Blutmusik [Blood Music - de]
- Автор: Бир Грег
- Год: 1988
- Язык: немецкий
- Год: Wilhelm Heyne Verlag
- ISBN: 3-4563-01014-0
- Переводчик: Walter Brumm
- Жанр: Научная фантастика
Электронная книга - «Blutmusik [Blood Music - de]». Краткое содержание книги:
Der Durchbruch gelingt ihm: es ergeben sich intelligente Lymphozyten. Als das Management von seinen gefährlichen Experimenten erfährt, die Unterlagen beschlagnahmt und ihn zwingt, die gezüchteten Kulturen zu vernichten, und ihn feuert, injiziert er sich eine von ihnen in die Blutbahn. Ein paar Tage später ist er kein Mensch mehr, sondern eine überaus produktiv und fehlerfrei arbeitende biologische Struktur, die sich alles einverleibt, mit dem sie in Berührung kommt.
Die Evolution nimmt eine neue Wendung: optimal für das Leben — aber für die Menschheit das nackte Grauen.
»Kleiner als sie selbst.«
»Um einen noch größeren Faktor kleiner als unsere Größe verglichen mit einer Galaxis.«
»Sie sprechen von Quantenlängen?« Paulsen-Fuchs wußte nicht viel von diesen Dingen, doch war er auch nicht völlig ahnungslos.
Gogarty nickte. »Nun ergibt es sich, daß das sehr Kleine meine Spezialität ist. Darum wurde ich gebeten, an dieser Noozyten-Untersuchung teilzunehmen. Der größte Teil meiner Forschungsarbeit beschäftigt sich mit Leptonen und den hypothetischen Rishonen, und ich glaube, wir können unser Augenmerk auf die Submikroskala richten, wenn wir entdecken wollen, wohin die Noozyten gingen, und warum.«
»Haben Sie eine Vermutung, warum?« fragte Paulsen-Fuchs.
Gogarty zog einen Stoß von Papieren über den Tisch, die mit handgeschriebenen Texten und Gleichungen bedeckt waren. »Information kann noch kompakter gespeichert werden als im molekularen Gedächtnis. Es kann in der Struktur der Raumzeit gespeichert werden. Was ist Materie schließlich anderes als eine stehende Welle von Information in Vakuum? Die Noozyten haben dies unzweifelhaft entdeckt und damit gearbeitet — Haben Sie von Los Angeles gehört?«
»Nein. Was ist damit?«
»Noch ehe die Noozyten verschwanden, verschwanden Los Angeles und die Küstenstädte weiter südlich bis Tijuana. Oder, besser gesagt, sie wurden etwas anderes. Ein großes Experiment, vielleicht. Eine Kostümprobe dafür, was jetzt geschieht.«
Paulsen-Fuchs nickte, ohne wirklich zu verstehen, und lehnte sich mit seiner Teetasse zurück. »Es war schwierig, hierher zu kommen«, sagte er. »Schwieriger noch, als ich erwartete.«
»Die Regeln haben sich geändert.«
»Darin scheint allgemeine Übereinstimmung zu bestehen. Aber warum, und in welcher Weise?«
»Sie sehen müde aus«, sagte Gogarty. »Ich schlage vor, daß wir uns einfach entspannen, der Wärme erfreuen und unseren Verstand über das wiederholte Lesen des Briefes hinaus nicht strapazieren.«
Paulsen-Fuchs nickte wieder, dann lehnte er den Kopf zurück und schloß die Augen. »Ja«, murmelte er. »Viel schwieriger als ich dachte.«
Zur Stunde des Sonnenaufgangs hatte der Schneefall aufgehört. Das Tageslicht verwandelte die Felder und Ufer in harmloses Weiß. Die düsteren Schneewolken waren abgezogen und ihnen folgten harmlos aussehende graue Wattebäusche, die mit dem Westwind einhertrieben. Paulsen-Fuchs erwachte zum Duft von Toast und frischem Kaffee. Er stützte sich auf die Ellbogen und rieb sich das zerzauste Haar. Die Couch, auf der er genächtigt hatte, war ein angenehmes Lager gewesen; er fühlte sich ausgeruht und erfrischt, wenn auch noch unsauber von der langen Reise.
»Wie wäre es mit heißem Wasser für eine Dusche?« fragte Gogarty.
»Wundervoll.«
»Im Duschbad ist es ein bißchen kalt, aber ziehen Sie diese Badeschuhe an, bleiben Sie auf den Holzlatten, und es sollte nicht allzu schlimm sein.«
Sehr viel munterer und wacher — im Duschraum war es unmenschlich kalt gewesen —, setzte sich Paulsen-Fuchs an den Frühstückstisch. »Ihre Gastfreundschaft ist bemerkenswert«, sagte er, als er Toast mit Butter und Marmelade kaute. »Ich fühle mich sehr schuldig an der Art und Weise, wie Sie in Deutschland behandelt wurden.«
Gogarty schürzte die Lippen und winkte ab. »Denken Sie sich nichts dabei! Alle standen unter Streß, was verständlich ist.«
»Was sagt der Brief heute morgen?«
»Lesen Sie selbst!«
Paulsen-Fuchs entfaltete das blendend weiße Blatt und fuhr mit dem Zeigefinger die sauber geschriebenen Buchstaben und Wörter entlang.
Lieber Heinz, lieber Sean. Sean hat die Antwort. Dehnung der Theorie, zu intensive Beobachtung. Schwarzes Loch der Gedanken. Wie er sagte. Theorie paßt, Universum ist geformt. Nicht anders herum. Zu viel Theorie, zu wenig Flexibilität. Mehr steht bevor. Große Veränderungen.