Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
Paganinis Fluch - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Paganinis Fluch

Электронная книга - «Paganinis Fluch». Краткое содержание книги:

Paganinis Fluch
1 ... 78 79 80 81 82 83 84 85 86 ... 118
Перейти на страницу:

Als die Ärztin Daniella Richards Penelope Fernandez behutsam von dem bleigrauen Polizeibus zum Gebäude führt, hält Saga Bauer ihnen die stählerne Eingangstür auf.

»Es ist die sicherste überirdische Wohnung in ganz Stockholm«, erläutert Saga.

Penelope reagiert nicht auf ihre Worte. Sie begleitet Daniella Richards zum Aufzug. Überall im Eingangsbereich und im Treppenhaus hängen Überwachungskameras.

»Wir haben Bewegungsmelder installiert, ein sehr professionelles Alarmsystem und zwei verschlüsselte Direktverbindungen zur Einsatzzentrale«, fährt Saga fort, während sie hochfahren.

In der dritten Etage wird Penelope durch eine robuste Sicherheitstür zu einer Schleuse geführt, an der eine uniformierte Polizistin sitzt. Sie öffnet eine weitere Sicherheitstür und lässt die Frauen in die Wohnung.

»Die Räume haben eine große Feuersicherheit, sie verfügen über eine eigene Stromversorgung und ein eigenes Belüftungssystem«, erläutert Saga.

»Hier sind Sie sicher«, ergänzt Daniella Richards.

Penelope hebt den Blick und sieht die Ärztin mit leeren Augen an.

»Danke«, sagt sie kaum hörbar.

»Wenn Sie es wünschen, bleibe ich bei Ihnen.«

Penelope schüttelt den Kopf, und Daniella verlässt gemeinsam mit Saga die Wohnung. Penelope verriegelt die Tür und stellt sich anschließend an eines der schusssicheren Fenster mit Aussicht auf den Östermalmstorg. Eine Folie auf dem Glas macht das Fenster von außen undurchsichtig. Sie schaut hinaus und denkt, dass manche der Menschen, die sich unten auf dem Platz bewegen, vermutlich getarnte Polizisten sind.

Vorsichtig berührt sie das Fenster. Von außen dringt kein Laut herein.

Plötzlich klingelt es an der Tür.

Penelope zuckt zusammen, ihr Herz schlägt schnell und fest.

Sie geht zum Monitor und drückt den Knopf der Türsprechanlage. Die Polizistin in der Schleuse blickt in die Kamera hinauf und teilt mit, dass ihre Mutter gekommen ist.

»Penny, Penny?«, fragt ihre Mutter besorgt hinter der Wache.

Penelope dreht am Türknauf, hört den Mechanismus mit einem Klicken reagieren und öffnet die schwere Stahltür.

»Mama«, sagt sie in dem Gefühl, dass ihre Stimme nicht die kompakte Stille übertönen kann, die in der Wohnung herrscht.

Sie lässt ihre Mutter herein, schließt und verriegelt die Tür, bleibt dann jedoch an ihr stehen, presst die Lippen zusammen und spürt, dass sie anfängt zu zittern, zwingt sich jedoch, jede Gefühlsregung aus ihrem Gesicht zu verbannen.

Sie sieht ihre Mutter nur flüchtig an, wagt es nicht, ihrem Blick zu begegnen. Sie weiß, dass sie ihr vorwerfen wird, ihre Schwester nicht beschützt zu haben.

Claudia Fernandez macht ein paar vorsichtige Schritte in den Flur hinein und sieht sich abwartend um.

»Kümmert man sich um dich, Penny?«, fragt sie.

»Mir geht es gut.«

»Aber sie müssen dich beschützen.«

»Das tun sie, hier bin ich sicher.«

»Das ist das Einzige, was zählt«, sagt Claudia fast lautlos.

Penelope versucht, die Tränen herunterzuschlucken. Ihr Hals spannt sich schmerzhaft an.

»Es gibt so viel zu erledigen«, fährt ihre Mutter fort und wendet das Gesicht ab. »Ich … ich kann nicht fassen, ich kann es einfach nicht fassen, dass ich Violas Beerdigung planen muss.«

Penelope nickt sachte. Plötzlich streckt ihre Mutter die Hand aus und berührt sanft ihre Wange. Penelope zuckt unwillkürlich zusammen, und ihre Mutter zieht hastig ihre Hand zurück.

»Sie sagen, dass es bald vorbei sein wird«, erklärt Penelope. »Die Polizei will diesen Mann fassen … der … Viola und Björn umgebracht hat.«

Claudia Fernandez nickt und wendet sich ihrer Tochter zu. Ihr Gesicht ist schutzlos. Erstaunt sieht Penelope, dass ihre Mutter lächelt.

»Welch ein Glück, dass du lebst«, sagt Claudia Fernandez. »Welch ein Glück, dass ich dich habe, das ist das Einzige, was zählt, das Einzige …«

»Mama.«

»Mein kleines Mädchen.«

Claudia streckt erneut ihre Hand aus, und diesmal zuckt Penelope nicht zurück.

