Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Научная фантастика » Das Erbe der Phaetonen [Сестра Земли. Наследство фаэтонцев - de]
Das Erbe der Phaetonen [Сестра Земли. Наследство фаэтонцев - de] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Das Erbe der Phaetonen [Сестра Земли. Наследство фаэтонцев - de]

Электронная книга - «Das Erbe der Phaetonen [Сестра Земли. Наследство фаэтонцев - de]». Краткое содержание книги:

Menschlicher Forschergeist sind keine Grenzen gesetzt. Kurz vor dem Jahre 2000 sind Mond und Mars bereits bezwungen.
Die Venus dagegen, der Schwesterplanet der Erde, hütet hinter einer dichten Wolkenhülle auch vor den stärksten irdischen Teleskopen ihre Geheimnisse.
Deshalb startet die SSSR-KS 3“, ein sowjetisches Raumschiff, mit zwölf Wissenschaftlern an Bord in Richtung Venus. Die Landung gelingt, doch heftige Gewitter und sintflutartige Regen erschweren die Erkundung des Planeten.
Alle bewegt die Frage: Gibt es hier vernunftbegabte Wesen? Sollen es die aufrecht gehenden schildkrötenartigen Geschöpfe sein, die dreien der Kosmonauten zum Verhängnis werden?
Phantasiereich und glaubhaft gestaltet der Autor die Begegnung des Erdenmenschen mit Bewohnern einer anderen Welt und mit der ans Wunderbare grenzende Technik eines fremden Raumschiffs, das vor Jahrtausenden auf der Venus niedergegangen ist.
1 ... 101 102 103 104 105 106 107 108 109 ... 136
Перейти на страницу:

„Erstens“ — Melnikow sah mit Befriedigung, daß das Gesicht seines Kameraden allmählich wieder Farbe bekam — „müssen sie an Bord bemerkt haben, daß das Raumschiff der Phaetonen die Venus verlassen hat. Um selber zu starten, haben sie nicht viel Zeit gebraucht.“ Wtorow blickte unwillkürlich in Richtung Venus in der unbewußten Hoffnung, das eigene Raumschiff zu sehen, wie es hinter ihnen herjagte.

„Wir können es nicht sehen“, sagte Melnikow. „Zwischen ihm und uns liegen Tausende von Kilometern. Aber die Genossen können uns im Teleskop sehen. Wenn wir nicht sehr schnell fliegen — und ich glaube, es ist so —, holt uns die,KS 3‘ ein. Das ist die erste, allerdings weniger wahrscheinliche Chance.“ „Wieso weniger wahrscheinlich?“ „Es ist schwer, einen so kleinen Körper in den Weiten des Weltalls auszumachen, um so mehr, als sich die,KS 3‘ hinter uns befindet und wir ihr die unbeleuchtete Seite zukehren.

Außerdem wissen sie nicht, in welche Richtung wir fliegen. Aber immerhin ist es eine Chance, wenn auch keine sichere.“ „Und die zweite?“ „Die zweite ist realer. Irgendwie haben wir die Triebwerke des Raumschiffs in Gang gesetzt. Vor uns haben wir das Steuerpult. Das steht außer Zweifel. Wir müssen nur dahinterkommen, wie sich das Schiff lenken läßt. Offensichtlich ganz anders als unseres. Ich glaube, wir werden es herausbekommen. Wahrscheinlich eine ganz einfache Sache. Aber natürlich brauchen wir Zeit dazu.“ „Sie vergessen wieder, daß wir nur noch sechs Stunden zur Verfügung haben“, gab Wtorow, nun schon ganz ruhig, zu bedenken.

„Auf den ersten Blick sieht es tatsachlich so aus. Aber wenn wir uns an verschiedene Fakten erinnern.Bist du mir übrigens böse?“ unterbrach er sich plötzlich.

Wtorow wurde rot.

„Sie hatten recht“, sagte er. „Ich bin wirklich ein Feigling und habe in einem Raumschiff nichts zu suchen.“ Melnikow umarmte den Kameraden.

„Unsinn, Gennadi! Früher hat mir auch immer Kamows Kaltblütigkeit Erstaunen eingeflößt. Aber das ist alles eine Sache der Erfahrung und der Gewohnheit. Vergiß, was ich gesagt habe. Ich wollte dich damit nur kurieren.“ „Es hat gewirkt“, sagte Wtorow lächelnd, „jetzt sehe ich dem Tod mit Ruhe entgegen.“ „Aber, aber — schon wieder der Tod. Ich habe nicht die Absicht zu sterben. Wir müssen kämpfen. Und was die Luft betrifft …“ Mit einem Ruck öffnete er den hermetischen Verschluß und nahm den Helm ab.

Wtorow erstarrte vor Schreck. Er stierte den Kameraden an und erwartete, Zeichen von Atemnot bei ihm zu sehen.

Doch Melnikow atmete tief. Im ersten Augenblick kam ihm die Luft im Raumschiff ungewöhnlich dicht vor, als befinde er sich unter erhöhtem Druck. Aber dieses Gefühl ließ bald nach.

Wie er erwartet hatte, war der Sauerstoffgehalt völlig ausreichend.

„Da siehst du‘s!“ sagte er.

