Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Природа и животные » Die letzten ihrer Art. Eine Reise zu den aussterbenden Tieren unserer Erde.
Die letzten ihrer Art. Eine Reise zu den aussterbenden Tieren unserer Erde. - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die letzten ihrer Art. Eine Reise zu den aussterbenden Tieren unserer Erde.

Электронная книга - «Die letzten ihrer Art. Eine Reise zu den aussterbenden Tieren unserer Erde.». Краткое содержание книги:

Das Buch
Die eigentliche Profession des Briten Douglas Adams ist das Verfassen von Kultbüchern aus der Science-fiction-Ecke spaßig-hintergründige Weltraumodyssee Per Anhalter durch die Galaxis hat ihm eine weltweite, treue Fangemeinde beschert. Die Expedition, die er hier zusammen mit dem Zoologen Mark Carwardine beschreibt, ist keine Fiktion, und ihr Hintergrund ist durchaus ernst: Es ist eine Reise um die ganze Welt zu den aussterbenden Tierarten unserer Erde. Aber so ernst das Thema auch ist, in Douglas Adams' spritziger Feder wird es zum vergnüglichen Lesestoff. Egal, ob es zu den letzten 20 weißen Nashörnern in Zaire geht, zu den Kakapos, den größten, dicksten und flugunfähigsten Papageien der Welt auf Neuseeland oder zu den Riesenechsen auf der Insel Komodo – diese Spezies findet Adams übrigens nicht nur des penetranten Mundgeruchs wegen gänzlich unsympathisch –, komische Situationen ergeben sich bei so einem abenteuerlichen Unternehmen zwangsläufig. Man muß sie nur erzählen. Und genau das tun Adams und Carwardine in der sicherlich ungewöhnlichsten Reportage über die bedrohten Tierarten der Erde.
Die Autoren
Douglas Adams ist einer der erfolgreichsten englischen Autoren. Vor allem seine absurd-komischen Science-fiction-Romane haben ihm Weltruhm eingebracht.
Mark Carwardine, ein international bekannter Zoologe, hat für den World Wildlife Found (WWF) gearbeitet und bereits mehrere Sachbücher veröffentlicht
Titel der Originalausgabe
LAST CHANCE TO SEE ...
1 ... 34 35 36 37 38 39 40 41 42 ... 58
Перейти на страницу:

»O ja, die ist ganz bestimmt frisch«, sagte Arab. »Also waren wir bisher noch nie so nah...?« Arab zuckte die Achseln. »Ja, sieht so aus«, sagte er. »Muß aber nicht heißen, daß wir einen finden. Man kann praktisch auf einem draufstehen und ihn trotzdem übersehen. Alles deutet darauf hin, daß hier am frühen Abend ein Kakapo ziemlich aktiv war, kurz nachdem wir gegangen sind. Was bedeutet, daß wir ziemlich schlechte Karten haben, weil es heute nacht geregnet hat und die Fährten zum Teil verwaschen sind. Es gibt hier jede Menge Fährten, nur leider keine eindeutigen. Wer weiß, vielleicht haben wir Glück.« Wir schleppten uns weiter. Mag sein, daß es jetzt kein Schleppen mehr war. Mag sein, daß unsere Schritte vorübergehend etwas schwungvoller waren, aber als eine halbe Stunde und dann eine Stunde verstrich und die Sonne allmählich höher in den Himmel kletterte, wurde Arab wieder einmal zu einem weit, weit vor uns durch die Bäume schwebenden Gespenst, bis wir ihn schließlich ganz aus den Augen verloren. Schlagartig wich der Schwung aus unseren Schritten. Wir stolperten weiter, geführt von den schwachen Geräuschen von Boss' Glocke, die uns noch immer von der leichten Brise zugeweht wurden, aber dann hörte auch das auf, und wir hatten uns verirrt.

