Der Splitter im Auge Gottes
- Автор: Нивен Ларриё, Пурнель Джерри
- Год: 2013
- Язык: немецкий
- Год: Wilhelm Heyne
- ISBN: 3-453-21532-X
- Переводчик: Yoma Cap
- Жанр: Космическая фантастика
Электронная книга - «Der Splitter im Auge Gottes». Краткое содержание книги:
Der Splitter ist ein Werk über die Begegnung von Menschen mit einer anderen hochentwickelten Spezies. Niven und Pournelle haben dafür ein schlüssiges Universum generiert und sich weitgehend an die Erkenntnisse der Physik und Astronomie gehalten.
»Verdammt, ja, hätte es! — Entschuldigung, Sir.«
»Alles in Ordnung, Whitbread?« Eine neue Stimme. Der Kapitän.
»Ja, Sir. Ich nähere mich jetzt dem fremden Boot. Aha, da kommt das Split. Es springt zum Taxi rüber.« Whitbread stoppte seinen Flug und beobachtete das Wesen. Es schwebte vorbei wie ein Haufen Wasserbälle, aber der Sprung war geschickt und genau angesetzt. In einer durchsichtigen Blase, die an seinem Rumpf befestigt war, zappelten zwei kleine Gestalten. Das Split kümmerte sich nicht um sie.
»Ein perfekter Sprung«, brummte Whitbread. »Aber knapp wird’s — uff!« Das fremde Wesen war schon ziemlich langsam geworden, als es durch die Schleusenöffnung des Taxis schwebte, genau in der Mitte, so dass es nirgendwo den Rand streifte. »Es muss eine fantastische Körperbeherrschung haben.«
»Whitbread, ist dieses Wesen jetzt in Ihrem Boot? Ohne Sie?«
Der gefährliche Unterton in der Stimme des Kapitäns ließ Whitbread zusammenzucken.
»Ja, Sir. Aber ich folge ihm sofort.«
»Tun Sie das, Mister!«
Das Split stand beim Pilotensitz und untersuchte die Steuerungsinstrumente eingehend.
Plötzlich griff es nach den Riegeln, die die Deckplatte festhielten, und begann sie zurückzuschieben. Whitbread japste entsetzt und stürzte hin, um das Split an der Schulter zu packen. Es beachtete ihn nicht.
Whitbread legte seinen Helm an den des fremden Wesens. »Lass das sofort sein!« brüllte er. Dann deutete er auf den Passagiersitz. Das Split richtete sich auf, drehte sich um und schwang sich auf den sattelförmigen Sitz. Es passte nicht recht darauf.
Whitbread wandte sich erleichtert dem Steuerpult zu und begann, das Taxi zurück zur Mac Arthur zu manövrieren.
Er stoppte das Boot genau vor dem sauberen Tunnel, den Sinclair im Feld der Mac Arthur geöffnet hatte. Das fremde Raumboot war jetzt durch den Rumpf des Kriegsschiffs verdeckt. Das Hangardeck lag genau jenseits des Tunnels, und der Kadett hätte brennend gern sein Boot selbst durchgeschleust, um dem zusehenden Fremden seine Steuerkünste zu demonstrieren, aber er wusste nur zu gut, dass er das nicht wagen durfte. Er wartete, und sein Passagier wartete.
Einige Männer in Raumanzügen schwebten vom Hangardeck herauf. Sie zogen Kabel hinter sich her. Sie winkten, als sie am Taxi angelangt waren, und Whitbread winkte zurück. Einen Augenblick später schaltete Sinclair die Winde ein, die das Boot in die Mac Arthur zog. Als es das Hangartor passiert hatte, wurden weitere Kabel an der Oberseite des Taxis befestigt. Als diese sich spannten, kam das Boot zum Stillstand, und die großen Hangartüren glitten zu.
Das Split beobachtete alles aufmerksam, wobei es den ganzen Körper von einer Seite auf die andere drehte. Whitbread wurde an eine Eule erinnert, die er einmal in einem Zoo auf Sparta gesehen hatte. Erstaunlicherweise schauten sich auch die kleinen Exemplare im Plastiksack alles aufmerksam an. Sie machten offensichtlich dem großen Split alles nach. Als das Taxi endlich in Ruheposition war, zeigte Whitbread auf die Luftschleuse. Durch das Panzerglas konnte er draußen Kelley und ein Dutzend bewaffnete Infanteristen sehen.
Rod Blaines Kommandoplatz zeichnete sich durch eine Reihe von zwanzig Bildschirmen aus, die im Halbkreis davor angeordnet waren, weswegen jeder Wissenschaftler an Bord der Mac Arthur unbedingt neben ihm sitzen wollte. Um die Streitereien zu beenden, blieb Rod nichts anderes übrig, als Gefechtsbereitschaft anzuordnen und alle Zivilisten von der Brücke zu weisen. Jetzt beobachtete er eben, wie sich Whitbread in sein Boot hineinzog.