„Wie konnten Sie sich dazu entschließen?“ „Ich war überzeugt, daß wir diese Luft atmen können. Alles, was uns von den Phaetonen bekannt ist, spricht dafür. Kannst du dir den Grund meiner Überzeugtheit nicht denken?“ „Nein. Sie konnten doch ersticken!“ „Wir hätten, wenn nicht jetzt, so spätestens in sechs Stunden den Helm abnehmen und probieren müssen, ob die Luft des Raumschiffs für uns geeignet ist oder nicht. Da war es schon besser, das auf der Stelle zu tun. Jetzt wissen wir, daß wir weit mehr als sechs Stunden zur Verfügung haben. Die Sauerstoffvorräte sind hier unbegrenzt.“ „Woraus schließen Sie das?“ fragte Wtorow verwundert.

Ebenso wie Melnikow nahm er den Helm ab und verspürte keinerlei Atembeschwerden. Die Luft war rein und unterschied sich, abgesehen von dem schwachen fremdartigen Geruch, den sie auch vorher schon durch den Filter wahrgenommen hatten, nicht von der irdischen.

„Ich bin durch einfache logische Schlußfolgerungen darauf gekommen“, antwortete Melnikow. „Erinnere dich an den Film der Phaetonen. Sowohl auf dem Mars als auch auf der Venus trugen sie ebensolche Raumanzüge wie wir. Für sie wie für uns ist also die Venusluft ungeeignet. Erinnere dich an ihr Äußeres — sie sehen aus wie wir. Also brauchten sie auch Sauerstoff. Sie haben viele Jahre auf der Venus zugebracht. In der Venusatmosphäre ist nur sehr wenig Sauerstoff vorhanden. Wo haben sie ihn also hergenommen? Zweifellos haben sie ihn auf synthetischem Wege aus Atomteilchen gewonnen. Wir können ganz sicher sein, daß uns unbekannte Apparate den Sauerstoff in der Luft auch jetzt noch erneuern und die Kohlensäure und andere schädliche Beimischungen beseitigen. Wir beide haben Venusluft ins Raumschiff eingeschleppt. Aber riechst du noch was von Formaldehyd? Es ist keines mehr da, es wurde beseitigt. Wir dürfen nicht vergessen, daß die Wissenschaft der Phaetonen der irdischen weit voraus war.“ „Sie haben recht, Boris Nikolajewitsch. Aber trotzdem ist hier so ein merkwürdiger Geruch. Wir könnten uns mit einer unbekannten Krankheit infizieren. Die Mikroben und Bakterien des Phaeton können unmöglich die gleichen sein wie auf der Erde.“ Melnikow lachte laut auf.

„Noch vor fünf Minuten hast du vom unvermeidlichen Tod gesprochen. Und jetzt hast du Angst, krank zu werden. Vollkommenheit in der Technik geht zwangsläufig mit Vollkommenheit in anderen Wissenschaften einher. Bei den Phaetonen war zweifellos auch die Medizin hoch entwickelt. Ich glaube, daß es in ihrem Raumschiff überhaupt keine Bakterien gab. Sie mußten Maßnahmen gegen die Bakterien auf der Venus treffen und gleichzeitig auch die eigenen vernichten. Das ist mehr als wahrscheinlich, das steht außer Zweifel.“ „Ihrer Meinung nach sind wir also mit Luft versorgt? Aber wie steht‘s mit der Ernährung? Wir haben doch nichts mitgenommen.“ „Das stimmt. Der Hunger droht uns. Aber wir werden schon durchhalten.“ „Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren“, sagte Wtorow. „Wir sprechen hier über alles mögliche, und derweil vergeht die Zeit.“ „Auch das ist richtig. Doch bevor wir auf Rettung sinnen, wollte ich dich erst einmal beruhigen. Damit du mit kühlem Kopf überlegen kannst. Wir haben einige Minuten verloren.

Aber das fällt nicht ins Gewicht. Selbst wenn wir herausfinden sollten, wie das Raumschiff zu lenken ist, wird noch eine Menge Zeit vergehen, bevor wir zur Venus zurückkehren oder gar zur Erde fliegen können. Mit dem Herausfinden allein ist es ja nicht getan, wir müssen uns auch die nötigen Fertigkeiten aneignen.“ „Nun, bis zur Erde schaffen wir‘s unmöglich“, meinte Wtorow.

„Da sind wir längst verhungert.“ „Das bleibt abzuwarten. Aber ich möchte meine Frage von vorhin wiederholen: Was meinst du, um das Wievielfache war die Schwerkraft beim Start vergrößert?“ „Ich schätze, um das Dreifache.“ „Mir kam es weniger vor. Etwa um das Doppelte. Aber du kannst recht haben. Sagen wir, um das Zweieinhalbfache. Die Beschleunigung hat dreizehn Minuten angehalten, in dieser Zeit sind wir etwa zehntausend Kilometer geflogen. Mit welcher Geschwindigkeit fliegen wir also jetzt?“ „Das ist nicht schwer auszurechnen.“ „Ich weiß. Moment mal… Annähernd fünfundzwanzig Kilometer in der Sekunde. Es genau auszurechnen, hat keinen Sinn.

Wir kennen sowieso nicht die genauen Beschleunigungswerte.

Jedenfalls wissen wir jetzt, daß das Raumschiff der Phaetonen bedeutend langsamer fliegt als die,KS 3‘. Wenn uns die Genossen erst entdeckt haben, holen sie uns mit Leichtigkeit ein.“ „Ja, wenn!“ seufzte Wtorow.

„Wir legen ja auch nicht die Hände in den Schoß“, fuhr Melnikow fort. „Beschäftigen wir uns mit dem Hauptproblem. Erinnere dich bis ins kleinste an alle deine Bewegungen vor dem Start.“ „Soll ich nicht lieber erst mal vom Pult weggehen?“ fragte Wtorow.

1 ... 101 102 103 104 105 106 107 108 109 ... 136
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)