Ron war uns, mit nach wie vor lärmender schottischer Begeisterung, ein Stück vorausgehüpft, geriet jetzt jedoch genau wie wir ins Schwimmen, was den richtigen Weg betraf. Wir kletterten über eine dicht mit Farnen und Baumstumpfen bedeckte Böschung, die zu einer breiten, flachen Senke hinunterführte, in der Ron stand und sich perplex umschaute. Beim Versuch, den matschigen, in die Senke führenden Abhang zu meistern, verlor Gaynor den Halt und rutschte elegant auf dem Hintern nach unten. Ich verfing mich mit meinem Kamerariemen in dem weit und breit einzigen Ast, der nicht bei der leichtesten Berührung abbrach. Mark blieb stehen, um mir beim Entheddern zu helfen. Ron, der wieder mit der Schottenhüpferei angefangen hatte, hoppelte den gegenüberliegenden Abhang hinauf und rief nach Arab.

»Können Sie ihn sehen?« rief Mark.

Mir kam plötzlich eine Idee. Wir hatten uns verirrt, weil Boss' Glocke zu klingen aufgehört hatte. Da Mark offenbar genauso urplötzlich dieselbe Idee gekommen war, platzten wir beide gleichzeitig los. »Haben sie einen Kakapo gefunden?«

Ein Ruf ertönte.

Gaynor drehte sich zu uns um und schrie: »Sie haben einen Kakapo!«

Urplötzlich fingen wir alle mit der Schottenhüpferei an.

Mit viel Geschrei und Hallo kletterten und schlitterten wir hektisch über den Boden der Senke, zerrten uns auf der anderen Seite nach oben und rutschten hinunter in die nächste Senke, an deren gegenüberliegender Seite, auf einer moosbewachsenen Böschung vor einem steilen Abhang, sich ein äußerst eigentümliches Gruppenbild bot.

Es dauerte einen Augenblick, bis ich herausgefunden hatte, womit die Szene Ähnlichkeit hatte, und als es mir klar wurde, blieb ich kurz stehen und näherte mich dann wesentlich behutsamer.

Es war wie ein Marienbildnis.

Arab saß im Schneidersitz auf der moosbewachsenen Böschung, und sein langer, nasser, graumelierter Bart floß ihm in den Schoß. Und in seine Arme gebettet lag, sanft in seinen Bart geschmiegt, ein großer, dicker, verdreckter, grüner Papagei. In stiller Bereitschaft stand Boss neben ihnen und betrachtete sie aufmerksam mit schiefgelegtem Kopf.

Angemessen schweigsam gingen wir zu ihnen hinauf. Aus Marks Kehle drangen leise Grunzlaute.

Der Vogel war sehr ruhig und sehr reglos. Er schien nicht beunruhigt zu sein, schien aber genausowenig zu wissen, was vor sich ging. Der Blick aus seinen großen, schwarzen, ausdruckslosen Augen verlor sich irgendwo in der Ferne. In seinem Schnabel hielt er, zart, aber bestimmt, Arabs rechten Zeigefinger, von dem Blut heruntertröpfelte, und das schien eine sehr beruhigende Wirkung auf den Vogel zu haben. Arab versuchte behutsam, ihn wegzuziehen, aber dem Kakapo gefiel der Finger, und Arab ließ ihn schließlich, wo er war. An Arabs Hand tröpfelte noch ein bißchen mehr Blut herab und vermischte sich mit dem Regenwasser, von dem sowieso schon alles durchtränkt war.

Mark murmelte zu meiner Rechten, welche Ehre es sei, von einem Kakapo gebissen zu werden, was ein für mich kaum nachzuvollziehender Standpunkt war, aber ich hielt den Mund.

Wir fragten Arab, wo er ihn gefunden habe.

»Der Hund hat ihn gefunden«, sagte er. »Ich vermute mal. so ungefähr zehn Meter diesen Hügel rauf, unter dem umgeknickten Baum da. Und als der Hund zu nah rankam, hat unser Freund das Weite gesucht und ist bis hierher runtergelaufen, wo ich ihn eingefangen habe. Er ist aber in guter Verfassung. An seiner schwammigen Brust kann man sehen, daß er dieses Jahr kurz vor dem Balzen steht. Das ist sehr erfreulich. Es bedeutet, daß er sich nach der Umsiedlung gut eingelebt hat.«

Der Kakapo rutschte ein Stück in Arabs Schoß herum und drückte sein Gesicht tiefer in den Bart. Arab strich ihm sehr sanft über die klammen, gesträubten Federn.

