Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Fiebertraum [=Dead Man River / Fevre Dream - de]
Fiebertraum [=Dead Man River / Fevre Dream - de] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Fiebertraum [=Dead Man River / Fevre Dream - de]

Электронная книга - «Fiebertraum [=Dead Man River / Fevre Dream - de]». Краткое содержание книги:

Abner Marsh, Flußschiffer auf dem Mississippi und ein Koloß von einem Mann, steht nach der Flutkatastrophe von 1857 vor dem wirtschaftlichen Ruin. Da bietet ihm der Aristokrat Joshua York die Partnerschaft an, um das schnellste Dampfschiff auf dem Mississippi bauen zu lassen. Für den Kapitän scheint sich ein Traum zu verwirklichen.
Doch während der Jungfernfahrt der Fiebertraum entpuppt sich Joshua York zum Entsetzen Marshs als Vampir, und der Plan, als schnellster Dampfschiffkapitän in die Geschichte einzugehen, tritt in den Hintergrund, denn York fährt den Fluß hinab, um die Letzten seiner kranken alten Rasse zu sammeln und sie vom Erbe ihrer blutgierigen Leidenschaft zu befreien. Zuvor jedoch muß er den mächtigen Blutmeister Damon Julian besiegen, einen Vampir voll animalischem Magnetismus, der den roten Durst seines Nachtvolks durch Mord und Heimtücke zu löschen versucht.
Und mit jedem Flußkilometer sinkt Abner Marshs Schiff tiefer in einen blutigen Alptraum jenseits der Realität.

»Fiebertraum begeistert Stephen King‐Fans ebenso wie Leser von Mark Twain. Ein düster‐romantisches Buch, das mich bis in die Träume und Phantasien verfolgte. Ihm gebührt ein grandioser Erfolg.«
ROGER ZELAZNY
1 ... 35 36 37 38 39 40 41 42 43 ... 122
Перейти на страницу:

Joshua hatte vier Gläser gefüllt; für Marsh einen Becher Whiskey, für sich selbst und die anderen von seinem Spezialgetränk. »Ich freue mich, daß Sie nun hier sind«, sagte er, während er mit dem Tablett herumging. »Ich gehe davon aus, daß Sie mit Ihrer Unterkunft zufrieden sind?«

»Sehr«, sagte der Mann, hob sein Glas hoch und betrachtete es argwöhnisch. Als Marsh daran dachte, wie das Zeug ihm geschmeckt hatte, konnte er das durchaus verstehen.

»Sie haben ein sehr schönes Dampfschiff, Captain York«, sagte die Frau mit warmer Stimme. »Es wird mir eine große Freude sein, damit zu reisen.«

»Ich hoffe, daß wir eine geraume Zeit zusammen reisen werden«, erwiderte Joshua galant. »Was die Fiebertraum betrifft, so bin ich sehr stolz auf sie, aber Ihre Komplimente sollten Sie eher an meinen Partner weitergeben.« Er wies auf ihn. »Wenn Sie gestatten, mache ich die Herrschaften miteinander bekannt: Dieser Gentleman ist Captain Abner Marsh, mein Geschäftspartner in der Fevre River Packets und der wahre Meister der Fiebertraum, um der Wahrheit die Ehre zu geben.«

Die Frau lächelte Abner Marsh wieder an, während der Mann steif mit dem Kopf nickte. »Abner«, fuhr York fort, »darf ich Sie mit Mister Raymond Ortega aus New Orleans und seiner Verlobten Miss Valerie Mersault bekannt machen?«

»Es ist mir eine Freude, Sie auf dem Schiff zu haben«, sagte Marsh linkisch.

Joshua hob sein Glas. »Einen Toast«, sagte er. »Auf einen neuen Anfang!«

Sie wiederholten seine Worte und tranken.

