Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Jaina Prachtmeer: Gezeiten des Krieges
Jaina Prachtmeer: Gezeiten des Krieges - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Jaina Prachtmeer: Gezeiten des Krieges

Электронная книга - «Jaina Prachtmeer: Gezeiten des Krieges». Краткое содержание книги:

Die Asche des Weltenbebens ruht über den so unterschiedlichen Königreichen Azeroths. Während sich die geschundene Welt langsam von den Folgen der gewaltigen Katastrophe erholt, setzt die berühmte Zauberhexerin Lady Jaina Prachtmeer alles daran, die Beziehung zwischen Allianz und Horde wieder zu verbessern. Denn unlängst haben wachsende Spannungen die beiden Fraktionen an den Rand eines neuen Krieges geführt, der den letzten Rest an Stabilität zu zerstören droht in der … WORLD OF WARCRAFT®
Düstere Nachrichten erreichen Jainas geliebtes Städtchen Theramore. Eines der mächtigsten Artefakte des Blauen Drachenschwarms – die Fokussierende Iris – wurde gestohlen. Um die mysteriösen Umstände der Tat zu klären, entschließt sich Jaina zu einem ungewöhnlichen Bündnis mit dem ehemaligen Blauen Drachenaspekt Kalecgos. Gemeinsam wollen die beiden ruhmreichen Helden dem dreisten Diebstahl auf den Grund gehen. Doch es droht bereits weiteres Unheil am Horizont.
Garrosh Höllschrei versammelt die Armeen der Horde zu einer Invasion Theramores. Ungeachtet steigender Unzufriedenheit in den eigenen Reihen, strebt der skrupellose Kriegshäuptling eine neue Ära der Herrschaft der Horde an. Seine unstillbare Gier nach Macht, lässt ihn dabei zu den brutalsten Mitteln greifen, um jene mundtot zu machen, die es wagen könnten, seine Position als Anführer in Frage zu stellen.
Allianztruppen sammeln sich in Theramore um den Angriff der Horde abzuwehren. Doch sie rechnen nicht mit dem tatsächlichen Ausmaß der verschlagenen und heimtückischen Strategie des Kriegshäuptlings. Garroshs Angriff wird Jaina unwiderruflich verändern und die Friedenshüterin in eine chaotische, alles verschlingende Macht verwandeln – auch bekannt als: Gezeiten des Krieges.
1 ... 62 63 64 65 66 67 68 69 70 ... 100
Перейти на страницу:

Jaina starrte ihn an, während sich ihr der Magen umdrehte. Falls die Explosion schon so viele sichtbare Veränderungen bewirkt hatte, was mochten dann erst die unsichtbaren Konsequenzen sein? Einen Moment lang presste sie die Hand über ihr Herz, als könnte sie den verzehrenden Schmerz auf diese Weise von dort verdrängen.

Kalec fuhr fort: „Ich weiß, Ihr wollt etwas unternehmen, Euren Leuten helfen. Aber es ist niemand mehr übrig, Jaina. Ihr würdet Euch selbst nur noch größerer Gefahr aussetzen. Es gibt andere Dinge, die wir tun können. Später, wenn es sicherer ist, werden wir gemeinsam zurückkehren und …“

„Es gibt kein wir, Kalec“, unterbrach sie ihn verbittert. Der Schmerz, der sein hübsches Gesicht bei diesen Worten verzerrte, ließ ihre eigenen Qualen nur noch unerträglicher werden, aber nun begrüßte sie den Schmerz. Sie wollte leiden, denn nur ihr Leid konnte das Gefühl erträglicher machen, dass sie jetzt allein war. Von all den Seelen, die in Theramore gewesen waren, um ihr zu helfen, hatte nur sie überlebt. Auf eine harte, brutale Weise fühlte sich der Schmerz in dieser Situation gut an, reinigend. „Es gibt nur mich – und meine Entscheidungen – und meine Verantwortung für die Leichen dort drüben. Ich werde nachsehen, ob ich vielleicht noch irgendetwas tun kann. Falls ich dadurch auch nur ein einziges Leben rette, ist es das Risiko wert. Und ich werde allein gehen. Ich war schon immer eine Einzelgängerin. Also folgt mir nicht!“

Rasch sprach sie einen Teleportationszauber. Hinter sich hörte sie noch, wie er ihren Namen rief. Aber sie weigerte sich, ihre Tränen zu vergießen.

