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Weltraum-Mollusken erobern die Erde

Электронная книга - «Weltraum-Mollusken erobern die Erde». Краткое содержание книги:

Sie besaßen keinen eigenen Willen mehr ...
Jeder Mensch, der in den Dienst der Eroberer aus dem All gepreßt wurde, hatte sein eigenständiges Denken verloren. Für ihn gab es nur noch Befehle, die auf die völlige Versklavung der Menschheit hinzielten.
Der weltberühmte amerikanische Autor schrieb mit diesem Roman die Geschichte einer unheimlichen Invasion.
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Er wandte sich ab, so daß ich seine Schultern sehen konnte. Sie waren von einer Jacke bedeckt und deutlich gerundet, beinahe bucklig. Ich befand mich innerhalb der roten Zone.

Als ich das Fernsehgerät ausknipste, bemerkte ich, daß mich ein etwa neun Jahre alter Junge beobachtete. Er trug nur eine kurze Hose, aber in seinem Alter hatte das nichts zu bedeuten. Ich schob die Windschutzscheibe zurück. »He, Bursche, wo ist die Landstraße?«

»Dort drüben geht der Weg nach Macon«, antwortete er. »Sagen Sie einmal, das ist doch ein Cadillac Zipper, nicht wahr?«

»Freilich. Kannst du mir nicht genauer Auskunft geben?«

»Nehmen Sie mich mit?«

»Ich habe keine Zeit.«

»Wenn ich mitfahren darf, werde ich Ihnen den Weg zeigen.«

Ich gab nach. Während er hineinkletterte, öffnete ich mein Köfferchen und holte Hemd, Hose und Jacke heraus. »Vielleicht sollte ich mich lieber nicht anziehen«, sagte ich. »Tragen die Leute hier in der Gegend Hemden?«

Er machte ein finsteres Gesicht. »Natürlich. Meinen Sie denn, Sie wären in Arkansas?«

Wiederum erkundigte ich mich nach der Straße.

»Darf ich auf den Knopf drücken, wenn wir starten, ja?«

Ich erklärte ihm, daß wir auf dem Boden bleiben wollten. Er war ungnädig darüber, aber er ließ sich herbei, mir die Fahrtrichtung anzugeben. Ich fuhr vorsichtig, weil der Wagen für freies Gelände zu schwer war. Kurz darauf hieß der Junge mich einbiegen. Eine gute Weile später hielt ich und sagte: »Wirst du mir jetzt wohl die Straße zeigen, oder soll ich dich durchprügeln?«

Er öffnete die Tür und schlüpfte hinaus. »Heda!« brüllte ich.

Er blickte zurück. »Fahren Sie dort hinüber!« rief er noch. Ich wendete und hatte fast schon die Hoffnung, eine Straße zu finden, aufgegeben, als ich fünfzig Meter weiter doch noch eine entdeckte. Der Lausejunge hatte mich fast ganz im Kreise herumgeschickt.

Alles in allem hatte ich eine Stunde vergeudet.

Macon in Missouri erschien mir zu >normal<, um Vertrauen zu erwecken; von einem freien Rücken hatte man hier offenkundig noch nichts gehört. Ich überlegte ernstlich, ob ich nicht diese Stadt aufs Korn nehmen und dann - solange es mir noch möglich war - wieder auf dem gleichen Wege, auf dem ich gekommen war, umkehren sollte.

Aber der Alte hatte befohlen: »Stadt Kansas.« Ich umfuhr also Macon auf dem Außengürtel und gelangte westlich davon auf einen Landeplatz. Dort reihte ich mich in die wartende Schlange ein und ließ mich inmitten eines Wirrwarrs von Farmerhubschraubern und einheimischen Fahrzeugen in den Ortsverkehr einschleusen. Ich fuhr jetzt automatisch; wahrscheinlich war es mir gelungen, Missouri zu betreten, ohne Verdacht zu erwecken.

17

Außer im Osten, wo früher Independence lag, war die Stadt Kansas bei den Bombenangriffen nicht beschädigt worden. Daher hatte man sie auch niemals neu aufgebaut. Von Südosten her kann man bis Swope Park fahren, dann hat man die Wahl, den Wagen abzustellen oder Gebühren zu zahlen, um in die Innenbezirke zu gelangen. Man kann aber auch hineinfliegen und hat dann wieder mehrere Möglichkeiten. Entweder landet man nördlich des Flusses auf dem Flugplatz und benützt die Tunnel zur Einfahrt in die Stadt, oder man geht südlich vom Memorial Hill auf den Plattformen nieder.

Ich beschloß, nicht zu fliegen; denn ich hatte kein Verlangen, den Wagen von den Kontrollstellen aufgreifen zu lassen. In einer schwierigen Lage sind Tunnel und Plattformen mit ihren Aufzügen die reinsten Mausefallen. Am liebsten aber hätte ich, offen gestanden, die Stadt überhaupt nicht betreten.

