Watership Down. Unten am Fluß
- Автор: Адамс Ричард
- Год: 2001
- Язык: немецкий
- Жанр: Фэнтези
Электронная книга - «Watership Down. Unten am Fluß». Краткое содержание книги:
Auch der Zeichentrickfilm von Martin Rosen mit dem Titelsong von Art Garfunkel wurde ein weltweiter Erfolg.
Der Autor
Richard Adams, 1920 in Berkshire geboren, studierte in Oxford Literatur und Geschichte. Auf den häufigen Fahrten zwischen seiner Londoner Wohnung, seinem kleinen Landhaus in den Downs südwestlich von London und Stratford-on-Avon unterhielt er seine Töchter Juliet und Rosamond mit Geschichten über Kaninchen und begann schließlich, sie aufzuschreiben. Nach dem Welterfolg von Watership down - Unten am Fluß hat Richard Adams seine Tätigkeit beim englischen Amt für Umweltschutz aufgegeben, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. Er lebt mit seiner Familie auf der Insel Man.
Aus dem Englischen von Egon Strohm.
Eines Abends, als Frith riesig und rot an einem blassen Himmel unterging, hinkten El-ahrairah und Rabscuttle zitternd durch das gefrorene Gras, pickten hier ein bißchen und dort ein bißchen, um sich für eine lange Nacht unter der Erde zu versorgen. Das Gras war so spröde und geschmacklos wie Heu, und obgleich sie hungrig waren, konnten sie das elende Zeug nur mit Mühe hinunterwürgen. Schließlich schlug Rabscuttle vor, daß sie das einmal wagen und über die Felder zum Rand des Dorfes schlüpfen sollten, wo sich ein großer Gemüsegarten befand.
Dieser ungewöhnliche Garten war größer als jeder andere in der Umgebung. Der Mann, der darin arbeitete, wohnte in einem Haus am anderen Ende, und er pflegte große Mengen Gemüse auszugraben oder zu schneiden, auf einen hrududu zu laden und sie fortzufahren. Er hatte überall im Garten Draht gespannt, um die Kaninchen abzuhalten. Trotzdem konnte El-ahrairah gewöhnlich einen Weg hinein finden, wenn er wollte, aber es war gefährlich, weil der Mann ein Gewehr hatte und oft Eichelhäher und Tauben schoß und sie aufhängte.
>Nicht nur das Gewehr ist ein Risiko<, sagte El-ahrairah abwägend. >Wir müßten auch die Augen offenhalten nach diesem verdammten Rowsby Woof.<
Nun, Rowsby Woof war der Hund des Mannes, und er war das unangenehmste, bösartigste, abscheulichste Vieh, das je die Hand eines Mannes geleckt hat. Er war ein großes wolliges, überall um die Augen behaartes Tier, das der Mann sich hielt, um den Gemüsegarten, besonders bei Nacht, zu hüten. Rowsby Woof fraß natürlich selbst kein Gemüse, und jeder hätte meinen können, daß er willens wäre, ein paar hungrigen Tieren gelegentlich ein Salatblatt oder eine Mohrrübe zu überlassen und keine Fragen zu stellen. Aber nichts dergleichen, Rowsby Woof lief vom Abend bis zur Frühdämmerung des folgenden Tages frei herum, und nicht zufrieden damit, Männer und Jungen vom Garten fernzuhalten, ging er auf alle Tiere los, die er da fand -Ratten, Kaninchen, Hasen, Mäuse, sogar Maulwürfe -, und tötete sie, wenn er konnte. Sobald er etwas witterte, was nach Eindringling roch, bellte er und machte Radau, obgleich es sehr oft dieser alberne Lärm war, der ein Kaninchen warnte und es ihm ermöglichte, noch rechtzeitig zu entkommen. Rowsby Woof wurde für einen so ungeheuren Rattenfänger gehalten, und sein Herr hatte so oft mit dieser seiner Fertigkeit geprahlt und so sehr mit ihm geprotzt, daß er empörend eingebildet geworden war. Er hielt sich für den besten Rattenfänger der Welt. Er fraß eine Menge rohes Fleisch (außer abends, weil man ihn nachts hungrig ließ, um ihn rege zu halten), und dies erleichterte es ziemlich, sein Kommen zu wittern. Aber trotzdem machte er den Garten zu einem gefährlichen Ort.
>Nun, wagen wir es einmal mit Rowsby Woof<, sagte Rabscuttle. >Ich schätze, du und ich sollten imstande sein, ihm, wenn nötig, zu entwischen.<
El-ahrairah und Rabscuttle liefen über die Felder an den Rand des Gartens. Als sie dahin kamen, sahen sie als erstes den Mann selbst, mit einem weißen brennenden Stengel im Mund, der Reihe um Reihe gefrorene Kohlköpfe erntete. Rowsby Woof war bei ihm, schwanzwedelnd und auf lächerliche Art herumspringend. Nach einer Weile lud der Mann soviel Kohl, wie er konnte, in ein Ding mit Rädern und schob es zum Haus. Er kam mehrmals zurück, und als er alle Kohlköpfe zur Haustür gebracht hatte, trug er sie hinein. >Weshalb tut er das?< fragte Rabscuttle.
