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Eiswelt

Электронная книга - «Eiswelt». Краткое содержание книги:

Auf Sarr taucht ein neues, gefährliches Rauschgift auf. Sallman Ken erhält den Auftrag, dessen Herkunft zu erforschen und die Einfuhr zu unterbinden.
Als Sallman die Rauschgiftwelt im Sichtschirm seines Raumschiffs auftauchen sieht, stockt ihm der Atem. Auf einem solchen Planeten soll es tatsächlich intelligentes Leben geben? Denn was er sieht, muß ihm als Bewohner einer Hitzewelt wie die Hölle erscheinen. So existiert Schwefel dort nicht als Gas, sondern in fester Form, und Wasser ist in flüssigem Zustand vorhanden.
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   »Gute Idee. Ich sehe drei Anzüge durch und besuche dann Drai.«

   Das Gespräch geriet ins Stocken, denn in den nächsten Stunden wurde bemerkenswert viel konstruktive Arbeit geleistet. Die drei Raumanzüge wurden diesmal richtig gründlich untersucht, und Feth war dabei sehr pingelig. Pumpen, Ventile, Tanks, Gelenke, Heizschlangen… alles wurde getestet, einzeln und in allen möglichen Kombinationen.

   »Der Gipfel wäre es jetzt, wenn wir die Anzüge mit flüssigem Quecksilber einsprühen könnten«, sagte Feth, als er mit dem letzten Anzug fertig war. »Aber wir haben kein Quecksilber, außerdem nirgends einen Ort, wo man es ausprobieren könnte. Ich will mal sehen, was Drai davon hält, daß wir das Schiff nehmen. Aber wir können unmöglich drei Torpedos gleichzeitig losschicken. Ich möchte außerdem sichergehen, daß alle diese Anzüge einsatzbereit sind, ehe einer auf Drei verwendet wird.« Dabei legte er sein Werkzeug ab. Er wollte schon zur Sprechanlage, als er es sich anders überlegte.

   »Ich spreche lieber persönlich mit ihm… Drai ist ein komischer Kerl.« Damit ging er hinaus.

   Er war in wenigen Minuten zurück. Er lächelte.

   »Wir dürfen«, sagte er. »Er bestand auf dem Plural. Sie haben noch keine Tafak-Sucht durchgemacht. Da hat er Angst, Sie könnten auf komische Ideen kommen, wenn man sie allein ließe. Bei mir kann er sicher sein, daß ich rechtzeitig für meine nächste Dosis wieder zur Stelle bin. Das alles hat er nicht ausdrücklich gesagt, doch war mir klar, was er meinte.«

   »Könnten wir nicht genügend Tafak an Bord schmuggeln, so daß wir während des Rückflugs nach Sarr damit auskommen?«

   »Was mich betrifft, ich könnte dorthin nicht zurück. Und Sie kennen die Richtung ja auch nicht. Und wenn Drai selbst nicht imstande ist, das Zeug auf Sarr einzuschmuggeln, dann können Sie nicht erwarten, daß ich es schaffe, noch dazu ohne sein Wissen. Ich kann doch nicht einen Kühlschrank auf dem Rücken schleppen, und Sie wissen ja, was passiert, wenn das Zeug sich erwärmt.«

   »Na denn, wollen wir das Spiel nach den vorgegebenen Regeln spielen. Los gehen wir.«

   Eine halbe Stunde später stieß die Karella ins eisige Dunkel vor. Um dieselbe Zeit wurde es auch Roger Wing kalt. Er entschloß sich, die Wache für diese Nacht aufzugeben. Bei ihm machte sich nun Mutlosigkeit breit. Nachdem er durch sein Schlafzimmerfenster geklettert war – mit gebührender Vorsicht versteht sich – und das Seil unter dem Bett versteckt hatte, fragte er sich ernsthaft, ob er seine Nachtwache nicht einstellen sollte. Vielleicht würde der fremde Besucher niemals mehr wiederkehren, und je länger er wartete, die Meinung seines Vaters einzuholen, desto schwerer würde es ihm fallen, handfeste Beweise vorzuweisen.

   Über diesem Problem schlief er ein – etwa zu dem Zeitpunkt, als wenige Kilometer über ihm das Test-Torpedo in die Atmosphäre eintrat.

XIII

Die Karella bezog eine Position tief im Erdschatten, jenseits des meßbaren Luftdrucks. Der sphärische Kompaß, der auf die tief unten auf dem Planeten installierte Bodenstation eingestellt war, zeigte in eine Richtung, die man als ›gerade hinunter‹ hätte bezeichnen können, wenn nicht Schwerelosigkeit geherrscht hätte. Ordon Lee las etwas, wobei er einen gelegentlichen Blick zu seinem geliebten Instrumentenbrett hin warf, wenn ein Licht aufblinkte. Dies war ziemlich oft der Fall, da Ken und Feth die Tests der Kälteschutzanzüge auf Massenproduktionsbasis gestellt hatten. Einer der Anzüge war bereits zurück und war auch schon untersucht worden. Feth stand mit einem gewöhnlichen Raumanzug bekleidet in der offenen Luftschleuse, löste den zweiten Anzug aus den Halterungen und befestigte statt dessen den dritten. Mit Ken, der die Torpedosteuerung bediente, stand er in Funkkontakt.

