Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott
- Автор: Раджниш Бхагван Шри
- Язык: немецкий
- Жанр: Эзотерика
Электронная книга - «Der Gott, den es nicht gibt - Westliche Religion und die Lüge von Gott». Краткое содержание книги:
GOD IS DEAD – Now Zen is the only living truth Osho International Foundation, Switzerland, www.osho.com.
Iwan Karamasow sagt also: »Wenn ich ihn irgendwo treffe, werde ich ihn umbringen, doch zuvor werde ich ihm all diese Fragen stellen.«
Der ganze Roman ist eine einzige große Diskussion. Der dritte Bruder ist nur ein Halbbruder. Er wurde von einer Frau geboren, die nicht die Ehefrau ihres Vaters war, die nur eine Leibeigene war.
Dieser dritte Bruder wird von der äußeren Welt fern gehalten, so dass er zurückgeblieben ist. Er ist fast wie ein Tier: Er isst, trinkt und lebt in einem dunklen Raum im weiten Palast der Karamasows.
Sein Leben ist vollkommen sinnlos.
Und Iwan Karamasow sagt: »Denk an unseren Halbbruder, unseren illegitimen Bruder, den Gott ebenfalls erschaffen hat. Was ist der Sinn seines Lebens? Er darf nicht einmal an die Sonne kommen, er darf nicht einmal an die frische Luft kommen. Unser Vater hält ihn in Dunkelheit eingeschlossen. Niemand kommt jemals, um ihn zu sehen, um ihn zu begrüßen. Niemand auf dieser ganzen Erde ist sein Freund. Er kennt niemand anderen. Er kann nicht sprechen, weil er niemals zu jemandem gesprochen hat. Sein Leben ist das eines Tieres: essen, trinken, schlafen; essen, trinken, schlafen ... Er wird niemals eine Frau kennen lernen, er wird niemals die Liebe kennen lernen. Was passiert mit seinen sexuellen Instinkten? «
Es handelt sich um eine intensive Diskussion aller Probleme, mit denen sich ein intelligenter Mensch konfrontiert sieht. Iwan bringt all diese Probleme ans Licht: »Was glaubst du, was Gott über unseren Halbbruder zu sagen hätte? Was ist seine Bedeutung?
Warum hat er ihn auf diese Weise erschaffen? Wenn jemand dafür verantwortlich ist, dann er, und ich werde mich an ihm dafür rächen. Lass mich ihn nur finden! Und ich hoffe, dass Nietzsche Unrecht hat, dass er nicht tot ist. Sonst würde mir die Gelegenheit entgehen, ihn zu töten. Ich möchte ihn töten, damit die Menschheit endlich frei von ihm ist. «
Doch wenn man die Menschheit von ihm befreit hat ... wofür ist sie dann frei? Für Angst? Für Tod? Für Selbstmord? Für Mord? Für Diebstahl? Freiheit für was?
Einer der existentialistischen Romane erzählt von einem jungen Mann, der vor Gericht gestellt wird, weil er einen Fremden am Strand ermordet hat, jemanden, den er nie zuvor gesehen hatte. Er schlich sich von hinten an den Mann heran, der da saß und den Sonnenuntergang beobachtete, stieß ihm ein Messer in den Rücken und tötete ihn. Und er hatte ihn nie zuvor gesehen.
Es war ein seltsamer Fall. Man tötet nicht, wenn man nicht irgendeine Feindseligkeit empfindet, irgendeinen Zorn, irgendwelche Rachegelüste. Doch sie kannten sich überhaupt nicht, sie waren nicht befreundet gewesen. Man kann einen Freund töten – Freunde bringen sich ständig um –, doch er war kein Freund gewesen, und erst recht kein Feind. Man kann jemanden nur zum Feind haben, wenn man zunächst einmal befreundet war. Dieser Schritt ist notwendig: erst Freund, dann Feind. Niemand kann direkt zum Feind werden. Es braucht eine gewisse Bekanntschaft, eine Freundschaft, um jemanden zum Feind werden zu las sen.
Der Gerichtshof wusste nicht weiter. Der Richter fragte den Mann: »Warum haben Sie einen Fremden umgebracht, den Sie niemals zuvor gesehen hatten, dessen Namen Sie nicht einmal kannten?« Der Mann antwortete: »Das spielt doch keine Rolle. Ich fühlte mich einfach nur gelangweilt, so gelangweilt, dass ich etwas tun wollte, etwas, das mein Bild in alle Zeitungen bringen würde.