>Ich nehme an, er will den Frost heute nacht aus ihnen herauskriegen<, erwiderte El-ahrairah, >ehe er sie in dem hrududu morgen fortbringt.<
>Sie werden viel besser schmecken, wenn der Frost aus ihnen heraus ist, nicht wahr?< sagte Rabscuttle. >Ich wünschte, wir kämen an sie heran, solange sie noch da drinnen sind. Trotzdem, schadet nichts. Jetzt haben wir eine Chance. Sehen wir zu, was wir an diesem Ende des Gartens tun können, während er da unten beschäftigt ist.<
Aber kaum hatten sie den Garten überquert und befanden sich zwischen den Kohlköpfen, da hatte Rowsby Woof sie gewittert und kam bellend und schnaubend an, und sie hatten Glück, noch rechtzeitig hinauszukommen.
>Dreckige kleine Biester<, rief Rowsby Woof. >Wau - wau! Wie könnt ihr es wagen, eure Mäuler hier hereinzustecken? Rrrraus! Rrrraus!<
>Gemeines Scheusal!< sagte El-ahrairah, als sie ins Gehege zurückeilten und für ihren Verdruß nichts vorzuweisen hatten. >Er hat mich wirklich geärgert. Ich weiß noch nicht, wie ich es anstelle, aber bei Frith und Inle, ehe dieser Frost taut, werden wir seinen Kohl im Haus drinnen fressen und ihn obendrein als Dummkopf hinstellen.<
>Das ist aber übertrieben, Meister<, sagte Rabscuttle. >Es wäre schade, sein Leben für einen Kohlkopf wegzuwerfen, nach allem, was wir zusammen erlebt haben.<
>Nun, ich werde auf meine Chance warten<, sagte El-ahrairah. >Ich werde auf meine Chance warten, das ist alles.< Am darauffolgenden Nachmittag beschnüffelte Rabscuttle die obere Böschung neben dem Feldweg, als ein hrududu vorbeifuhr. Er hatte Türen hinten, und diese Türen waren irgendwie aufgegangen und schwangen hin und her, als der hrududu vorbeifuhr. Da waren Dinge in Beutel gepackt, die denen ähnelten, welche Männer manchmal auf den Feldern liegenlassen; und als der hrududu an Rabscuttle vorbeifuhr, fiel einer dieser Beutel auf den Weg. Als der hrududu fort war, glitt Rabscuttle, der hoffte, daß der Beutel etwas zum Fressen enthielt, auf den Feldweg, um das Ding zu beschnüffeln. Aber er wurde enttäuscht: Alles, was er fand, war eine Art Fleisch. Später erzählte er El-ahrairah von seiner Enttäuschung.
>Fleisch?< sagte El-ahrairah. >Ist es noch da?<
>Woher soll ich das wissen?< sagte Rabscuttle. >Ekliges Zeug.<
>Komm mit<, sagte El-ahrairah. >Schnell.<
Als sie auf den Feldweg kamen, war das Fleisch noch da. El-ahrairah zog den Beutel in den Graben, und sie vergruben ihn.
>Aber was soll uns das nützen, Meister?< fragte Rabscuttle. >Ich weiß es noch nicht<, sagte El-ahrairah. >Aber zu irgend etwas wird es sicherlich gut sein, wenn es die Ratten nicht kriegen. Aber komm jetzt nach Hause. Es wird dunkel.< Als sie nach Hause liefen, stießen sie auf eine alte schwarze Reifendecke, die von einem hrududu weggeworfen worden war und im Graben lag. Wenn ihr diese Dinge je gesehen habt, werdet ihr wissen, daß sie so etwas wie ein riesiger Schwamm sind - weich und sehr stark, aber wulstig und auch nachgiebig. Sie riechen unangenehm und sind nicht zum Fressen geeignet.
>Komm<, sagte El-ahrairah sofort. >Wir müssen einen ordentlichen Bissen davon abkauen. Ich brauche ihn.<
Rabscuttle fragte sich, ob sein Meister verrückt werde, aber er tat, wie geheißen. Das Zeug war ziemlich verwittert, und binnen kurzem konnten sie einen Klumpen von der Größe eines Kaninchenkopfes abnagen. Es schmeckte furchtbar, aber El-ahrairah trug es vorsichtig ins Gehege zurück. Er verbrachte eine Menge Zeit in der Nacht damit, daran zu knabbern, und nach dem Morgen-silflay am nächsten Tag machte er weiter. Etwa um ni-Frith weckte er Rabscuttle, nahm ihn mit nach draußen und legte den Klumpen vor ihn hin.
>Wie sieht das aus?< fragte er. >Stoß dich nicht an dem Geruch. Wie sieht es aus?<
Rabscuttle betrachtete es. >Es sieht eigentlich wie die schwarze Nase eines Hundes aus, Meister<, antwortete er, >außer daß es trocken ist.<
>Großartig<, sagte El-ahrairah und ging schlafen.
Es war immer noch frostig - sehr klar und kalt - in jener Halbmondnacht, aber gegen fu Inle, als alle Kaninchen sich unter der Erde wärmten, befahl El-ahrairah Rabscuttle, mit ihm zu kommen. El-ahrairah trug die schwarze Nase selbst und stieß sie tief in jedes scheußliche Ding, das er unterwegs finden konnte. Er fand ein -«