Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Космическая фантастика » Ein Feuer auf der Tiefe [A Fire upon the Deep - de]
Ein Feuer auf der Tiefe [A Fire upon the Deep - de] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Ein Feuer auf der Tiefe [A Fire upon the Deep - de]

Электронная книга - «Ein Feuer auf der Tiefe [A Fire upon the Deep - de]». Краткое содержание книги:

In ferner Zukunft hat sich die Menschheit weit über das Sonnensystem hinaus ausgebreitet. Doch noch immer ist es nicht möglich, die Lichtgeschwindigkeit zu überschreiten und so die gewaltigen Entfernungen zwischen den Planeten zusammenschrumpfen zu lassen. Da macht eine Gruppe von Wissenschaftlern eine atemberaubende Entdeckung: Offensichtlich ist die Galaxis in Zonen unterteilt, in denen ganz unterschiedliche physikalische Bedingungen herrschen — vom Galaxiskern, den »Gedankenleeren Tiefen«, in denen nur primitives biologisches Leben existiert, über die »Langsame Zone«, in der sich die Menschen befinden und die Lichtgeschwindigkeit eine unüberwindliche Grenze ist, bis zum »Jenseits«, wo sich Wesen entwickelt haben, deren Macht unser Vorstellungsvermögen weit übersteigt. Was geschieht, wenn wir versuchen, mit diesen Wesen Kontakt aufzunehmen? Als ein Raumschiff aufgebracht wird, das Tausende von Jahren durch die Leere des Weltalls gestürzt ist, beginnt das größte Abenteuer unserer Zivilisation…
›Ein Feuer auf der Tiefe‹ wurde mit dem Hugo Gernsback Award als bester Roman des Jahres ausgezeichnet.
1 ... 81 82 83 84 85 86 87 88 89 ... 177
Перейти на страницу:

»Ja, falls wir es dorthin schaffen.« Blaustiels Voderstimme klang bockig.

»Nun gut, welche anderen Möglichkeiten haben wir?«

»Sie sind nicht so gut bekannt. Ich werde eine Liste zusammenstellen.« Ihre Wedel huschten über ein Pult. »Unsere letzte Gelegenheit, uns zu entscheiden, liegt ziemlich nahe an unserem geplanten Kurs. Es ist eine Ein-System-Zivilisation. Der Netzname ist… Übersetzt lautet er Harmonische Ruhe.«

»Ruhe sanft, ja?«, sagte Pham.

Aber sie hatten beschlossen, still weiterzufliegen, die beschädigten Antriebsdorne ständig zu beobachten und die Entscheidung, ob sie einen Reparaturhalt einlegen wollten, zu verschieben.

Aus Tagen wurden Wochen, und Wochen summierten sich langsam zu Monaten. Vier Reisende auf einer Mission zum Grund hin. Der Antrieb wurde schlechter, aber langsam, genau, wie die Diagnosesysteme der ADR es vorausgesagt hatten.

Die PEST breitete sich weiter über die Obergrenze des Jenseits aus, und ihre Angriffe auf Netzarchive erstreckten sich weit über ihren unmittelbaren Bereich hinaus.

Die Verbindung mit Jefri wurde besser. Botschaften tröpfelten mit einer Häufigkeit von einer oder zweien pro Tag herein. Manchmal, wenn der Antennenschwarm der ADR genau richtig abgestimmt war, unterhielten sich Jefri und Ravna fast in Echtzeit. Die Arbeiten auf der Klauenwelt kamen schneller voran, als sie erwartet hatte — vielleicht schnell genug, dass sich der Junge retten konnte.

Es hätte schwer sein müssen — eingeschlossen in einem einzigen Schiff mit nur drei anderen, mit einem einzigen Verbindungsdraht nach draußen, der zudem zu einem verirrten Kind führte.

Jedenfalls war es selten langweilig. Ravna stellte fest, dass jeder von ihnen eine Menge zu tun hatte. Für sie selbst hieß das, die Schiffsbibliothek zu bedienen und die Pläne zutage zu fördern, die Herrn Stahl und Jefri helfen würden. Die Bibliothek der ADR war nichts im Vergleich zum Archiv bei Relais oder selbst zu den Universitätsbibliotheken bei Sjandra Kei, aber ohne die geeignete Suchautomatik wäre sie genauso unergründlich gewesen. Und in dem Maße, wie ihre Reise voranschritt, benötigte die Automatik mehr und mehr besondere Pflege.

Und… mit Pham in der Nähe konnte es niemals langweilig werden. Er hatte ein Dutzend Projekte und war neugierig auf alles. »Reisezeit kann ein Geschenk sein«, pflegte er zu sagen. »Jetzt haben wir Zeit, selbst aufzuholen, uns auf alles vorzubereiten, was vor uns liegen mag.« Er lernte Samnorsk. Es ging langsamer als sein vorgespiegeltes Lernen auf Relais, aber der Bursche hatte eine natürliche Neigung für Sprachen, und Ravna verschaffte ihm eine Menge Übung.

