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Der Graf von Sainte-Hermine

Электронная книга - «Der Graf von Sainte-Hermine». Краткое содержание книги:

Hector de Sainte-Hermine sitzt zwischen den Stühlen: Er hat geschworen, seine Familie zu rächen, die von der Französischen Revolution ausgelöscht wurde, doch irgendwie begeistert ihn dieser Napoleon Bonaparte auch, der Frankreich nun mit großem Enthusiasmus regiert. Seine Zerrissenheit führt ihn in die entlegensten Ecken der Welt, als Freibeuter, Abenteurer und schließlich als Waffengefährte Napoleons in die Schlacht von Trafalgar. Der letzte und unvollendete Roman von Alexandre Dumas wartet mit allem auf, was man vom Großmeister der Mantel-und-Degen-Geschichten erwartet: Rasante Kampfszenarien und romantisch-sehnsüchtigen Liebesgeschichten wechseln sich ab mit politischen und philosophischen Ausführungen. Erst 1990 wurde die Manuskripte des als Fortsetzungsroman angelegten Buchs entdeckt, der französische Forscher Claude Schopp puzzelte die Einzelteile zusammen. Er versah die Erzählung dann auch mit einem Anhang, der dem scheinbar auf ewig unvollendeten Roman doch noch ein würdiges Ende setzt. Spannender Lesestoff, der bald verfilmt werden dürfte - wahrscheinlich mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle.
Die Originalausgabe erschien 2005 unter dem Titel »Le Chevalier de Sainte-Hermine« bei Éditions Phébus, Paris.
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Kapitel 51: Die falschen Engländer  

Île de France hieß die Insel Mauritius von 1715 bis 1810.

Das in diesem Kapitel geschilderte Abenteuer firmiert in keinem der historischen Werke über Surcouf.   

Kapitel 54: In See gehen  

Joseph de Boulogne de Saint-George, genannt Chevalier de Saint-George, Sohn eines Adeligen und einer farbigen Sklavin, war ein berühmter Komponist und Fechtvirtuose, Freund und Förderer des späteren Generals Alexandre Dumas; anlässlich der Wiedereinsetzung der Sklaverei in den französischen Kolonien und des Verbots von Eheschließungen zwischen Weißen und Farbigen hielt Napoleon I. es für ratsam, nicht nur sämtliche Schriften des gefährlichen farbigen Aufrührers Toussaint l’Ouverture (der 1791 einen erfolgreichen Sklavenaufstand auf Santo Domingo angeführt und die Unabhängigkeit der Insel eingeleitet hatte) verbrennen zu lassen, sondern auch die des Chevaliers de Saint-George.

Baptiste-Pierre-François Bisson war für seine Tapferkeit im Feld als Revolutionssoldat und als Offizier unter Napoleon ebenso berühmt wie für seine Fress- und Saufgelage; Jean-Anthelme Brillat-Savarin hat ihn in seiner Physiologie des Geschmacks (1825) literarisch verewigt – »General Bisson, der täglich acht Flaschen Wein zum Frühstück trank, sah aus, als rühre er nichts an«.   

Kapitel 57: Das Sklavenschiff  

Die Sklaverei in den französischen Kolonien wurde allen Bemühungen der von Brissot 1788 in Paris gegründeten Gesellschaft zur Befreiung der Schwarzen zum Trotz und dank erfolgreicher Intervention der Verteidiger der Sklaverei, die sich 1789 zu der Société correspondante des colons français zusammengeschlossen hatten, erst im Februar 1794 vom Konvent aufgehoben; schon im Mai 1802 führte Bonaparte sie wieder ein, und endgültig beseitigt wurde sie nicht vor 1848. England verbot den Sklavenhandel englischer Schiffe im Jahr 1807, die Sklaverei selbst duldete es in seinen Kolonien noch bis weit ins 19. Jahrhundert. In dänischen und niederländischen Kolonien wurde die Sklaverei 1848 und 1863 abgeschafft, auf den spanischen Besitzungen Kuba und Puerto Rico 1870/73 und in Brasilien 1888.   

Kapitel 59: Die Île de France

Mascarenhas oder Maskarenen lautet die Bezeichnung der Inselgruppe, die aus Mauritins, La Réunion und Rodriguez besteht; Mauritius, die größte der drei Inseln, wurde gegen 975 von den Arabern entdeckt und Dina Arobi (Silberinsel) genannt, 1507 von den Portugiesen entdeckt und Ilha do Cirne oder Cerne (Schwaneninsel) genannt, 1598 von den Holländern übernommen und Mauritius genannt, 1715 den Franzosen überlassen und zu Île de France umbenannt, 1810 an England abgetreten und wieder Mauritius genannt; La Réunion wurde 1507 nach ihrem portugiesischen Entdecker Mascarenhas getauft, 1638 von den Franzosen annektiert und Île de Bourbon genannt, 1793 in Île de Réunion umgetauft und zum französischen Departement erklärt, 1803 zur Kolonie zurückgestuft; Rodriguez, die kleinste der Maskarenen-Inseln, heißt seit 1507 unverändert Rodriguez.

