Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Космическая фантастика » Ein Feuer auf der Tiefe [A Fire upon the Deep - de]
Ein Feuer auf der Tiefe [A Fire upon the Deep - de] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Ein Feuer auf der Tiefe [A Fire upon the Deep - de]

Электронная книга - «Ein Feuer auf der Tiefe [A Fire upon the Deep - de]». Краткое содержание книги:

In ferner Zukunft hat sich die Menschheit weit über das Sonnensystem hinaus ausgebreitet. Doch noch immer ist es nicht möglich, die Lichtgeschwindigkeit zu überschreiten und so die gewaltigen Entfernungen zwischen den Planeten zusammenschrumpfen zu lassen. Da macht eine Gruppe von Wissenschaftlern eine atemberaubende Entdeckung: Offensichtlich ist die Galaxis in Zonen unterteilt, in denen ganz unterschiedliche physikalische Bedingungen herrschen — vom Galaxiskern, den »Gedankenleeren Tiefen«, in denen nur primitives biologisches Leben existiert, über die »Langsame Zone«, in der sich die Menschen befinden und die Lichtgeschwindigkeit eine unüberwindliche Grenze ist, bis zum »Jenseits«, wo sich Wesen entwickelt haben, deren Macht unser Vorstellungsvermögen weit übersteigt. Was geschieht, wenn wir versuchen, mit diesen Wesen Kontakt aufzunehmen? Als ein Raumschiff aufgebracht wird, das Tausende von Jahren durch die Leere des Weltalls gestürzt ist, beginnt das größte Abenteuer unserer Zivilisation…
›Ein Feuer auf der Tiefe‹ wurde mit dem Hugo Gernsback Award als bester Roman des Jahres ausgezeichnet.
1 ... 68 69 70 71 72 73 74 75 76 ... 177
Перейти на страницу:

Grünmuschel raschelte mit ihren Wedeln auf eine Weise, die Ravna für Verwunderung hielt.

Sie schaute über das Deck und hob ein wenig die Stimme. He du, du müsstest dafür der Fachmann sein! »Ihr Skrodfahrer bemerkt es vielleicht nicht, aber das ist ein Problem, das in der Langsamen Zone millionenfach vorgekommen ist: Zivilisationen sind durch Reisezeiten von Jahren, von Jahrhunderten getrennt. Sie fallen in dunkle Zeitalter zurück. Sie werden genauso primitiv wie diese Rudelwesen, die ›Klauen‹ . Dann bekommen sie Besuch von außerhalb. Binnen kurzer Zeit verfügen sie wieder über Technik.« Phams Kopf wandte sich nicht um; er schaute einfach weiter hinaus in die Sternenweiten.

Die Skrodfahrer rasselten einander etwas zu, dann:

»Aber was nützt uns das? Dauert es nicht Dutzende von Jahren, um eine Zivilisation wiederaufzubauen?«

»Und außerdem ist das auf der Klauenwelt nicht wiederaufzubauen. Dem Kind zufolge ist es eine Welt ohne Vorgänger. Wie lange dauert es, eine neue Zivilisation von den Anfängen an zu errichten?«

Ravna wischte die Einwände mit einer Handbewegung weg. Haltet mich nicht auf, ich bin in Fahrt. »Darum geht es nicht. Wir haben bereits Verbindung mit ihnen. Wir haben eine gute allgemeine Bibliothek an Bord. Ursprüngliche Erfinder wissen nicht, wohin der Weg führt; sie tappen im Dunkeln. Sogar die Archäologieingenieure auf der Nyjora mussten viel neu erfinden. Wir aber wissen alles über den Bau von Flugzeugen und dergleichen; wir kennen Hunderte von Wegen, um dorthin zu gelangen.« Nun, da sie sich der Notwendigkeit gegenübersah, war Ravna auf einmal gewiss, dass sie es schaffen würden. »Wir können alle Entwicklungswege studieren, die Sackgassen ausschließen. Mehr noch, wir können den schnellsten Weg vom Mittelalter zu bestimmten Erfindungen feststellen, zu Dingen, die mit jeglichen Barbaren fertig werden, die Jefris Freunde angreifen mögen.«

Ravnas Rede trudelte aus. Grinsend starrte sie erst Blaustiel an, dann Grünmuschel. Aber ein schweigender Skrodfahrer ist einer der gelassensten Zuhörer im Weltall. Es war sogar schwer zu sagen, ob sie sie überhaupt anschauten. Nach einer Weile sagte Grünmuscheclass="underline" »Ja, ich verstehe. Und so oft, wie Wiederentdeckungen in der Langsamen Zone vorkommen, kann das meiste davon schon in der Schiffsbibliothek ausgearbeitet vorliegen.«

Da geschah es: Pham wandte sich vom Fenster ab. Er blickte übers Deck zu Ravna und den Fahrern. Zum ersten Mal seit Relais sprach er. Mehr noch, seine Worte waren kein Unsinn, obwohl sie einen Moment brauchte, um ihn zu verstehen. »Kanonen und Radios«, sagte er.

»Ah… ja.« Sie erwiderte seinen Blick. Irgendwie bewirken, dass er mehr sagt. »Warum gerade das?«

Pham Nuwen zuckte die Achseln. »Auf Canberra hat es funktioniert.«

Dann begann der verdammte Blaustiel zu reden, etwas über eine Suche in der Bibliothek. Pham starrte sie alle einen Augenblick lang an, das Gesicht ausdruckslos. Dann wandte er sich wieder den Sternen zu, und der Augenblick war verloren.

