht der Landschaft. Als sie Goma, in der Nähe der Grenze von Zaire, hinter sich hatten, flogen sie über die östlichsten Ausläufer des Regenwalds am Kongo. Elliot sah fasziniert aus dem Fenster.

Hier und da hingen flockige Fetzen von Nebel wie Watte im Blätterdach der Bäume, und gelegentlich überflogen sie die dunkle Windung eines schlammigen Flusses oder die tief ins Land schneidende, pfeilgerade Trasse einer Straße. Doch meist sahen sie auf ein ununterbrochenes Ganzes aus dichtem Wald hinab, das sich unter ihnen erstreckte, so weit das Auge reichte.

Der Anblick war langweilig und zugleich furchteinflößend. Es war furchteinflößend, sich dem gegenüberzusehen, was Stanley »die gefühllose Unermeßlichkeit der natürlichen Welt« genannt hatte. Sie konnten aus dem bequemen Sessel der klimatisierten Flugzeugkabine unmöglich übersehen, daß neben diesem weiten eintönigen Wald als einer riesigen Schöpfung der Natur die größten Städte und alle anderen Werke des Menschen von unbedeutender Winzigkeit waren. Jeder einzelne grüne Klecks einer Baumkrone ruhte auf einem Stamm von zwölf Meter Durchmesser, der sechzig Meter emporragte. Unter seinem Blätterdach lag ein Baum von der Größe einer gotischen Kathedrale verborgen. Elliot wußte, daß der Wald sich rund dreitausend Kilometer weit nach Westen erstreckte, bis er schließlich am Atlantik, an der Westküste von Zaire, aufhörte.

Elliot lag viel an Amys Reaktion auf diesen ersten Anblick des Dschungels, ihres natürlichen Lebensraums. Sie sah interessiert aus dem Fenster und teilte ihm mit Hier Dschungel, mit der gleichen distanzierten Haltung, mit der sie Farbkarten oder Gegenstände bezeichnete, die man auf dem Fußboden ihres Wohnwagens in San Francisco vor ihr ausbreitete. Sie identifizierte den Dschungel und gab damit der Sache, die sie sah, einen Namen, aber von einem tieferen Erkennen merkte Elliot nichts. Elliot fragte sie: »Amy mögen Dschungel?«

Dschungel hier, gab sie zurück. Ist Dschungel.

Er beharrte auf seiner Frage und suchte nach den Gefühlsregungen, die es in diesem Zusammenhang in ihr geben mußte. »Amy mögen Dschungel?«

Hier Dschungel. Ist Dschungel. Hier Amy Dschungel sehen. Hier Dschungel sehen.

Er versuchte einen neuen Weg. »Amy leben Dschungel hier?« Nein. Ausdruckslos'. »Wo leben Amy?«

Amy Amy-Haus leben. Damit meinte sie ihren Wohnwagen in San Francisco.

Elliot sah, wie sie ihren Sitzgurt öffnete, das Kinn in die Hand stützte und träge aus dem Fenster sah. Plötzlich bat sie Amy Zigarette wollen. Sie hatte gesehen, daß Munro rauchte. »Später, Amy«, sagte Elliot. »Später.«

Um sieben Uhr morgens flogen sie über die glänzenden Metalldächer der Zinn- und TantalAbbauanlage in Masisi. Munro ging mit Kahega und den anderen Trägern ins Heck der Maschine, wo sie sich an der Ausrüstung zu schaffen machten und sich erregt auf Swahili miteinander unterhielten.

Amy sah sie vorbeigehen und teilte Elliot mit: Männer Sorge. »Weswegen, Amy?«

Männer Sorge Schwierigkeiten Sorge machen. Nach einer Weile ging Elliot ins Heck der Maschine, wo er Munros Leute fand, die, halb begraben unter großen Strohhaufen, Ausrüstungsteile in längliche, torpedoförmige Behälter aus Musselin packten und alles sorgfältig mit Stroh polsterten. Elliot deutete auf die Musselin-Torpedos. »Was ist das?«

»Versorgungsbomben«, sagte Munro mürrisch. »Sehr zuverlässig.«

»Ich habe noch nie gesehen, daß man Ausrüstung so verpackt«, sagte Elliot und sah den Männern bei der Arbeit zu. »Die Männer scheinen unsere Sachen sorgfältig zu schützen.» »Das sollen sie auch«, sagte Munro. Und er ging durch die Maschine nach vorn, um sich mit dem Piloten zu besprechen. Amy machte Zeichen: Nasen-Haar-Mann Peter lügen. Sie nannte Munro »Nasen-Haar-Mann«. Elliot schenkte ihr keine Aufmerksamkeit, sondern sprach mit Kahega. »Wie weit ist es bis zum Landeplatz?«

Kahega sah auf. »Landeplatz?« »Nahe dem Muhavura.«

Kahega machte eine Pause und dachte nach. »Zwei Stunden«, sagte er und kicherte dann drauflos. Er sagte etwas auf swahili zu seinen Brüdern, worauf alle lachten. »Was ist daran so lustig?« fragte Elliot.

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