Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » In den Klauen des Winters
In den Klauen des Winters - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

In den Klauen des Winters

Электронная книга - «In den Klauen des Winters». Краткое содержание книги:

In den Klauen des Winters
1 ... 195 196 197 198 199 200 201 202 203 ... 210
Перейти на страницу:

Plötzlich erregte etwas auf dem unbebauten Hügel ihre Aufmerksamkeit. Eine riesige Steinhand ragte aus dem Boden und hielt eine durchsichtige Kugel von der Größe eines Hauses. Und diese Kugel leuchtete wie die prächtige Sommersonne.

Alle Gedanken an die Atha'an Miere waren verschwunden, als Timna ihren Umhang straffte und sich auf den Boden setzte. Der Gedanke, dass sie die Erfüllung einer Prophezeiung und das Ende der Illusion sah, ließ sie lächeln.

»Wenn Ihr wirklich eine der Auserwählten seid, werde ich Euch dienen«, sagte der bärtige Mann vor Cyndane voller Zweifel, aber sie bekam nicht mit, was er sonst noch zu sagen hatte.

Sie konnte es fühlen. So viel auf eine Stelle gerichtetes Saidar war ein Leuchtfeuer, das jede Frau auf der Welt, die die Macht lenken konnte, fühlen und finden würde. Also hatte er eine Frau für den anderen Zugangsschlüssel gefunden. Dabei wäre sie zusammen mit ihm dem Großen Herrn — dem Schöpfer!- gegenübergetreten. Sie hätte die Macht mit ihm geteilt, ihn die Welt an ihrer Seite beherrschen lassen. Und er hatte ihre Liebe zurückgewiesen, hatte sie zurückgewiesen!

Der Narr, der da vor ihr etwas plapperte, war ein wichtiger Mann, was solche Dinge an diesem Ort anging, aber sie hatte keine Zeit, sich seiner Vertrauenswürdigkeit zu versichern. Doch wenn sie das nicht tat, konnte sie ihn nicht so einfach zurücklassen und das Risiko eingehen, dass er anderen alles erzählte. Nicht, wenn sie Moridins Hand spüren konnte, die das Cour'souvra mit ihrer Seele liebkoste. Ein rasiermesserscharfer Strom Luft schnitt den Bart des Burschen in zwei Teile, als sie seinen Kopf nahm. Ein zweiter Strom stieß den Körper zurück, so dass das Blut, das wie eine Fontäne aus dem Halsstumpf schoss, nicht ihr Gewand beschmutzte. Bevor Kopf und Körper auf den Steinboden auftrafen, hatte sie schon ihr Wegetor gewoben. Ein Leuchtfeuer, das sie bestimmen konnte, das sie anlockte.

Als sie den hügeligen Wald betrat, dessen Boden von unregelmäßig geformten Schneehaufen bedeckt wurde und von dessen kahlen Bäumen dicke, braune Schlingpflanzen herabhingen, fragte sie sich, wo das Leuchtfeuer sie hingeführt hatte. Aber es spielte keine Rolle. Südlich von ihr strahlte das Leuchtfeuer, genug Saidar, um einen Kontinent auf einen Schlag zu verwüsten. Er würde dort sein, er und wer auch immer diese Frau war, mit der er sie betrogen hatte. Sorgfältig griff sie nach der Macht, um ein Gewebe für seinen Tod zu spinnen.

Blitze zuckten aus dem wolkenlosen Himmel, wie Cadsuane sie nie zuvor gesehen hatte. Nicht normal gezackte Blitze, sondern silberblaue Lanzen, die auf der Hügelkuppe einschlugen, auf der sie stand, die statt ihr den umgedrehten Schild trafen, den sie gewoben hatte, die fünfzig Fuß über ihrem Kopf mit ohrenbetäubendem Krachen niedergingen. Selbst innerhalb des Schildes knisterte die Luft und ihr Haar richtete sich auf. Ohne die Hilfe des Angreals, das von ihrem Haarknoten herabbaumelte und eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Haubenwürger hatte, wäre sie nicht in der Lage gewesen, den Schild aufrechtzuerhalten.

Ein zweiter goldener Vogel, eine Schwalbe, hing an einer dünnen Kette von ihrer Hand. »Dort«, sagte sie und zeigte in die Richtung, in die sie zu fliegen schien. Eine Schande, dass sie nicht feststellen konnte, aus welcher Entfernung die Macht gelenkt worden war, ob von einem Mann oder einer Frau, aber die Richtung würde reichen müssen. Sie hoffte, dass es keine ... Pannen geben würde. Dort draußen befanden sich auch ihre Leute. Doch wenn die Warnung zusammen mit einem Angriff kam, konnte es keinen Zweifel geben.

Das Wort hatte ihren Mund noch nicht ganz verlassen, als im Norden des Waldes auch schon eine Flammensäule in die Höhe wuchs, gefolgt von der nächsten und der übernächsten, eine schwankende Linie, die nordwärts raste. Callandor leuchtete in den Händen des jungen Jahars wie eine Flamme. Der Konzentration auf Elzas Gesicht nach zu urteilen sowie der Art und Weise, wie sie ihre Fäuste in ihre Röcke krallte, war überraschenderweise sie diejenige, die diese Ströme lenkte.

