The Vampire Journals - Geliebt: Band 2 (German Edition)
- Автор: Rice Morgan
- Серия: The Vampire Journals #2
- Год: 2013
- Язык: немецкий
- Жанр: Городское фэнтези
Электронная книга - «The Vampire Journals - Geliebt: Band 2 (German Edition)». Краткое содержание книги:
Wir waren es, die Vampire, auch wenn das natürlich nicht in den Geschichtsbüchern steht. Die Gründung Amerikas war die Gründung unserer Nation.
Aber die bösen Clans wie beispielsweise der Blacktide Clan haben seither wieder und wieder versucht, die Macht an sich zu reißen. Deshalb hat es immer zwei verfeindete Lager gegeben. Gut und Böse. Freiheit und Verfolgung. Wo das eine ist, gibt es auch das andere.
Ich bin davon überzeugt, dass dein Vater einer der Gründer gewesen sein muss. Zu ihnen gehörten nur die mächtigsten Vampire. Sie besaßen die mächtigsten Waffen und bewahrten sie für künftige Generationen auf.«
»Sie bewahrten sie auf?«, fragte Caitlin, während sie versuchte, diese Informationen zu verarbeiten.
»Das Schwert, nach dem wir suchen – das türkische Schwert – ist dazu gedacht zu beschützen, nicht anzugreifen. Aber dazu muss es in den richtigen Händen sein. Sollte es in die falschen Hände geraten, könnte es zu einer schrecklichen Waffe werden. Deshalb wurde es so sorgfältig versteckt – damit nur die richtigen Leute es finden. Und wenn irgendjemand in der Lage gewesen wäre, es zu verstecken, dann dein Dad.«
Momentan war Caitlin damit überfordert, diese Einzelheiten richtig zu verarbeiten. Es fiel ihr schwer zu glauben, dass all das der Wahrheit entsprach. Doch ganz offensichtlich ergab das einen Sinn. Sie hatte das Gefühl, dass ihre Suche sich dem Ende zuneigte.
»Aber ich kann hier keine weiteren Hinweise erkennen«, sagte sie schließlich und sah sich zweifelnd um.
»Ich auch nicht«, gab Caleb zu. »Aber wenn deine Theorie stimmt und es hier um den Weg geht, würde das bedeuten, dass wir diesen Kreis aus irgendeinem Grund einfach nur sehen sollten, um dann die Spur weiterzuverfolgen.«
Er nahm die Schriftrolle und studierte sie zum wiederholten Mal.
»Versammeln sich in dem Haus«, las er langsam und nachdenklich. »Was für ein Haus?«
Caitlin breitete erneut den Plan des Freedom Trail aus.
»Entlang dieser Besichtigungsroute gibt es jede Menge Häuser: das Paul Revere House, John Coburn’s House, das John J. Smith House … Jedes davon könnte gemeint sein. Es könnte sogar ein Haus sein, das gar nicht auf dem Freedom Trail liegt«, fügte sie hinzu.
»Das glaube ich nicht«, widersprach Caleb. »Irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir aus einem bestimmten Grund auf diese Fährte gesetzt wurden. Unser Ziel muss irgendwo auf dem Freedom Trail liegen.«
Beide beugten sich über den Plan und lasen alle Beschreibungen aufmerksam durch. Plötzlich hielt Caitlin inne. Ein neuer Gedanke war ihr durch den Kopf geschossen.
»Und wenn es gar kein Haus ist?«, fragte sie aufgeregt.
Fragend sah Caleb sie an.
»Aus irgendeinem Grund erscheint mir die Bezugnahme auf ein normales Haus zu offensichtlich. Alle anderen Hinweise waren wesentlich subtiler. Was wäre, wenn der Hinweis nicht wörtlich zu nehmen ist, sondern im übertragenen Sinne?«
Sie folgte dem Pfad mit dem Finger.
»Beispielsweise könnte eine Kirche gemeint sein. Sieh mal«, sagte sie und zeigte mit dem Finger darauf. »Die Meeting House Church, wo früher Versammlungen abgehalten wurden. Sie liegt gleich um die Ecke.«
Calebs Augen wurden groß, und er nickte anerkennend.
Dann lächelte er. »Ich bin froh, dass du auf meiner Seite bist.«
***
Zügig marschierten sie die Washington Street entlang und erreichten innerhalb kürzester Zeit die Meeting House Church. Auch diese historische Kirche war perfekt restauriert.
Als sie eintreten wollten, wurden sie von einer Aufseherin aufgehalten.
»Es tut mir leid, aber wir schließen gerade«, sagte sie. »Das hier ist ein Museum, und es ist siebzehn Uhr. Warum kommt ihr nicht einfach morgen wieder?«
Caleb warf Caitlin einen Blick zu, und sie spürte sofort, was er dachte: Er wollte, dass sie ihre Willenskraft an dieser Frau ausprobierte.