Mehrere Stunden pro Tag verbrachte er in der Werkstatt der ADR, oft zusammen mit Blaustiel. Realitätsgrafik war neu für ihn, aber nach ein paar Wochen hatte er die Spielzeug-Prototypen hinter sich. Die Skaphander, die er baute, verfügten über eigenen Antrieb und Waffenholster. »Wir wissen nicht, wie die Dinge stehen können, wenn wir ankommen; eine Rüstung mit eigenem Antrieb könnte wirklich nützlich sein.«

Am Ende jedes Arbeitstages trafen sie sich alle auf dem Steuerdeck, um Beobachtungen zu vergleichen, das Neueste von Jefri und Herrn Stahl zu überdenken, den Antriebsstatus zu überprüfen. Für Ravna konnte das die glücklichste Zeit des Tages sein — und manchmal die schwerste. Pham hatte die Bildschirmautomatik manipuliert, sodass sie ringsum Burgmauern zeigte. Ein großer Kamin ersetzte das normale Kom-Status-Fenster. Der Klang war fast perfekt; Pham hatte es sogar geschafft, dass die Wand eine kleine Menge ›Feuerwärme‹ ausstrahlte. Es war eine Burghalle aus Phams Erinnerung, von Canberra, wie er sagte. Aber sie unterschied sich nicht allzu sehr vom Zeitalter der Fürstinnen auf der Nyjora (obwohl die meisten von jenen Burgen in tropischem Sumpfland gestanden hatten, wo große Kamine selten benutzt wurden). Aus irgendeinem perversen Grunde schien es sogar den Skrodfahrern zu gefallen; Grünmuschel sagte, dass es sie an einen Handelsposten aus ihren ersten Jahren mit Blaustiel erinnerte.

Wie Reisende, die einen langen Tag über gegangen sind, ruhten sich die vier in der Gemütlichkeit einer Phantomhütte aus. Und wenn die neuen Aufgaben festgelegt waren, erzählten Pham und die Skrodfahrer Geschichten, oft bis spät in die ›Nacht‹ .

Ravna saß neben ihm, die am wenigsten Gesprächige von den vier. Sie beteiligte sich am Gelächter und manchmal an der Diskussion: Einmal machte sich Blaustiel über Phams Glauben an öffentliche Verschlüsselungscodes lustig, und Ravna kannte ein paar eigene Geschichten, die geeignet waren, die Meinung des Skrodfahrers zu illustrieren. Doch es war für sie auch die schwerste Zeit. Ja, die Geschichten waren wunderbar. Blaustiel und Grünmuschel waren an so vielen Orten gewesen, und sie waren mit ganzer Seele Kauffahrer. Betrügereien und Geschäfte und beidseitiger Nutzen gehörten zu ihrem Leben. Pham lauschte seinen Freunden, fast bezaubert — und erzählte dann seine eigenen Geschichten, wie er auf Canberra ein Prinz, in der Langsamen Zone ein Kauffahrer und Forscher gewesen war. Und bei all den Beschränkungen des Langsam übertrafen die Abenteuer seines Lebens sogar die der Skrodfahrer. Ravna lächelte und versuchte Begeisterung vorzutäuschen.

Denn Phams Geschichten waren zu viel. Er glaubte aufrichtig daran, doch sie konnte sich nicht vorstellen, dass ein Mensch so viel tat, so viel sah. Seinerzeit auf Relais hatte sie behauptet, seine Erinnerungen seien synthetisch, ein kleiner Scherz des ALTEN. Sie war sehr wütend gewesen, als sie es sagte, und mehr als alles wünschte sie, es nie gesagt zu haben — denn es war so offensichtlich wahr. Grünmuschel und Blaustiel bemerkten es nie, aber manchmal kam es vor, dass Pham mitten in einer Geschichte ins Stocken geriet und ein Ausdruck schwer verhohlener Panik in seine Augen trat. Irgendwo im Innern kannte auch er die Wahrheit, und sie fühlte unvermittelt den Wunsch, sich an ihn zu kuscheln, ihn zu trösten. Es war, wie wenn man einen schrecklich verwundeten Freund hat, mit dem man reden, niemals jedoch einander das Ausmaß der Verletzungen eingestehen kann. Statt dessen tat sie so, als gäbe es die Brüche nicht, und lächelte oder lachte über den Rest seiner Geschichte.

Und der Witz des ALTEN war so völlig unnötig. Pham brauchte kein großer Held zu sein. Er war ein anständiger Mensch, wenngleich egozentrisch und eine Art Spielverderber. Er hatte allemal so viel Beharrlichkeit wie sie, und mehr Mut.

Welche Kunstfertigkeit musste der ALTE besessen haben, um solch eine Person zu erschaffen, welche… Macht. Und wie sehr sie ihn hasste, auf Kosten solch einer Person einen Scherz gemacht zu haben.

Phams Gottsplitter machten sich kaum bemerkbar. Dafür war Ravna sehr dankbar. Ein- oder zweimal im Monat überkam ihn eine Art Trance. Ein, zwei Tage danach kaprizierte er sich dann auf ein neues Projekt, oft etwas, das er nicht deutlich erklären konnte. Aber es wurde nicht schlimmer, er trieb nicht von ihr fort.

»Und vielleicht retten uns die Gottsplitter letzten Endes«, sagte er, wenn sie den Mut aufbrachte, ihn danach zu fragen. »Nein, ich weiß nicht.« Er tippte sich an die Stirn. »Das da oben ist immer noch Gottes eigener Gerümpelboden. Und es sind mehr als Erinnerungen. Manchmal brauchen die Gottsplitter zum Denken meinen ganzen Geist, dann ist da kein Platz mehr für mein eigenes Bewusstsein, und danach kann ich es nicht erklären, aber… manchmal habe ich einen Schimmer. Was Jefris Eltern auch auf die Klauenwelt gebracht haben mögen: Es kann der PEST Schaden zufügen. Man könnte es ein Gegengift nennen — besser noch, ein Gegenmittel. Etwas, das der PERVERSION entwendet wurde, während sie in dem Straumli-Labor zur Welt kam. Etwas, wovon die PERVERSION erst sehr viel später auch nur das Geringste ahnte.«

Ravna seufzte. Es war schwer, sich gute Neuigkeiten vorzustellen, die zugleich derart beängstigend waren. »Die Straumer konnten so etwas direkt aus dem Herzen der PERVERSION herausschmuggeln?«

1 ... 81 82 83 84 85 86 87 88 89 ... 177
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)