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Электронная книга - «Cäsar Cascabel». Краткое содержание книги:

Dieser Roman ist den meisten Jules-VerneFreunden unbekannt, weil er in allen alten Gesamtausgaben fehlt. Der Artistenfamilie Cascabel wird nach einer Tournee durch die Vereinigten Satten das gesamte Vermögen gestohlen. Trotzdem wollen sie nach Frankreich zurückkehren und beschließen, den Weg über Alaska und das Packeis der Beringstraße zu nehmen. Unendlich viele Abenteuer müssen mit Indianern und Verbrechern bestanden werden, ehe es ein glückliches Ende gibt.
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In diesem Augenblicke ließ Xander, das äußerste Ende des emporgezogenen Astes erfassend, diesen wie eine Feder zurückschnellen und wurde wie ein Stein aus einer Katapulte über den Creek hinaus geschleudert. Nachdem er sich mittelst eines kräftigen Lendendruckes überschlagen, fiel er am rechten Ufer des Baches zu Boden, während der verdutzte Bär seine Beute durch die Luft davonfliegen sah.

»Ah! der Strick!«

Mit diesem Kompliment bewillkommnete Herr Cascabel den unbesonnenen Jungen in dem Augenblicke, wo er selber mit Jean und Clou an das Ufer des Creek kam, nachdem er den Buben umsonst in der Nähe des Lagers gesucht hatte.

»Strick!.« wiederholte er. »Welche Angst du uns eingejagt hast!«

»Nun denn, Vater, zause mich an den Ohren!« antwortete Xander. »Ich habe es verdient!«

Aber statt sich an den Ohren seines Sohnes schadlos zu halten, gab Herr Cascabel seinem eigenen Verlangen nach, ihn auf beide Wangen zu küssen, indem er sagte:

»Thu das nicht wieder! denn ein andermal.«

»Würdest du mich auch wieder küssen!« antwortete Xander, indem er seinem Vater einen herzhaften Kuß gab.

Dann rief er:

»Ha. der ist schön angeführt, mein Bär!. Er macht ein recht dummes Gesicht, der Hansnarr!«

Jean hätte das davonschleichende Tier gern erlegt; aber man durfte nicht daran denken, es zu verfolgen. Da das Wasser noch immer stieg, mußte man sich eilends vor der Überschwemmung flüchten, und so kehrten alle vier zu der Belle-Roulotte zurück.

VIII. Gefährlicher Aufenthalt

Acht Tage später, am sechsundzwanzigsten Mai, erreichte das Gespann die Quellen des Fraser. Der Regen war Tag und Nacht gefallen, aber wenn man den Versicherungen des Führers Glauben schenken durfte, so mußte das schlechte Wetter jetzt bald zu Ende sein.

Als die Quellen des Flusses auf ziemlich gebirgigen Wegen umgangen waren, drang die Belle-Roulotte in gerader Richtung gegen Westen vor.

Noch einige Tagereisen und Herr Cascabel erreichte die Grenze von Alaska.

Die letzte Woche hindurch hatte der von Ro-No verfolgte Weg an keinem Marktflecken, keinem Weiler vorübergeführt. Übrigens hatte man allen Grund, mit den Diensten dieses Indianers zufrieden zu sein, denn er kannte das Land vollkommen.

An jenem Tage meldete der Führer Herrn Cascabel, daß er, wenn er wolle. in einem unsern gelegenen Dorfe Halt machen könne, wo eine vierundzwanzigstündige Rast den etwas übermüdeten Pferden gut anschlagen dürfte.

»Was für ein Dorf ist es?« fragte Herr Cascabel, stets voller Mißtrauen, wenn es sich um die kolumbische Bevölkerung handelte.

»Ein Koquinendors,« antwortete der Führer.

»Also kein Sachsennest!« rief Herr Cascabel. »Dann bin ich's zufrieden.«

Abends machte die Belle-Roulotte am Eingang dieses Dorfes Halt. Sie brauchte höchstens noch drei Tage, um die geographische Grenze zu erreichen, welche Alaska von Kolumbia trennt.

