Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Прочая древняя литература » Percy Jackson 02 - Im Bann Des Zyklopen
Percy Jackson 02 - Im Bann Des Zyklopen - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Percy Jackson 02 - Im Bann Des Zyklopen

Электронная книга - «Percy Jackson 02 - Im Bann Des Zyklopen». Краткое содержание книги:

Percy Jackson 02 - Im Bann Des Zyklopen
1 ... 40 41 42 43 44 45 46 47 48 ... 57
Перейти на страницу:

»Ich werd euch zu Schafshack zermalmen!«, versprach er. »Und Niemand sei tausendfach verflucht!«

»Schneller«, rief ich Clarisse zu.

Wir jagten den Hang hinunter. Die Brücke war unsere einzige Chance. Wir mussten auf die andere Seite gelangen, bevor der Riese uns schnappte.

»Grover«, schrie ich. »Nimm Annabeths Messer!«

Er machte große Augen, als er den Zyklopen hinter uns sah, nickte dann aber und schien verstanden zu haben. Noch während Clarisse und ich über die Brücke stolperten, fing Grover an, die Seile durchzuschneiden.

Das erste machte schnapp!

Polyphem sprang hinter uns her und versetzte die Brücke in wilde Schwingungen.

Die Seile auf Grovers Seite waren zur Hälfte durchtrennt.

Clarisse und ich hechteten auf festen Boden und landeten neben Grover. Ich schlug mit dem Schwert zu und kappte die restlichen Seile.

Die Brücke stürzte in den Abgrund und der Zyklop heulte … vor Freude, denn er stand genau vor uns.

»Versagt«, brüllte er schadenfroh. »Niemand hat versagt!«

Clarisse und Grover versuchten ihn anzugreifen, aber das Monster wischte sie wie Fliegen beiseite.

Meine Wut wurde immer größer. Ich konnte nicht fassen, dass ich so weit gekommen war und dass ich Tyson verloren hatte, nur um jetzt zu versagen – besiegt von einem riesigen blöden Monstrum in einem babyblauen Smokingkilt. Niemand sollte meine Freunde so einfach fertigmachen dürfen. Ich meine … niemand, nicht Niemand. Ach, ihr wisst schon, was ich meine.

Neue Kraft jagte durch meinen Körper. Ich hob mein Schwert und griff an, und ich vergaß, dass ich hoffnungslos unterlegen war. Ich stach dem Zyklopen in den Bauch. Als er sich krümmte, schlug ich ihm den Schwertgriff auf die Nase. Ich haute und trat und schlug, bis Polyphem plötzlich auf dem Rücken lag und benommen stöhnte. Ich stand über seinem Kopf und meine Schwertspitze schwebte über seinem Auge.

»Uhhhhh«, murmelte Polyphem.

»Percy«, keuchte Grover. »Wie hast du …«

»Bitte, neiiiiin«, stöhnte der Zyklop und starrte mich jammervoll an. Seine Nase blutete. In seinem halbblinden Auge war eine Träne zu sehen. »M-meine Schäfchen brauchen mich. Wollte doch nur die Schäfchen beschützen!«

Er fing an zu schluchzen.

Ich hatte gewonnen. Jetzt brauchte ich nur noch zuzustechen – mit einem raschen Hieb.

»Bring ihn um«, schrie Clarisse. »Worauf wartest du denn noch?«

Der Zyklop jammerte herzzerreißend, genau wie … wie Tyson.

»Das ist ein Zyklop«, mahnte Grover. »Du darfst ihm nicht vertrauen.«

Ich wusste, dass er Recht hatte. Ich wusste, dass Annabeth dasselbe gesagt hätte.

Aber Polyphem schluchzte … und zum ersten Mal machte ich mir klar, dass auch er ein Sohn des Poseidon war. Wie ich. Wie hätte ich ihn da kaltblütig töten können?

»Wir wollen nur das Vlies«, sagte ich zu dem Ungeheuer. »Dürfen wir das an uns nehmen?«

»Nein!«, schrie Clarisse. »Bring ihn um!«

Das Monstrum schniefte. »Mein schönes Vlies. Stolz meiner Sammlung. Nimm es, grausamer Mensch. Nimm es und gehe in Frieden.«

»Ich werde jetzt langsam zurückweichen«, sagte ich. »Eine falsche Bewegung …«

Polyphem nickte.

Ich trat zurück – und schnell wie eine Kobra stieß Polyphem mich an den Rand des Abgrunds.

»Törichter Sterblicher«, brüllte er und kam auf die Füße. »Mein Vlies nehmen? Ha! Erst fress ich dich.«

Er riss sein Riesenmaul auf und ich wusste, dass ich in meinem Leben nichts anderes mehr sehen würde als seine verfaulten Backenzähne.

Da hörte ich über meinem Kopf ein WUUSCH und dann ein TUMP!

