Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
Der Splitter im Auge Gottes - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Der Splitter im Auge Gottes

Электронная книга - «Der Splitter im Auge Gottes». Краткое содержание книги:

In ferner Zukunft: Die menschliche Rasse hat einen Teil der Galaxis besiedelt, hat Großreiche gegründet, die wieder zerfielen, hat Bürgerkriege ausgefochten und neue Imperien aufgebaut, ist in interstellares Neuland vorgedrungen — auf eine andere intelligente Rasse ist sie nie gestoßen. Da naht aus dem Bereich des Kohlensack-Nebels, aus einem System, dessen Zentralgestirn Splitter im Auge Gottes genannt wird, ein rätselhaftes Flugobjekt — eine Sonde, die von einem Lichtsegel angetrieben wird. Ein Schiff der Raumflotte fängt das Objekt ab, bevor es in eine Sonne stürzt. Das seltsame Lebewesen, das sich an Bord befindet, kommt bei dem riskanten Bergungsmanöver ums Leben. Es war der Abgesandte einer völlig andersartigen, offensichtlich uralten und technologisch hochentwickelten Rasse. Hatte er die Möglichkeit, vor seinem Tod eine Botschaft an seine Heimatwelt abzusetzen? Hat er die Begegnung mit den Menschen als Angriff auf sich und sein Schiff interpretiert? Es gibt nur eine Möglichkeit, der potentiellen Gefahr zu begegnen und guten Willen zu beweisen: das Heimatsystem der Fremden aufzusuchen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.
Der Splitter ist ein Werk über die Begegnung von Menschen mit einer anderen hochentwickelten Spezies. Niven und Pournelle haben dafür ein schlüssiges Universum generiert und sich weitgehend an die Erkenntnisse der Physik und Astronomie gehalten.
1 ... 47 48 49 50 51 52 53 54 55 ... 174
Перейти на страницу:

Sie arbeiteten sich aufs Geratewohl voran. Endlich erreichten sie den Zentralraum: ein riesiger Saal, und ebenso gewaltig war die Maschine, die ihn fast ausfüllte. Kabel, die vielleicht Supraleiter waren, gingen davon aus, was Staley zu der Ansicht brachte, dass dies das Kraftwerk des Asteroiden gewesen sein musste. Die Messgeräte zeigten jedoch keinerlei Strahlung an.

Sie zwängten sich durch enge Durchgänge zwischen unverständlichen Steinkonstruktionen und fanden schließlich eine große Metallkiste.

»Schneiden Sie das auf«, befahl Staley.

Lafferty betätigte seinen Schneidlaser. Die anderen schauten zu, wie der schmale grüne Strahl über die silbrige Fläche strich und ihr nichts anhaben konnte. Staley fragte sich verwundert, wo all die Energie hinkam. Ob die Kiste sie irgendwie schluckte? Als er durch den Helm Wärmestrahlung in seinem Gesicht spürte, hatte er die Lösung.

Er maß die Temperatur mit einer Thermosonde. Das silbrige Gehäuse war überall fast glühend heiß. Als Lafferty den Laser ausschaltete, kühlte es rasch ab, zeigte aber weiterhin überall die gleiche Temperatur.

Ein Supraleiter für Wärme. Staley stieß einen Pfiff aus und sah sich nach einem kleineren Musterstück um. Dann versuchte er, mit einer Zange ein Stück von dem Gehäuse abzureißen — und das silbrige Metall gab nach wie Zinn. Ein Streifen ging mit der Zange mühelos ab. Sie begannen, mit den handschuhgeschützten Fingern größere Stücke loszureißen.

Es war unmöglich, den Wabenasteroiden mit seinen gekrümmten Gängen und aneinander geschachtelten Räumen genau zu vermessen und eine Karte davon herzustellen. Es war schwer genug, ihren jeweiligen Standort zu bestimmen, obwohl sie ihren Weg markierten und mit Protonensonden durch die Wände Entfernungen messen konnten.

Überall im Innern waren die Korridorwände eierschalendünn. Die Außenwände waren kaum viel dicker. Der Wabenasteroid musste ein recht unsicherer Ort zum Leben gewesen sein.

Die Wand unterhalb des großen Kraters auf der Rückseite war jedoch viele Meter dick.

Die Strahlung, sagte sich Staley. Es musste eine Reststrahlung gegeben haben. Sonst hätten sie auch diese Wand noch weiter ausgehöhlt, um mehr Raum zu gewinnen.

Diese winzige Welt musste eine gewaltige Bevölkerungsexplosion mitgemacht haben.

Und dann hatte irgend etwas die gesamte Bevölkerung umgebracht.

Und jetzt gab es überhaupt keine Strahlung mehr. Vor wie langer Zeit war das alles geschehen? Jede Oberfläche war mit kleinen Meteoritenlöchern übersät; Dutzende von Löchern in jeder Wand. Wie lange war diese Welt schon tot? Staley betrachtete nachdenklich das kleine, schwere Split-Gerät, das Lafferty und Sohl mit ihren Rückstoßpistolen durch den Gang dirigierten. Vakuumzementierung — und das Wandern von Elementarteilchen durch eine Grenzfläche. Dies würde den Zivilwissenschaftlern der Mac Arthur vielleicht verraten, seit wann der Wabenasteroid verlassen war. Eines wusste Staley bereits selbst — diese kleine Welt war sehr, sehr alt.

