Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Ужасы » Highway ins Dunkel. Stories
Highway ins Dunkel. Stories - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Highway ins Dunkel. Stories

Электронная книга - «Highway ins Dunkel. Stories». Краткое содержание книги:

Ebenso wie seine Romane bürgen auch die Kurzgeschichten des Meisters hautnahen Horrors für Schreckensqualitäten vom Feinsten. Namenlose Kreaturen, mörderische Ratten, mysteriöse Erscheinungen halten Einzug in die geheimsten Winkel unseres Nervensystems ...
Das Buch
Dean Koontz gilt als Meister hautnahen Horrors, und er versäumt es auch in seinen schaudererregenden Kurzgeschichten nicht, den Leser in eine eiskalte Welt puren Entsetzens zu entführen.
Namenlose Kreaturen, die einem notorischen Dieb das Fürchten lehren, mörderische Ratten, entkommen aus einem Versuchslabor, und Wesen aus anderen Welten erschüttern unser Vertrauen in das Erdendasein nachhaltig ...
Der Autor
Dean Koontz, 1946 in Bedford/Pennsylvania geboren, besuchte das Shippensburg State College und nahm 1966 eine Lehrerstelle in Appalachia an. Wenig später heiratete er und veröffentlichte seinen ersten Roman und einige Kurzgeschichten. 1976 zog er mit seiner Familie nach Orange County/Kalifornien. In mehr als 20 Jahren schrieb Koontz 55 Bücher, die in einer Weltauflage von 60 Millionen Exemplaren in 18 Ländern verbreitet ist.
Titel der Originalausgabe STRANGE HIGHWAYS STORY COLLECTION
1 ... 98 99 100 101 102 103 104 105 106 ... 129
Перейти на страницу:

»Ich habe etwas ganz Scharfes für dich.«

Ein Fernseher wäre mir lieber.

»Ich habe für dich das gleiche wie für all die anderen.«

Vergiß den Fernseher. Ich gebe mich mit einer hübschen Flasche Eau de Cologne zufrieden.

»Komm her, damit ich dir das Gedärm aufschlitzen kann, du Hosenscheißer!«

Ich komme ja schon! Ich komme!

Frank erreichte das obere Ende der Wand und lugte vorsichtig über die Kante nach rechts und links. Skagg war etwa zehn Meter entfernt; er wandte Frank den Rücken zu und spähte in einen anderen Gang hinab.

»He, Bulle, Schau dir das an! Ich stehe hier oben im Licht. Du kannst mich leicht abknallen, wenn du aus deinem Versteck rauskommst. Was ist, fehlt dir sogar dazu der Mut, du feiger Mistkerl?«

Frank wartete auf einen heftigen Donnerschlag, stemmte sich hoch und duckte sich. Hier oben war das Trommeln des Regens noch lauter, und im Verein mit dem Donner übertönte es jedes Geräusch, das Frank machte.

»He, du da unten! Weißt du, wer ich bin, Bulle?«

Du wiederholst dich. Wie langweilig.

»Ich bin ein Hauptgewinn, eine Trophäe, von der jeder Bulle träumt!«

Stimmt, dein Kopf würde sich an der Wand meines Arbeitszimmers gut machen.

»Ein toller Karriereschub ist dir sicher, wenn du mich zur Strecke bringst, Hosenscheißer - Beförderung und Orden!«

Die Sicherheitslampen an der Decke waren jetzt nur wenige Meter über ihren Köpfen, und auf diese kurze Entfernung spendeten sogar die schwachen Glühbirnen genug Licht, um die Hälfte der Kisten zu beleuchten. Skagg stand an der hellsten Stelle und posierte für den Zuschauer, den er tief unter sich glaubte.

Frank zog seine 38er, richtete sich auf und trat aus dem Schatten ins bernsteinfarbene Licht.

»Wen nennst du Hosenscheißer?« fragte Frank.

Bestürzt wirbelte Skagg auf dem Absatz herum und taumelte einen Moment lang auf der Kante der Kistenwand. Mit den Armen fuchtelnd, konnte er einen Sturz in die Tiefe gerade noch vermeiden.

»Streck die Arme aus, laß dich auf die Knie fallen und leg dich dann flach auf den Bauch!« befahl Frank.

Karl Skagg sah nicht so aus, wie die meisten Leute sich einen irren Massenmörder vorstellen. Er hatte kein primitives Gesicht mit platter Stirn und fliehendem Kinn. Ganz im Gegenteil, er war attraktiv. So attraktiv wie ein Filmstar. Sein breites Gesicht war wohlgeformt, mit männlichen und doch empfindsamen Zügen. Seine Augen glichen nicht denen einer Schlange oder eines Raubtiers; sie waren braun, klar, sympathisch.

»Flach auf den Bauch!« wiederholte Frank.

Skagg bewegte sich nicht. Aber er grinste. Dieses Grinsen zerstörte den Eindruck, daß er ein Filmstar sein könnte, denn es war alles andere als charmant. Vielmehr erinnerte es an das bösartige Zähnefletschen eines Krokodils.

Der Kerl war groß, sogar noch größer als Frank. Mindestens 1,95 m, vielleicht sogar 1,98 m. Seinem kraftstrotzenden Körper nach zu schließen, hätte er ohne weiteres ein Gewichtheber sein können. Trotz der kalten Novembernacht trug er nur Turnschuhe, Jeans und ein blaues Baumwollhemd, das -feucht von Regen und Schweiß - an seinen muskulösen Armen und am genauso muskulösen Brustkorb klebte.

