Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Боевая фантастика » Krieg der Klone [Old Man's War + Questions for a Soldier de]
Krieg der Klone [Old Man's War + Questions for a Soldier de] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Krieg der Klone [Old Man's War + Questions for a Soldier de]

Электронная книга - «Krieg der Klone [Old Man's War + Questions for a Soldier de]». Краткое содержание книги:

An seinem 75. Geburtstag erledigt John Perry zwei Dinge: Er besucht das Grab seiner Frau. Und er mustert bei der Armee an. Denn in ferner Zukunft werden für jene Einsatztruppen, die weit draußen im All die Kolonien gegen Alien-Überfälle verteidigen, nur Alte, Betagte rekrutiert. Und schnell findet Perry auch heraus, warum das so ist: Die Rekruten erhalten allesamt neue Körper, jüngere Ausgaben ihrer selbst, die mit biotechnischen und elektronischen Mitteln »aufgerüstet« und wie beliebig verfügbares Kanonenfutter in den Kampf geschickt werden. Doch die Armeeführung hat nicht mit einem wie John Perry gerechnet◦– der trotz seines hohen Alters kein Problem damit hat, sich Befehlen zu widersetzen…
Ausgezeichnet mit dem JOHN W. CAMPBELL AWARD als bester Roman des Jahres◦– mit »Krieg der Klone«, ein furioses Science-Fiction-Abenteuer in der Tradition Robert A. Heinleins, hat John Scalzi Leser und Kritiker gleichermaßen begeistert.
1 ... 6 7 8 9 10 11 12 13 14 ... 85
Перейти на страницу:

Die Shuttles waren nicht mit künstlicher Schwerkraft ausgestattet. Unsere Apparatschiks trieben uns hinein und ermahnten uns, unter gar keinen Umständen die Gurte zu lösen. Um sicherzustellen, dass die klaustrophisch Veranlagten in unserer Gruppe es nicht trotzdem taten, ließen sich die Gurtverschlüsse während des Fluges gar nicht von uns betätigen. Damit war dieses Problem gelöst. Außerdem teilten die Apparatschiks Haarnetze an alle Langhaarigen aus. Im freien Fall schienen sich Haare in alle möglichen Richtungen zu bewegen.

Falls jemandem übel wurde, erzählte man uns, sollten wir die Kotztüten in den Taschen an den Seiten unserer Sitze benutzen. Man schärfte uns ein, dass wir damit nicht bis zur letzten Sekunde warten sollten. In der Schwerelosigkeit würde Erbrochenes quer durch die Kabine treiben und die anderen Mitreisenden belästigen, wodurch sich der Verursacher für den Rest des Fluges und vielleicht sogar für den Rest seiner militärischen Laufbahn bei den anderen sehr unbeliebt machte. Darauf folgte ein allgemeines Rascheln, als sich mehrere von uns auf diesen Fall vorbereiteten. Die Frau neben mir hielt ihre Kotztüte fest umklammert. Ich machte mich mental auf das Schlimmste gefasst.

Zum Glück musste sich niemand übergeben, und der Flug zur Henry Hudson verlief relativ glatt. Nach dem ersten Scheiße-ich-falle -Signal in der einsetzenden Schwerelosigkeit beruhigte sich mein Gehirn sehr schnell. Dann war es eher wie eine Achterbahnfahrt in Zeitlupe. Wir hatten das Raumschiff nach etwa fünf Minuten erreicht, und die Andockprozedur dauerte noch einmal ein oder zwei Minuten. Ein Hangartor öffnete sich, nahm das Shuttle auf und schloss sich wieder. Danach mussten wir noch ein paar Minuten warten, während Luft in den Hangar gepumpt wurde. Es folgte ein sanftes Kribbeln, und plötzlich spürten wir wieder unser Gewicht. Die künstliche Schwerkraft hatte eingesetzt.

Die Schleusentür des Shuttles ging auf, und ein weiblicher Apparatschik trat ein. »Willkommen in der KVAS Henry Hudson«, sagte die Frau. »Bitte lösen Sie die Anschnallgurte, nehmen Sie Ihre Sachen an sich und folgen Sie den Leuchtpfeilen, um den Shuttlehangar zu verlassen. In exakt sieben Minuten wird die Luft aus diesem Hangar abgepumpt, damit dieses Shuttle starten und ein anderes landen kann. Also beeilen Sie sich bitte.«

Wir verließen das Shuttle erstaunlich schnell.

Dann wurden wir in eine riesige Messe der Henry Hudson geführt, wo man uns zu Kaffee und Donuts einlud und uns aufforderte, uns zu entspannen. Bald würde jemand kommen, der uns weitere Erklärungen gab. Während wir warteten, kamen immer mehr Rekruten, die offenbar schon vor uns eingetroffen waren. Nach einer Stunde waren es ein paar hundert. Ich hatte noch nie so viele alte Leute auf einmal gesehen. Harry ging es genauso. »Es ist wie an einem Mittwochmorgen in der größten Kaufhauscafeteria der Welt«, sagte er und holte sich neuen Kaffee.

Ungefähr zum Zeitpunkt, als meine Blase mir mitteilte, dass ich es mit dem Kaffee etwas übertrieben hatte, betrat ein distinguiert wirkender Herr in einem Anzug in kolonialem Diplomatenblau die Messe und ging zur Frontseite des Raumes. Der Lärmpegel ebbte allmählich ab. Die Leute waren erleichtert, dass ihnen endlich jemand sagen würde, was hier eigentlich vor sich ging.