ZWEIUNDZWANZIG

»Pham?« Er hörte Ravnas Stimme direkt hinter sich. Sie war auf der Brücke geblieben, nachdem die Skrodfahrer gegangen waren, um sich irgendwelchen bedeutungslosen Vorbereitungen zu widmen, die sie vereinbart hatten. Er antwortete nicht, und nach einer Weile schwebte sie um ihn herum und verdeckte seinen Blick auf die Sterne. Fast automatisch fixierte sein Blick ihr Gesicht.

»Danke, dass du zu uns gesprochen hast… Wir brauchen dich mehr denn je.«

Er sah immer noch eine Menge Sterne. Sie standen rings um sie und bewegten sich langsam. Ravna reckte den Kopf vor, wie sie es zu tun pflegte, wenn sie freundliche Verwunderung ausdrücken wollte. »Wir können helfen…«

Er antwortete nicht. Was hatte ihn eigentlich eben noch zum Sprechen gebracht? Dann sagte er: »Niemand kann den Toten helfen«, auf unbestimmte Weise selbst erstaunt, dass er sprach. Wie die Fokussierung der Augen musste das Sprechen ein Reflex sein.

»Du bist nicht tot. Du bist so lebendig wie ich.«

Dann torkelten Worte aus ihm hervor, mehr als an allen Tagen seit Relais. »Stimmt. Die Illusion des eigenen Bewusstseins. Glückliche Automaten, gesteuert von simplen Programmen. Ich wette, du errätst es nie. Wie solltest du auch von innen her. Von außen, aus der Sicht des ALTEN…« Er wandte den Blick ab, von einem doppelten Seheindruck benommen.

Ravna trieb noch näher heran, bis sich ihr Gesicht nur noch Zentimeter von seinem entfernt befand. Sie schwebte frei, ausgenommen einen am Boden verankerten Fuß. »Lieber Pham, du irrst dich. Du bist am Grunde gewesen und an der Obergrenze, doch niemals dazwischen… ›Die Illusion des eigenen Bewusstseins‹ ? Das ist ein alter Hut für jede praktische Philosophie im Jenseits. Es hat ein paar schöne Konsequenzen und ein paar furchterregende.

Du kennst weiter nichts als die furchterregenden. Bedenke: Die Illusion muss genauso auch für die MÄCHTE gelten.«

»Nein. Er konnte Vorrichtungen wie dich und mich herstellen.«

»Tot zu sein, ist auch eine Wahlmöglichkeit, Pham.« Sie streckte die Hand aus, um ihm über Schulter und Arm abwärts zu streichen. Er erlebte einen Perspektivwechsel, wie er für Schwerelosigkeit typisch ist: ›Unten‹ schien zur Seite zu rotieren, und er schaute zu ihr empor. Mit einem Mal wurde er sich seines verfilzten Bartes bewusst, seiner überall umherschwebenden wirren Haare. Er schaute zu Ravna empor, und ihm fiel alles ein, was er über sie gedacht hatte. Auf Relais war sie ihm klug erschienen, vielleicht nicht klüger als er, aber so klug wie die meisten Konkurrenten von der Dschöng Ho. Doch da waren andere Erinnerungen — wie der ALTE sie gesehen hatte. Wie üblich waren Seine Erinnerungen überwältigend. Wie üblich waren sie größtenteils unverständlich. Sogar Seine Gefühle waren schwer zu deuten. Aber… Er hatte an Ravna ein wenig wie… an einen Lieblingshund gedacht. Der ALTE durchschaute sie völlig. Ravna Bergsndot neigte ein bisschen dazu, andere zu manipulieren; Er war darüber erfreut/amüsiert (?) gewesen. Doch hinter ihren Worten und Argumenten hatte Er mehr gesehen, einen Gutteil… ›Güte‹ war vielleicht das Menschenwort. Der ALTE war ihr wohlgesonnen gewesen. Zum Schluss hatte Er sogar versucht, ihr zu helfen. Eine Erkenntnis huschte an ihm vorüber, zu schnell, als dass er sie festhalten konnte. Ravna sprach wieder.

»Was dir zugestoßen ist, ist schrecklich genug, Pham, aber du bist nicht der Erste. Ich habe von solchen Fällen gelesen. Selbst die MÄCHTE sind nicht unsterblich. Manchmal kämpfen sie untereinander, und jemand wird getötet. Manchmal begeht eine Selbstmord. Es gibt ein Sternensystem, in der Erzählung wird es Der Götter Verhängnis genannt: Vor einer Million Jahren lag es im Transzens. Und es wurde von einer Gruppe von MÄCHTEN besucht. Dann gab es eine Zonen-Flutwelle. Plötzlich lag das System zwanzig Lichtjahre tief im Jenseits. Das ist die größte Flutwelle, über die es zuverlässige Nachricht gibt. Die MÄCHTE bei Der Götter Verhängnis hatten keine Chance. Sie starben alle, manche endeten in Schutt und Asche, andere auf dem Niveau gewöhnlicher menschlicher Intelligenzen.«

»Was… was ist aus Letzteren geworden?«

Sie zögerte, nahm seine Hände zwischen ihre. »Du kannst in der Bibliothek nachsehen. Wichtig ist, dass es vorkommt. Für die Opfer bedeutet es das Ende der Welt. Aber aus unserer Sicht, der Sicht der Menschen… Nun, der Mensch Pham Nuwen hat Glück gehabt; Grünmuschel sagt, der Ausfall der Verbindungsapparatur zum ALTEN hat keinen umfangreichen organischen Schaden angerichtet. Es mag vielleicht feinere Schäden geben; manchmal zerstören sich die Überbleibsel einfach, egal, was übrig geblieben ist.«

1 ... 68 69 70 71 72 73 74 75 76 ... 177
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)