Der Splitter im Auge Gottes
- Автор: Нивен Ларриё, Пурнель Джерри
- Год: 2013
- Язык: немецкий
- Год: Wilhelm Heyne
- ISBN: 3-453-21532-X
- Переводчик: Yoma Cap
- Жанр: Космическая фантастика
Электронная книга - «Der Splitter im Auge Gottes». Краткое содержание книги:
Der Splitter ist ein Werk über die Begegnung von Menschen mit einer anderen hochentwickelten Spezies. Niven und Pournelle haben dafür ein schlüssiges Universum generiert und sich weitgehend an die Erkenntnisse der Physik und Astronomie gehalten.
Benjamin Fowler lachte. »Doktor, Sie versuchen immer wieder, mich zu ihrem Standpunkt zu bekehren, der auf ethischen Grundsätzen basiert. Sie sehen niemals meinen, für den das nicht zutrifft. Ich habe niemals behauptet, die menschliche Rasse sei den Splits überlegen — in Bezug auf Ethik, Intelligenz oder sonst etwas. Ich sage nur, dass es meine Rasse ist, und dass ich die Aufgabe habe, die menschlichen Interessen zu schützen.«
Er wandte sich wieder an die Splits. »Nachdem ihr jetzt gesehen habt, wie es bei uns zugeht«, fuhr Fowler fort, »was haltet ihr da von unserem Imperium?«
Jock gab ein glucksendes Lachen von sich. »Senator, was erwarten Sie jetzt für eine Antwort von mir? Wir sind in Ihrer Macht — wir drei gegen alle Menschen. Eure Kriegsschiffe bewachen den Narren-Punkt, der in unser System führt. Ihr könntet uns vermutlich vernichten, und ich habe im 3-D mehrere Redner gehört, die genau das fordern …«
»Niemand von Bedeutung«, protestierte Anthony Horvath. »Nur Fanatiker und Verrückte …«
»Gewiss. Aber gesagt wurde es. Was immer ich dem Senator also auf seine Frage antworte, es wird etwas sein, von dem ich glaube, dass er es hören möchte. Wie könnte es anders sein? Ich habe schließlich die Aufgabe, unsere Interessen zu schützen.«
»Gut gesagt«, zwitscherte Ivan. »Die Menschen scheinen es zu respektieren, wenn trotz gegenteiliger Interessen die Wahrheit zugegeben wird. In diesem fall hätten sie es ohnehin gewusst. Aber sei vorsichtig.«
»Vertraue meinen Fähigkeiten, Meister. Du siehst, dass die meisten beruhigt sind. Nur der Priester und der Flottenoffizier namens Renner sind nicht zufrieden. Der Vermittler des Kaisers ist jetzt unentschlossen, und als wir in diesen Raum kamen, hatte er sich gegen uns entschieden.«
Charlie: »Ich habe Angst. Wäre es nicht am besten, ihnen alles zu sagen, jetzt, da sie so viel wissen? Wie lange können wir noch die Zyklen und unser Fortpflanzungsschema geheim halten? Mein Meister wünschte, dass wir ihnen alles sagen …«
»Du wirst schweigen und Jock allein mit den Menschen sprechen lassen. Wende dich mit Fragen, die dich beunruhigen, an sie.«
»Ich werde es tun, Meister. Ich wurde angewiesen, dir zu gehorchen. Aber ich bin noch immer der Meinung, dass mein Meister recht hatte.«
»Und wenn er die Menschen falsch eingeschätzt hat?« fragte Jock. »Wenn sie uns als Bedrohung für ihre Nachkommen ansehen! Würden sie uns dann nicht jetzt alle vernichten, solange sie noch dazu imstande sind?«
»Ruhig. Sprich mit den Menschen.«
»Der Botschafter hat darauf hingewiesen, dass es ungeachtet eurer Ansichten nur in unserem Interesse liegt, eurem Imperium verbunden zu sein, da es die mächtigste Vereinigung der Menschen ist und sein Gebiet unserer Heimat am nächsten. Wir sind eingekreist von Welten des Imperiums.«
»Das stimmt«, sagte Sally. »Onkel Ben, wie lange soll das noch so weitergehen? Wir haben Vertragsentwürfe von den Wirtschaftswissenschaftlern ausarbeiten lassen.
