Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
Ein todsicherer Job - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Ein todsicherer Job

Электронная книга - «Ein todsicherer Job». Краткое содержание книги:

Zum Brüllen komisch und absolut hinreißend – eine liebenswerte Komödie der besonderen Art.

Charlie Ashers Welt ist perfekt, bis seine Frau Rachel bei der Geburt ihres ersten Kindes stirbt. Über Nacht ist Charlie nicht nur Vater, sondern auch Witwer. Und darüber scheint er den Verstand zu verlieren – anders kann er sich das Wesen in Minzgrün nicht erklären, das ihm immer wieder erscheint. Dann fallen auch noch wildfremde Menschen tot vor ihm um, und es stellt sich heraus, dass Charlie von ganz oben eine neue Aufgabe zugewiesen bekommen hat: Seelen einzufangen und sicher ins Jenseits zu befördern. Ein todsicherer Job, aber trotzdem nichts für Charlie …
1 ... 14 15 16 17 18 19 20 21 22 ... 96
Перейти на страницу:

Sein Telefon zeigte »Fresh Music« und eine Nummer an. Charlie rief die Nummer zurück, doch niemand ging an den Apparat. Er rannte in die Küche, holte das Telefonbuch aus der Schublade und schlug Fresh Music nach. Es war ein Plattenladen irgendwo oben an der Ecke Market und Castro Street.

Das Telefon klingelte, und er riss den Hörer so heftig von der Gabel, dass er sich fast ein Stück vom Zahn abbrach, als er sich meldete.

»Kaltblütiges Dreckschwein!«, brüllte Charlie in den Hörer. »Hast du eigentlich eine Ahnung, was ich durchmache, du herzloses Monster?«

»Leck mich am Arsch, Asher!«, sagte Lily. »Dass ich noch ein Kind bin, bedeutet nicht, dass ich keine Gefühle habe.« Sie legte auf.

Charlie rief zurück.

»Asher’s Secondhand«, meldete sich Lily. »Seit dreißig Jahren im Familienbesitz bourgeoiser Kretins.«

»Lily, tut mir leid. Ich dachte, du wärst jemand anders. Weshalb hast du angerufen?«

»Je?«, sagte Lily. »Je me fou de ta gueule, espèce des gaufres de douche.«

»Lily, hör auf, Französisch zu sprechen. Ich hab doch gesagt, es tut mir leid.«

»Hier unten ist ein Bulle, der dich sprechen will«, sagte sie.

Charlie hatte sich Sophie vor den Bauch geschnallt wie eine Terroristen-Baby-Bombe, als er die Hintertreppe herunterkam. Sie konnte gerade den Kopf hoch halten, weshalb er sie mit dem Gesicht nach vorne trug, damit sie sich umsehen konnte. Ihre Arme und Beine schlackerten herum, wenn Charlie ging, so dass sie aussah wie eine Fallschirmspringerin – mit einem komischen Vogel als Schirm.

Der Cop stand am Tresen, Lily gegenüber, und sah aus wie eine Cognac-Werbung – im italienischen Zweireiher aus blauer Rohseide mit hellbraunem Leinenhemd und gelber Krawatte. Er war um die fünfzig, Latino, schlank, mit scharf geschnittenen Zügen und der Ausstrahlung eines Raubvogels. Sein Haar war zurückgekämmt, und mit den grauen Schläfen sah er aus, als käme er einem entgegen, selbst wenn er still stand.

»Inspector Alphonse Rivera«, sagte der Cop und reichte ihm die Hand. »Danke, dass Sie gekommen sind. Die junge Dame sagte, Sie hätten letzten Montag gearbeitet.«

Montag. Der Tag, an dem er hinter dem Laden mit den Raben gekämpft hatte, der Tag, an dem die blasse Rothaarige da gewesen war.

»Du musst ihm nichts erzählen, Asher«, sagte Lily, die offensichtlich ihre Loyalität zu ihm erneuerte, auch wenn er ein Kretin war.

»Danke, Lily. Wieso machst du nicht kurz Pause und siehst mal nach, was drüben am Höllenschlund so los ist?«

Sie murrte, dann nahm sie etwas aus der Schublade unter der Kasse, vermutlich ihre Zigaretten, und ging zur Hintertür hinaus.

»Wieso ist dieses Kind nicht in der Schule?«, fragte Rivera.

»Die reine Extrawurst«, sagte Charlie. »Sie wissen schon: Privatunterricht.«

»Ist sie deshalb so vergnügt?«

»Diesen Monat studiert sie die Existentialisten. Hat letzte Woche um einen Studientag gebeten, um am Strand einen Araber zu erschießen.«

Rivera lächelte, und Charlie entspannte sich etwas. Er zog ein Foto aus seiner Brusttasche und hielt es Charlie hin. Sophie schien danach greifen zu wollen. Das Foto zeigte einen älteren Herrn im Sonntagsstaat auf den Stufen einer Kirche. Charlie erkannte die Kathedrale von St. Peter amp; Paul, nur ein paar Blocks entfernt am Washington Square.

