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Электронная книга - «Die Klinik». Краткое содержание книги:

Boston, Suffolk General Hospital: Hier praktizieren Adam Silverstone, der vielversprechende Operateur und Wissenschaftler, Rafael Meomartino, ein kubanischer Aristokrat und ehemaliger Playboy, und der Farbige Spurgeon Robinson. Sie alle unterliegen der unerbittlichen Aufsicht von Dr. Longwood. Eines Tages pflanzt Meomartino einem jungen Mädchen eine Niere ein und gibt sie in die Obhut von Silverstone. Alles verläuft gut, aber dann stirbt das Mädchen über Nacht. Dr. Longwood wittert einen Kunstfehler und sucht einen Schuldigen ...
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Kurz danach arbeitete Adam eines Abends im Tierlabor, als Kender auf eine Tasse Kaffee hereinkam.

»Erinnern Sie sich noch an ein Gespräch, das wir einmal hatten, über das Erhalten des Lebens bei einem Patienten mit einer tödlichen Krankheit?« fragte ihn Adam.

»Ja, ich erinnere mich gut«, sagte Kender.

»Sie sollen wissen, daß ich meine Ansicht geändert habe.«

Kenders Augen glänzten vor Neugierde, er nickte, fragte jedoch nicht, was Adams Meinungsänderung bewirkt hatte. Sie saßen und tranken Kaffee in freundschaftlichem Schweigen. Adam fragte nicht nach der Dozentur, die er jetzt nicht nur haben wollte, sondern auch unbedingt brauchte, um da arbeiten zu können, wo bessere Männer als er mit allen Mitteln für Gaby kämpfen konnten.

18

RAFAEL MEOMARTINO

Meomartino hatte das Gefühl, daß sich die Atome seines Lebens in einer Art und Weise umordneten, über die er wenig Kontrolle hatte. Er traf sich mit dem Privatdetektiv in einer Pizzeria in der Washington Street, und sie wickelten ihr Geschäft bei salzigen linguini marinara und geharztem Wein ab.

Kittredge hatte herausgefunden, daß Elizabeth Meomar-tino wiederholt zu einem Wohnhaus am Memorial Drive in Cambridge fuhr.

»Aber wissen Sie, ob sie sich dort mit jemandem getroffen hat?«

»Ich folgte ihr nur bis zu dem Haus«, sagte Kittredge. »Ich wartete sechsmal draußen, als sie hineinging. Ein paarmal fuhr ich im Lift mit ihr, als wohnte ich dort. Es ist ein sehr gutes Haus, Leute in selbständigen Berufen, oberer Mittelstand.«

»Wie lange bleibt sie?«

»Das ist verschieden.«

»Wissen Sie die Nummer der Wohnung?«

»Nein, noch nicht. Aber sie steigt immer im vierten Stock aus.«

»Nun, das sollte uns weiterbringen«, sagte Meomartino.

»Nicht unbedingt«, sagte Kittredge geduldig. »Sie könnte von dort in den fünften Stock weiterfahren oder auch einen Stock tiefer gehen.«

»Weiß sie, daß Sie ihr folgen?«

»Nein, da bin ich ganz sicher.«

»Nun, nehmen wir an, sie fährt in den vierten Stock«, sagte er angewidert und begann den Professionalismus des Detektivs zu verachten. »Sie ist schließlich keine versierte internationale Spionin.«

»Schön«, sagte Kittredge. Er nahm sein Notizbuch heraus. »Am besten, ich lese Ihnen die Namen der Leute vor, die in dem Stockwerk wohnen, vielleicht sagt Ihnen der eine oder andere etwas.«

Meomartino wartete gespannt.

»Harold Gilmartin.«

»Nein.«

»Peter D. Cohen. Mr. und Mrs. Cohen.«

»Weiter.«

»In der nächsten Wohnung sind zwei unverheiratete Mädchen, Hilda Conway und Marcia Nieuhaus.«

Er schüttelte leicht empört den Kopf.