19

Kanal Zwei wird populär

Kaplan David Hardy beobachtete die Mini-Exemplare nur per Vidifon, um nicht andauernd in die endlosen Spekulationen darüber verwickelt zu werden, was die Splits eigentlich waren. Für Horvath und seine Leute war diese Frage von wissenschaftlichem Interesse; für Kaplan Hardy stand mehr auf dem Spiel als die Befriedigung intellektueller Neugier. Er hatte die Aufgabe, festzustellen, ob die Splits menschlich waren — philosophisch gesehen. Horvaths Wissenschaftler fragten nur danach, ob sie intelligent waren.

Die Beantwortung dieser Frage musste natürlich der der ersten vorausgehen. Es war unwahrscheinlich, dass Gott Wesen mit Seelen, aber ohne Intelligenz geschaffen hatte; andererseits war es durchaus möglich, dass Er intelligente Wesen ohne Seele geschaffen hatte, oder Wesen, deren Erlösung auf vollkommen andere Art als bei den Menschen bewerkstelligt wurde. Vielleicht waren sie sogar eine Art Engel, obwohl man sich unwahrscheinlichere Exemplare von Engeln kaum vorstellen konnte. Hardy grinste über diesen Einfall und widmete sich wieder der Beobachtung seiner potentiellen Schäflein.

Das große Split schlief. Und die kleinen unternahmen im Augenblick auch nichts Interessantes. Es wäre nicht nötig gewesen, dass Hardy sie unablässig beobachtete. Es wurden ohnehin alle Vorgänge holographisch gefilmt, und als Linguist der Mac Arthur würde Hardy sofort informiert werden, wenn irgend etwas vorfiel. Er war inzwischen ziemlich sicher, dass die kleinen Exemplare weder intelligent noch ›menschlich‹ waren.

Er seufzte tief. Was ist der Mensch, dass Du ausgerechnet ihm Deine Beachtung schenkst, oh Herr? Und warum ist es meine Aufgabe, herauszufinden, welche Rolle die Splits in Deinem Plan spielen? — Die Gedanken Gottes zu erraten ist ein uraltes Spiel der Menschen. Theoretisch war er der beste Mann für diese Aufgabe, sicher der beste im Sektor Trans-Kohlensack.

Hardy war seit fünfzehn Jahren Priester und seit zwölf Jahren Kaplan der Flotte, aber er begann gerade erst, das als seinen Beruf anzusehen. Mit fünfunddreißig war er ordentlicher Professor an der Kaiserlichen Universität auf Sparta gewesen, ein Fachmann für alte und moderne menschliche Sprachen sowie jener esoterischen Kunst, die sich linguistische Archäologie nannte. Dr. David Hardy war recht zufrieden und glücklich damit gewesen, die Ursprünge neu entdeckter, seit Jahrhunderten vergessener Kolonien herauszufinden. Indem er ihre Sprachen studierte, die Wörter, die sie für dieselben Gegenstände hatten, konnte er feststellen, aus welcher Raumregion die ursprünglichen Kolonisten gekommen waren. Meistens konnte er auch den Planeten und sogar die Stadt bestimmen.

Am Universitätsleben gefiel ihm alles außer den Studenten. Er war nicht besonders religiös gewesen, bis seine Frau beim Absturz einer Raumfähre ums Leben kam; damals hatte der Bischof ihn aufgesucht, und Hardy hatte sein bisheriges Leben lange und gründlich erforscht. Dann war er — selbst jetzt wusste er noch nicht recht, wie das eigentlich gekommen war — in ein Priesterseminar eingetreten. Sein erster Posten nach der Weihe war an der Universität, als Studentenpfarrer. Die Sache verlief wenig zufriedenstellend, und er merkte bald, dass er zum Pfarrer nicht geeignet war. Aber in der Flotte konnte ein Kaplan und überdies Linguist immer gebraucht werden …

Jetzt, zweiundfünfzig Jahre alt, saß er vor einem Bildschirm und beobachtete fremdartige Kreaturen, die mit Kohlköpfen spielten. Ein lateinisches Kreuzworträtsel lag neben seiner Linken auf dem Schreibtisch, und Hardy beschäftigte sich nebenbei damit, Domine, non sum …?

»Dignis, natürlich.« Hardy lächelte. Genau das hatte er gesagt, als der Kardinal ihm den Auftrag erteilte, die Splitter-Expedition zu begleiten. »Mylord, ich bin nicht würdig …«

»Das ist keiner von uns, Hardy«, hatte der Kardinal geantwortet. »Aber dann sind wir auch nicht des Priesteramtes würdig, und das ist eine größere Anmaßung, als eine Reise zu machen, um sich fremde Wesen anzusehen.«

»Ja, Mylord.«

Hardy wandte sich wieder dem Kreuzworträtsel zu. Es war im Augenblick weit interessanter als die fremden Wesen.

Rod Blaine hätte das nicht gefunden, aber schließlich hatte der Kapitän nicht soviel Gelegenheit, die verspielten kleinen Geschöpfe zu beobachten, wie der Kaplan. Im Augenblick konnte er jedoch seine Arbeit einmal ein wenig vernachlässigen. Plötzlich summte sein Kabinenvidifon, und die Mini-Splits verschwanden vom Bildschirm, um dem glatten, runden Gesicht von Rods Sekretär Platz zu machen. »Dr. Horvath besteht darauf, sie zu sprechen, Sir.«

»Schalten Sie durch«, sagte Rod.

1 ... 47 48 49 50 51 52 53 54 55 ... 174
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)