Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Die Saat des goldenen Löwen. Das Lied von Eis und Feuer 04
Die Saat des goldenen Löwen. Das Lied von Eis und Feuer 04 - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Saat des goldenen Löwen. Das Lied von Eis und Feuer 04

Электронная книга - «Die Saat des goldenen Löwen. Das Lied von Eis und Feuer 04». Краткое содержание книги:

Die Saat des goldenen Löwen. Das Lied von Eis und Feuer 04 von George RR Martin.
Sehr gute Zustand in Karlsruhe Oststadt abzuholen. (oder an der Uni oder Innenstadt) . Kein Versand.

Siehe auch andere Artikel.Beim Kauf mehrere Artikel Rabatt möglich
1 ... 116 117 118 119 120 121 122 123 124 ... 147
Перейти на страницу:

»Was willst du?« Arya wand sich in ihrem Griff. Amabel war halb verrückt, seit man Harra den Kopf abgeschlagen hatte.

»Siehst du das da?« Amabel zeigte auf Pia. »Wenn dieser Nordmann abzieht, wirst du ihren Platz einnehmen.«

»Lass mich los.« Sie wollte sich losreißen, doch Amabel packte nur fester zu.

»Er wird ebenfalls fallen, Harrenhal vernichtet sie am Ende alle. Lord Tywin hat jetzt gewonnen; er wird mit seinem ganzen Heer zurückkommen, und dann werden die Untreuen bestraft. Glaub bloß nicht, dass er nicht erfahren wird, was du getan hast!« Die alte Frau lachte. »Vielleicht werde ich mir dich vornehmen. Harra hatte einen alten Besen, den werde ich für dich aufheben. Der Griff ist abgebrochen und hübsch zersplittert …«

Arya schwang den Eimer. Durch das Gewicht des Wassers drehte er sich in ihren Händen, daher traf sie Amabels Kopf nicht, wie sie gewollt hatte, wenigstens jedoch ließ die Frau los, als sich das Wasser über sie ergoss. »Fass mich nie wieder an«, schrie Arya, »oder ich bringe dich um. Geh weg!«

Tropfend zeigte Gevatterin Amabel mit dem dünnen Zeigefinger auf den gehäuteten Mann vorn auf Aryas Kittel. »Du glaubst, mit diesem blutigen Männchen auf deinen Titten wärst du in Sicherheit, was, aber das bist du nicht! Die Lennisters kommen! Wart nur ab, wie es dir dann ergehen wird.«

Der Eimer war jetzt zu drei Vierteln wieder leer, also musste Arya zum Brunnen zurückkehren. Wenn ich Lord Bolton erzählen würde, was sie gesagt hat, würde ihr Kopf noch vor Sonnenuntergang neben dem von Harra stecken, dachte sie, während sie den Eimer erneut aus dem Brunnen hochzog. Trotzdem würde sie es nicht tun.

Einmal, als es noch halb so viele gewesen waren, hatte Gendry sie dabei ertappt, wie sie die Köpfe ansah. »Bewunderst du dein Werk?«, hatte er gefragt.

Er war noch immer wütend, weil er Lucan gemocht hatte, das wusste sie, und dennoch war es ungerecht. »Das ist das Werk von Stahlbein Walton«, verteidigte sie sich, »und vom Blutigen Mummenschanz und Lord Bolton.«

»Und wer hat uns alle ihnen ausgeliefert? Du und deine Wieselsuppe.«

Arya boxte ihm gegen den Arm. »Es war nur heiße Brühe. Du hast Ser Amory auch gehasst.«

»Diesen Haufen hier hasse ich viel mehr. Ser Amory hat für seinen Lord gekämpft, aber der Mummenschanz besteht aus Söldnern und Abtrünnigen. Die Hälfte von denen spricht nicht einmal die Gemeine Zunge. Septon Utt mag kleine Jungen, Qyburn übt schwarze Magie aus, und dein Freund Beißer isst Menschenfleisch.«

Das Schlimmste war, dass sie ihn nicht einmal Lügen strafen konnte. Die Tapferen Kameraden trieben den größten Teil der Vorräte für Harrenhal ein, und Roose Bolton hatte ihnen befohlen, die Lennisters auszumerzen. Vargo Hoat hatte sie in vier Gruppen eingeteilt, die so viele Dörfer wie möglich aufsuchen sollten. Er selbst führte den größten Trupp an und übergab den Befehl über die anderen seinen vertrauenswürdigsten Hauptmännern. Arya hatte Rorge über Lord Vargos Methode, Verräter zu finden, lachen gehört. Er kehrte einfach zu den Orten zurück, die er zuvor unter Lord Tywins Banner heimgesucht hatte und nahm alle gefangen, die ihm damals geholfen hatten. Viele waren mit Lennister-Silber bestochen worden, und deshalb kam der Mummenschanz oft mit Beuteln voller Münzen und Körben voller Köpfe zurück. »Ein Rätsel!«, rief Shagwell dann immer hämisch. »Wenn Lord Boltons Ziege die Männer frisst, die Lord Lennisters Ziege gefüttert haben, wie viele Ziegen gibt es dann?«

»Eine«, antwortete Arya, als er sie fragte.

»Also, das Wiesel ist genauso klug wie eine Ziege!«, kicherte der Narr.

