Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
Wer die Wahrheit sucht - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Wer die Wahrheit sucht

Электронная книга - «Wer die Wahrheit sucht». Краткое содержание книги:

An einem frühen Dezembermorgen wird Guy Brouard — Millionär, Mäzen und Frauenheld — ermordet an einem Strand der englischen Kanalinsel Guernsey aufgefunden. Verdächtige und Motive gibt es mehr als genug. Nur die junge Amerikanerin China River hat keines. Doch alle Indizien weisen ausgerechnet auf sie. China hatte ihren Bruder aus Kalifornien nach Guernsey begleitet, um Guy Brouard die Architekturpläne für ein von ihm gestiftetes Museum zum Gedenken an die deutsche Besatzung der Insel im Zweiten Weltkrieg zu übergeben. Eine andere Verbindung existiert augenscheinlich nicht.
Simon St. James, engster Vertrauter von Chief Inspector Thomas Lynley, reist mit seiner Frau Deborah auf die winterliche Kanalinsel, um die Unschuld von China, einer alten Freundin Deborahs, nachzuweisen. Doch je tiefer sie in die verschworene Inselgemeinschaft eintauchen, desto mehr Personen entdecken sie, die dem wohltätigen Mitbürger Guy Brouard alles andere als freundschaftliche Gefühle entgegenbringen — und die auf irgendeine Weise in den Mord verstrickt sind: seine Exfrau, sein Sohn, seine Geliebte, seine Schwester, seine jugendlichen Schützlinge, der tragisch ausgebootete einheimische Architekt. Liegen die Motive in Brouards undurchsichtiger Vergangenheit? Oder reichen sie zurück bis in Guernseys wechselvolle Geschichte?
1 ... 141 142 143 144 145 146 147 148 149 ... 182
Перейти на страницу:

St. James sagte:»Ah ja«, und sah Adrian an.»Mr. Brouard? Vielleicht aus anderen als geschäftlichen Gründen?«

«Das haben Sie schon gefragt«, sagte Margaret scharf.

«Aber ich glaube, er hat die Frage noch nicht beantwortet«, sagte St. James' Frau sehr höflich.»Das heißt, noch nicht vollständig.«

Sie war genau der Typ Frau, den Margaret von Herzen verabscheute: Wie sie da saß, selbstzufrieden, mit ihrer roten Mähne und ihrem perfekten Teint. Sie war wahrscheinlich eine von denen, die es sich zur Regel gemacht hatten, gesehen und nicht gehört zu werden, genau wie die viktorianischen Ehefrauen, denen man beigebracht hatte, die Beine zu spreizen und an England zu denken.

Sie sagte:»Jetzt hören Sie mal her — «, aber Adrian ließ sie nicht ausreden.»Ich habe nie einen Penny von meinem Vater bekommen«, sagte er.»Weder aus geschäftlichen noch aus anderen Gründen.«

«Na bitte«, sagte Margaret.»Wenn das alles ist — wir haben noch viel zu tun, bevor ich abreise. «Sie machte Anstalten aufzustehen.

St. James' nächste Frage ließ sie innehalten.»Gibt es dann vielleicht jemand anderen, Mr. Brouard? Wissen Sie von jemandem in England, dem Ihr Vater unter die Arme greifen wollte? Einer Person, die mit einem Unternehmen namens International Access zu tun haben könnte?«

Das war die Höhe. Der verdammte Kerl hatte von ihnen doch bereits bekommen, was er wollte. Jetzt sollte er gefälligst abziehen.»Wenn Guy an irgendjemanden Geld geschickt hat«, bemerkte Margaret süffisant,»dann wahrscheinlich an eine Frau. Ich würde vorschlagen, Sie forschen einmal in dieser Richtung.

