Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
Die drei Musketiere - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die drei Musketiere

Электронная книга - «Die drei Musketiere». Краткое содержание книги:

Der junge, draufgängerische d’Artagnan aus der Gascogne macht sich 1625 auf den Weg nach Paris und wird zum Freund dreier Musketiere. Diese sind der prahlsüchtige, naiv-heldische Porthos, der undurchschaubare Athos, ein edler Ritter, dessen Ehe gescheitert ist, sowie Aramis, ein ehemaliger Geistlicher. Alle vier kämpfen gegen die Leibgarde des Staatsmanns und Kardinals Armand-Jean Richelieu (1585 bis 1642) und dessen Spionin Mylady de Winter.
Mylady jedoch ist Athos’ Ex-Frau, die sich zu einem intrigenreichen Kampf gegen die Musketiere rüstet: Sie soll im Auftrag Richelieus die Königin Anna von Österreich und spanische Gemahlin Ludwigs XIII. bloßstellen. Ihr wird ein Liebesverhältnis mit dem Herzog von Buckingham nachgesagt. Dieser soll auf Geheiß des eifersüchtigen Richelieu durch Mylady de Winter ermordet werden, weil er sich zuvor mit den Protestanten von La Rochelle, wo die Musketiere zu Helden aufgestiegen waren, verbündet hatte. Richelieu fädelt daraufhin weitere Intrigen ein …
1 ... 27 28 29 30 31 32 33 34 35 ... 179
Перейти на страницу:

«Und was fangen wir nun an?«fragte d'Artagnan,»und wohin soll ich Euch führen?«

«Ich bin sehr in Verlegenheit, Euch hierauf zu antworten, «sagte Frau Bonacieux.»Es war meine Absicht, Herrn de la Porte durch meinen Mann benachrichtigen zu lassen, damit er uns genau sagen könnte, was seit drei Tagen im Louvre vorgegangen ist, und ob es nicht gefährlich für mich sei, dort zu erscheinen.«

«Aber ich kann eben so wohl Herrn de la Porte benachrichtigen, «sagte d'Artagnan.

«Allerdings, nur ist dabei ein unglücklicher Umstand zu bedenken. Herrn Bonacieux kennt man im Louvre und ließe ihn passiren, während man Euch nicht kennt und Euch die Thüre verschließen würde.«

«Ah, bah!«sprach d'Artagnan,»Ihr habt gewiß an irgend einer Pforte des Louvre einen Hausmeister, der Euch ergeben ist, und mit Hülfe eines Losungswortes…«

Frau Bonacieux schaute den jungen Mann fest an.

«Und wenn ich Euch dieses Losungswort gebe,»sprach sie,»würdet Ihr es wohl vergessen, sobald Ihr Euch desselben bedient hättet?«—»Bei meiner Ehre, so wahr ich ein Edelmann bin, «sagte d'Artagnan mit einem Ton, der keinen Zweifel an seiner Aufrichtigkeit übrig ließ. —»Gut, ich glaube Euch, Ihr seht aus, wie ein braver junger Mann. Ueberdies ist Euer Glück vielleicht die Folge Eurer Ergebenheit.«—»Ich werde ohne ein Versprechen und freiwillig Alles thun, was in meinen Kräften liegt, um dem König zu dienen und der Königin angenehm zu sein, «sagte d'Artagnan.»Verfügt also über mich, als über einen Freund.«—»Aber ich, wohin werdet Ihr mich einstweilen bringen?«—»Habt Ihr Niemand, bei dem Herr de la Porte Euch abholen konnte?«—»Nein, ich will mich Niemand anvertrauen.«—»Halt!«sprach d'Artagnan,»wir sind an der Thüre von Athos. Ja, so geht es.«—»Wer ist Athos?«—»Einer von meinen Freunden.«—»Aber wenn er zu Hause ist, so sieht er mich.«—»Er ist nicht zu Hause, und ich nehme den Schlüssel mit, nachdem ich Euch in sein Zimmer geführt habe.«—»Und wenn er zurückkommt?«—»Er wird nicht zurückkommen. Ueberdies wird man ihm sagen, ich habe eine Frau gebracht und diese Frau befinde sich in seiner Wohnung.«—»Das wird meinen Ruf zu sehr gefährden, wißt Ihr wohl?«—»Was ist Euch daran gelegen? Man kennt Euch nicht, und abgesehen davon, befinden wir uns in einer Lage, wo man sich einiger Maßen über die Schicklichkeit wegsetzen muß.«—»Gehen wir also zu Eurem Freunde. Wo wohnt er?«—»In der Rue Ferou, zwei Schritte von hier.«—»Vorwärts!«