Ich brachte den Wagen auf Straße 40 und fuhr an die Zollschranke des Meyer-Boulevards. Die Wagenreihe, die dort wartete, war ziemlich lang, und als ein anderes Fahrzeug auf den Platz hinter mir einrückte, überkam mich das Gefühl, eingekreist zu sein. Doch der Schrankenwärter nahm meine Gebühr entgegen,

ohne mich eines Blicks zu würdigen. Ich dagegen musterte ihn eingehend, hätte aber nicht sagen können, ob er von einem Parasiten befallen war oder nicht.

Mit einem Seufzer der Erleichterung fuhr ich durch das Tor und wurde dicht dahinter angehalten. Ein Schlagbaum ging vor mir nieder, und ich konnte gerade noch rechtzeitig bremsen, worauf ein Schutzmann den Kopf hereinsteckte. »Sicherheitsprüfung«, erklärte er. »Verlassen Sie den Wagen.«

Ich wehrte mich dagegen. »Die Stadt will Unfälle verhüten«, erläuterte er. »Hier ist Ihr Wagenschein. Sie können ihn hinter dem Schlagbaum abholen. Steigen Sie aus, und gehen Sie zu jener Tür hinein.« Er wies auf ein Gebäude, das in der Nähe am Straßenrand stand.

»Wozu?«

»Sehvermögen und Reflexe nachsehen. Sie halten die Wagenreihe auf.«

Grollend kletterte ich aus dem Wagen und schritt langsam auf das Gebäude zu. Es war nur ein Behelfsbau mit einem altmodischen, nicht selbsttätig schließenden Tor. Ich stieß es mit einer Zehe auf und spähte nach beiden Seiten, ehe ich eintrat. Nun stand ich in einem leeren Vorraum, der am anderen Ende eine Tür hatte. Von drinnen rief jemand: »Herein!« Immer noch auf der Hut, trat ich ein. Zwei Männer, von denen einer am Kopf einen Augenspiegel trug, standen in weißen Kitteln vor mir. »Es dauert keine Minute«, sagte der eine, »treten Sie näher.« Er machte die Tür zu, durch die ich gekommen war; ich hörte das Schloß einschnappen.

Es war alles viel harmloser aufgemacht, als wir es seinerzeit für den Klub der Verfassungstreuen eingerichtet hatten. Auf einem Tisch lagen Übertragungszellen für Titanier herum, sie waren bereits geöffnet und angewärmt. Der eine Mann hielt schon eine bereit - für mich, davon war ich überzeugt-, und er drückte sie so an sich, daß ich das Schneckenwesen darin nicht sehen konnte.

Ich wurde aufgefordert, meine Augen an das Brillengestell eines ganz gewöhnlichen Apparats zu halten, mit dem man die Sehschärfe zu prüfen pflegt. Dorthin wollte mich der >Doktor< voraussichtlich setzen, und ohne daß ich seine dunklen Absichten merkte, konnte ich dann meine Augen nicht mehr frei gebrauchen. Während ich die Zahlen ablesen würde, könnte mir sein >Assistent< in aller Ruhe einen Parasiten verpassen. Das würde alles ohne Gewalt oder Gegenwehr geschehen und konnte nicht mißlingen.

Wie ich während meiner eigenen >Dienstzeit< gelernt hatte, war es nicht nötig, den Rücken des Opfers zu entblößen. Man brauchte nur mit dem Schmarotzer den nackten Hals zu berühren, ihn dem neuen

Sklaven zu überlassen, die Kleider zurechtzurücken und seinen Dämon zu bedecken.

»Kommen Sie hier herüber«, wiederholte der >Dok-tor<. »Legen Sie die Augen an die Rahmen.«

Mit raschen Schritten begab ich mich zu der Bank, an der man den Apparat befestigt hatte. Dann wandte ich mich plötzlich um.

Der Helfershelfer mit der vorbereiteten Zelle hatte sich bereits genähert. Als ich mich umdrehte, neigte er sich von mir weg.

»Doktor, ich trage Haftgläser. Soll ich sie abnehmen?«

»Nein, nein«, herrschte er mich an. »Wir wollen keine Zeit vergeuden.«

»Aber Doktor«, widersprach ich. »Sehen Sie doch bitte nach, ob sie passen. Mit dem linken hatte ich ein wenig Schwierigkeiten.« Ich hob beide Hände und zog mein Augenlid zurück. »Sehen Sie?«

ärgerlich meinte er: »Wir sind hier in keiner Klinik. Wenn Sie bitte ...« Sie waren jetzt beide in Reichweite, und plötzlich spannte ich die Arme zu einer mächtigen >Bärenzange<, bekam sie zu fassen und packte sie zwischen den Schulterblättern. Mit jeder Hand stieß ich unter den Mänteln auf etwas Weiches und fühlte, wie ich mich vor Ekel schüttelte.

Einmal habe ich mit angesehen, wie eine Katze von einem Auto angefahren wurde; das arme Ding sprang senkrecht hoch, der Rücken krümmte sich in die verkehrte Richtung, und die Pfoten flogen in die Luft. Genauso erging es diesen beiden Unglücklichen; jeder Muskel war in einem gewaltigen Krampf verzerrt. Ich konnte sie nicht halten. Mit einem Ruck entglitten sie meinen Armen und plumpsten zu Boden. Aber ich brauchte mich nicht zu ängstigen; nach den ersten Zuckungen lagen sie wie gelähmt.

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