Und das ist passiert; jetzt fühle ich mich ein bisschen weniger gelangweilt. Und das Leben hat ja sowieso keinen Sinn. Was hat dieser Idiot schon gemacht? Was hätte er gemacht, wenn ich ihn nicht umgebracht hätte? Er hätte einfach immer weiter dasselbe gemacht, was er schon seit Jahren gemacht hat. Wozu also die Aufregung? Warum werde ich deshalb vor Gericht gestellt? «
Der Richter war vollkommen verwirrt: Es gab keine Augenzeugen, nur diesen Mann selbst, der sagte: »Ich habe diesen Mann umgebracht , doch ohne Zeugen könnt ihr mich nicht verurteilen. Vielleicht lüge ich ja, wer weiß? Es gibt keine Zeugen.«
Dann wurden Leumundszeugen vor Gericht zitiert. Einer der Nachbarn erklärte: »Dieser Mann ist seltsam. Seine Mutter starb an einem Sonntag, und als man ihn darüber informierte, sagte er:
>Diese Frau hat schon immer Ärger gemacht – ausgerechnet an einem Sonntag. Der Sonntag ist ein Feiertag, hätte sie nicht an einem Samstag oder einem Freitag sterben können? Doch ich habe schon immer gewusst, dass diese Frau, die mich mein Leben lang gequält hat, mir einen Feiertag versauen würde. Und so ist es auch gekommen.
Und als er gefragt wurde, warum er so ärgerlich darüber sei, antwortete er: >Ich bin ärgerlich, weil ich Kinokarten für mich und meine Freundin besorgt hatte und weil diese Frau auch an jedem anderen Tag hätte sterben können. Warum musste sie ausgerechnet an einem Sonntag sterben? Das verstehe ich nicht. Aber ich weiß ja, dass sie immer schon so war.«
Ein anderer Zeuge kam und sagte: »Er begrub seine Mutter und ging am selben Abend noch mit einer schönen jungen Frau zum Tanzen. Und als jemand zu ihm sagte: >Deine Mutter ist erst heute morgen beerdigt worden. Ist es da recht, dass du am Abend schon wieder tanzen gehst?<, antwortete er: >Was soll das heißen? Jedes Mal, wenn ich von nun an tanzen gehe, wird es nach dem Tod meiner Mutter sein. Welche Rolle spielt es da, ob es zwölf Stunden her ist, zwölf Tage oder zwölf Jahre? Es wird immer nach dem Tod meiner Mutter sein. Willst du vielleicht, dass ich nie mehr tanzen gehe, nur weil meine Mutter gestorben ist?.
Das ist vollkommen logisch, aber es ist unmenschlich. Diese Zeugen erzählten also solche Dinge über ihn und sagten: »Dieser Mann ist seltsam. Er kann einfach alles machen, ohne dass die Dinge eine Bedeutung für ihn haben.«
Doch der Mann erwiderte: »Ich sehe überhaupt keine Bedeutung im Leben. Worin besteht das Verbrechen, wenn man einen Menschen umbringt? Ich befreie ihn doch nur von seiner Sklaverei.
Ich begehe damit keine Sünde, ich begehe kein Verbrechen. Ich helfe einfach nur einem Menschen, der zu feige dazu ist, Selbstmord zu begehen.«
Eine negative Philosophie wird zu solchen Ergebnissen führen.
Eine negative Philosophie wird die Menschen in den Wahnsinn treiben, und die letzte Schlussfolgerung davon kann nur sein, Selbstmord zu begehen.
Ein großer negativer Philosoph Griechenlands, Zeno, predigte tatsächlich sein ganzes Leben lang, dass Selbstmord der einzige Ausweg sei. Tausende seiner Anhänger begingen Selbstmord. Er erklärte: »Das Leben ist sinnlos, ohne Bedeutung. Nur aus Feigheit leben die Menschen immer weiter. Sie haben nicht genug Mut, um den letzten Schritt zu machen und dem Ganzen ein Ende zu setzen.
Sei kein Feigling. Nur Selbstmord beweist, dass du kein Feigling bist.«
Er war sehr überzeugend. Es erscheint sehr überzeugend, wenn jemand zu einem sagt: »Nur Selbstmord beweist, dass du kein Feigling bist, denn wozu willst du weiterleben? Was hast du bisher gemacht? Die Hälfte deines Lebens hast du bereits verbracht, und mit welchem Resultat? Mit welchem Ergebnis? Du wirst die übrige Hälfte genau so verbringen, und du wirst wie ein Tier sterben.
Zeige wenigstens ein bisschen Würde, indem du Selbstmord begehst!«
Dieser Mann argumentierte, dass die Geburt nicht in unseren Händen liegt, doch dass wir zumindest nicht zulassen sollten, dass der Tod ebenfalls über uns gebietet. Sei Herr deines eigenen Todes, begehe Selbstmord! Seine Argumente sind sehr tiefgründig. Er sagt: »Ihr wart hilflos in Bezug auf eure Geburt, ihr konntet nichts dagegen tun. Es musste geschehen, doch in Bezug auf den Tod gibt es eine Wahclass="underline" Entweder du stirbst wie ein Tier oder du begehst Selbstmord wie ein Mann. Selbstmord gibt dem Menschen die Würde, dass er über seinen Tod selbst bestimmen kann.« Er überzeugte viele junge Menschen, so dass sie Selbstmord begingen.