Also blickte Caitlin der Frau tief in die Augen und schickte ihr auf dem Gedankenweg einen Vorschlag. Sie würde sie einlassen, sie würde eine Ausnahme für sie machen.
Plötzlich blinzelte die Frau mit den Augen und sagte: »Wisst ihr was? Ihr beide seid so ein nettes Paar. Deshalb mache ich für euch eine Ausnahme – aber erzählt es bloß nicht weiter!« Sie zwinkerte ihnen zu.
Bevor sie das Gebäude betraten, schenkte Caleb Caitlin ein stolzes Lächeln.
Die Kirche war wunderschön. Wie die Walfang-Kirche auf Martha’s Vineyard bestand auch sie aus einem riesigen offenen Raum mit großen Fenstern, die in alle Richtungen zeigten. Die Kirchenbänke aus Holz waren leer. Sie hatten das Museum für sich allein.
»Diese Kirche ist riesig«, bemerkte Caitlin. »Was machen wir jetzt?«
»Lass uns zunächst dem vorgegebenen Weg folgen«, schlug Caleb vor und zeigte auf die roten Pfeile auf dem Boden, die den Besuchern den Weg weisen sollten.
So gelangten sie zu einer Reihe von Exponaten und kleinen Gedenktafeln, die entlang eines Holzgeländers ausgestellt waren. Sie blieben stehen, um zu lesen.
Auf einmal riss Caitlin die Augen auf. »Hör dir das an«, sagte sie. »An diesem Ort entschuldigte sich im Jahr 1697 Richter Sewall dafür, dass er einer der Richter bei den Hexenprozessen von Salem gewesen war, bei denen die Hexen im Jahr 1692 zum Tode verurteilt worden waren.«
Aufgeregt sahen Caleb und Caitlin sich an – die Verbindung zu Salem war hochinteressant. Offensichtlich waren sie am richtigen Ort. Alle Hinweise ihrer Suche liefen an einem Punkt zusammen. Sie fühlten sich ihrem Ziel so nahe, so als wäre das Schwert direkt unter ihren Füßen versteckt.
Doch als sie sich aufmerksam umsahen, entdeckten sie nichts, was eine weitere Spur darstellen könnte.
»Nun, das hier muss das Haus sein, in dem sie zusammenkommen. Und wenn du recht hast, wenn es tatsächlich um den Weg geht, dann stellt sich jetzt die Frage: Wo ist der vierte Ort?«
Erneut las er das Rätsel vor:
»Die vier Reiter reiten auf einem Pfad in die Freiheit.
Sie verlassen das gemeinsame Land,
betreten einen Ring aus Blut,
versammeln sich in dem Haus
und finden die, die sie liebten,
neben der vierten Spitze des Kreuzes.«
»Wir haben ›das gemeinsame Land‹ verlassen«, überlegte er laut, »wir haben den ›Ring‹ betreten, und wir haben uns ›in dem Haus versammelt‹. Jetzt müssen wir noch ›neben der vierten Spitze des Kreuzes die finden, die wir liebten‹. Wenn du mit deiner Vermutung richtig liegst, haben wir noch ein letztes Ziel vor uns.«
Beide dachten angestrengt nach.
»Ich glaube, dieser letzte Punkt bezieht sich auf die Suche nach deinem Vater«, sagte er. »Wir haben bestimmt nur noch eine Station vor uns. Aber wo? Was ist ›die vierte Spitze des Kreuzes‹? Eine weitere Kirche?«
Caitlin zerbrach sich den Kopf, trat dann einen Schritt vor und musterte wieder den Plan. Mit dem Finger verfolgte sie die Route, die sie bisher zurückgelegt hatte. Plötzlich leuchteten ihre Augen auf.
»Einen Stift«, stieß sie atemlos hervor. »Schnell, ich brauche einen Stift.«
Suchend lief Caleb den Gang entlang, bis er schließlich in einer Kirchenbank einen Stift fand.
Sorgfältig zeichnete Caitlin eine Linie in den Plan des Freedom Trail ein.
»Es ergibt ein Muster«, erläuterte sie aufgeregt. »Der Weg, den wir gegangen sind, ergibt ein Muster. Wir haben im Boston Common begonnen.« Sie fügte einen Kreis ein. »Dann haben wir den Ring aus Blut betreten«, fuhr sie fort und verband die beiden Punkte miteinander. »Als Nächstes waren wir in der Meeting House Church.« Sie kreiste auch die Kirche ein und zog eine Verbindungslinie.
»Sieh mal, wo wir überall gewesen sind. Sieh dir das Muster an.«