Durch die Kamera, die in Whitbreads Helm eingebaut war, konnte Blaine das fremde Wesen sehen, wie es sich über die Steuerinstrumente beugte, wie es größer zu werden schien, als der Kadett zu ihm hinstürzte. Blaine drehte sich zu Renner um. »Haben Sie das gesehen?« »Mhm. Sir, dieses Wesen — also, Käptn, ich könnte schwören, es wollte die Steuerkonsole auseinandernehmen.«
»Das glaube ich auch.« Gespannt sahen die beiden Männer zu, wie Whitbread das Taxi zur Mac Arthur zurücksteuerte. Blaine konnte verstehen, dass der Junge sich nicht nach seinem Passagier umsah, während er mit der Steuerung zu tun hatte, aber … Nun, man ließ ihn am besten in Ruhe. Dann wurden die Kabel an dem Boot festgemacht, und es wurde in den Hangarraum gezogen.
»Kapitän!« Das war Staley, der wachhabende Kadett, doch Rod hatte es im gleichen Moment gesehen: Die meisten Kameras und etliche Geschütze waren auf das Raumtaxi eingestellt, alles übrige verfügbare Gerät zielte auf das fremde Boot — und es war aktiv geworden.
Ein blauer Lichtschweif war am Heck des Split-Bootes aufgeflammt — die Farbe deutete Cerenkov-Strahlung an. Das blaue Feuer strömte an dem schlanken Silberstachel am Heck entlang. Plötzlich entstand daneben ein sehr heller, weißer Lichtstreifen.
»Dieses Boot da nimmt Fahrt auf, Kapitän«, meldete Sinclair.
»Verdammt noch mal!« Rod sah das auch auf seinen eigenen Schirmen, und außerdem, dass die Geschütze seines Schiffs das fremde Boot im Visier behielten.
»Genehmigung zum Feuern?« fragte der Geschützoffizier an.
»Nein!« Aber wohin wollte das Boot? fragte sich Rod. Nun, darüber konnte man sich noch den Kopf zerbrechen, wenn Whitbread wieder an Bord war, sagte er sich. Das fremde Boot konnte nicht entkommen. Und das fremde Wesen noch viel weniger.
»Kelley!«
»Sir!«
»Ein Trupp zur Luftschleuse. Eskortieren Sie Whitbread und dieses Wesen zum Empfangsraum. Höflich, Kelley, höflich, aber achten Sie darauf, dass es nirgendwo sonst hinkommt.«
»Aye, aye, Käptn.«
»Erster?« rief Blaine.
»Ja, Sir«, antwortete Cargill.
»Sie hatten das Bild von Whitbreads Helmkamera die ganze Zeit, die er in diesem Boot war, auf Ihrem Schirm?«
»Ja, Sir.«
»Irgendeine Chance, dass noch ein zweites Wesen an Bord war?«
»Nein, Sir. Dazu war nicht genug Platz. Oder, Sandy?« »Aye, Käptn«, meldete sich Sinclair. Blaine hatte eine Verbindung zur Achterbrücke und zum Maschinenraum geschaltet. »Nicht, wenn dieses Viech noch Treibstoff an Bord hatte. Und Türen haben wir auch keine gesehen.«
»Wir haben auch die Luftschleuse nicht gesehen, bis sie aufging«, erinnerte ihn Blaine.
»Gab’s irgend etwas, das eine Waschkabine oder so was hätte sein können?«
»Käptn, wir haben doch die Toilette gesehen? Ich hab jedenfalls das Ding auf der Steuerbordseite in der Nähe der Luftschleuse dafür gehalten.«
»Hm. Dann ist dieses Boot auf Autopilot geschaltet — sind Sie beide auch dieser Meinung? Aber wir haben nicht gesehen, wie das Split ihn programmierte.«
»Nein, aber wie es praktisch die ganze Steuerkonsole umbaute, Kapitän«, sagte Cargill.
»Guter Gott! Glauben Sie, dass die Splits auf diese Weise ihre Steuerung …« »Kommt mir ziemlich umständlich vor, aber das Viech hat ja sonst nichts getan, was nach Autopilot-Programmieren ausgesehen hätt’«, überlegte Sinclair laut. »Und verdammt flink war’s damit, Sir. Käptn, glauben Sie, ’s hat ’n Autopiloten gebaut?«
Auf einem von Rods Schirmen flammte ein greller Lichtfleck auf. »Haben Sie das gesehen? Ein blauer Lichtblitz in der Luftschleuse des fremden Boots. Wozu war das wohl?«
»Um diese Parasiten wegzuputzen?« meinte Sinclair.
»Kaum. Das hätte das Vakuum schon besorgt«, wandte Cargill ein.
Whitbread kam auf die Brücke und nahm vor Blaines Kommandositz Haltung an. »Melde mich zurück, Sir.«
»Gut gemacht, Mr. Whitbread«, sagte Rod. »Äh — haben Sie eine Ahnung, wozu es diese zwei kleinen Tiere mit an Bord gebracht hat?«
»Nein, Sir — vielleicht ein Geschenk? Damit wir eins sezieren können?«
»Möglich. Wenn wir nur wüssten, was diese Tiere sind. Aber jetzt sehen Sie sich mal das an.« Blaine wies auf die Bildschirme.