François Leguat, ein hugenottischer Flüchtling, bereiste Ende des 17. Jahrhunderts die Inselgruppe der Maskarenen und veröffentlichte 1708 einen Bericht seiner Reiseabenteuer und seiner naturkundlichen Beobachtungen (Voyages et aventures de François Leguat et de ses compagnons en deux isles désertes des Indes orientales.)

Die Anspielung auf die Ehrenrettung Bertrand-François Mahé de Ra Bourdonnais’ durch die Literatur bezieht sich auf seine achtungsvolle und bewundernde Erwähnung in Jacques-Henri Bernardin de Saint-Pierres Roman Paul und Virginie (1788); die herzergreifende Geschichte des jungen Liebespaares mit ihrem tragischen Ende ist auf Mauritius zur Zeit Mahé de la Bourdonnais’ angesiedelt; der Verfasser kannte die Insel aus eigener Anschauung und machte sie mit seinem Roman weltberühmt.   

Kapitel 60: An Land  

Die Umstände der Veröffentlichung von Paul und Virginie erzählt Dumas in enger Anlehnung an die diesbezüglichen Auslassungen des Verfassers in seinem umfangreichen Vorwort zu Paul und Virginie von 1806, das mit einer blumigen Widmung an die Adresse Napoleons und Joseph Bonapartes endet (beziehungsweise beinahe endet, denn angefügt ist eine umfangreiche Darlegung des irrsinnigen Systems, mit dem Bernardin de Saint-Pierre durch eine ganz eigene Kosmologie die Naturwissenschaften zu revolutionieren gedachte und dessen hartnäckige Propagierung seinem Ansehen nicht sehr zuträglich war).

Da Bernardin de Saint-Pierre in der Einleitung zu Paul und Virginie beteuert, eine wahre Begebenheit zu berichten, ist es wenig verwunderlich, dass Lebensstationen und Gräber der Protagonisten zu besichtigen sind; die landschaftlichen Bezeichnungen gehen allerdings nicht auf die Erzählung zurück.

Marie de Rabutin-Chantal, Marquise de Sévigné, tat in einem ihrer Briefe die berühmte, wenn auch unzutreffende Prophezeiung: »Racine passera comme le café« (der Tragödiendichter Racine wird ebenso aus der Mode kommen wie der Kaffeegenuss).

Armenien, Anatolien, das Quellgebiet von Euphrat und Tigris, aber auch das tiefer gelegene Zweistromland gehören zu den immer wieder genannten Kandidaten derjenigen, die einen geographisch lokalisierbaren Garten Eden beweisen wollen, so wie Santorin (Thera) zu den Inseln zählt, in denen man Atlantis vermutet.   

Kapitel 61: Die Rückkehr (1)  

Charles-Marie-René Leconte, genannt de Lisle (weil er von der Île de Bourbon stammt), wurde 1877 – sieben Jahre nach Dumas’ Tod – erstmals für die Académie Française vorgeschlagen, doch erst 1886 auf den Sitz des verstorbenen Victor Hugo gewählt; Dumas’ Spekulation, die an das Zitat aus dem Gedicht des Freundes anschließt, war wohl ein Wink mit dem Zaunpfahl. Das Gedicht ist eine Hommage an die Jugendliebe des Dichters, seine Cousine Elixène.   

Kapitel 64: Die malaiischen Piraten  

Perahu Besar ist die malaiische Bezeichnung für »großes Schiff«.

»Veillons au salut de l’Empire« ist eine Arie aus Nicolas-Marie Dalayracs komischer Oper Renaud d’Ast aus dem Jahr 1787, deren Libretto 1791 dem politischen Zeitgeschmack angepasst wurde.   

Kapitel 65: Die Ankunft  

Zu Anfang des 14. Kapitels erzählt Hector seiner Verlobten, wie sein Vater nach dem erfolglosen Versuch, Marie-Antoinette zur Flucht zu verhelfen, guillotiniert wurde, seine Mutter einige Zeit darauf an Gram und Herzeleid starb und seine älteren Brüder danach im Kampf gegen die Republik ihr Leben ließen; hier ist die Reihenfolge verändert.

Hélène zitiert Hamlet, der zu Rosenkranz und Güldenstern (2. Aufzug, 2. Szene, in der Fassung von A. W. von Schlegel und L. Tieck) sagt: »O Gott, ich könnte in eine Nussschale eingesperrt sein und mich für einen König von unermesslichem Gebiete halten, wenn nur meine bösen Träume nicht wären.«

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