»Er ist ein bißchen nervös«, sagte er. »Wahrscheinlich wegen der Geräusche. So verdreckt sieht er nur aus, weil er naß ist. Er hat wohl an einem trockenen Plätzchen gesessen, als Boss ihn gewittert hat, und ist wahrscheinlich vom Geräusch der Glocke oder dem zu nah herankommenden Hund verscheucht worden und den Hügel runtergerannt und wollte nicht mal aufhören zu laufen, als ich ihn längst hatte. Er hält mich nur ein bißchen fest, mehr nicht. Wenn er den Druck erhöhen wollte...« Er zuckte die Achseln. Der Kakapo hatte unverkennbar einen sehr kraftvollen Schnabel. Es sah aus, als habe man ihm einen großen, mit Horn gepanzerten Dosenöffner ins Gesicht geschweißt.

»Er ist absolut nicht so entspannt wie viele andere Vögel«, murmelte Arab. »Eine Menge Vögel sind wirklich entspannt, wenn man sie in der Hand hält. Ich möchte ihn nur nicht zu lange festhalten, weil er naß ist und fürchterlich frieren wird, wenn das Wasser bis auf die Haut dringt. Ich lasse ihn jetzt besser wieder frei.«

Wir traten zurück. Vorsichtig beugte sich Arab mit dem Vogel vor, der seine großen, kräftigen Krallen ausstreckte und schon nach dem Boden scharrte, bevor er überhaupt unten war. Zuletzt ließ er Arabs Finger los, stabilisierte seine Lage auf dem Boden, senkte den Kopf und machte sich dann mit kleinen Schritten davon.

Überglücklich verputzten wir am Abend in der Wildhüterhütte die verbliebenen Biere und vertieften uns in die Aufzeichnungen über sämtliche Kakapos, die nach Codfish Island verlegt worden waren.

Arab hatte sich die am Bein des Vogels befestigte Kenn-Nummer notiert – 8-44263. Er hieß Ralph. Er war vor fast genau einem Jahr von Pegasus Harbour, Stewart Island, nach Codfish umgesiedelt worden.

»Das sind gute Neuigkeiten«, sagte Ron. »Das sind wirklich sehr, sehr gute Neuigkeiten. Wenn dieser Kakapo schon ein Jahr nach seiner Umsiedlung wieder mit dem Schreien und Balzen beginnt, ist das der bisher deutlichste Hinweis darauf, daß unser Umsiedlungsprojekt funktioniert. Ihr wißt ja, daß wir euch nicht hierhaben wollten und daß wir wegen des Risikos, sie zu erschrecken, keine Kakapos aufspüren wollten, aber wie's aussieht... Also, das ist eine sehr wertvolle Information und wirklich sehr ermutigend.«

Ein paar Tage später stehen wir oben auf Kakapo-Castle im Fjordland und erzählen Don Merton, daß wir unser Verhalten für entschuldbar halten.

»O ja, das denke ich auch«, sagt er. »Mag sein, daß Sie ein bißchen angeeckt und ein paar Leuten auf die Füße getreten sind, aber dafür haben Sie ja auch wirklich etwas in Bewegung gebracht. Die Pressekonferenz hat viel bewirkt, und soweit ich gehört habe, steht die Entscheidung an, das Kakapo-Schutzprogramm ganz oben auf die Dringlichkeitsliste des DOC zu setzen, was wohl bedeutet, daß man uns mehr Mittel zur Verfügung stellen wird. Ich hoffe nur, daß das alles nicht zu spät kommt.

1 ... 34 35 36 37 38 39 40 41 42 ... 58
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)