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Mord auf Rezept

Электронная книга - «Mord auf Rezept». Краткое содержание книги:

Winter herrscht in Crozet, Virginia, und jeder scheint unter der unerbittlichen Kälte zu leiden, sogar Mary Minor>Harry< Haristeen, die Postmeisterin des Städtchens. Und so freuen sich alle über jeden Klatsch, der ihnen aus dem Krankenhaus von Crozet zugetragen wird. Doch dann passiert Unfaßbares: Ihre Klatschquelle wird er­mordet. Harry kann wie immer keinem Mordfall widerstehen und findet bald heraus, daß das Krankenhaus ein einziger Sumpf aus Eitelkeiten, Eifersucht und heimlichen Affären ist. Und es ist wieder Mrs. Murphy, die durch die Schattenwelt des Krankenhauses von Crozet schleicht, dem Geheimnis auf der Spur. Und wie so manches Mal muß die samtpfötige Detektivin zusammen mit ihren tierischen Freunden zu Höchstform auflaufen, um den Fall zu lösen. Ein Fall, von dem nur klar ist, daß alle Fährten zu kaltblütigem Mord führen...
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Um zehn nach zwei waren sie am Krankenhaus. Auf gut Glück lie­fen sie zuerst zum Hintereingang. Der Türknauf ließ sich erreichen, aber die Katzen konnten ihn nicht herumdrehen.

Unterdessen war ihnen kalt geworden, deshalb rannten sie um die Seite des Gebäudes herum zur Laderampe, die etwas höher gelegen war als der Hintereingang. Den Menschen auszuweichen, die an der Rampe arbeiteten, war ein Kinderspiel. Es waren nur ein Lieferwa­gen da und ein Mann zum Entladen. Er und der Fahrer bemerkten die Tiere nicht. Als die drei drinnen waren, froh über die Wärme, mach­ten sie, daß sie von der Rampe wegkamen.

Murphy führte sie zu den Fahrstühlen.

»Damit können wir nicht fahren«, sagte Tucker.

»Ich weiß, aber Treppenhäuser sind meistens in der Nähe von Fahrstühlen, also guck dich um, Schlaukopf.« Ihr Ton war sarka­stisch.

Und richtig, das Treppenhaus befand sich in der Ecke, die Tür war unverschlossen. Tucker, die kräftig war für ihre Größe, stieß sie auf, die Tiere flitzten hinunter und öffneten die nicht verschlossene Tür, auf die mit akkuraten roten Buchstaben KELLER aufgemalt war.

Sie waren auf der Ostseite des Gebäudes rausgekommen, wo sich der Fahrstuhlschacht befand.

»Los, laßt uns hier verschwinden, bevor jemand aus dem Ding steigt.« Murphy wandte sich nach links, nicht weil sie wußte, wo es lang ging, sondern nur, um einer möglichen Entdeckung zu entgehen. Sie liefen an Lagerräumen vorbei und gelangten schließlich zum Heizungskeller, wo alle Flure zusammenkamen.

»Oh.« Pewter sah das Blut an der Wand; das meiste war abgewa­schen worden, aber es waren noch genug Flecken an der alten Stein­mauer zu sehen.

Die drei setzten sich einen Augenblick und betrachteten die Stelle, wo Hank Brevards Leichnam gelegen hatte.

»Hier hat Mom eins auf den Schädel gekriegt. In diesem Raum.« Tucker senkte die Nase auf den Boden, aber alles, was sie riechen konnte, war Heizöl.

»Sie hätte nie allein hierher kommen dürfen«, klagte Pewter.»Sie kennt keine Angst und das ist nicht immer gut.«

»Mann oh Mann, man sollte meinen, das Krankenbaus könnte sich eine bessere Beleuchtung leisten.« Der Hund hatte die trüben Fun­zeln bemerkt.

»Dafür sind wir jetzt hier.« Mrs. Murphy prüfte systematisch jede Ecke des Raumes.»Gehn wir raus.«

»Welche Tür?«, fragte Tucker.

»Die gegenüber. Wir sind von Osten gekommen. Gehn wir nach Westen.«

»Ich hoffe, ihr merkt euch den Weg, denn für mich sieht hier alles gleich aus.« Der Keller war Pewter unheimlich.

»Schlappschwanz.«

»Ich bin kein Schlappschwanz.« Pewter gab Murphy einen Klaps, Murphy schlug zurück.

»Mädels«, knurrte Tucker.

Die Katzen ließen voneinander ab und folgten dem Hund. Tucker stieß die Tür auf, die nicht verriegelt war. Ein Korridor führte ans Ende des Gebäudes. Das Licht von dem kleinen Viereck in der Tür war heller als die Lichter an der Decke.

»Ist das die Tür, die wir zuerst probiert haben?«, fragte Tucker.