Sie schmerzten sie mehr, wenn sie in ihrem Inneren gefangen blieben.

Jaina hatte geglaubt, dass sie auf das vorbereitet wäre, was sie zu sehen bekäme. Doch das war ein Irrtum gewesen. Nichts konnte einen gesunden Geist auf das vorbereiten, was die Manabombe in Theramore angerichtet hatte.

Das Erste, was ihr auffiel, war der Turm – oder besser, die Stelle, wo er einst gestanden hatte. Fort war das wunderschöne weiße Steinbauwerk, in dem sich ihre umfassende Bibliothek und ihr gemütlicher Salon befunden hatten. An seiner Stelle befand sich nur noch ein rauchender Krater, der auf grausige Weise der Vertiefung im Vorgebirge des Hügellandes ähnelte. Doch es gab einen Unterschied: Jener Krater war entstanden, als eine Stadt vor dem Krieg floh, dieser hingegen war das Ergebnis von Rhonins verzweifeltem Versuch, eine Katastrophe abzuwenden. Ein Versuch, der ihn das Leben gekostet hatte.

Sie war von Tod umgeben, er überflutete sie förmlich, und sie drohte davon überwältigt zu werden. In den Reihen zertrümmerter Häuser, von denen keines mehr unversehrt geblieben war, sah sie den Tod. Im Durcheinander des Himmels, der von Anomalien zerrissen war: Tod. Tod auch im Boden, den sie unter ihren Füßen spürte. Doch am deutlichsten war der Tod in den Leichen, die ringsherum um sie lagen, wo immer sie gefallen waren.

Heiler, verkrümmt, die Verwundeten noch immer in ihren Armen. Reiter und Pferde, im Tod ebenso eng miteinander verbunden wie im Leben. Soldaten, die keine Gelegenheit gehabt hatten, ihre Schwerter zu zücken, so schnell und unausweichlich war der Angriff gekommen. Die Luft knisterte, knackte und summte und ließ ihr weißes Haar sich aufstellen, als sie wie ein Traumwandler dahinschritt und sich vorsichtig zwischen den Ruinen ihres Lebens hindurchmanövrierte.

Mit einem seltsamen Gefühl der Teilnahmslosigkeit betrachtete sie die Dinge, die die Manabombe wie willkürlich umhergewirbelt hatte. Da drüben lag ein Kamm, dort hinten eine abgetrennte Hand. Am Rande des Kraters flatterten die Seiten eines Buches. Eine der Seiten war durch die Wirkung der Bombe zu Staub zerrieselt, als Jaina die Hand danach ausstreckte. In der Nähe der Waffenkammer lag ein Soldat in einer Lache roten Blutes … drei Schritte weiter hing ein zweiter Toter auf Augenhöhe, und aus einem Riss in seiner Rüstung schwebten kleine Blasen einer violetten Flüssigkeit nach oben.

Als ihr Fuß auf etwa Weiches trat, sprang sie unwillkürlich zurück und blickte nach unten. Es war eine Ratte, deren Körper in einem lila Leuchten aufglühte, in ihrem Maul hing noch immer ein Stück ganz gewöhnlichen Käses. Kalecs Warnung, dass niemand die Explosion hätte überleben können, hallte in ihrem Kopf wider. Noch nicht einmal die Ratten, so schien es, waren in der Lage gewesen, sich zu retten …

Jaina schüttelte den Kopf. Nein. Nein, irgendjemand musste doch überlebt haben … es war völlig unmöglich, dass schlichtweg alles und jeder vernichtet worden war. Mit grimmiger Entschlossenheit ging sie weiter und durchsuchte die Trümmer, wo es nur möglich war. Dabei hielt sie immer wieder inne und lauschte, in der Hoffnung, eine Stimme zu hören, die über das Knistern und Summen des zerfetzten Himmels hinweg um Hilfe schrie. Nach einer Weile entdeckte sie die Leidende; sie war über dem Körper des Orcs zusammengebrochen, den sie noch im Augenblick des Todes erschlagen hatte. Jaina kniete sich neben die Kriegerin und strich ihr langes dunkelblaues Haar zurück, doch dann zerbrachen die Haare wie gesponnenes Glas. Jaina keuchte. Die Leidende hatte den Tod mit dem Schwert in der Hand gefunden, mit dem vertrauten, entschlossenen Ausdruck auf ihrem Gesicht. Sie war so gestorben, wie sie gelebt hatte, bei der Verteidigung von Jaina und Thermore.