Uno beide setzten sich wieder in Marsch. Athos war, wie d'Artagnan vorausgesehen hatte, nicht zu Hause. Dieser nahm den Schlüssel, den man ihm als einem Freunde des Miethmannes zu geben gewohnt war, stieg die Treppe hinauf und führte Frau Bonacieux in die von uns bereits beschriebene Wohnung.

«Thut wie daheim, «sprach er,»schließt die Thüre von innen und öffnet Niemand, wenn Ihr nicht dreimal auf folgende Weise klopfen hört; gebt Acht. «Und er klopfte dreimal, zweimal kurz hinter einander und sehr stark, einmal entfernter und leichter.

«Gut, «sprach Frau Bonacieux. Nun ist es an mir. Euch Instructionen zu geben.«—»Ich höre.«—»Begebt Euch nach der Pforte des Louvre auf der Seite der Rue de l'Echelle und fragt nach Germain.«—»Gut, und dann?«—»Er wird Euch fragen, was Ihr wollt, und Ihr antwortet ihm mit den zwei Worten Tours und Brüssel. Sogleich wird er sodann zu Euern Befehlen stehen.«—»Und was soll ich ihm befehlen?«—»Herrn de la Porte, den Kammerdiener der Königin, zu holen.«—»Und wenn er ihn geholt hat und Herr de la Porte kommt?«—»So schickt Ihr ihn zu mir.«—»Ganz gut. Aber wo und wie werde ich Euch wiedersehen?«—»Ist Euch viel daran gelegen, mich wiederzusehen?«—»Gewiß.«—»Ueberlaßt mir die Sorge hiefür und seid ruhig.«—»Ich baue auf Euer Wort.«—»Rechnet darauf.«

D'Artagnan verabschiedete sich von Frau Bonacieux mit dem verliebtesten Blick, den er auf ihrer reizenden kleinen Person zu concentriren vermochte, und während er die Treppen hinabstieg, hörte er die Thüre doppelt hinter sich verschließen. Mit zwei Sprüngen war er am Louvre. Als er durch die Pforte an der Rue de l'Echelle trat, schlug es zehn Uhr. Die von uns mitgetheilten Ereignisse waren im Verlauf einer halben Stunde erfolgt.

Alles ging, wie Frau Bonacieux vorhergesagt hatte. Auf das bestimmte Losungswort verbeugte sich Germain; zwei Minuten nachher befand sich de la Porte in der Loge; mit zwei Worten theilte ihm d'Artagnan das Nothwendige mit und bezeichnete ihm den Aufenthalt der Frau Bonacieux. Sobald de la Porte die Adresse genau wußte, entfernte er sich in größter Eile; kaum hatte er jedoch zehn Schritte gemacht, als er zurückkehrte und zu d'Artagnan sagte:

«Junger Mann, einen Rath!«—»Welchen?«—»Man könnte Euch wegen dessen, was vorgefallen ist, beunruhigen.«—»Ihr glaubt?«—»Ja, habt Ihr einen Freund, dessen Uhr nachgeht?«—»Nun?«—»Geht zu ihm, damit er bezeugen kann, Ihr wäret um halb zehn Uhr bei ihm gewesen. Das nennt man in der Justiz ein Alibi.«

