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READ-E-BOOK » Космическая фантастика » Eine Tiefe am Himmel [A Deepness in the Sky - de]
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Eine Tiefe am Himmel [A Deepness in the Sky - de]

Электронная книга - «Eine Tiefe am Himmel [A Deepness in the Sky - de]». Краткое содержание книги:

Seit längerer Zeit wird vom besiedelten Teil der Galaxis aus ein rätselhafter Stern beobachtet: Nicht nur, dass er auf einer engen Bahn um den Mittelpunkt der Milchstraße läuft und hoch in den galaktischen Halo aufsteigt, nach jeweils 215 Jahren Dunkelperiode strahlt er auch plötzlich für 35 Jahre hell auf, um sich dann wieder zu verdunkeln. Als man feststellt, dass der einzige Planet, der ihn umkreist, von intelligenten Wesen bewohnt ist, rüsten die Dschöng Ho, eine friedliche Händlerzivilisation, ein Raumschiff aus, um Kontakt zu der fremden Spezies aufzunehmen. Zugleich jedoch startet das Schiff einer skrupellosen Aufsteiger-Zivilisation — Menschenabkömmlinge, die während der Isolation in die Barbarei abgesunken waren und inzwischen wieder zu Hochtechnologie und Raumfahrt fähig sind. Doch sie sind Barbaren geblieben: Sie überrumpeln die Händler, töten etliche von ihnen und versklaven den Rest. Und genau so gedenken sie mit der Bevölkerung des Planeten zu verfahren, um ihr wissenschaftliches Know-how zu erbeuten. Sie gehen in eine orbitale Lauerstellung und warten ab, bis die Sonne erneut in die Lichtphase tritt und die Bewohner in ihren ›Tiefen‹ aus dem Kälteschlaf erwachen. Aber sie ahnen nicht, dass auf dem Planeten auch jemand lebt, der von ihrer Anwesenheit weiß…
›Eine Tiefe am Himmel‹ wurde mit dem Hugo Gernsback Award und dem John W. Campbell Award als bester Roman des Jahres ausgezeichnet.
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Unterberg hatte sein Institut zu einer Abteilung der Königsschule erklären lassen. Das Haus auf dem Berg enthielt eine Anzahl Klassenzimmer, von denen jedes einen Kreisbogen an der Außenwand einnahm. Und es waren keine Gelder der Krone, mit denen das meiste davon bezahlt wurde, zumindest sagte das Unterberg. Ein Großteil der Forschung waren einfach Auftragsarbeiten, bezahlt von Unternehmen, auf die Unterberg großen Eindruck gemacht hatte. »Ich hätte ein paar von den besten Leuten der Königsschule abwerben können, aber wir haben eine Abmachung getroffen. Die Lehrkräfte dort unterrichten und forschen weiter unten in der Stadt, aber einen Teil ihrer Arbeitszeit sind sie hier oben, und von unserem Gesamtbudget wird ein Prozentsatz an die Königsschule zurücküberwiesen. Und hier oben zählen nur die Ergebnisse.«

»Kein Lehrbetrieb?«

Als Scherkaner die Achseln zuckte, hüpften die beiden Kleinen auf seinem Rücken auf und ab und machten begeisterte kleine Miep-Geräusche, die wohl hießen: »Mach das noch mal, Papa!«

»Doch, wir haben Unterricht… sozusagen. Die Hauptsache ist, Leute kommen dazu, mit anderen Leuten zu reden, quer über viele Fachgebiete hinweg. Studenten gehen ein Risiko ein, weil alles so wenig strukturiert ist. Ich habe ein paar, die es sich gut gehen lassen, die aber nicht helle genug sind, dass das für sie funktioniert.«