Können wir nicht beginnen, die Einzelheiten davon zu besprechen?«
Fowler war nicht zufrieden. Die Haltung seiner Schultern, eine Linie seines gut gepolsterten Kinns verrieten es. Auch ohne die Splits gab es im Imperium genug Schwierigkeiten. Wenn man an Split-Technologien in den Händen von Unabhängigen und Aufständischen dachte — das konnte das Ende bedeuten. »Es gibt einen Vertragsentwurf«, sagte Senator Fowler zögernd. »Aber bevor wir euch den vorlegen, hätte ich noch einen anderen Vorschlag. Hättet ihr Interesse, in das Imperium einzutreten? Als Mitgliedssystem Erster Klasse, zum Beispiel? Dann würdet ihr eine autonome Regierung haben, eine Vertretung auf Sparta und Zugang zu den meisten Handelsgebieten des Imperiums.«
»Wir haben es überlegt. Es würde natürlich einige Zeit dauern, alle Einzelheiten auszuarbeiten …«
»Nein«, sagte Senator Fowler entschieden. »Das würde es nicht. Es tut mir leid, aber wir haben nicht die Absicht, erst eure Techniker das Feld erfinden und eine Kriegsflotte bauen zu lassen. Die erste Bedingung würde die sofortige Zulassung von Beobachtern des Imperiums zu jedem Punkt eures Systems sein.«
»Abrüstung. Vertrauen in eure guten Absichten«, sagte Jock. »Würden Sie solchen Bedingungen zustimmen?«
»Ich wurde nicht gefragt«, sagte Ben. »Sondern ihr.«
»Ich habe ja gesagt, dass sie dieses Angebot machen würden«, trillerte Charlie.
»Wir können nicht annehmen«, antwortete Ivan entschieden. »Wir wären hilflos.
Nehmen wir an, die Menschen meinen es ehrlich. Nehmen wir an, das Imperium würde uns nicht vernichten, wenn unsere wahre Natur bekannt wird. Dürfen wir glauben, dass auch noch viele Generationen später die Machthaber des Imperiums so denken? Dieses Risiko dürfen wir nicht eingehen. Das Überleben unserer Rasse muss garantiert sein!«
»Es gibt keine solche Garantie!«
»Wir müssen aus unserem System herauskommen und in den Weltraum hinaus. Wenn wir uns erst in vielen Systemen festgesetzt haben, werden die Menschen nicht mehr wagen, eines davon anzugreifen«, sagte Jock. Ihre Gesten deuteten Ungeduld an. »Du bist überzeugt, dass wir dieses Angebot nicht annehmen dürfen?« fragte Charlie.
Jock: »Wir haben das schon früher besprochen. Die Menschen würden sehr gründlich sein. Sie würden die Krieger entwaffnen wollen. Ehe sie das zulassen, würden die Meister kämpfen. Es würde Krieg geben, genau, wie die Menschen es erwarten. Sie sind keine Narren, und ihre Flottenoffiziere haben Angst vor uns. Diese Beobachter würden durch eine gewaltige Streitmacht gedeckt sein. Wenn wir nur Einwilligung vortäuschen, werden sie sich berechtigt fühlen, uns zu vernichten: denkt an das Schicksal der rebellierenden Menschenwelten. Durch dieses Angebot können wir nicht einmal Zeit gewinnen.«
»Dann antworte so, wie wir besprochen haben«, befahl Ivan.
»Der Botschafter bedauert, aber jede derartige Zustimmung würde seine Befugnisse überschreiten. Wir können für alle Splits sprechen, aber innerhalb bestimmter Grenzen; unsere gesamte Rasse in eure Hand zu geben, geht über diese Grenzen hinaus.«
»Das können Sie ihnen nicht übel nehmen«, sagte Dr. Horvath. »Seien Sie doch vernünftig, Senator.«
»Ich versuche, vernünftig zu sein, und ich habe es ihnen nicht übelgenommen. Ich habe ihnen ein Angebot gemacht, das ist alles.« Er wandte sich wieder an die Fremden. »Es sind auch schon Planeten gegen ihren Willen ins Imperium aufgenommen worden. Sie erhalten nicht annähernd die Privilegien zugebilligt, die ich euch angeboten habe.«
Jock zuckte die Achseln. »Ich kann nicht sagen, was die Meister tun würden, wenn ihr versucht, unser System zu erobern. Ich vermute, dass sie kämpfen würden.«
»Ihr würdet verlieren«, sagte Senator Fowler ruhig.
»Das wäre traurig.«
»Und euch zu besiegen würde einen so großen Teil unserer Kräfte beanspruchen, dass wir diesen Sektor praktisch verlieren würden. Würde die Einigungsbestrebungen vielleicht um ein Jahrhundert zurückwerfen. Eroberungen sind teuer.« Senator Fowler fügte nicht hinzu, dass die Sterilisation von Planeten das nicht war, aber der Gedanke hing unausgesprochen im Raum.
»Können wir vielleicht ein Gegenangebot machen?« sagte Jock. »Erlaubt uns, auf unbewohnbaren Welten Produktionszentren einzurichten. Wir würden sie für euch terraformen: für jede Welt, die ihr uns gebt, würden wir eine andere terraformen. Was die ökonomischen Auswirkungen betrifft, so könntet ihr Gesellschaften gründen, die für den Handel mit uns das alleinige Monopol besitzen. Ein Teil der Aktien könnte frei verkauft werden. Der Rest könnte zur Entschädigung jener Firmen und Arbeiter hinterlegt werden, die durch unsere Konkurrenz betroffen sind. Ich glaube, damit würden die Nachteile, die sich aus der Einführung unserer neuen Technologien ergeben, minimal sein, ohne dass ihr auf die Vorteile verzichten musstet.«