KAPITEL ZWÖLF

An Bord des Raddampfers Fiebertraum
Mississippi River, August 1857

Abner Marsh hatte einen Verstand, der seinem Körper nicht unähnlich war. Er war groß, geräumig an Volumen und Fassungsvermögen, und er stopfte alle möglichen Dinge hinein. Er war auch stark; wenn Abner Marsh etwas in die Hand nahm, dann entglitt es ihm nicht so leicht, und wenn er sich in seinem Kopf etwas einprägte, dann wurde es nicht so leicht vergessen. Er war ein fähiger Mann mit einem fähigen Gehirn, aber Körper und Geist hatten auch noch eine andere Eigenschaft gemeinsam: Sie waren bedächtig. Einige meinten sogar langsam, träge. Marsh rannte nicht, er tanzte nicht, er hastete und beeilte sich nicht; er stolzierte würdig und gemessenen Schrittes immer geradeaus und gelangte nichtsdestoweniger stets an sein Ziel. Genauso war es mit seinem Verstand. Abner Marsh war nicht schnell, wenn es ums Denken oder um geschliffene Worte ging, aber er war alles andere als dumm; er kaute seine Gedanken gründlich durch, aber er allein bestimmte das Tempo.

Während die Fiebertraum Natchez verließ, begann Marsh erst, sich die Geschichte, die er von Joshua York erfahren hatte, durch den Kopf gehen zu lassen. Je länger er darüber nachdachte, desto mehr ärgerte er sich. Wenn man sie glauben konnte, dann erklärte Joshuas ausgefallene Geschichte über seine Jagd auf Vampire eine ganze Menge der seltsamen Vorkommnisse, die die Fiebertraum aufgehalten hatten. Aber sie erklärte nicht alles. Abner Marshs langsames, aber zuverlässiges Gedächtnis warf weiterhin Fragen auf und produzierte Erinnerungen, die in seinem Kopf herumschwammen wie abgestorbenes Holz auf dem Fluß, zu nichts zu gebrauchen, aber störend und hinderlich.

Zum Beispiel Simon, der zerquetschte Moskitos aufleckt. Joshuas außergewöhnliche Nachtsicht.

Und vor allem die Art und Weise, wie er an dem Tag in Wut geraten war, als Marsh in seine Kabine gestürmt war. Er war auch nicht herausgekommen, um sich anzusehen, wie sie die Southerner ausmanövrierten und hinter sich ließen. Das beunruhigte Marsh erheblich. Es mochte durchaus so sein, wie Joshua sagte, nämlich daß er wegen der Vampire hauptsächlich nachts auf den Beinen war, aber das war noch keine Erklärung für sein Verhalten an jenem Nachmittag. Die meisten Leute, die Abner Marsh kannte, nutzten den hellen Tag, aber das hieß nicht, daß sie sich nicht gelegentlich auch schon um drei Uhr in der Frühe aus dem Bett quälen würden, wenn es etwas Interessantes zu beobachten gab.

Marsh verspürte das heftige Bedürfnis, mit jemandem über das alles zu reden. Jonathan Jeffers war ganz wild auf Bücher, und Karl Framm kannte wahrscheinlich jede verrückte Geschichte, die an diesem Fluß in Umlauf war; und beide wüßten sicherlich so gut wie alles, was man über Vampire wissen konnte. Doch er konnte nicht mit ihnen sprechen. Er hatte Joshua Stillschweigen versprochen, und er war dem Mann verpflichtet und würde ihn nicht noch ein zweitesmal betrügen. Jedenfalls nicht ohne triftigen Grund, und bisher hatte er nicht mehr als einen nur unzureichend bewiesenen Verdacht.

Doch seine Zweifel wurden jeden Tag greifbarer, während die Fiebertraum den Mississippi hinunterdampfte. Gewöhnlich waren sie jetzt tagsüber unterwegs, gingen bei Einbruch der Dämmerung vor Anker und setzten am nächsten Morgen ihre Fahrt fort. Sie kamen schneller voran als vor ihrem Aufenthalt in Natchez, was Marsh nur recht war. Andere Veränderungen gefielen ihm weniger.

