Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » In den Klauen des Winters
In den Klauen des Winters - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

In den Klauen des Winters

Электронная книга - «In den Klauen des Winters». Краткое содержание книги:

In den Klauen des Winters
1 ... 130 131 132 133 134 135 136 137 138 ... 210
Перейти на страницу:

»... und wenn er von Renna und Seta erfährt, wird er es mit Sicherheit wissen!«, plapperte sie. »Er wird mich holen und die anderen Sul'dam auch! Ihr müsst ihn aufhalten! Wenn er mich holt, werde ich ihm Euren Namen geben! Das werde ich!« Abrupft führte sie den Becher an den Mund und stürzte den Inhalt hinunter, verschluckte sich und hustete, dann hielt sie ihn Bayle zum Nachfüllen hin. Er rührte sich nicht. Er sah aus, als hätte ihn eine Axt gestreift.

»Wer sind Renna und Seta?«, fragte Egeanin. Sie war genauso verängstigt wie die Sul'dam, aber wie immer behielt sie ihre Furcht auf geradem Kiel. »Was kann der Sucher über sie erfahren?« Bethamins Blick glitt zu Boden, sie konnte ihr nicht in die Augen sehen, und plötzlich wusste sie es. »Es sind Sul'dam, nicht wahr, Bethamin? Und man hat ihnen den Kragen angelegt, genau wie Euch.«

»Sie stehen in Suroths Diensten«, wimmerte die Frau. »Aber man erlaubt ihnen nicht, die Verbindung einzugehen. Suroth kennt die Wahrheit.«

Egeanin rieb sich müde die Augen. Vielleicht gab es ja tatsächlich eine Verschwörung. Oder Suroth verbarg, was die beiden waren, um das Reich zu schützen. Das Reich hing von den Sul'dam ab; seine Stärke gründete sich auf sie. Die Neuigkeit, dass Sul'dam Frauen waren, die fähig waren, das Lenken der Macht zu erlernen, konnte das Reich womöglich bis ins Mark erschüttern. Sie hatte es auf jeden Fall erschüttert. Sie vielleicht sogar zerstört. Sie hatte Bethamin nicht aus Pflichtbewusstsein befreit. In Tanchico hatten sich so viele Dinge verändert. Sie hing nicht länger dem Glauben an, dass jede Frau, die die Macht lenken konnte, es automatisch verdiente, an den Kragen gelegt zu werden. Verbrecher mit Sicherheit, vielleicht auch jene, die sich weigerten, dem Kristallthron den Treueid zu schwören, und... Sie wusste es nicht. Einst hatte sich ihr Leben aus felsgleichen Überzeugungen zusammengesetzt, die wie Leitsterne gewesen waren, die niemals verloschen. Sie wollte ihr altes Leben zurück. Sie wollte ein paar Sicherheiten.

»Ich dachte...«, setzte Bethamin an. Wenn sie nicht aufhörte, sich die Lippen zu lecken, würde sie bald keine mehr haben. »Meine Lady, wenn der Sucher einen... Unfall erleidet, verschwindet die Gefahr vielleicht mit ihm.« Licht, diese Frau glaubte an diese Intrige gegen den Kristallthron, und sie war bereit, sie geschehen zu lassen, um ihre eigene Haut zu retten!

Egeanin stand auf, und die Sul'dam hatte keine andere Wahl, als ihrem Beispiel zu folgen. »Ich werde darüber nachdenken, Bethamin. Ihr werdet mich jeden Tag besuchen, an dem Ihr frei habt. Der Sucher wird das erwarten. Ihr werdet nichts tun, bis ich eine Entscheidung getroffen habe. Habt Ihr verstanden? Nichts, außer Euren Pflichten nachzukommen und das zu tun, was ich Euch sage.« Bethamin verstand. Sie war so erleichtert, dass sich jemand um die Gefahr kümmerte, dass sie erneut niederkniete und Egeanins Hand küsste.

Egeanin drängte die Frau beinahe aus dem Raum, schloss hinter ihr die Tür und schleuderte den Becher in den Kamin. Er traf die Ziegel, prallte ab und rollte über den kleinen Teppich auf dem Boden. Er war verbeult. Ihr Vater hatte ihr den Satz geschenkt, als sie ihr erstes Kommando erhalten hatte. Sämtliche Kraft schien aus ihr herausgeströmt zu sein. Der Sucher hatte Mondlicht und Zufälle zu einem Strick geknüpft, der ihr nun die Luft abschnürte. Falls man sie nicht zu Besitz machte. Diese Möglichkeit ließ sie erschaudern. Was auch immer sie tat, der Sucher hatte sie in der Falle.