Spende Boerse

77

Der Einsatz

Im Erker einer Wohnung im dritten Stock in der Nybrogatan 4a sitzt Einsatzleiterin Jenny Göransson und wartet. Die Stunden vergehen, aber niemand meldet etwas. Alles ist ruhig. Sie blickt auf den Platz hinunter, zum Dach über Penelopes Wohnung hinüber, zum Dach von Sibyllegatan 27, von wo einige Tauben auffliegen.

Dort ist Sonny Jansson postiert. Wahrscheinlich hat er sich bewegt und so die Vögel aufgeschreckt.

Jenny nimmt Kontakt zu ihm auf, und er bestätigt, dass er seine Position gewechselt hat, um in eine Wohnung hineinsehen zu können.

»Ich dachte, ich hätte eine Schlägerei gesehen, aber sie spielen nur Wii und stehen fuchtelnd vor dem Fernseher.«

»Zurückkehren«, bemerkt Jenny trocken.

Sie greift nach ihrem Fernglas und sucht erneut das dunkle Gelände zwischen Kiosk und Ulme ab, das sie als unsichere Zone betrachtet.

Blomberg, der braune Joggingkleidung trägt und die Sibyllegatan hinaufläuft, meldet sich bei ihr.

»Ich sehe etwas auf dem Friedhof«, sagt er.

»Was sehen Sie?«

»Jemand bewegt sich zwischen den Bäumen, ungefähr zehn Meter vom Zaun zur Storgatan entfernt.«

»Sehen Sie nach, Blomberg, aber seien Sie vorsichtig«, sagt sie.

Er läuft an der Pferdetreppe vorbei, die vor der Fassade des Militärmuseums steht, und begibt sich langsam auf das Friedhofsgelände. Die Sommernacht ist lau und üppig grün. Lautlos geht er neben dem Kiesweg über das Gras, überlegt, dass er bald irgendwo stehen bleiben und vermeintlich Dehnübungen machen könnte, schleicht aber weiter. Es raschelt leise zwischen den Blättern. Der helle Himmel wird von Ästen verdeckt, und zwischen den Grabsteinen ist es dunkel. Plötzlich sieht er, nahe dem Erdboden, ein Gesicht. Es ist eine Frau Anfang zwanzig. Sie hat kurze, rot gefärbte Haare, und ihr olivgrüner Rucksack liegt neben ihrem Kopf. Sie lächelt glücklich, während eine zweite Frau ihr lachend das T-Shirt auszieht und anfängt, ihre Brüste zu küssen.

Blomberg zieht sich vorsichtig zurück, ehe er Jenny Göransson Bericht erstattet:

»Falscher Alarm, ein Liebespaar.«

Drei Stunden sind vergangen, Blomberg schaudert, es wird allmählich kühl, der Tau tritt aus dem Boden, und die Temperatur fällt. Er umrundet den kurvigen Kiesweg und steht plötzlich vor einer Frau mittleren Alters mit verlebten Gesichtszügen. Sie scheint sehr betrunken zu sein, steht mit zwei Pudeln an der Leine wankend vor ihm. Die Hunde schnüffeln eifrig, wollen weiter, aber sie reißt die Tiere wütend zurück.

Am Rand des Friedhofs geht eine Frau vorbei, die wie eine Stewardess gekleidet ist, die Räder ihrer marineblauen Kabinentasche rattern über den Asphalt. Sie wirft Blomberg einen teilnahmslosen Blick zu, und er scheint sie nicht einmal zu bemerken, obwohl sie seit mehr als sieben Jahren Kollegen sind.

Maria Ristonen setzt mit der Kabinentasche ihren Weg zum Eingang der U-Bahn-Station fort, um die Person zu kontrollieren, die verdeckt im Türeingang daneben steht. Sie hört ihre Absätze zwischen den Wänden widerhallen. Die Kabinentasche stößt gegen den Bordstein und hängt schief, was sie zwingt, stehen zu bleiben, und ihr gleichzeitig ermöglicht, die Person zu mustern. Der Mann ist recht gut gekleidet, macht aber ein seltsames Gesicht. Er scheint nach etwas zu suchen und sieht sie gestresst an. Maria Ristonens Herz schlägt schneller, sie dreht sich um und hört im nächsten Moment Einsatzleiterin Jenny Göransson in ihrem Ohrhörer sprechen.

»Blomberg sieht ihn auch, er ist unterwegs«, teilt Jenny Göransson ihr mit. »Warten Sie auf Blomberg, Ristonen. Warten Sie auf Blomberg.«

Maria rückt die Tasche zurecht, kann aber nicht länger einfach stehen bleiben und geht weiter. Sie versucht, sich langsamer zu bewegen, und nähert sich dem Mann mit dem gestressten Blick. Sie wird an ihm vorbeilaufen müssen, und dann wird sie ihn im Rücken haben. Als sie näher kommt, zieht der Mann sich weiter in den Hauseingang zurück. Maria Ristonen spürt das Adrenalin in ihren Adern pochen, als der Mann unvermittelt zwei Schritte auf sie zukommt und einen Gegenstand hervorzieht, den er unter seinem Mantel verborgen gehalten hat. Über seine Schulter hinweg sieht Maria, dass Blomberg seine Waffe gehoben hat, um zu schießen, aber innehält, als Jenny Göransson über Funk ruft, dass es falscher Alarm ist, der Mann ist unbewaffnet und hält nur eine Bierdose in der Hand.

1 ... 78 79 80 81 82 83 84 85 86 ... 118
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)