Marsh konnte sich für Joshuas neue Freunde überhaupt nicht erwärmen; sehr bald schon kam er zu der Überzeugung, daß sie mindestens genauso seltsam waren wie Joshuas alte Freunde, da auch sie erst nachts lebendig wurden und so weiter. Raymond Ortega war für Marsh ein ruheloser, wenig vertrauenerweckender Zeitgenosse. Der Mann blieb nicht in den für die Passagiere des Schiffs zugänglichen Bereichen, sondern tauchte regelmäßig an Orten auf, wo er nichts zu suchen hatte. Er war immerhin auf seine arrogante und lässige Art höflich, aber Marsh lief es in seiner Nähe kalt über den Rücken.

Valerie erschien wärmer und wirkte mit ihren sanften Worten und ihrem reizenden Lächeln und ihren unergründlichen Augen geradezu beunruhigend. Sie benahm sich überhaupt nicht wie Raymond Ortegas Verlobte. Von Anfang an war sie zu Joshua ausnehmend freundlich. Zu verdammt freundlich, wenn es nach Marsh ging. Das mußte zu Schwierigkeiten führen. Eine anständige Lady wäre im Damensalon geblieben, aber Valerie verbrachte ihre Nächte gemeinsam mit Joshua im großen Salon und unternahm mit ihm gelegentlich Spaziergänge an Deck. Marsh hörte sogar, wie einmal jemand erzählte, sie seien gemeinsam in Joshuas Kabine gegangen. Er versuchte York vor dem üblen Gerede zu warnen, das mittlerweile entstanden war, aber Joshua ging mit einem Achselzucken darüber hinweg. »Sollen sie doch ihren Skandal haben, Abner, wenn es ihnen Spaß macht«, sagte er. »Valerie interessiert sich für unser Schiff, und ich gönne mir das Vergnügen, es ihr zu zeigen. Zwischen uns ist nicht mehr als Freundschaft, darauf gebe ich Ihnen mein Wort.« Er erschien beinahe traurig, als er das sagte. »Ich wünschte manchmal, es wäre anders, aber das ist die Wahrheit.«

»Sie sollten sich lieber genau überlegen, was Sie sich wünschen«, platzte Marsh heraus. »Dieser Ortega hat in dieser Angelegenheit vielleicht eine ganze andere Meinung. Er kommt aus New Orleans und ist wahrscheinlich einer dieser Kreolen. Die duellieren sich ja wegen jeder Lächerlichkeit, Joshua.«

Joshua York lächelte. »Ich habe vor Raymond keine Angst, aber ich danke Ihnen für Ihre Warnung, Abner. Und nun lassen Sie Valerie und mich unsere eigenen Angelegenheiten regeln.«

Genau das tat Marsh, allerdings nicht ohne Bedenken. Er war überzeugt, daß Ortega früher oder später Schwierigkeiten machen würde, vor allem als Valerie Mersault während der folgenden Nächte zu Joshua Yorks ständiger Begleiterin wurde. Diese gottverdammte Frau machte ihn für alle Gefahren, die ihn umgaben, völlig blind, aber es gab nichts, was Marsh hätte dagegen tun können.

Und das war nur der Anfang. An jeder Landungsstelle kamen weitere Fremde an Bord, und Joshua wies auch ihnen eigene Kabinen zu. In Bayou Sara verließen er und Valerie das Schiff für eine Nacht und kehrten mit einem blassen, düsteren Mann namens Jean Ardant zurück. Ein paar Minuten weiter flußabwärts legten sie dann an einem Holzplatz an, und Ardant verschwand, um diesen fahlgesichtigen Dandy namens Vincent zu holen. In Baton Rouge kamen vier andere Fremde aufs Schiff, und in Donaldsville waren es noch mal drei.

1 ... 35 36 37 38 39 40 41 42 43 ... 122
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)