D'Artagnan fand den Rath klug. Er lief über Hals und Kopf und kam zu Herrn von Treville. Aber statt wie alle Welt in den Salon zu gehen, bat er, in sein Cabinet eingelassen zu werden. Da d'Artagnan einer der täglichen Gäste des Hotels war, so setzte man seiner Bitte keine Schwierigkeiten entgegen und benachrichtigte Herrn von Treville, sein junger Landsmann, der ihm etwas Wichtiges mitzutheilen habe, verlange eine Privataudienz. Nach fünf Minuten fragte Herr von Treville d'Artagnan, in was er ihm zu Dienst sein könne, und welchem Umstand er seinen späten Besuch zuzuschreiben habe?

«Um Vergebung, gnädiger Herr, «sprach d'Artagnan, der den Augenblick seines Alleinseins dazu benützt hatte, die Uhr um drei Viertelstunden zurückzurücken;»ich dachte, da es erst neun Uhr fünfundzwanzig Minuten sei, so könne ich mich wohl noch bei Euch einfinden.«

«Neun Uhr fünfundzwanzig Minuten!«rief Herr von Treville und schaute nach seiner Pendeluhr;»das ist unmöglich!«

«Seht selbst, gnädiger Herr, dort ist der Beweis.«

«Es ist richtig, «versetzte Herr von Treville,»ich hätte geglaubt, es wäre später. Doch laßt hören, was wollt Ihr von mir?«

D'Artagnan machte nun Herrn von Treville eine lang Geschichte über die Königin, er setzte ihm seine Befürchtungen in Beziehung auf seine Majestät auseinander, erzählte ihm, was er von den Projekten des Kardinals in Betreff Buckinghams hatte sagen hören, und Alles dies mit einer Ruhe, mit einer festen Haltung, wodurch sich Herr von Treville um so leichter bethören ließ, als er ja selbst wahrgenommen hatte, daß etwas Neues zwischen dem König, der Königin und dem Kardinal vorging.

Als es zehn Uhr schlug, verließ d'Artagnan Herrn von Treville, der ihm für seine Nachrichten dankte und ihm empfahl, den Dienst des Königs und der Königin wohl im Auge und im Herzen zu haben. Aber unten an der Treppe erinnerte sich d'Artagnan, daß er seinen Stock vergessen hatte. Er stieg schnell wieder hinauf, kehrte in das Cabinet zurück, rückte die Uhr mit dem Finger an ihre Stunde vor, damit man am andern Morgen nicht bemerken konnte, daß man sie in Unordnung gebracht hatte, und da er nun eines Zeugen für sein Alibi gewiß war, lief er wieder die Treppe hinab und befand sich in Kurzem abermals auf der Straße.

XI. Die Intrigue schürzt sich

Als d'Artagnan seinen Besuch bei Herrn von Treville gemacht hatte, nahm er den weitesten Weg, um nach Hause zu gehen.

An was dachte d'Artagnan, als er sich so weit von seiner Straße entfernte, die Gestirne des Himmels betrachtete, bald seufzte, bald lächelte?

Er dachte an Frau Bonacieux. Für einen Musketierlehrling war diese junge Frau fast ein Liebesideal. Hübsch, mysteriös, beinahe in alle Geheimnisse des Hofes eingeweiht, welche so viel reizenden Ernst auf ihren anmuthigen Zügen wiederspiegelten, stand sie im Verdacht, nicht unempfindlich zu sein, was für Neulinge in der Liebe einen unwiderstehlichen Reiz bildet. Ueberdies hatte d'Artagnan sie aus den Händen dieser Teufel befreit, die sie mißhandeln und durchsuchen wollten. Und dieser wichtige Dienst hatte Dankbarkeitsgefühle bei ihr gegründet, welche so leicht einen zärtlicheren Charakter annehmen.

1 ... 27 28 29 30 31 32 33 34 35 ... 179
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)