Ein Felsbrocken von Fußballgröße segelte in Polyphems Kehle – ein perfekter Wurf, genau in den Korb. Der Zyklop würgte und versuchte, diese überraschende Pille zu schlucken. Er taumelte rückwärts, aber da war nichts mehr. Seine Ferse rutschte ab, die Felskante des Abgrunds bröckelte und der große Polyphem machte Flatterbewegungen, die ihm aber nicht halfen, als er rückwärts in den Abgrund kippte.

Ich fuhr herum.

Auf dem Weg zum Strand stand, vollkommen unversehrt, inmitten einer Herde von Killerschafen, ein alter Freund.

»Gemeiner Polyphem«, sagte Tyson. »Nicht alle Zyklopen sind so nett, wie sie aussehen.«

Tyson erzählte uns eine gekürzte Fassung seiner Erlebnisse: Regenbogen, der Hippocampus – der uns offenbar seit dem Long Island Sound die ganze Zeit gefolgt war und darauf gewartet hatte, dass Tyson mit ihm spielte –, hatte Tyson beim Untergang der C.S.S. Birmingham gefunden und in Sicherheit gebracht. Er und Tyson hatten seither das Meer der Ungeheuer nach uns abgesucht, dann hatte Tyson den Schafsgeruch gewittert und die Insel gefunden.

Ich hätte den großen Dussel umarmen mögen, nur stand er eben mitten zwischen den Killerschafen. »Tyson, den Göttern sei Dank. Annabeth ist verletzt.«

»Du dankst den Göttern, weil sie verletzt ist?«, fragte er verwirrt.

»Nein.« Ich kniete neben Annabeth nieder. Ihr Anblick machte mir schreckliche Sorgen. Ihre Augen waren so verdreht, dass nur das Weiße zu sehen war. Ihre Haut war blass und schweißnass.

Grover und ich tauschten besorgte Blicke. Dann kam mir eine Idee. »Tyson, das Vlies – kannst du das für mich holen?«

»Welches?«, fragte Tyson und schaute sich in der Schafherde um.

»Vom Baum«, sagte ich. »Das goldene.«

»Ach. Hübsch. Ja.«

Tyson trottete hinüber und gab sich alle Mühe, nicht auf die Schafe zu treten. Wenn wir anderen versucht hätten, uns dem Vlies zu nähern, wären wir lebendig verschlungen worden, aber ich vermute, Tyson roch wie Polyphem, und deshalb bekam er keinen Ärger mit der Herde. Alle drückten sich an ihn und blökten liebevoll, sie schienen Schafsleckerbissen aus dem Weidenkorb zu erwarten. Tyson hob die Hand und nahm das Vlies vom Ast. Sofort färbten sich die Blätter der Eiche gelb. Tyson wollte zu mir zurücktrotten, aber ich schrie: »Keine Zeit! Wirf es!«

Das goldene Widderfell segelte durch die Luft wie ein glitzerndes, zottiges Frisbee. Ich fing es auf und grunzte. Es war schwerer, als ich erwartet hatte – sechzig oder siebzig Pfund kostbarer goldener Wolle.

Ich breitete es über Annabeth aus und bedeckte alles, nur nicht ihr Gesicht. Dabei betete ich in Gedanken zu allen Gottheiten, die mir gerade einfielen – sogar zu denen, die ich nicht leiden konnte.

Bitte. Bitte.

Die Farbe kehrte in ihr Gesicht zurück. Sie öffnete die Augen. Sie sah Grover an und fragte mit schwacher Stimme: »Du bist nicht … verheiratet?«

Grover grinste. »Nein. Meine Freunde haben es mir ausgeredet.«

»Annabeth«, sagte ich. »Bleib einfach still liegen.«

Aber obwohl wir protestierten, setzte sie sich auf, und ich bemerkte, dass die Wunde auf ihrer Stirn schon heilte. Annabeth sah viel besser aus. Sie strahlte geradezu vor Gesundheit, als ob irgendwer ihr eine Glitzerspritze gesetzt hätte.

Tyson dagegen bekam jetzt Ärger mit den Schafen. »Runter«, befahl er, als sie auf der Suche nach Leckerbissen an ihm hochzuklettern versuchten. Einige schnüffelten in unsere Richtung. »Nein, Schäfchen. Hier lang. Kommt her!«

Sie gehorchten zwar, aber es war klar, dass sie hungrig waren, und langsam ging ihnen auf, dass Tyson nichts für sie hatte. Sie würden nicht ewig aushalten, wo so viel frisches Fleisch in der Nähe war.

»Wir müssen los«, sagte ich. »Unser Schiff …«

Die Königin Annes Rache war sehr weit weg. Der kürzeste Weg führte über die Felsen, aber die lagen auf der anderen Seite des Abgrunds, und wir hatten die Brücke zerstört. Die andere Möglichkeit war der Weg durch die Schafherde.

»Tyson«, rief ich. »Kannst du die Herde so weit wegführen wie möglich?«

»Die wollen fressen.«

»Das weiß ich. Sie wollen Leute fressen. Hol sie einfach vom Weg weg. Gib uns Zeit, zum Strand zu gelangen. Und dann komm hinterher.«

1 ... 40 41 42 43 44 45 46 47 48 ... 57
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)