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Congo. Romanvorlage zum Film.

Электронная книга - «Congo. Romanvorlage zum Film.». Краткое содержание книги:

In der Datenzentrale der Earth Resources Technology Services (E.R.T.S.) in Houston, Texas, wartet Dr. Karen Ross auf die routinemäßige Telekommunikation mit einem Team aus dem menschenleeren Nordosten Zaires, das dort nach speziellen, industriell noch nicht herstellbaren Diamanten sucht. Doch die Kongo-Expedition meldet sich nicht. Über Satellit bietet sich Karen Ross ein entsetzliches Bild: brennende Zelte, Leichen - und ein unheimliches schwarzes Wesen, das die Kamera zerschmettert. Dann reißt die Verbindung ab. Die nächste Expedition leitet Karen Ross selbst und macht bald eine aufsehenerregende Entdeckung: graue Gorillas, die offenbar über eine hochentwickelte Intelligenz verfügen!
Das Nebeneinander von technischen Superwundern und ungebändigter Natur erzeugt eine grandiose Wirkung. Dieses Buch ist Seite für Seite eine Klasse für sich... New York Times
Über den Autor
Michael Crichton wurde 1942 in Chicago geboren und studierte in Harvard Medizin. Alle seine Romane Andromeda, Der große Eisenbahnraub, Jurassic Park, Enthüllung, Die Wiege der Sonne und viele mehr wurden auch als Filme weltweite Erfolge. Crichton ist Autor der weltweit erfolgreichen Fernsehserie ER Emergency Room.
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»Reine Vorsichtsmaßnahme«, sagte Ross. »Die haben wir bei allen Expeditionen dabei. Hat nichts weiter zu bedeuten.« Elliot schüttelte den Kopf. »Was ist mit der GPN aus Houston?« fragte er.

»Darüber zerbreche ich mir nicht den Kopf«, sagte sie. »Ich schon«, sagte Elliot.

So wie Karen Ross ihm die Dinge darstellte, handelte es sich bei der GPN lediglich um einen technischen Bericht. Die Regierung von Zaire hatte in den letzten vierundzwanzig Stunden ihre Ostgrenze geschlossen, so daß niemand von Ruanda oder Uganda her in das Land gelangen konnte. Wer nach Zaire wollte, mußte jetzt von Westen kommen, also über Kinshasa einreisen. Für die Schließung der Ostgrenze wurde offiziell kein Grund genannt, doch spekulierte man in Washington, daß die Truppen Idi Amins auf der Flucht vor der Invasion Ugandas von Tansania aus beim Überschreiten der Grenze von Zaire »lokale Schwierigkeiten« auslösen könnten. Dieser Begriff umschrieb, auf Zentralafrika bezogen, gewöhnlich Kannibalismus und ähnliche Scheußlichkeiten.

»Glauben Sie das?« erkundigte sich Elliot. »Kannibalismus und andere Scheußlichkeiten?«

»Nein«, sagte Karen Ross. »Erstunken und erlogen. Sicher haben da die Holländer, die Deutschen und die Japaner ihre Hand im Spiel -wahrscheinlich Ihr Freund Morikawa. Das europäisch-japanische Elektronik-Konsortium weiß, daß die ERTS dicht vor der Entdeckung wichtiger Diamantenvorkommen im Virunga-Gebiet steht. Sie wollen uns so viele Knüppel wie möglich zwischen die Beine werfen. Daher haben sie irgendwo, wahrscheinlich in Kinshasa, ihre Beziehungen spielen lassen und dafür gesorgt, daß die Ostgrenze geschlossen wurde. Mehr steckt vermutlich nicht dahinter.«

»Aber warum dann die Maschinenpistolen, wenn keine Gefahr besteht?«

»Eine reine Vorsichtsmaßnahme«, sagte Karen Ross. »Wir werden auf dieser Reise mit ziemlicher Sicherheit keine Maschinenpistolen verwenden, glauben Sie mir. Warum legen Sie sich nicht noch ein bißchen hin? Wir landen bald in Tanger.« »In Tanger?« »Ja. Dort ist Captain Munro.«

6. Munro

Der Name »Captain« Charles Munro stand in keiner der Listen von Expeditionsführern, die gewöhnlich angeheuert wurden. Das hatte verschiedene Gründe. Der wichtigste war sein mehr als schlechter Ruf.

Munro war als unehelicher Sohn eines schottischen Farmers und seiner hübschen indischen Hausbesorgerin in der wilden nördlichen Grenzprovinz Kenias aufgewachsen. Der Vater war 1956 von Mau-Mau-Guerillas getötet worden [ Obwohl bei dem Mau-Mau-Aufstand über neunzehntausend Menschen ums Leben kamen, fanden in sieben Jahren des Terrors nur siebenunddreißig Weiße den Tod. Daher wurden diese Fälle mit Recht eher als Folge widriger Umstände und nicht als Opfer des erwachenden schwarzen Nationalbewußtseins angesehen.]. Bald darauf starb Munros Mutter an Tuberkulose, und Munro machte sich nach Nairobi auf, wo er gegen Ende der fünfziger Jahre Touristengruppen als Jagdführer im Busch diente. In diesen Jahren legte er sich den Titel »Captain« zu, obwohl er nie Soldat gewesen war. Offenkundig aber tat Captain Munro nicht gern immer das, was die Touristen wollten, und so hörte man um 1960, daß er Waffen aus Uganda in den seit neuestem unabhängigen Kongo verschob. Als Moi'se Tschombe 1963 ins Exil ging, wurden Munros Geschäfte zu einer so starken politischen Hypothek, daß er sich schließlich gezwungen sah, gegen Ende des Jahres Ostafrika zu verlassen.

