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Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott

Электронная книга - «Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott». Краткое содержание книги:

Aus dem Englischen übertragen von Renate Schilling Titel der Originalausgabe
GOD IS DEAD – Now Zen is the only living truth Osho International Foundation, Switzerland, www.osho.com.
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»Wer hat das Universum erschaffen? Wer hat das alles in Gang gesetzt? « Doch wenn es jemanden gab, der es in Gang setzte, muss es bereits ein Universum gegeben haben. Könnt ihr diese einfache Arithmetik nachvollziehen? Wenn jemand da war, um es in Gang zu setzen, dann könnt ihr das nicht »den Anfang« nennen, weil bereits jemand da war.

Wenn ihr glaubt, dass ein Gott dafür notwendig ist ... es gibt euch Trost, dass Gott die Welt erschaffen hat, damit ihr einen Anfang habt. Doch wer hat Gott erschaffen? Hier taucht gleich wieder dasselbe Problem auf.

Alle Religionen behaupten, dass Gott ewig sei; dass Gott nicht erschaffen wurde. Wenn das für Gott gelten kann, warum kann es dann nicht für das Leben selbst gelten? Es ist autonom, es existiert aus sich selbst heraus. Es braucht keinen Schöpfer, denn dieser Schöpfer braucht nur wieder einen anderen Schöpfer, und damit fallt ihr in eine absurde Endlosschleife. Ihr könnt von A bis Z gehen. Doch wer hat dann Z erschaffen? Die Frage bleibt bestehen, auch wenn ihr euch noch so lange dagegenstemmt. Das Problem kann so nicht gelöst werden, weil ihr die falsche Frage gestellt habt.

Das Universum hat keinen Anfang. Es wurde nicht von irgendjemandem erschaff en. Es hat auch kein Ende. Und denkt daran, wenn es einen Anfang hätte, hätte es sicher auch ein Ende.

Jeder Anfang ist der Anfang von einem Ende; jede Geburt ist der Anfang des Todes. Und so ist es gut! Macht euch also frei von Gott, denn wenn er die Welt erschaffen hat, kann er sie auch wieder zerstören, und jede Welt, die erschaffen wurde, wird früher oder später zerstört. Wenn es eine Geburt gibt, gibt es auch einen Tod.

Nur ein Universum ohne Anfang kann auch ohne Ende sein.

Dein Problem besteht also nur, weil die Fähigkeiten des Verstandes so begrenzt sind. Das ist der Grund, warum ich möchte, dass ihr über den Verstand hinausgeht. Nur No-Mind, ein Bewusstsein jenseits des Verstandes, kann sich etwas ohne Anfang und ohne Ende vorstellen. Das Unfassbare wird dann vollkommen klar; da gibt es überhaupt kein Problem. Jene, die sich über den Verstand erhoben haben, haben sich gleichzeitig auch über Gott erhoben. Gott ist ein Bedürfnis des Verstandes, weil der Verstand sich keine unendlichen, ewigen Dinge vorstellen kann. Er kann sich nur sehr begrenzte Dinge vorstellen. Diese Frage entsteht nur aus dem Unvermögen, aus der Unfähigkeit des Verstandes.

Du fragst: »Gott ist tot, doch daraus ergibt sich die Frage, wer dieses Universum in Gang gesetzt hat.« Doch hast du jemals darüber nachgedacht, dass die Existenz Gottes diese Frage nicht auflöst? Die Frage wird dadurch einfach nur um einen Schritt verlagert: Wer hat Gott erschaffen? Jede Hypothese, die die Frage nicht auflöst, ist vollkommen nutzlos. Und jede Antwort, die die Frage immer nur ein Stück weiter verlagert, ohne sie auch nur im geringsten zu berühren, kann nicht die Antwort sein.

Die einzige Antwort, die man finden kann, liegt in der eigenen Erfahrung von Ewigkeit. Dann wirst du wissen, dass niemand es erschaffen hat. Es hat keinen Anfang und kein Ende. Du hast keinen Anfang und kein Ende. Wenn du das in dir selbst erfahren hast, weißt du, dass die Existenz autonom ist, dass sie nicht erschaffen wurde.

Etwas Erschaffenes kann nicht mehr als ein künstlicher Mechanismus sein; es kann keine organische Realität sein. Das Auto wurde erschaffen, doch der Mensch wurde nicht erschaffen.

Wenn der Mensch ebenfalls erschaffen worden wäre, wäre er ein Mechanismus, ein Roboter. Man kann ein Auto auseinander nehmen, alle Teile auseinander nehmen, die Räder und alles, und dann kann man alles wieder zusammensetzen und das Auto ist vollkommen in Ordnung. Doch schneide einmal einen Menschen in einzelne Teile und setze sie dann wieder zusammen – dadurch wird der Mensch nicht wieder lebendig.

Ein organisches Phänomen lässt sich nicht auseinander nehmen.