Rorge und Beißer standen den anderen in nichts nach. Jedes Mal, wenn Lord Bolton mit seinen Soldaten speiste, sah Arya sie bei den anderen sitzen. Beißer stank wie verdorbener Käse, daher setzten ihn die Tapferen Kameraden ans Ende des Tisches, wo er grunzen und zischen und sein Fleisch mit Fingern und Zähnen auseinanderreißen konnte. Er schnaubte immer, wenn Arya vorbeikam, trotzdem flößte ihr Rorge mehr Furcht ein. Er saß beim Treuen Ursywck, dennoch spürte sie die Blicke, die er ihr zuwarf, während sie ihren Pflichten nachging.

Manchmal wünschte sie, sie wäre mit Jaqen H’ghar über die Meerenge fortgegangen. Noch immer hatte sie die dumme Münze, die er ihr geschenkt hatte, ein Stück Eisen, kaum größer als ein Penny, mit verrostetem Rand. Auf einer Seite stand etwas geschrieben, das sie nicht lesen konnte. Die andere zeigte den Kopf eines Mannes, dessen Gesichtszüge jedoch längst abgerieben waren. Er hat gesagt, sie sei sehr wertvoll, aber das war wahrscheinlich auch eine Lüge, genau wie sein Name und sogar sein Gesicht. Das machte sie so wütend, dass sie die Münze wegwarf, doch nach einer Stunde bekam sie ein ungutes Gefühl und ging zurück, suchte und fand sie wieder, obwohl sie überhaupt nichts wert war.

Sie dachte über die Münze nach, während sie den Fließsteinhof überquerte und sich mit dem schweren Wassereimer abmühte. »Nan«, rief eine Stimme. »Stell den Eimer ab und hilf mir.«

Elmar Frey war nicht älter als sie und außerdem noch klein für sein Alter. Er hatte ein Fass mit Sand über den unebenen Steinboden gerollt, und sein Gesicht war vor Anstrengung gerötet. Arya ging hin und half ihm. Zusammen schoben sie das Fass bis zur Mauer und wieder zurück, dann stellten sie es aufrecht hin. Sie konnte den Sand hören, der im Inneren herumrutschte, dann öffnete Elmar den Deckel und zog ein Kettenhemd heraus. »Glaubst du, es ist sauber genug?« Da er Roose Boltons Knappe war, oblag ihm die Aufgabe, die Rüstung seines Herrn stets glänzend zu halten.

»Du musst den Sand rausschütteln. Da sind noch Rostflecke. Siehst du?« Sie zeigte darauf. »Am besten machst du es noch einmal.«

»Mach du das.« Elmar konnte sehr freundlich sein, wenn er Hilfe brauchte, anschließend pflegte er sich jedoch daran zu erinnern, dass er der Knappe war und sie nur das Zimmermädchen. Er war der Sohn des Lords vom Kreuzweg, und damit prahlte er nur zu gern, dass er kein Neffe oder Bastard oder Enkel war, nein, ein richtiger Sohn, und deshalb würde er einmal eine Prinzessin heiraten.

Arya war seine kostbare Prinzessin gleichgültig, doch gefiel ihr nicht, wenn er ihr Befehle erteilte. »Ich muss Mylord das Wasser für sein Waschbecken bringen. Er ist in seinem Zimmer und hat die Blutegel aufgesetzt. Nicht die normalen schwarzen, sondern die großen hellen.«

Elmars Augen wurden so groß wie gekochte Eier. Vor Blutegeln hatte er Angst, insbesondere vor den großen hellen, die wie Gelee aussahen, bis sie sich mit Blut füllten. »Ich habe ganz vergessen, dass du sowieso zu mager bist, um ein so schweres Fass zu rollen.«

»Ich habe ganz vergessen, dass du blöd bist.« Arya nahm ihren Eimer. »Vielleicht sollte ich dich auch mit Blutegeln behandeln. In der Eng gibt es Blutegel, die sind so groß wie Schweine.« Sie ließ ihn mit seinem Fass stehen.

Das Schlafzimmer des Lords war voller Menschen, als sie eintrat. Qyburn war da, und der finstere Walton in seinem Kettenhemd und seinen Beinschienen, außerdem ein Dutzend Freys, alle Brüder, Halbbrüder oder Vettern. Roose Bolton lag nackt im Bett. An der Innenseite seiner Arme und Beine und auf seiner blassen Brust saßen Blutegel, lange durchscheinende Würmer, die ein leuchtendes Rosa annahmen, während sie sich vollsogen. Bolton zollte ihnen nicht mehr Beachtung als Arya.

»Wir dürfen Lord Tywin nicht erlauben, uns hier in Harrenhal festzusetzen«, meinte Ser Aenys Frey, während Arya das Waschbecken füllte. Er war ein grauer, gebeugter Riese von einem Mann, mit wässrigen roten Augen und großen knorrigen Händen, und er hatte fünfzehnhundert Frey-Soldaten nach Harrenhal geführt, obwohl er oft den Anschein erweckte, er könne nicht einmal seinen Brüdern Befehle erteilen. »Die Burg ist so groß, dass man eine Armee braucht, um sie zu halten, und wenn wir erst einmal umzingelt sind, können wir keine Armee mehr ernähren. Ausreichende Vorräte werden wir ebenfalls nicht anlegen können. Das Land liegt in Schutt und Asche, die Dörfer gehören den Wölfen, die Ernte ist verbrannt oder gestohlen. Der Herbst ist da, trotzdem sind die Speicher leer und nirgends wird neu gesät. Wir müssen uns ständig um Nachschub kümmern, und wenn die Lennisters uns das unmöglich machen, werden wir innerhalb eines Mondes Ratten und Schuhleder essen.«

1 ... 116 117 118 119 120 121 122 123 124 ... 147
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)