Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
Der Graf von Sainte-Hermine - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Der Graf von Sainte-Hermine

Электронная книга - «Der Graf von Sainte-Hermine». Краткое содержание книги:

Hector de Sainte-Hermine sitzt zwischen den Stühlen: Er hat geschworen, seine Familie zu rächen, die von der Französischen Revolution ausgelöscht wurde, doch irgendwie begeistert ihn dieser Napoleon Bonaparte auch, der Frankreich nun mit großem Enthusiasmus regiert. Seine Zerrissenheit führt ihn in die entlegensten Ecken der Welt, als Freibeuter, Abenteurer und schließlich als Waffengefährte Napoleons in die Schlacht von Trafalgar. Der letzte und unvollendete Roman von Alexandre Dumas wartet mit allem auf, was man vom Großmeister der Mantel-und-Degen-Geschichten erwartet: Rasante Kampfszenarien und romantisch-sehnsüchtigen Liebesgeschichten wechseln sich ab mit politischen und philosophischen Ausführungen. Erst 1990 wurde die Manuskripte des als Fortsetzungsroman angelegten Buchs entdeckt, der französische Forscher Claude Schopp puzzelte die Einzelteile zusammen. Er versah die Erzählung dann auch mit einem Anhang, der dem scheinbar auf ewig unvollendeten Roman doch noch ein würdiges Ende setzt. Spannender Lesestoff, der bald verfilmt werden dürfte - wahrscheinlich mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle.
Die Originalausgabe erschien 2005 unter dem Titel »Le Chevalier de Sainte-Hermine« bei Éditions Phébus, Paris.
1 ... 251 252 253 254 255 256 257 258 259 ... 298
Перейти на страницу:

Zuerst versuchte er die Flüchtenden aufzuhalten; doch als er sah, dass die Soldaten, die er aufhalten wollte, ihn mit ihren Gewehren bedrohten, sprang er vom Pferd und kümmerte sich um den verwundeten General, den die Engländer entführen wollten, nachdem sie gemerkt hatten, dass er nicht tot war, sondern nur verwundet, und den seine Adjutanten verzweifelt verteidigten.

Mit zwei Pistolenschüssen und zwei Schüssen aus dem Stutzen sorgte René für etwas Luft um den Verwundeten; da Pistolen und Stutzen entladen waren, hängte er den Stutzen an seinen Sattel, steckte die Pistolen in ihr Halfter, ergriff ohne abzusteigen einen Kavalleriesäbel vom Boden und preschte auf die fünf oder sechs Engländer los, die sich noch immer um den General herum aufhielten.

René handhabte den Säbel ebenso gewandt wie den Degen: In wenigen Sekunden waren drei der Engländer tot oder verwundet, und die drei anderen ergriffen die Flucht; einer von ihnen wurde dabei von einem der Adjutanten des Generals erschossen. Diesen Augenblick des Atemholens nutzte René, um seine Waffen zu laden.

Unterdessen hatte Reynier sich unter die Flüchtenden geworfen, begleitet von seinen hundertfünfzig berittenen Jägern; von seinem Feldherrenhügel aus hatte er voller Staunen gesehen, wie René sich in den Kampf gestürzt und gekämpft hatte. Da ihm Renés Uniform unbekannt war, zögerte er einen Augenblick, doch dann sagte er sich, dass sie das Herz eines tapferen Mannes bedeckte, und rief ihm zu: »Übernehmen Sie das Kommando über diese Männer, und tun Sie Ihr Bestes!«

»Wollt ihr mich als euren Anführer?«, rief René.

»Ja«, antworteten die Soldaten wie aus einem Mund.

Daraufhin nahm René seinen Hut auf die Spitze seines Säbels, stürzte sich gegen die englische Schlachtlinie, warf den Hut mitten unter die Engländer, erlegte einen Gegner mit einem Säbelhieb und rief: »Zwanzig Louisdors für den, der mir meinen Hut zurückbringt.«

Und die Soldaten, angefeuert durch ihren Mut und durch die Hoffnung auf Belohnung, zerteilten die Reihen der Engländer und gelangten bis zur dritten Reihe, doch dort kamen sie nicht weiter. René klemmte sich den Säbel zwischen die Zähne, nahm seine Pistolen aus dem Halfter und schoß zwei Männer nieder; dann steckte er die Pistolen wieder ein, nahm den Säbel wieder zur Hand, hob damit seinen Hut auf, den er als Einziger erreicht hatte, und sagte: »Nun gut, es sieht ganz so aus, als hätte ich meine zwanzig Louisdors gewonnen.«

Hinter ihm hatten sich die Reihen der Engländer geschlossen; er hatte zwei gegnerische Reihen durchquert, durchquerte nun die dritte, indem er zwei Männer niederstreckte, und fand sich als einziger Franzose hinter der englischen Armee wieder.

Offiziere zu Pferd umringten General Stuart, und zwei von ihnen kamen René entgegen.

René begriff, dass man ihm ein Duell anbot, nur dass es sich um ein Duell handelte, bei dem zwei gegen einen kämpften.

Er ließ sein Pferd anhalten, schoss mit seinem Stutzen aus fünfzig Fuß Entfernung auf einen der Reiter und aus zwanzig Fuß Entfernung auf den zweiten; beide stürzten zu Boden.

Daraufhin löste sich ein dritter Reiter aus der Gruppe, der seinen Säbel schwenkte und damit bedeutete, dass er einen Kampf mit blanker Waffe vorschlug. René befestigte seinen Stutzen am Sattel und galoppierte dem neuen Gegner entgegen.