Merise ergriff eine Hand voll vom schwarzen Haar des Jungen und zog sanft an seinem Kopf. »Ruhig, mein Hübscher«, murmelte sie. »Oh, ganz ruhig, mein wunderschöner starker Mann.« Er lächelte sie an, es war ein hinreißendes Lächeln.

Cadsuane schüttelte kaum merklich den Kopf. Die Beziehung einer Schwester zu ihrem Behüter zu verstehen war immer schwierig, vor allem bei den Grünen, aber sie konnte nicht einmal annähernd ergründen, was sich zwischen Merise und ihrem Jungen abspielte.

Ihre eigentliche Aufmerksamkeit galt jedoch einem anderen Jungen. Nynaeve schwankte; sie stöhnte vor Ekstase, als diese unglaubliche Menge Saidar durch sie hindurchfloss, aber Rand saß da wie ein Stein, und Schweiß rann über sein Gesicht. Seine Augen war leer, wie polierte Saphire. War er sich überhaupt dessen bewusst, was um ihn herum geschah?

Die Schwalbe drehte sich unter ihrer Hand an ihrer Kette.

»Dort«, sagte sie und zeigte auf die Ruinen von Shadar Logoth.

Rand konnte Nynaeve nicht länger sehen. Er konnte überhaupt nichts mehr sehen, auch nichts mehr fühlen. Er schwamm in wogenden Flammenseen, kroch über zusammenbrechende Eisberge. Die Fäulnis floss wie die Gezeiten eines Ozeans und drohte ihn davonzuspülen. Wenn er auch nur einen Augenblick lang die Kontrolle verlor, würde sie alles mit sich reißen, was ihn ausmachte, und es ebenfalls in die Röhre spülen. Genauso schlimm —oder vielleicht sogar noch schlimmer — war die Tatsache, dass trotz des Stroms an Schmutz, der durch die seltsame Blume floss, der Makel auf der männlichen Hälfte der Quelle nicht abzunehmen schien. Er war wie Öl, das in einer so dünnen Schicht auf dem Wasser schwamm, dass man es erst dann bemerkte, wenn man die Oberfläche berührte; es bedeckte die Unermesslichkeit der männlichen Hälfte und war selbst ein Ozean für sich. Er musste durchhalten. Er musste es. Aber für wie lange? Wie lange konnte er durchhalten?

Falls er wieder rückgängig machen konnte, was al'Thor mit der Quelle angestellt hatte, überlegte Demandred, als er Shadar Logoth durch sein Tor betrat, es plötzlich und unvermittelt ungeschehen machte, würde das den Mann vielleicht töten oder zumindest die Fähigkeit zum Lenken der Macht aus ihm herausbrennen. Er hatte al'Thors Plan ergründet, sobald ihm klar geworden war, wo sich der Zugangsschlüssel befand. Ein brillantes Vorhaben, wie er neidlos anerkannte, aber wahnsinnig gefährlich. Lews Therin war ein großartiger Pläneschmied gewesen, wenn auch sicher nicht so brillant, wie alle immer behauptet hatten. Nicht annähernd so brillant wie Demandred.

Aber ein Blick auf die mit Geröll übersäte Straße, und er dachte nicht mehr daran, etwas zu verändern. Neben ihm erhob sich eine unvollständige blasse Kuppel, deren zerschmetterte Spitze sich etwa zweihundert Fuß oder noch höher über der Straße befand, und aus dem Himmel darüber fiel das Licht des Vormittags. Doch vom gezackten Rand der Ruine bis zur Straße hinunter war die Luft voller Schatten, so als würde bereits die Nacht hereinbrechen. Die Stadt... bebte. Er konnte es durch die Stiefelsohlen hindurch fühlen.

Feuer schoss im Wald empor, große durch Saidin verursachte Explosionen schleuderten mit Flammenzungen Bäume in die Luft, die auf ihn zurasten, aber er webte bereits ein Wegetor. Er sprang hinein, ließ es verschwinden und lief so schnell er konnte zwischen den von Schlingpflanzen umklammerten Bäumen hindurch, pflügte durch Schneefelder, stolperte über im Schlamm verborgene Steine, wurde aber nicht langsamer, nicht einen Moment lang. Er war Soldat gewesen. Noch immer rennend hörte er die erwarteten Explosionen, und er wusste, dass sie so sicher auf die Stelle zurasten, an der sein Tor entstanden war, wie sie in den Ruinen direkt auf ihn zugekommen waren. Aber sie waren jetzt weit genug von ihm entfernt, um keine Gefahr mehr darzustellen. Ohne das Tempo zu verringern, wandte er sich dem Zugangsschlüssel zu. Bei der Menge von Saidin, die hindurchströmte, hätte genauso gut ein flammender Pfeil am Himmel auf al'Thor zeigen können.

1 ... 195 196 197 198 199 200 201 202 203 ... 210
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)