Adrian, Darling, würdest du mir mit den Koffern helfen? Wir müssen langsam losfahren.«

«Denken Sie an eine bestimmte Frau?«, erkundigte sich St. James.»Ich weiß von seiner Beziehung zu Mrs. Abbott, aber da sie hier, in Guernsey, lebt. Gibt es in England jemanden, mit dem wir uns unterhalten sollten?«

Margaret begriff, dass sie ihm den Namen nennen mussten, wenn sie ihn loswerden wollten. Aber immer noch besser, er hörte ihn von ihnen, als dass er ihn selbst ausgrub und später dazu verwendete, Adrian mit Schmutz zu bewerfen. Wenn sie ihm den Namen nannte, würde er unschuldig wirken. Wenn St. James ihn von anderen erfuhr, würde es aussehen, als hätten sie etwas zu verbergen. In einem Ton, der beiläufig klingen sollte und eine Spur ungeduldig, um die Eindringlinge wissen zu lassen, dass sie ihr die Zeit stahlen, sagte sie:»Oh. Da war doch diese junge Frau, mit der zusammen du letztes Jahr deinen Vater besucht hast. Deine kleine Schachfreundin. Wie hieß sie gleich wieder? Carol? Carmen? Nein! Carmel. Genau. Carmel Fitzgerald. Dein Vater war ganz hingerissen von ihr, nicht? Die beiden haben sogar ein bisschen miteinander geflirtet, wie ich mich erinnere. Als deinem Vater klar war, dass zwischen dir und ihr nichts. du weißt schon. Hieß sie nicht so, Adrian?«

«Dad und Carmel — «

Margaret redete weiter, um sicherzugehen, dass St. James verstand.»Guy hatte ein Faible für Frauen, und da Carmel und Adrian kein Paar waren. Darling, vielleicht war dein Vater weit mehr hingeris- sen von Carmel, als du dachtest. Du hast dich darüber amüsiert; daran erinnere ich mich. >Dad hat Carmel zu seinem Liebling erklärte, hast du gesagt. Ich weiß noch, wie wir darüber gelacht haben. Kann es sein, dass dein Vater mehr für sie übrig hatte, als du dachtest? Ich weiß, du hast mir erzählt, dass sie es für einen netten Spaß gehalten habe, aber vielleicht hat dein Vater mehr darin gesehen.? Es war zwar nicht seine Art, sich Liebe zu kaufen, das hatte er ja auch nie nötig. Und in ihrem Fall. Darling, was meinst du?«

Margaret hielt die Luft an. Sie wusste, das sie viel zu viel geredet hatte, aber das ließ sich jetzt nicht mehr ändern. Man musste ihm doch andeuten, wie er die Beziehung zwischen seinem Vater und der Frau darstellen sollte, die er hatte heiraten wollen. Jetzt brauchte er nur noch den Faden aufzunehmen und zu sagen:»Ach ja, Dad und Carmel. Das war wirklich komisch. Mit ihr sollten Sie sich unterhalten, wenn Sie wissen wollen, was aus seinem Geld geworden ist. «Aber er sagte nichts Dergleichen.

Stattdessen erklärte er dem Mann aus London:»Carmel kann es nicht sein. Die beiden kannten sich kaum. Mein Vater hatte kein Interesse an ihr. Sie war nicht sein Typ.«

Ohne es zu wollen, rief Margaret:»Aber du hast mir doch erzählt.«

Er sah sie an.»Das glaube ich nicht. Du hast es angenommen. Und warum auch nicht? Es wäre ja völlig normal gewesen, nicht wahr?«

Margaret sah den anderen beiden an, dass sie keine Ahnung hatten, wovon Mutter und Sohn sprachen, aber sie hätten es offensichtlich gern gewusst. Sie selbst war so entgeistert über diese Neuigkeit, die sie gerade von ihrem Sohn gehört hatte, dass sie nicht schnell genug einschätzen konnte, wie viel Schaden es anrichten würde, wenn sie die nunmehr notwendig gewordene Auseinandersetzung mit Adrian vor diesen Leuten führte. Guter Gott. Was für Lügen hatte er ihr noch aufgetischt? Und wenn sie vor diesen Londonern das Wort Lüge in den Mund nahm, was würden die dann daraus machen? Wie würden sie es verdrehen?