»Haben Sie diesen Mann am Montagabend gesehen? Er trug einen schwarzgrauen Mantel und einen Hut.«

»Nein, tut mir leid. Hab ich nicht«, sagte Charlie. Und das hatte er auch nicht. »Ich war bis zehn etwa im Laden. Es kamen einige Kunden, aber dieser Mann war nicht dabei.«

»Sind Sie sicher? Er heißt James O’Malley. Es geht ihm nicht gut. Krebs. Seine Frau sagt, er ist Montagabend in der Dämmerung spazieren gegangen und nicht mehr nach Hause gekommen.«

»Nein, tut mir leid«, sagte Charlie. »Haben Sie den Cable-Car-Schaffner gefragt?«

»Mit den Leuten, die am Abend auf dieser Strecke gefahren sind, habe ich bereits gesprochen. Wir vermuten, er könnte irgendwo zusammengebrochen sein, aber wir haben ihn noch nicht gefunden. Nach so langer Zeit sieht es gar nicht gut aus.«

Charlie nickte, versuchte, einen nachdenklichen Eindruck zu machen. Er war so erleichtert, dass der Cop nicht wegen irgendwas gekommen war, was mit ihm zu tun hatte, dass ihm fast schwindlig wurde. »Vielleicht sollten Sie den Kaiser fragen. Sie wissen, wen ich meine, oder? Er kennt jeden Winkel dieser Stadt und sieht mehr als die meisten von uns.«

Bei der Erwähnung des Kaisers verzog Rivera das Gesicht, doch dann entspannte er sich und lächelte wieder. »Das ist eine gute Idee, Mr. Asher. Mal sehen, ob ich ihn finden kann.« Er reichte Charlie seine Karte. »Wären Sie so freundlich, mich anzurufen, falls Ihnen noch was einfällt?«

»Das werde ich tun. Äh, Inspector?«, sagte Charlie, und Rivera blieb ein paar Schritte vor dem Tresen stehen. »Ist es nicht ungewöhnlich, dass in so einer Routinesache ein Inspector ermittelt?«

»Ja, normalerweise würde sich eine Streife darum kümmern, aber möglicherweise besteht ein Zusammenhang zu etwas, an dem ich arbeite. Deshalb haben Sie mit mir zu tun.«

»Oh, okay«, sagte Charlie. »Schicker Anzug übrigens. Ist mir gleich aufgefallen. Liegt an meiner Branche.«

»Danke«, sagte Rivera und warf einen wehmütigen Blick auf seine Ärmel. »Ich hatte vor einer Weile eine Glückssträhne.«

»Das freut mich für Sie«, sagte Charlie.

»Ging vorbei«, sagte Rivera. »Süßes Baby. Viel Glück Ihnen beiden, hm?« Und schon war er draußen.

Charlie wollte gerade wieder nach oben gehen, als er beinah mit Lily zusammenstieß. Sie hielt ihre Arme unter dem Logo Hell is Other People auf ihrem T-Shirt verschränkt und sah noch kritischer aus als sonst. »Okay, Asher. Hast du mir vielleicht was zu sagen?«

»Lily, ich hab keine Zeit für…«

Sie hielt ihm das silberne Zigarettenetui hin, das er von der Rothaarigen hatte. Es leuchtete noch immer. Sophie griff danach.

»Was?«, sagte Charlie. Konnte Lily es sehen? Hatte sie das mit dem seltsamen Leuchten herausgefunden?

Lily klappte das Etui auf und hielt es Charlie vor die Nase. »Lies die Gravur.«

James OMalley stand da in verschnörkelter Schrift.

Charlie trat einen Schritt zurück. »Lily, ich kann nicht… ich weiß nichts über diesen alten Mann. Hör zu, ich muss Mrs. Ling sagen, dass sie auf Sophie aufpasst, und dann rüber zur Castro Street. Ich erkläre es dir später, okay? Versprochen.«

Sie dachte einen Moment darüber nach, sah ihn vorwurfsvoll an, als hätte sie ihn dabei erwischt, wie er Gummibärchen an ihren Sündenbock verfütterte, dann gab sie nach. »Geh«, sagte sie.

8

Endstation Sinnflucht

Charlie Asher bahnte sich einen Weg ins Castro-Viertel, einen altmodischen Stockdegen neben sich auf dem Beifahrersitz, das Kinn vorgeschoben wie ein Bajonett, mit einer Miene furchteinflößender Entschlossenheit. Einen halben Block, die Hälfte eines Blocks, die Hälfte eines Wohnblocks voraus – ins tiefe Tal der überteuerten Saftbars und haarsträubenden Strähnchenfrisuren – stürmte das rechtschaffene Betamännchen. Und wehe dem ahnungslosen Tunichtgut, der es gewagt hatte, sich mit diesem Secondhand-Todesengel anzulegen, denn bald schon würde er sein zerlumptes Leben auf dem Grabbeltisch wiederfinden. Gleich gibt es einen Showdown in Gay Town, dachte Charlie. Ich schlage mich mit meiner Machete durch den Dschungel der Gerechtigkeit.

Nun, nicht wirklich schlagen, denn er hatte ja einen Stock und keine Machete, eher ein Stochern nach Gerechtigkeit – eine Formulierung, der es jedoch an diesem Racheengel-Unterton mangelte, den er sich wünschte – er war stinksauer und bereit, jemandem gehörig in den Arsch zu treten, nicht mehr und nicht weniger. Noch Fragen? Na, also. (Zufälligerweise war Stochern nach Gerechtigkeit momentan ein beliebter Titel bei Castro Video Rentals, knapp vor A Star is Born – Directors Cut und gleich nach Bullen ohne Hosen, eiergeil an erster Stelle.)

1 ... 14 15 16 17 18 19 20 21 22 ... 96
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)