In den meisten Klassenzimmern standen zwei bis drei Personen an den Wandtafeln, und eine Menge Zuschauer saßen auf niedrigen Sitzgittern. Es war schwer auszumachen, wer der Prof war und wer Student. In manchen Fällen konnte Hrunkner nicht einmal erraten, um welches Gebiet es ging. Einen Augenblick lang blieben sie an einer Tür stehen. Ein Kuppling der gegenwärtigen Generation las vor ein paar alten Kupps. Das Gekritzel auf der Tafel sah nach einer Kombination von Himmelsmechanik und Elektromagnetismus aus. Scherkaner blieb stehen, winkte den Leuten im Zimmer ein Lächeln zu. »Erinnerst du dich an das Nordlicht, das wir im Dunkel gesehen haben? Ich habe hier einen Burschen, der glaubt, es könnte vielleicht von Objekten im Raum erzeugt worden sein, von Dingen, die außerordentlich dunkel waren.«

»Als wir sie sahen, waren sie nicht dunkel.«

»Ja! Vielleicht haben sie wirklich etwas mit dem Beginn der Neuen Sonne zu tun. Ich habe meine Zweifel. Jaybert weiß noch nicht viel von Himmelsmechanik. Aber von Elektromagnetismus versteht er etwas. Er arbeitet an einem drahtlosen Gerät, das bei Wellenlängen von ein paar Zoll senden kann.«

»Hä? Das klingt eher nach extremem Infrarot als nach Radiowellen.«

»Sehen könnten wir das nie, aber es wird eine hübsche Sache. Er möchte das Gerät als Echoorter verwenden, um nach seinen Weltraumfelsen zu suchen.«

Sie gingen weiter. Er bemerkte, dass Unterberg plötzlich verstummt war, zweifellos, um ihm Zeit zu geben, über die Idee nachzudenken. Hrunkner Unnerbei war ein sehr praktischer Typ; er vermutete, dass er ebendarum für manche der ausgefalleneren Projekte von General Schmid unentbehrlich war. Doch selbst er konnte bei einer Idee stutzen, wenn sie nur spektakulär genug war. Er hatte nur eine ganz vage Ahnung, wie sich derart kurze Wellen verhalten würden, aber jedenfalls müssten sie stark gerichtet sein. Die Energie, die man für den Empfang eines Echos brauchte, wäre umgekehrt proportional mit der vierten Potenz der Reichweite — sie würden dafür wirksame Anwendungen in Bodennähe finden, ehe sie jemals dazu kamen, im Weltraum nach Felsen zu suchen. Hmm. Der militärische Aspekt war vielleicht wichtiger als alles, was Jaybert plante… »Hat jemand diesen Hochfrequenzsender gebaut?«

Sein Interesse musste deutlich geworden sein; Unterberg lächelte immer mehr. »Ja, und das ist Jayberts wahrer Geniestreich, etwas, das er einen Hohlraumoszillator nennt. Ich habe eine kleine Antenne auf dem Dach, sie sieht eher wie ein Teleskopspiegel als wie ein Sendemast aus. Viktoria hat eine Reihe Relais entlang des Westlichsten Gebirges bis zum Landeskommando eingerichtet. Ich kann mit ihr so zuverlässig wie über Telefonkabel sprechen. Ich benutze es als Testfeld für die Chiffriermethoden, die eine der Klassen entwickelt. Am Ende werden wir die sicherste drahtlose Breitband-Übertragung haben, die du dir vorstellen kannst.«

Sogar, wenn Jayberts Sternguckerei nie Erfolg hat. Scherkaner Unterberg war verrückt wie eh und je, und Unnerbei verstand allmählich, worauf er hinaus wollte, warum er sich weigerte, alles andere liegen zu lassen und sich der Atomkraft zu widmen. »Du glaubst wirklich, dass diese Schule die Genies hervorbringen wird, die wir beim Landeskommando brauchen?«

»Man würde sie sowieso finden — und ich glaube, wir machen aus dem, was wir finden, das Beste. Ich hatte in meinem Leben niemals mehr Spaß. Aber man muss flexibel sein, Hrunk. Das Wesentliche an wirklicher Kreativität ist eine gewisse Verspieltheit, von einer Idee zur anderen zu huschen, ohne sich von festgelegten Forderungen fesseln zu lassen. Natürlich bekommt man nicht immer das, was man wollte. Von diesem Zeitalter an glaube ich, dass Erfindung die Mutter der Notwendigkeit sein wird — und nicht umgekehrt.«

Scherkaner Unterberg hatte gut reden. Er brauchte die Wissenschaft nicht in technische Realität umzusetzen.