   Ken hielt das Torpedo so gut es eben ging teils in der Luftschleuse fest, die für solche Manöver nicht geschaffen war und die volle Länge des Torpedos nicht aufnehmen konnte. Feth hatte aus demselben Grund seine Schwierigkeiten, und die Schleusen-Blockierungs-Anzeige auf Lees Instrumentenbrett flackerte hysterisch.

   Nachdem das Torpedo nochmals auf die dunkle Fläche unten losgeschickt worden war, beruhigte sich die Lage ein wenig – aber wirklich nur ein wenig. Feth brachte den zweiten Anzug hinein, schloß dabei die Außentür und brachte damit wieder ein anderes Lämpchen zum Aufflackern, und Lee wurde in seiner Lektüre wieder empfindlich gestört. Dann sah man nur mehr das schwächer werdende Abstandslicht des sich entfernenden Torpedos, und Ken mußte nun seine Aufmerksamkeit teilen. Er mußte die Steuerung überwachen, lechzte aber gleichzeitig danach, Feth bei seiner Tätigkeit zuzusehen. Er wußte schon, daß der erste Anzug tragbar war. Die Innentemperatur war um vierzig Grad gefallen. Dies stellte einen Wärmeverlust dar, den sein eigener Kreislauf leicht ausgleichen konnte. An der Heizeinheit war nun ein Regler angebracht, den Feth absichtlich niedrig eingestellt hatte, damit der Wärmeverlust meßbar blieb. Da diese Einschränkung nun nicht mehr existierte, würde er sich auf dem Eisplaneten so wohl fühlen, wie es in einer Metallhülle von hundertzwanzig Kilo Gewicht möglich war.

   Da er dies jetzt wußte, machte er sich um den zweiten Anzug schon viel weniger Sorgen. Dennoch war es ihm unmöglich, sich auf die Tätigkeit des Steuerns zu konzentrieren. Er schrak zusammen, als ein Summer an seinem eigenen Instrumentenbrett ertönte, der anzeigte, daß sein Torpedo auf Außendruck gestoßen war. Da Ken es versäumt hatte, die Geschwindigkeit herabzumindern, hatte er eine Weile ganz schön zu tun. Und als er seinen Kundschafter gelandet hatte – sicher, wie er hoffte, hatte auch Feth seine Arbeit beendet. Sie verfügten jetzt über zwei einsatzbereite Anzüge.

   Damit war Ken und Feth die größte Sorge abgenommen. Sie waren auch nicht sonderlich enttäuscht, als der dritte Anzug der Überprüfung nicht standhielt. Ken ahnte den Grund: Feth hatte festgestellt, daß an Bein- und ›Ärmel‹-Gelenken Lecks aufgetreten waren, weil diese Stellen bei hoher Beschleunigung besonders stark beansprucht wurden. Er hielt aber mit seiner Meinung zurück, und Feth stellte keine Fragen. Ken hatte das unbehagliche Gefühl, daß der Techniker mit seinen erstaunlichen Chemie- und Physikkenntnissen ohnehin zu demselben Schluß gelangt war.

   Diese Sorge, falls man es überhaupt so nennen konnte, ging in der Hast der letzten Vorbereitungen für die Landung unter. Ordon Lee weigerte sich noch immer rundheraus, mit seinem Schiff in die Hitzefalle der Erdatmosphäre einzutauchen, ungeachtet der zwei Anzüge, die den Test gut überstanden hatten. Daher würde Ken so wie die leeren Schutzanzüge auf die Oberfläche niedergehen müssen – an die Außenwand des Torpedos geklammert. Man mußte die Halterungen natürlich entsprechend ändern, so daß er sie selbst lösen konnte, und das brauchte einige Zeit. Ken nahm noch eine ausgiebige Mahlzeit zu sich und trank als Vorsichtsmaßnahme ziemlich viel… die Sarrianer erzeugten fast alle notwendigen Flüssigkeiten im eigenen Körpergewebe.

   Falls Ken auch nur den leisesten Zweifel verspürte, als er die Metallhülle betrat, die seinen einzigen Schutz gegen die denkbar unwirtlichste Umgebung darstellen würde, so ließ er sich davon nichts anmerken. Das ließ sein Stolz nicht zu. Er sagte kein Wort, während Feth sorgfältig den oberen Teil festmachte… man stieg von oben in den Anzug – und mit einem winzigen Stethoskop die Ausgleichspumpen abhörte. Befriedigt nickte er dem gepanzerten Ken zu. Dieser faßte mit einem seiner Greifhaken nach einer Wandrunge und setzte seine Masse in Richtung Luftschleuse in Bewegung.

   Er mußte im Korridor warten, während Feth seinen Raumanzug wieder anzog. Und dann hieß es nochmal geduldig in der Schleuse warten, während Feth den Anzug sorgsam am Torpedorumpf befestigte. Schließlich zeigte sich auch Lee hilfsbereit und hielt das Torpedo in der Schleuse gegen die Zugkraft der Meteor-Abweiser fest, die er nicht einmal für einen Moment anstellen wollte.

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