»Ich kann ihn töten.« Bayle ballte die Fäuste; sie waren so breit wie der Rest von ihm. »Wenn ich mich recht erinnere, sein er ein dünner Kerl. Daran gewöhnt, dass ihm jeder gehorchen. Er werden nicht damit rechnen, dass ihm jemand den Hals bricht.«

»Du wirst ihn niemals finden, um ihn töten zu können, Bayle. Er wird sie niemals zweimal am selben Ort treffen, und selbst wenn du ihr Tag und Nacht folgst, könnte er eine Verkleidung tragen. Du kannst nicht jeden Mann töten, mit dem sie spricht.«

Sie nahm die Schultern zurück und ging zum Tisch, auf dem ihr Schreibpult stand und klappte es auf. Das mit geschnitzten Wellen verzierte Schreibpult mit seinem in einem Silberhalter steckenden Glastintenfässchen und dem silbernen Sandstreuer war das Geschenk ihrer Mutter zu jenem ersten Kommando gewesen. Die sauber gestapelten Blätter trugen das ihr kürzlich zugestandene Siegel, ein Schwert und einen bewachsenen Anker. »Ich werde deine Freilassung verfügen«, sagte sie und tauchte die silberne Schreibfeder ein, »Und dir genug Geld für eine Schiffspassage geben.« Die Feder glitt über die Seite. Sie hatte immer eine gute Handschrift gehabt. Logbucheinträge mussten leserlich sein. »Nicht genug, um ein Schiff kaufen zu können, wie ich fürchte, aber es muss reichen. Du wirst mit dem ersten verfügbaren Schiff segeln. Rasier dir den Rest deines Kopfes, dann solltest du keine Schwierigkeiten bekommen. Es ist immer noch schockierend, kahlköpfige Männer ohne Perücken zu sehen, aber niemand scheint sich daran...« Sie keuchte auf, als Bayle das Blatt direkt unter ihrer Feder wegriss.

»Wenn du mich frei lassen, du können mir keine Befehle geben«, sagte er. »Außerdem du müssen dafür sorgen, dass ich meinen Lebensunterhalt verdienen kann, wenn du mich frei geben.« Er hielt das Blatt ins Feuer und sah zu, wie es sich schwarz verfärbte und zusammenrollte. »Ein Schiff, haben du gesagt, und ich werden dich beim Wort nehmen.«

»Hör mir gut zu«, sagte sie in ihrer besten Achterdeckstimme, aber das machte keinen Eindruck auf ihn. Es musste das verflixte Gewand sein.

»Du brauchen eine Mannschaft«, übertönte er sie. »Und ich können eine für dich finden, sogar hier.«

»Was soll ich denn mit einer Mannschaft? Ich habe kein Schiff. Und selbst wenn, wo sollte ich hinsegeln, dass mich der Sucher nicht findet?«

Bayle zuckte mit den Schultern, als wäre das nebensächlich. »Zuerst eine Mannschaft. Ich haben den jungen Burschen in der Küche erkannt, den mit dem Mädchen auf den Knien. Spar dir deine Grimassen. An ein paar Küssen ist nichts Schlechtes.«

Sie stand auf, bereit, ihn ordentlich zurechtzuweisen. Sie runzelte die Stirn und zog keine Grimasse, das Pärchen hatte in aller Öffentlichkeit aneinander rumgefummelt wie die Tiere, und er war ihr Besitz! So konnte er nicht mit ihr sprechen!

»Er heißen Mat Cauthon«, fuhr Bayle fort, noch während sie den Mund öffnete. »Seine Kleidung zeigen, er haben es weit in der Welt gebracht. Als ich ihn sehen das erste Mal, er tragen einen Bauernmantel und flüchten vor Trollocs und zwar an einem Ort, den selbst Trollocs fürchten. Beim letzten Mal brannte fast halb Weißbrücke und ein Myrddraal versuchen, ihn und seine Freunde zu töten. Ich haben es nicht mit eigenen Augen gesehen, aber noch mehr könnte ich sowieso nicht glauben. Jeder Mann, der Trollocs und Myrddraal überleben, sollte nützlich sein, finde ich. Vor allen Dingen jetzt.«

»Eines Tages werde ich mir mal einen dieser Trollocs und Myrddraal ansehen müssen, von denen du immer erzählst«, knurrte sie. Die Dinger konnten nicht halb so Furcht einflößend sein, wie er sie immer beschrieb.

Er grinste und schüttelte den Kopf. Er wusste, was sie von diesem Schattengezücht hielt. »Was noch besser sein, der junge Meister Cauthon hatte Gefährten auf meinem Schiff. Ebenfalls gute Männer für die Art von Unternehmung. Einen davon kennen du. Thom Merrilin.«

Egeanin stockte der Atem. Merrilin war ein schlauer alter Mann. Ein gefährlicher alter Mann. Und er war mit diesen beiden Aes Sedai zusammen gewesen, als sie Bayle kennen gelernt hatte. »Bayle, gibt es eine Verschwörung? Sag es mir. Bitte.« Niemand sagte bitte zu einem Stück Besitz, nicht mal zu einem So'jhin. Zumindest nicht, solange man nicht etwas um jeden Preis wollte.

1 ... 130 131 132 133 134 135 136 137 138 ... 210
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)