Charlie und die Schokoladenfabrik
- Автор: Даль Роальд
- Язык: немецкий
- Жанр: Детская проза
Электронная книга - «Charlie und die Schokoladenfabrik». Краткое содержание книги:
Frau Glupsch stieß einen Wutschrei aus.
«Ich mache doch nur Spaß!» sagte Herr Wonka kichernd. «Ich habe es wirklich nicht ernst gemeint. Entschuldigen Sie, bitte. Es tut mir leid. Auf Wiedersehen, Frau Glupsch! Auf Wiedersehen, Herr Glupsch! Wir sehen uns später wieder...»
Herr und Frau Glupsch liefen hinter dem kleinen Umpa-Lumpa her. Im gleichen Augenblick begannen die fünf Umpa-Lumpas am anderen Ufer wie verrückt winzige Trommeln zu schlagen und herumzuhopsen und zu tanzen. Sie riefen im Chor: «Augustus Glupsch... Augustus Glupsch... Augustus Glupsch... Glupsch... Glupsch... ist futsch... futsch... futsch.»
«Großvater, hör mal!» rief Charlie.
«Pssst!» flüsterte Großvater Josef. «Ich glaube, sie singen uns ein Lied vor!»
«Ich habe euch ja gleich gesagt, daß meine Umpa-Lumpas gern Lieder singen», sagte Herr Wonka. «Sind sie nicht reizend? Natürlich dürft ihr kein Wort von dem glauben, was sie da eben gesungen haben. Das ist lauter Unsinn!»
«Machen die Umpa-Lumpas wirklich nur Spaß, Großvater?» fragte Charlie.
«Natürlich machen sie nur Spaß», antwortete Großvater Josef. «Es kann nur ein Spaß sein... das hoffe ich jedenfalls.»
18. Den Schokoladenfluß hinab
«Jetzt geht's weiter zum nächsten Raum!» rief Herr Wonka. «Und macht euch bitte keine Sorgen um Augustus Glupsch. Er wird schon wieder zum Vorschein kommen. So, und den nächsten Teil der Besichtigungstour machen wir per Schiff. Da kommt es schon!»
Dunstschwaden stiegen von dem warmen Schokoladenfluß auf, und aus dem Dunst näherte sich plötzlich ein phantastisches rosa Boot... ein großes, offenes Ruderboot mit einem hohen Bug und einem hohen Heck, das den Schiffen der alten Wikinger ähnelte. Es glänzte und glitzerte, als ob es aus leuchtendrosa Glas bestünde. Zu beiden Seiten ragten zahlreiche Ruder heraus, und als das Boot näher kam, erkannten die Zuschauer am Ufer, daß die Ruder von lauter Umpa-Lumpas betätigt wurden - mindestens zehn hockten an jedem Ruder.
«Das ist meine Privatjacht!» Herr Wonka strahlte vor Vergnügen. «Ich habe sie aus einem einzigen riesigen rosa Bonbon ausgehöhlt. Ist sie nicht hübsch? Und schaut mal, wie sie die Wellen durchschneidet!»
Die rosa Bonbonjacht glitt ans Ufer. Einhundert Umpa-Lumpas zogen die Ruder ein und starrten zu den Besuchern hinauf. Aus irgendeinem Grund, den nur sie allein kannten, brachen sie plötzlich alle miteinander in schrilles Gelächter aus. «Was ist los?» fragte Violetta Beauregarde.
«Nichts», sagte Herr Wonka. «Die Umpa-Lumpas finden immer alles komisch und lachen dauernd. Steigt ein, alle miteinander, und beeilt euch ein bißchen!»
Sobald alle Platz genommen hatten, stießen die Umpa-
Lumpas das Boot vom Ufer ab und ruderten schnell den Fluß hinab.
«He, Micky Schießer! Leck nicht an meiner Jacht, bitte. Sie wird sonst klebrig», rief Herr Wonka.
«Papa, ich will auch so eine Jacht haben!» sagte Veruschka Salz. «Genau so eine wie die hier von Herrn Wonka, aus rosa Bonbon. Und ich will einen Haufen Umpa-Lumpas haben, damit sie mich herumrudern. Ich will einen Schokoladenfluß haben und...»
«Eine anständige Tracht Prügel wäre das richtige für sie!» flüsterte Großvater Josef Charlie zu. Sie saßen nebeneinander hinten im Heck. Charlie hielt Großvaters knochige alte Hand fest umklammert. Alles, was er bis jetzt gesehen hatte - der Schokoladenfluß, der Wasserfall, die Röhren, die Zuckerwiese, die Umpa-Lumpas, das schöne rosa Schiff und vor allem Herr Wonka selbst -, war so erstaunlich, daß er sich fragte, ob es nach alldem wirklich noch immer neue Überraschungen geben konnte. Wohin fuhren sie jetzt? Was sollten sie jetzt zu sehen bekommen? Und was, um Himmels willen, würde im nächsten Raum passieren?
«Herrlich, nicht?» sagte Großvater Josef und lächelte Charlie zu.
Charlie nickte nur und lächelte auch.
Herr Wonka saß auf der anderen Seite neben Charlie. Plötzlich bückte er sich, holte von irgendwo am Boden des
Bootes einen großen Becher hervor, füllte ihn im Fluß mit Schokolade und gab ihn Charlie.
«Hier, trink. Das wird dir guttun. Du siehst ja halb verhungert aus, mein Junge.»