Der Mann stand ein paar Minuten lang reglos da, bis es im Raum still geworden war. »Ich grüße Sie«, sagte er, und wir alle zuckten zusammen. Offenbar hatte er ein Körpermikro, denn seine Stimme kam aus den Lautsprechern in den Wänden. »Ich bin Sam Campbell, Kontaktperson der Kolonialen Union für die Koloniale Verteidigungsarmee. Obwohl ich streng genommen kein Mitglied der Kolonialen Verteidigungsarmee bin, wurde ich von der KVA ermächtigt, Ihre Einführung zu leiten. Also können Sie mich für die folgenden Tage als Ihren vorgesetzten Offizier betrachten. Ich weiß, dass viele von Ihnen erst vor kurzem mit dem letzten Shuttle eingetroffen sind und sich gerne ausruhen würden, während sich andere schon einen ganzen Tag lang in diesem Schiff aufhalten und wissen möchten, wie es weitergeht. Im Interesse beider Gruppen werde ich mich kurz fassen.

In etwa einer Stunde wird die KVAS Henry Hudson den Erdorbit verlassen und sich auf den ersten Skip zum Phoenix-System vorbereiten, wo wir einen kurzen Zwischenstopp einlegen, um weitere Vorräte aufzunehmen. Danach fliegen wir weiter nach Beta Pyxis III, wo Ihre Ausbildung beginnen wird. Keine Sorge, ich erwarte nicht, dass Ihnen diese Namen etwas sagen. Sie müssen nur wissen, dass wir etwas mehr als zwei Tage benötigen werden, um unseren ersten Skip-Punkt zu erreichen, und in dieser Zeit wird man Sie mehreren psychischen und physischen Tests unterziehen. Ihr Zeitplan wird jetzt an ihre PDAs übertragen. Bitte schauen Sie ihn sich bei Gelegenheit an. Außerdem wird Ihr PDA Ihnen jederzeit den Weg zeigen, sodass Sie sich keine Sorgen machen müssen, sich zu verlaufen. Wer von Ihnen erst vor kurzem in der Henry Hudson eingetroffen ist, kann sich vom PDA sagen lassen, welches Quartier ihm oder ihr zugewiesen wurde.

Außer dass Sie sich in Ihrem Quartier einfinden, wird von Ihnen heute Abend nichts weiter erwartet. Viele von Ihnen haben eine lange Reise hinter sich, und wir möchten, dass Sie für die morgigen Tests ausgeruht sind. Dies ist ein guter Moment, um Sie auf die Bordzeit hinzuweisen, die der Kolonialen Standardzeit entspricht. Jetzt ist es«◦– er sah auf seine Uhr◦– »einundzwanzig Uhr achtundreißig KSZ. Ihr PDA ist auf die Bordzeit eingestellt. Ihr Tag beginnt morgen mit dem Frühstück in der Messe, von sechs Uhr bis sieben Uhr dreißig. Danach folgen die Tests und die physische Verbesserung. Die Teilnahme am Frühstück ist nicht zwingend, da Sie noch nicht dem militärischen Zeitplan unterworfen sind, aber ich empfehle Ihnen dringend, daran teilzunehmen, da Sie morgen ein langer Tag erwartet.

Wenn Sie Fragen haben, kann Ihr PDA Sie mit dem Informationssystem der Henry Hudson verbinden, wobei das KI-Interface Ihnen assistieren wird. Schreiben Sie einfach mit dem Stift die Frage auf oder sprechen Sie sie ins Mikrofon Ihres PDA. Außerdem finden Sie auf jedem Deck Mitarbeiter der Kolonialen Union. Bitte zögern Sie nicht, sie um Unterstützung zu bitten. Nach Maßgabe Ihrer persönlichen Informationen ist unserem medizinischen Personal bekannt, welche Probleme oder Bedürfnisse Sie haben, und gegebenenfalls hat man sich für heute Abend mit Ihnen in Ihren Quartieren verabredet. Schauen Sie in Ihrem PDA nach. Andererseits können auch Sie jederzeit die Krankenstation aufsuchen. Diese Messe wird die ganze Nacht geöffnet sein, auch wenn sie erst zum morgigen Frühstück wieder den normalen Betrieb aufnehmen wird. Auch die Zeiten und Speisekarten können Sie mit Ihrem PDA abrufen. Schließlich möchte ich noch darauf hinweisen, dass Sie alle ab morgen Ihre KVA-Rekrutenausrüstung tragen sollten, die zurzeit in Ihre Quartiere geliefert wird.«

Campbell machte eine kurze Pause und bedachte uns alle mit etwas, das er vermutlich für einen bedeutungsvollen Blick hielt. »Im Namen der Kolonialen Union und der Kolonialen Verteidigungsarmee heiße ich Sie als neue Mitbürger und als unsere neuesten Soldaten willkommen. Gott segne Sie alle und schütze Sie auf Ihren künftigen Wegen.

Falls Sie zuschauen möchten, wie wir den Orbit verlassen, suchen Sie bitte das Auditorium auf dem Beobachtungsdeck auf. Dort können Sie alles über die Videoeinspielung verfolgen. Das Auditorium ist recht groß und reicht für sämtliche Rekruten aus, sodass jeder von Ihnen einen Sitzplatz finden wird. Die Henry Hudson entwickelt eine beträchtliche Geschwindigkeit, sodass die Erde zum morgigen Frühstück nur noch eine kleine Scheibe und zu Mittag nicht mehr als ein heller Punkt am Himmel sein wird. Das ist wahrscheinlich Ihre letzte Chance, einen Blick auf Ihre Heimatwelt zu werfen. Wenn Ihnen das etwas bedeutet, empfehle ich Ihnen, es sich anzusehen.«

1 ... 6 7 8 9 10 11 12 13 14 ... 85
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)