In dem Augenblick, in dem man es auseinander nimmt, verschwindet sein Geheimnis. Dann kann man die Teile wieder zusammensetzen, doch man wird trotzdem nur einen Leichnam vor sich haben und kein lebendiges Wesen. Darin liegt die Würde des Lebens, dass es nicht erschaffen wurde. Darin liegt die Würde des Menschen, dass er nicht erschaffen wurde. Gott ist eine Beleidigung für das Leben, für den Menschen, für das Bewusstsein, für alles. Gott ist eine Demütigung. Gott ist keine Lösung für irgendein Problem; tatsächlich erzeugt er nur noch mehr Probleme in der Welt. Er löst nichts. Es gibt dreihundert Religionen in dieser Welt, und sie alle bekämpfen sich gegenseitig. Sie alle sind durch ein Konzept von Gott entstanden, weil sie alle ihre eigenen Konzepte erfunden haben.

Der Hindu-Gott besitzt drei Köpfe. Stellt euch nur einmal den armen Kerl vor! Stellt euch vor, ihr hättet drei Köpfe; ich glaube nicht, dass ihr in der Lage wärt, aufrecht zu stehen. Ein Kopf würde zur einen Seite fallen, der andere zur anderen Seite, und der dritte wieder zu einer anderen Seite – allein schon das Gewicht ... Ich habe Statuen und Bilder dieses Hindu-Gottes gesehen. Sein Körper wirkt wie der Körper eines Menschen, doch ein menschlicher Körper kann mit drei Köpfen nicht funktionieren.

Ich habe Kinder im Zirkus gesehen, die als Fehlbildungen zur Welt kamen. Ich habe Kinder mit zwei Köpfen gesehen, doch sie können nicht einmal sitzen; sie liegen einfach nur herum. Der Zirkus nutzt ihre Tragödie aus, er verdient Geld damit. Man muss sie in einem Leiterwagen herumfahren.

Der Hindu -Gott muss wohl in einem Leiterwagen leben. Ein Kopf wird dabei immer ins Kissen gedrückt, so dass ihm das Atmen schwer fällt. Aufrechtes Gehen ist für ihn eine Unmöglichkeit. Und alle drei Köpfe, die nur einen Körper besitzen, haben Frauen. Was für eine Tragödie! Jeder Kopf ist mit zwei anderen Köpfen verbunden, und jeder hat eine andere Frau. Drei Frauen für einen einzigen Mann – weil es ja nur ein Geschlechtsteil gibt. Ich habe nie etwas davon gehört, dass dieser indische Gott auch drei Geschlechtsteile hätte. Also, ich kann mir nicht vorstellen, wie das funktionieren soll! ... Durch solche Fiktionen entstanden dreihundert Religionen, weil sich ja jeder seine eigene Fiktion ausdenken kann. Warum sollte man die Fiktion eines anderen übernehmen? Es gibt Religionen, die glauben, dass Gott tausend Hände hat. Eintausend Hände? Sie müssen an seinem ganzen Körper wachsen, so wie Zweige an einem Baum. Ich glaube nicht, dass er damit irgendetwas anfangen kann. Eintausend Hände?

Am Rücken werden sie nach hinten wachsen, an der Vorderseite nach vorn ... da bleibt kein Platz mehr für irgendetwas anderes!

Es gibt Götter, die tausend Augen besitzen – auch das kann ich mir nicht vorstellen. Nicht einmal im Zustand des No-Mind kann ich mir das vorstellen! Tausend Augen in einem Kopf? Da bleibt kein Platz mehr für Ohren, für eine Nase, für einen Mund, für irgendetwas anderes – nicht einmal für Haare. Er muss kahl sein, mit Augen am ganzen Kopf. Und selbst dann kann ich mir nicht vorstellen, wie das funktionieren soll. Wie kann er sich bewegen?

Mit welchem Auge soll er wahrnehmen? Welches Auge verwendet er, wenn er einer Frau zuzwinkern möchte? Tausend Augen, die einer Frau zuzwinkern? Das wäre wirklich sehr romantisch!

Die Existenz Gottes hat kein einziges Problem gelöst. Im Gegenteil, Gott hat Tausende von Problemen geschaffen. Und jede Religion hat ihre eigene Vorstellung, weil es sich nur um eine Fiktion handelt. Die Menschen haben keine unterschiedlichen Vorstellungen von der Sonne. Sie haben keine unterschiedlichen Vorstellungen von einer Rose. Doch von einer Fiktion muss man einfach unterschiedliche Vorstellungen haben. Denn es hängt von einem selbst ab, was man sich vorstellen möchte.

Die Bibel sagt, dass Gott den Menschen nach seinem Ebenbild erschaffen habe. In Wahrheit ist es genau umgekehrt: Der Mensch hat Gott nach seinem Ebenbild erschaffen. Und er hat versucht, das Bild von Gott zu verfeinern und für alle möglichen Absurditäten Erklärungen zu finden. Er braucht tausend Hände, weil er sich um fünf Milliarden Menschen kümmern muss. Doch wenn man sich um fünf Milliarden Menschen kümmern muss, braucht man fünf Milliarden Hände. Eintausend Hände reichen dafür nicht aus.

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