»Und wie willst du mich hier runterkriegen, Bulle? Glaubst du wirklich, ich lasse mir von dir Handschellen an; legen und liege dann hier oben herum, während du Verstärkung holst? Das kannst du vergessen, Schweinefresse!«

»Hör gut zu - ich puste dich ohne jedes Zögern weg, das kannst du mir glauben!«

»Tatsächlich? Ich nehme dir deine Knarre ab, ehe du dich’s versiehst. Dann reiß ich dir den Kopf ab und stopf ihn dir in den Arsch!«

Mit unverhohlenem Abscheu sagte Frank: »Mußt du unbedingt so ordinär sein?«

Skagg grinste noch breiter und kam auf ihn zu.

Frank schoß ihm direkt in die Brust.

Der Knall hallte von den Metallwänden wider, und Skagg wurde nach hinten geworfen. Schreiend stürzte er in die Tiefe. Als er dröhnend auf dem Betonboden aufschlug, verstummte sein Schrei abrupt.

Die Kistenwand war durch Skaggs gewaltsamen Abgang bedrohlich ins Wanken geraten. Die riesigen Holzbehälter knarrten und knirschten. Frank ließ sich auf Hände und Knie fallen.

Während er darauf wartete, daß das heftige Beben nachließ, dachte er an den ganzen Papierkram, der bei einem tödlichen Schuß anfiel, an die unzähligen Formulare, die ausgefüllt werden mußten, um die blutenden Herzen all jener zu beruhigen, die stets überzeugt waren, daß jedes Opfer der Polizei genauso unschuldig wie Mutter Teresa war. Ihm wäre es lieber gewesen, wenn Skagg den Ausgang der Konfrontation nicht so schnell erzwungen hätte, wenn der Killer cleverer gewesen wäre und vor der unvermeidlichen dramatischen Schlußszene wenigstens noch ein kleines Katz-und-Maus-Spiel inszeniert hätte. Die Jagd hatte bei weitem nicht genug Spaßbereitet, um den lästigen Papierkram aufzuwiegen.

Die Kisten kamen schnell wieder zur Ruhe, und Frank stand auf. Er ging zu der Stelle, wo Skagg durch die Wucht der Kugel nach unten geschleudert worden war, trat an den Rand und blickte auf den Gang hinab. Der Betonboden schimmerte silbrig im Lampenschein.

Skagg lag nicht dort unten.

Ein Blitz zuckte an den schmalen Fenstern vorbei und verzerrte grotesk Franks Schatten.

Donner erschütterte den Nachthimmel, und ein noch stärkerer Wolkenbruch trommelte aufs Dach.

Frank schüttelte den Kopf, spähte wieder in den Gang hinab und blinzelte ungläubig.

Skagg lag immer noch nicht dort unten.

3

Frank Shaw kletterte vorsichtig die Kistenwand hinab und blickte auf dem leeren Gang nach rechts und links. Er betrachtete aufmerksam jeden Schatten, bevor er neben den Blutflecken in die Hocke ging. An der Stelle, wo Karl Skagg aufgeschlagen war, glänzten rote Blutlachen, obwohl ein Teil des frischen Blutes schon in den porösen Beton eingesickert war. Insgesamt mußte Skagg mindestens einen Liter Blut verloren haben.

Kein Mensch konnte aus nächster Nähe von einem 38er Revolver in die Brust getroffen werden und anschließend einfach aufstehen und das Weite suchen. Und kein Mensch konnte aus neun Meter Höhe auf Beton stürzen und sofort wieder aufspringen.

Und doch schien Skagg genau das getan zu haben.

Eine Blutspur markierte den Weg des Mannes. Seinen Revolver schußbereit in der Hand, folgte Frank dem Psychopathen, bog nach links in einen neuen Gang ein und durchquerte Lichtkegel und schattige Streifen in gleichmäßigem Tempo. Nach etwa fünfundvierzig Metern endete die Blutspur in der Mitte des Ganges.

Frank ließ seinen Blick über die aufgestapelten Kisten auf beiden Seiten gleiten, aber Skagg klammerte sich nirgends an. Und zwischen den Kisten gab es keine Nischen, in denen sich ein Mensch verstecken konnte.

Obwohl Skagg schwer verletzt war und es eilig hatte, seinem Verfolger zu entkommen, schien er seine gräßlichen Wunden an dieser Stelle verbunden zu haben, um die Blutung zu stoppen. Aber womit? Hatte er sein Hemd in Streifen gerissen, während er davonrannte?

Verdammt, Skagg hatte einen tödlichen Schuß in die Brust abbekommen! Frank hatte doch mit eigenen Augen gesehen, wie der Kerl durch den Einschlag der Kugel nach hinten

geschleudert wurde, und er hatte Blut gesehen. Das Brustbein des Mannes war zerschmettert, und Knochensplitter mußten sich in innere Organe gebohrt haben. Arterien und Venen waren durchtrennt worden, und die Kugel hatte Skagg mit Sicherheit mitten ins Herz getroffen. Kein Verband und keine Aderpresse konnte einen derartigen Blutstrom hemmen, und nichts konnte einen beschädigten Herzmuskel veranlassen, wieder rhythmische Kontraktionen auszuführen.

Frank lauschte in die Nacht hinein.

Regen, Wind, Donner. Ansonsten Stille.

Tote bluten nicht, dachte Frank.

1 ... 98 99 100 101 102 103 104 105 106 ... 129
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)