»Ja. Es ist unten die einzige Tür auf der Westseite.«

Langsam liefen sie den Flur entlang. Die Lagerräume kamen ihnen so harmlos vor wie sie den Menschen vorgekommen waren. Sie ver­gewisserten sich, daß in diesem Flur alles in Ordnung war, dann kehrten sie in den Heizungskeller zurück und gingen durch den süd­lichen Korridor, denjenigen, wo die Verbrennungsanlage war.

Tucker schnupperte, als sie in den Raum kamen.»Dieser Verbren­nungsofen könnte einen Haufen Sünden vernichten.«

»Tut er bestimmt auch«, sagte Pewter.

»Hier drin ist nichts.« Tucker hatte alles gründlich beschnüffelt.

Sie gingen wieder in den Korridor, steckten die Köpfe in Räume. Sie hörten Stimmen und huschten in einen Raum, in dem leere Kar­tons ordentlich an einer Wand gestapelt waren.

Bobby Minifee und Booty Weyman gingen vorbei. Bobby war auf Hanks Posten befördert worden und Booty war in die Tagesplanung aufgerückt. Ins Gespräch vertieft, warfen sie keinen Blick in den Lagerraum.

Tucker senkte die Nase auf den Boden, sobald die Männer vorbei waren. Die Katzen hörten sie die Richtung zum Heizungskeller ein­schlagen.

»Hier ist vor kurzem jemand gewesen.« Tucker strich an den Kar­tons entlang.

»Das hat nichts zu bedeuten. In jedem von diesen Räumen sind vermutlich Leute gewesen wegen diesem und jenem.« Pewter bekam langsam Hunger.

Tucker achtete nicht auf sie. Murphy kannte ihre Hundefreundin gut, weshalb sie selbst die Nase auf den Boden senkte. Sie konnte Schuhe riechen, solche mit Leder- und solche mit Gummisohlen.

»Hände.« Tucker hielt über einer Stelle auf dem alten Schieferbo­den inne.»Ich kann das Öl an ihren Händen riechen. Sie sind heute hier gewesen.«

»Hände auf dem Fußboden?« Pewters graue Augenbrauen schnell­ten in die Höhe, denn der Hund schnupperte dort, wo Wand und Bo­den zusammentrafen.

»Ja.« Tucker schnüffelte weiter.»Hier, direkt über dem Boden.«

»Pewter, guck mal, ob du eine Klinke oder so was siehst«, verlang­te Murphy.

»In der Mauer?«

»Ja, du Döskopp!«

»Bin kein Döskopp.« Pewter wollte den Streit nicht ausweiten, denn auch sie war angespannt.

Die Tiere beschnupperten die Wände. Mit ausgefahrenen Krallen beklopfte und betastete Murphy alle Steine; sie waren Teil des ur­sprünglichen Fundamentes.

»Hey.« Pewter hielt inne.»Mach das noch mal.«

Die zwei Katzen lauschten angestrengt. Murphy klopfte diesmal heftiger mit den Krallen. Ihre Mühe wurde mit einem schwachen hohlen Klang belohnt.

»Flachlegen«, flüsterte Tucker, als Bobby und Booty zurückka­men, aber auch diesmal warfen die zwei Männer keinen Blick in den Raum mit den Kartons.

Als sie vorbei waren, kam die Hündin zu den Katzen herüber. Sie beschnupperte die Wand, so hoch sie hinaufreichen konnte.»Ja, hier. Menschenhände.«

»Schieben wir mal«, sagte Murphy und die drei drückten sich ge­gen die quadratische Steinplatte.

Ein glattes, leises Gleiten belohnte ihre Mühe, dann wurden sie von einem leisen Klirren überrascht. Der Boden tat sich auf. Ein großer Schieferstein glitt unter einen anderen, eine Leiter wurde sichtbar. Es war stockfinster da unten.

»Tucker, du bleibst hier. Pewter, kommst du mit mir?« Murphy kletterte die Leiter hinunter.

Wortlos folgte Pewter ihr. Sobald sie unten waren, gewöhnten ihre Augen sich an die Dunkelheit.

»Das sind ja lauter Geräte.« Pewter war ratlos.

»Ja, diese Tropfdinger. Die sehen aber nicht kaputt aus.«

»Raus hier. Da kommt wer!«, schrie Tucker.

Die zwei Katzen flitzten die Leiter hinauf, die drei Tiere lehnten sich gegen den Stein in der Mauer und die Schieferplatte glitt an ihren Platz zurück.

Atemlos lauschten sie, als die Schritte näher kamen.

»Hinter diesen Karton.« Sie kauerten sich hinter einen herunterge­fallenen Karton. Jordan Ivanic betrat den Raum und knipste einen Schalter an. Er nahm einen Karton von einem ordentlichen Stapel, machte kehrt, knipste den Schalter wieder aus und ging.

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