»V. Stephen Samourian.«

»Nein.«

»Bleibt nur noch einer. Ralph Baker.«

»Nein«, sagte Rafe deprimiert, weil er ein solches Spiel mitmachen mußte.

Kittredge zuckte die Achseln. Er nahm eine getippte Liste aus der Tasche und reichte sie Meomartino. »Hier die Namen aller übrigen Hausbewohner.«

Die Liste las sich wie eine Seite des Telephonbuchs einer fremden Stadt. »Nein«, sagte Meomartino.

»Einer der Leute im vierten Stock, Samourian, ist ein Doktor.«

»Ich höre diesen Namen zum erstenmal.« Er schwieg eine Weile. »Besteht die Möglichkeit, daß sie etwas ganz Gewöhnliches tut, wie etwa zum Zahnarzt gehen?«

»Als Sie Dienst im Krankenhaus hatten, ging sie zweimal um die Mittagszeit nach Hause und kehrte dann in das Haus am Memorial Drive zurück, um dort den Abend zu verbringen.«

»Oh.«

»Soll ich einen Bericht schreiben?« fragte Kittredge.

»Nein. Hetzen Sie mich nicht«, fuhr er ihn an. Auf Ersuchen des Detektivs schrieb er einen Scheck über hundertsiebzig Dollar aus. Und jeder Federstrich fiel ihm schwerer als der vorangegangene.

Am selben Abend um elf Uhr kam Helen Fultz zu ihm.

»Dr. Meomartino«, sagte die alte Schwester.

Sie war blaß und verschwitzt und sah aus, als hätte sie einen leichten Schock erhalten. »Was ist los, Helen?«

»Ich blute sehr stark.«

Er hieß sie hinlegen.

»Haben Sie je die Röntgenaufnahmen machen lassen?«

»Ja. Hier in der Klinik«, sagte sie.

Er schickte um Blutkonserven und um ihre Befunde und Filme. Die Röntgenaufnahmen zeigten kein Geschwür, jedoch ein kleines Aortenaneurysma, eine winzige Auftreibung im Hauptstamm der aus der linken Herzkammer aufsteigenden Aorta. Die Leute an der Klinik hatten das Aneurysma für zu klein gehalten, um die Blutungen hervorzurufen, die ihrem Gefühl nach durch ein Geschwür verursacht wurden, das im Röntgenbild nicht sichtbar war. Man hatte sie einfach auf Diät gesetzt.

Er untersuchte ihren Unterleib, tastete sie sorgfältig ab und wußte, daß sie nicht recht hatten.

Er wollte den Rat eines älteren Chirurgen einholen. Am Nachrichtenbrett sah er, daß der Konsiliarchirurg auf Abruf Miriam Parkhurst war, aber als er telephonierte, wurde ihm mitgeteilt, daß sie auf dem Weg zum Mount Auburn Hospital in Cambridge sei.

Er rief Lewis Chin an, doch der Konsiliarius war in New York. Dr. Kender wohnte, wie er wußte, einer Transplantationskonferenz in Cleveland bei, bei der er seinen Nachfolger zu bestellen hoffte. Es war kein anderer vorgesetzter Kollege greifbar.

Nur Silverstone war da.

Er ließ den Oberarzt rufen, und sie untersuchten Helen Fultz gemeinsam. Er führte Adams Hand, bis sie das Aneurysma fand. »Wie groß, würden Sie sagen?«

Silverstone pfiff lautlos. »Mindestens neun Zentimeter, würde ich sagen.«

Die Blutkonserven kamen, und Silverstone bereitete eine Intravenöse für Helen vor, während Meomartino nochmals zu telephonieren versuchte. Diesmal erreichte er Miriam Parkhurst. Man mußte sie aus dem Waschraum im Mount-Auburn-Krankenhaus holen, und sie war sehr verdrossen, daß sie die vier Minuten für das Händewaschen vergeudet hatte, beruhigte sich jedoch, als er sie über Helen Fultz informierte.

»Gott, diese Frau war Stationsschwester, als ich Hausärztin war«, sagte sie.

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