Sie sagte:»Ich habe voreilige Schlüsse gezogen. Dein Vater war immer. Nun, du weißt ja, wie er war, wenn Frauen da waren. Ich nahm an. Ich muss das missverstanden haben. Aber du hast doch gesagt, sie hätte es als netten Spaß gesehen, oder nicht? Vielleicht hast du von jemand anderem gesprochen, und ich glaubte nur, du meintest Carmel.?«

Er lächelte boshaft. Offensichtlich genoss er es, wie sie sich abstrampelte, um sich irgendwie von ihren Behauptungen zu distanzieren. Er ließ sie noch einen Moment im Saft ihrer Voreiligkeit schmoren, ehe er eingriff.

«Ich weiß von niemandem in England«, sagte er zu den Londonern,»aber ich weiß, dass mein Vater hier auf der Insel eine Affäre hatte. Ich weiß nicht, mit wem, aber meine Tante weiß es.«

«Sie hat es Ihnen gesagt?«

«Ich hörte eine Diskussion zwischen ihr und meinem Vater. Ich weiß nur, dass es eine sehr junge Frau gewesen sein muss, weil meine Tante drohte, zu ihrem Vater zu gehen. Sie sagte, wenn sie meinen Vater nur auf diese Weise daran hindern könnte, die Geschichte mit dem Mädchen fortzusetzen, würde sie es tun. «Er lächelte ohne Heiterkeit und fügte hinzu:»Ja, mein Vater war schon aus einem besonderen Holz geschnitzt. Es wundert mich nicht, dass ihn jemand umgebracht hat.«

Margaret schloss die Augen, wünschte sich inbrünstig fort aus diesem Zimmer und verwünschte ihren Sohn.

25

St. James und Deborah brauchten Ruth Brouard nicht zu suchen. Sie kam von selbst zu ihnen. Glühend vor Erregung erschien sie im Wohnzimmer und sagte:»Mr. St. James, welch ein Glück. Ich habe gerade bei Ihnen im Hotel angerufen, und da sagte man mir, dass sie auf dem Weg hierher seien. «Sie ignorierte Margaret und Adrian und bat St. James, ihr doch bitte zu folgen, denn nun sei plötzlich alles sonnenklar, und sie wolle ihm zeigen, wieso.

«Soll ich.?«, fragte Deborah mit einer Kopfbewegung nach draußen.

Nein, nein, sie solle auch mitkommen, sagte Ruth, als sie hörte, wer sie war.

Margaret Chamberlain protestierte.»Was soll das alles, Ruth? Wenn es mit Adrians Erbe zu tun hat — «

Aber auch jetzt beachtete Ruth sie nicht, sondern ging sogar so weit, einfach die Tür zu schließen, während sie noch sprach. Zu St. James sagte sie:»Sie müssen Margaret entschuldigen. Sie ist ziemlich. «Sie zuckte vielsagend mit den Schultern und fügte hinzu:»Kommen Sie bitte. Ich bin in Guys Arbeitszimmer.«

Dort angelangt, kam sie ohne Umschweife zur Sache.»Ich weiß jetzt, was er mit dem Geld gemacht hat«, sagte sie.»Hier. Schauen Sie. Sehen Sie sich das an.«

Auf dem Schreibtisch ihres Bruders lag ein ungerahmtes Ölgemälde. Es war etwa sechzig Zentimeter hoch und fünfundvierzig Zentimeter breit, an den Enden war es mit Büchern aus dem Regal beschwert. Ruth berührte es so vorsichtig, als wäre es etwas Heiliges, und sagte:»Guy hat es endlich nach Hause geholt.«

1 ... 141 142 143 144 145 146 147 148 149 ... 182
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)