Der Schmerz, bislang durch das Grauen betäubt, regte sich wieder in ihr, kribbelnd wie ein eingeschlafenes Bein, doch Jaina zwang ihn nieder und ging weiter. Dort lag der liebgewonnene Aubrey, daneben fand sie Marcus Jonathan, Tiras’alan und die beiden Zwerge. Auf einem der eingestürzten Dächer entdeckte sie den verkrümmten Körper von Leutnant Aden, dessen glänzende Rüstung durch die Explosion violett verfärbt war.

Plötzlich war Jainas Kopf wieder klar, ihre Gedanken schienen ihr vernünftig.

Du solltest aufhören. Kalec hatte recht. Verschwinde von hier, Jaina! Du hast genug gesehen, um sicher sein zu können, dass niemand überlebt hat. Geh! Jetzt gleich. Bevor du zu viel siehst.

Doch sie konnte nicht. Sie hatte die Leidende gefunden, also musste sie die anderen auch noch finden. Tervosh, der schon so lange ihr Freund war – wo konnte er sein? Und wo war Byron, die Wache, und Allen, der Priester, und Janene, die Gastwirtin, die darauf bestanden hatte, in der Stadt zu bleiben? Wo waren sie? Wo waren –

Der Leichnam erweckte zunächst ihre Aufmerksamkeit, weil er aussah wie ein Kind. Doch sie hatten alle Kinder in Sicherheit gebracht! Wer …

Da wurde es ihr klar.

Einen Moment lang stand sie reglos, kaum in der Lage zu atmen, unfähig, den Blick abzuwenden, auch wenn sie nichts lieber getan hätte. Anschließend bewegten sich ihre Füße mit langsamen, abgehackten Schritten auf die Tote zu, beinahe ohne Jainas Zutun, wie es schien.

Kinndy lag mit dem Gesicht nach unten in einer Pfütze ihres eigenen Blutes. Das Karmesinrot hatte ihr rosafarbenes Haar befleckt und ihm seinen Glanz genommen. Jaina erkannte, dass sie das Gnomenmädchen am liebsten in eine Wanne heißen Wassers gesetzt hätte, damit es sich waschen konnte, und dann wollte sie ihm frische Kleider bringen und …

Sie fiel auf die Knie und legte dem Mädchen eine Hand auf die Schulter, um es auf den Rücken zu drehen. Da zerfiel Kinndys Körper zu violett schimmerndem Staub.

Jaina schrie.

Sie schrie voll unbeschreiblichen Grauens, während sie wie wild mit den Armen wedelte, um den kristallinen Staub einzufangen, der alles war, was ihr noch von ihrer schlauen, lebhaften jungen Schülerin blieb. Sie schrie ihren Verlust hinaus, ihre Trauer, ihre Schuldgefühle und immer und immer stärker auch ihren Hass.

Den Hass auf die Horde. Auf Garrosh Höllschrei, auf diejenigen, die ihm folgten. Hass auch auf Baine Bluthuf, der sie zwar gewarnt, es aber dennoch zugelassen hatte, dass diese Grausamkeit ihren Lauf nahm. Der vielleicht sogar gewusst hatte, dass dies hier geschehen werde. Ihr Schrei verwandelte sich in ein tiefes, heiseres Schluchzen, das ihr den Hals zu zerreißen schien. Noch immer schaufelte sie den violetten Sand vom Boden, um Kinndy festzuhalten. Und als der Staub hartnäckig durch ihre Finger rann, wurde das Schluchzen noch verzweifelter.

1 ... 62 63 64 65 66 67 68 69 70 ... 100
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)