Unterberg war bei einem leeren Klassenzimmer stehengeblieben; er warf einen Blick hinein auf die Wandtafeln. Wieder so ein Kauderwelsch. »Erinnerst du dich an die Zahnrad-Nocken-Geräte, die das Landeskommando im Großen Krieg benutzt hat, um Ballistiktabellen auszurechnen? Wir machen derlei jetzt mit Vakuumröhren und Magnetkernen. Das geht eine Million Mal schneller als mit den Zahnrädern, und wir können die Zahlen als Zeichenketten eingeben statt als Einstellungen auf Vernierskalen. Deinen Physikern wird es gefallen.« Er kicherte. »Du wirst schon sehen, Hrunk. Abgesehen davon, dass unsere Sponsoren das Erstpatent auf die Erfindungen bekommen, werden du und Viktoria mehr als genug bekommen, um rundum zufrieden zu sein…«

Sie gingen weiter die lange Spiraltreppe hinan. Schließlich führte sie zu einem Atrium nahe an der Hügelkuppe. Es gab rings um Weißenberg höhere Hügel, doch die Aussicht von hier aus war bemerkenswert genug, sogar bei kühlem Nieselregen. Unnerbei sah eine dreimotorige Maschine beim Flughafen landen. Streifen von jüngst erschlossenem Land auf der anderen Seite des Tals hatten die Farben von nassem Granit und frisch gelegtem Asphalt. Unnerbei kannte das Unternehmen, das diese Arbeit machte. Sie vertrauten den Gerüchten, dass Energie zur Verfügung stehen würde, um weit ins nächste Dunkel hinein zu leben. Wie würde Weißenberg aussehen, wenn dem so wäre? Eine Stadt unter den Sternen und Hochvakuum, doch nicht im Schlaf, mit leeren Tiefen. Die größten Risiken würden spät in den Jahren des Schwindens auftreten, wenn sich die Leute entscheiden mussten, ob sie Vorräte für ein traditionelles Dunkel anlegen oder auf das setzen sollten, was Hrunkner Unnerbeis Ingenieure für machbar hielten. Seine Albträume drehten sich nicht ums Versagen, sondern um einen unvollkommenen Erfolg.

»Papa, Papa!« Zwei Fünfjährige schossen hinter ihnen ins Blickfeld. Ihnen folgten noch zwei Kupplinge, doch diese beiden sahen fast groß genug aus, um zur rechten Zeit geboren zu sein. Gut zehn Jahre lang hatte Hrunkner Unnerbei sein Möglichstes getan, um über die Perversionen seiner Chefin hinwegzusehen: General Viktoria Schmid war der beste Geheimdienstchef, den er sich vorstellen konnte, wahrscheinlich sogar besser als Streb Grüntal. Ihre privaten Gewohnheiten sollten keine Rolle spielen. Es hatte ihn jedenfalls nie gekümmert, dass sie selbst zur Unzeit geboren war — das konnte niemand selbst bestimmen. Doch dass sie zu Beginn einer Neuen Sonne eine Familie gründete, dass sie ihre eigenen Kinder verdammen würde, wie sie selbst verdammt war… Und sie haben nicht einmal dasselbe Alter. Die beiden Babies waren von Unterbergs Rücken gesprungen. Sie krabbelten durch das Gras und die Beine ihrer beiden ältesten Geschwister hoch. Fast sah es so als, als hätten Schmid und Unterberg es darauf angelegt, sich gesellschaftlich unmöglich zu machen. Dieser Besuch, den er so lange vermieden hatte, erwies sich als ebenso schlimm, wie er gefürchtet hatte.

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