Und wie im Altertum oder im Mittelalter boten René und sein Widersacher, homerischen Helden oder unerschrockenen Rittern vergleichbar, das Schauspiel eines Kampfes, den beide Kombattanten mit größtem Mut und Einsatz führten.

Nach zehn Minuten musste der Engländer sich ergeben, an der rechten Hand verwundet und Renés Säbelspitze vor der Brust.

»Monsieur«, sagte er daraufhin in tadellosem Französisch zu René, »wären Sie bereit, mich auf Parole zu meinem General zurückkehren zu lassen? Ich möchte ihm etwas sagen.«

»Gehen Sie, Monsieur.«

René nutzte die Atempause, um seine Waffen zu laden und wieder an ihrem Platz unterzubringen.

Kurz darauf sah er den englischen Offizier zurückkommen, den rechten Arm verbunden und in der Linken seinen Säbel mit einem weißen Taschentuch an der Spitze.

»Was bedeutet dieses weiße Taschentuch?«, fragte René lachend. »Kommen Sie als Unterhändler, um mich aufzufordern, mich zu ergeben?«

»Ich komme, um Sie zu bitten, mir zu folgen, Monsieur; und damit Ihnen kein Ungemach widerfährt, wenn Sie abermals die Reihen unserer Armee durchqueren, um zu Ihrer Armee zurückzugelangen, hat General Stuart mich beauftragt, als Ehrenbezeigung unsere Reihen für Sie zu öffnen.«

»Sollte General Stuart etwa der Ansicht sein, ich verstünde sie mir nicht selbst zu öffnen?«

»Keineswegs, Monsieur, doch er legt so großen Wert darauf, dass Sie wohlbehalten aus der Lage zurückkehren, in die Sie sich begeben haben, dass er mich bat, Ihnen auszurichten, er werde selbst Ihr Führer sein, wenn Sie mich nicht als Führer annähmen.«

»Du lieber Himmel«, sagte René, »dafür wollen wir ihn nicht bemühen. Reiten Sie voran, Monsieur, wenn es Ihnen recht ist, ich folge Ihnen.«

Unterdessen war der Ausgang der Schlacht entschieden worden: General Compère war gefangen genommen worden, der Bataillonschef des ersten Regiments war gefallen, der Bataillonschef der Schweizer war lebensgefährlich verwundet und der des dreiundzwanzigsten Regiments verwundet; die Verbindung zu Monteleone war unterbrochen, die französische Armee wurde von der englischen Armee verfolgt und befand sich auf dem Rückzug durch das Lamatotal.

Die englische Armee schrak davor zurück, sich in das Tal zu begeben, und gewährte General Reynier einen ungestörten Rückzug.

Renés Führer rief mit lauter Stimme: »Salutiert auf Befehl General Stuarts!«

Die Soldaten gehorchten, und René durchschritt eine doppelte Reihe erhobener Gewehre.

So gelangten sie zu der Stelle, wo die englische Vorhut innegehalten hatte.

»Monsieur«, sagte René zu seinem Führer, »niemand als Sie kann General Stuart meinen Dank angemessen ausdrücken; ich entlasse Sie unter der einzigen Bedingung, dass Sie ihm meinen innigen Dank aussprechen.«

Er gab seinem Pferd die Sporen, nachdem er den Gefangenen gegrüßt hatte, dem er die Freiheit gegeben hatte, und gesellte sich zu der französischen Nachhut, die erst bei Catanzaro anhielt, anders gesagt: sechs Meilen entfernt.

114

In welchem Kapitel René sieht, dass Saliceti sein Wort gehalten hat

René hatte sein Biwak mitten unter den Trümmern des neunten Jägerregiments aufgeschlagen, mit dem zusammen er auf Befehl Reyniers die englische Infanterie angegriffen hatte.

Die tapferen Männer, die ihm gefolgt waren und gesehen hatten, mit welcher Tollkühnheit er in die Reihen der Engländer eingedrungen und in ihnen verschwunden war, hatten ihn tot gewähnt. Als sie ihn nun erblickten, begrüßten sie ihn mit Freudenrufen, und jeder von ihnen gab ihm von dem Stroh ab, das sie sich als Bett zusammengerafft hatten, und ebenso von den Lebensmitteln, die ihr Abendessen bildeten.

René nahm eine Handvoll Stroh, breitete seinen Mantel darüber und nahm ein Brot, dessen Hälfte er seinem Pferd zu fressen gab.

Am nächsten Morgen weckte ihn bei Tagesanbruch ein Adjutant General Reyniers, den der befehlshabende General beauftragt hatte, den jungen Mann zu finden, der in der Uniform eines Marineleutnants so tapfer gekämpft hatte. Falls er nicht gefallen oder gefangen genommen war, wäre er leicht aufzufinden, da er der Einzige in solch einer Uniform war.

René erhob sich, schüttelte sich, bestieg sein Pferd und folgte dem Adjutanten, der ihn zum Gemeindehaus brachte, wo Reynier seinen Stützpunkt errichtet hatte.

René betrat das Ratszimmer, das der General zu seinem Arbeitszimmer gemacht hatte; Reynier lag halb auf einer großen Karte Kalabriens, auf der jedes einzelne Haus, jeder Baum, jeder Hohlweg markiert war; in den Leuchtern herabgebrannte Kerzen und erloschene Lampen verrieten, dass er bis zum Morgengrauen gearbeitet hatte.

1 ... 251 252 253 254 255 256 257 258 259 ... 298
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)