Blutmusik [Blood Music - de]
- Автор: Бир Грег
- Год: 1988
- Язык: немецкий
- Год: Wilhelm Heyne Verlag
- ISBN: 3-4563-01014-0
- Переводчик: Walter Brumm
- Жанр: Научная фантастика
Электронная книга - «Blutmusik [Blood Music - de]». Краткое содержание книги:
Der Durchbruch gelingt ihm: es ergeben sich intelligente Lymphozyten. Als das Management von seinen gefährlichen Experimenten erfährt, die Unterlagen beschlagnahmt und ihn zwingt, die gezüchteten Kulturen zu vernichten, und ihn feuert, injiziert er sich eine von ihnen in die Blutbahn. Ein paar Tage später ist er kein Mensch mehr, sondern eine überaus produktiv und fehlerfrei arbeitende biologische Struktur, die sich alles einverleibt, mit dem sie in Berührung kommt.
Die Evolution nimmt eine neue Wendung: optimal für das Leben — aber für die Menschheit das nackte Grauen.
»Nichts ignorieren«, sagte Gogarty. »Das ist mein Motto.«
»Was sagt der Brief jetzt? Lesen Sie vor!«
Gogarty entfaltete das Blatt und schrieb die Botschaft sorgsam mit. »Ziemlich unverändert«, sagte er, nachdem er verglichen hatte. »Moment — ein Wort ist hinzugefügt ›große Veränderungen bald‹.«
Sie unternahmen einen Spaziergang in dem von flüchtigen Wolkenschatten unterbrochenen Sonnenschein. Ihre Stiefel knirschten im Schnee, komprimierten ihn zu Eis. Die Luft war bitterkalt, aber der Wind hatte nachgelassen. »Besteht Hoffnung, daß alles wieder ins Lot kommen und zum Normalzustand zurückkehren wird?« fragte Paulsen-Fuchs.
»Wer kann es sagen? Ich würde die Frage bejahen, wenn wir es nur mit den Kräften der Natur zu tun hätten. Aber Bernards Botschaften sind nicht sehr ermutigend, nicht wahr?«
Sie gingen weiter, bis Gogarty stehenblieb, dampfenden Atem von sich blies und plötzlich sagte: »Ich bin unwissend. Wie erfrischend, das zu sagen: Unwissend. Ich bin unbekannten Kräften ebenso ausgesetzt wie dieser Baum.« Er wies zu einer gekrümmten und knorrigen alten Fichte auf einem Felsen über dem Strand. »Von nun an können wir nur abwarten.«
»Dann luden Sie mich nicht hierher ein, damit wir nach Lösungen suchen können.«
»Nein, selbstverständlich nicht.« Gogarty trat versuchsweise auf eine gefrorene Pfütze. Das Eis zerbrach, aber darunter war kein Wasser. »Es schien einfach so, daß Bernard uns hier haben wollte, oder zumindest beisammen.«
»Ich kam mit der Hoffnung auf Antworten.«
»Tut mir leid.«
»Nein, das stimmt nicht ganz. Ich kam auch hierher, weil ich in Deutschland gegenwärtig nichts zu tun habe. Auch anderswo nicht. Ich bin ein Unternehmer ohne Firma, ohne Arbeit. Zum ersten Mal seit Jahren bin ich frei, Risiken einzugehen.«
»Und Ihre Familie?«
»Wie Bernard, habe auch ich mit den Jahren verschiedene Familien abgelegt. Haben Sie eine?«
Gogarty bejahte. »Letztes Jahr waren sie in Vermont, wo sie meine Schwiegereltern besuchten.«
»Verzeihen Sie meine Frage«, sagte Paulsen-Fuchs.
Als sie zum Haus zurückgekehrt waren, im Kamin ein frisches Feuer entfacht hatten und mehr Tassen heißen Kaffees tranken, hatte Bernards Botschaft den folgenden Wortlaut:
Lieber Sean, lieber Heinz — Letzte Botschaft. Geduld. Wie viele Handschläge sind Sie von jemandem entfernt, der jetzt fort ist? Einen Handschlag. Nichts ist verloren. Dies ist der letzte Tag.