Dann würde Herr Cascabel ungesäumt seine gewohnte, auf dem Gebiete Ihrer britannischen Majestät so arg kompromittierte gute Laune wiederfinden.

Das Koquinendors war von einer indianischen Bevölkerung bewohnt; aber es beherbergte damals gerade eine Anzahl Engländer, Jäger von Beruf oder aus Liebhaberei, welche es nur in der Jagdsaison aufzusuchen pflegten.

Unter den eben anwesenden Offizieren der Garnison von Viktoria befand sich auch ein gewisser Baronet Sir Edward Turner, ein hochmütiger, brutaler insolenter, stark auf seine Nationalität eingebildeter Mensch, einer jener Gentlemen, die da glauben, sich aus dem einfachen Grunde, weil sie Engländer sind, alles gestatten zu dürfen. Selbstverständlich verabscheute er die Franzosen zum mindesten ebenso sehr, wie Herr Cascabel dessen Landsleute verabscheute. Man sieht, wie sehr diese beiden geschaffen waren, einander zu verstehen!

Nun geschah es am Abend desselben Tages, während Jean, Xander und Clou auf Proviant ausgegangen waren, daß die Hunde des Baronets in der Nähe der Belle-Roulotte auf Wagram und Marengo stießen, welche offenbar die nationalen Abneigungen ihres Herrn teilten.

So entstand denn Zwietracht zwischen dem Wachtelhund und Pudel einerseits und den »Pointers« andererseits, Lärm, Zähnefletschen, Kampf und schließlich Einschreiten der Eigentümer.

Sir Edward Turner trat auf den Lärm hin aus dem Hause, welches er am Eingang des Dorfes bewohnte, und kam, um die Hunde des Herrn Cascabel mit seiner Peitsche zu bedrohen.

Letzterer eilte dem Baronet augenblicklich entgegen und ergriff die Partei seiner Tiere.

Sir Edward Turner - der sich in sehr korrektem Französisch ausdrückte - erkannte sofort, mit wem er zu thun hatte; er ließ seiner Insolenz die Zügel schießen und zögerte nicht, den Gaukler im besonderen und dessen Landsleute im allgemeinen mit britischer Grobheit zu traktieren.

Man kann sich leicht vorstellen, was Herr Cascabel bei solchen Reden empfand.

Da er sich indessen in keine Händel einlassen wollte - noch dazu auf englischem Grund und Boden, wo irgendwelche Verwicklungen seine Reise verzögern konnten - so beherrschte er sich und sagte in untadelhaftem Tone:

»Ihre Hunde haben die meinigen zuerst angegriffen, mein Herr.«

»Die Ihrigen!.« versetzte der Baronet. »Die Hunde eines Possen reißers!. Für solche Köter sind Stock- oder Peitschenhiebe viel zu gut!«

»Ich muß Ihnen bemerken,« entgegnete Herr Cascabel, der sich trotz seines Entschlusses, ruhig zu bleiben, zu erhitzen begann, »daß eine solche Ausdrucksweise keines Gentleman würdig ist.«

»Und doch gebührt einem Menschen Ihrer Sorte nichts besseres.«

»Mein Herr, ich bin höflich. und Sie sind ein Flegel!.«

»Ah! Hüten Sie sich!. Sie wagen es, Sir Edward Turner frech zu antworten!.«

Herr Cascabel brauste auf; mit blassem Gesichte, flammenden Augen und drohenden Fäusten schritt er auf den Baronet los, als Napoleone herbeieilte.

»Vater, komm doch!.« sagte sie. »Mama verlangt nach dir.«

Cornelia hatte ihre Tochter zu Cascabel geschickt, um ihn zur Rückkehr in die Belle-Roulotte zu bewegen.

»Gleich!« antwortete Herr Cascabel. »Bitte deine Mutter zu warten, bis ich mit diesem Gentleman abgerechnet habe, Napoleone.«

Bei diesem Namen brach der Baronet in ein verächtliches Gelächter aus.

»Napoleone!« wiederholte er, »Napoleone, diese Kleine!. Der Name jenes Ungeheuers, welches.«

Das war mehr, als Herr Cascabel ertragen konnte. Er trat mit gekreuzten Armen dicht vor den Baronet hin.

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