Er tauchte allerdings bereits 1964 wieder auf, diesmal im Kongo, als einer der weißen Söldner General Mobutus, unter dem Kommando des »verrückten« Colonel Mike Hoare. Dieser nannte Munro einen »zähen und gefährlichen Mann, der den Dschungel kennt und eine Menge leistet, wenn man ihn von den Weibern fernhält«. Nach der Einnahme von Stanleyville bei der Operation Roter Drache nannte man Munros Namen in Verbindung mit den Ausschreitungen der Söldner in einem Dorf namens Avakabi. Erneut tauchte er einige Jahre lang unter. 1978 hörte man wieder von ihm. Er lebte in Tanger in Saus und Braus und war wegen seiner »Eigenarten« weit und breit bekannt.

Unklar war, woher seine offensichtlich nicht unbedeutenden Reichtümer stammten, doch hieß es, er habe 1971 sudanesischen Rebellen leichte Waffen aus der DDR verschafft, 1974/75 kaisertreue Äthiopier in ihrer Rebellion unterstützt und den französischen Fallschirmjägern geholfen, die 1978 über der damaligen Provinz Katanga von Zaire absprangen, die jetzt Shaba hieß.

Wegen seiner unterschiedlichen Aktivitäten war Munro im Afrika der siebziger Jahre ein Sonderfall. Obwohl er in einem halben Dutzend afrikanischer Länder offiziell unerwünscht war, reiste er dennoch ungehindert kreuz und quer durch den ganzen Kontinent. Daß er sich dabei verschiedener Pässe bediente, war nur ein dünnes Deckmäntelchen. Jeder Grenzbeamte wußte, wer er war. Doch war ihre Furcht, ihn abzuweisen, ebenso groß wie die, ihn einzulassen.

Ausländische Unternehmen, die sich mit der Suche nach Bodenschätzen und deren Abbau beschäftigten, setzten Munro mit Rücksicht auf die Gefühle der jeweiligen Landesregierungen äußerst ungern als Führer ihrer Expeditionen ein. Hinzu kam, daß er bei weitem der teuerste aller Führer war. Trotzdem stand er in dem Ruf, schwierige, ja unlösbar scheinende Aufgaben bewältigen zu können. So hatte er zum Beispiel 1974 unter falschem Namen zwei deutsche Gruppen, die nach Zinn suchten, nach Kamerun geführt. Er hatte auch schon eine ERTS-Expedition nach Angola geführt, und zwar 1977 auf dem Höhepunkt des bewaffneten Konflikts. Als ein Jahr darauf Houston den von ihm geforderten Preis nicht zahlen wollte, ließ er brüsk eine andere ERTS-Gruppe aufsitzen, die auf dem Weg nach Sambia war, was Houston dazu veranlaßte, die Expedition abzublasen. Kurz, Munro galt als der beste Mann für gefährliche Unternehmungen, und deshalb landete der Jumbo der ERTS in Tanger.

Auf dem Flughafen von Tanger wurde die Frachtmaschine und ihr Inhalt unter Zollverschluß genommen. Aber alle Mitreisenden, mit Ausnahme von Amy, gingen mit ihrem persönlichen Gepäck durch den Zoll. Jensen und Irving wurden beiseite genommen und durchsucht. In ihrem Handgepäck fanden sich winzige Spuren von Heroin.

Dahinter steckte eine Reihe bemerkenswerter Zufälle. 1977 begannen die Zollbehörden der Vereinigten Staaten damit, neben chemischen Geruchs-Aufspürgeräten, »Schnüffler« genannt, auch Geräte einzusetzen, die mit NeutronenRückstreuung arbeiten. Es handelte sich um elektronische Handgeräte, die im Auftrag der Regierung von der Firma Morikawa Electronics in Tokio hergestellt wurden. Als 1978 Zweifel an der Genauigkeit dieser Geräte angemeldet wurden, schlug Morikawa vor, sie an den Kontrollstellen anderer Flughäfen auf der ganzen Welt zu testen. Zu ihnen gehörten Singapur, Bangkok, Neu Delhi, München und eben auch Tanger.

Morikawa also kannte die Leistungsfähigkeit der Überwachungsgeräte am Flughafen Tanger - sowie eine Reihe von Substanzen, die bei den Meßfühlern dieser Geräte fälschlich Alarm auslösten. Zu ihnen gehörten unter anderem gemahlener Mohn und zerkleinerte Steckrüben. Die genaue Untersuchung, ob es sich um falschen Alarm handelte, dauerte achtundvierzig Stunden. Später stellte sich heraus, daß auf ungeklärte Weise Spuren von Steckrüben in Jorisens und Irvings Aktentaschen gelangt waren. Beide bestritten beharrlich, etwas von verbotenen Substanzen zu wissen, und verlangten, das Konsulat der Vereinigten Staaten in Tanger solle hinzugezogen werden. Es würde mit Sicherheit mehrere Tage dauern, bis der Fall gelöst war, daher telefonierte Karen Ross mit Travis in Houston, der die Sache als eine »deutsche Stinkmorchel« einschätzte. Es gab nur die Möglichkeit, die Expedition vorerst ohne die beiden weiterzuführen, so gut es ging. »Wenn die meinen, daß sie uns damit aufhalten können«, sagte Travis, »haben sie sich verrechnet.«

»Wer soll denn die Geologenarbeit machen?« fragte Karen Ross. »Sie«, sagte Travis. »Und die Elektronik?«

»Auf dem Gebiet haben Sie Ihre Begabung hinlänglich bewiesen«, sagte Travis. »Sehen Sie nur zu, daß Sie Munro bekommen, dann läuft alles, wie es laufen soll.«

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