Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Научная фантастика » Einsteins Erben (Phantastische Bibliothek) [сборник]
Einsteins Erben (Phantastische Bibliothek) [сборник] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Einsteins Erben (Phantastische Bibliothek) [сборник]

Электронная книга - «Einsteins Erben (Phantastische Bibliothek) [сборник]». Краткое содержание книги:

Lange bevor Cyberspace und virtuelle Welten zu einem festen Bestandteil der allgemeinen Diskussion wurden, hat sich Herbert W. Franke (geb. 1927), theoretischer Physiker, Kybernetikfachmann, Pionier der Computerkunst und Science-fiction-Autor, in seinen wissenschaftlichen und belletristischen Arbeiten mit diesen Themen auseinandergesetzt. Mit Einsteins Erben liegen drei der erfolgreichsten Bücher von H. W. Franke wieder vor: In seinem Roman Zone Null entwirft er in Form eines spannenden Expeditionsberichts das Bild einer computerisierten Zivilisation, deren Angehörige, aller materiellen Sorgen enthoben, sich ganz dem widmen können, was sie interessiert: der Forschung, der Kunst, dem Spiel. Aber ist solch ein technisches Paradies ein erstrebenswertes menschliches Ziel? In Ypsilon minus zeigt Franke eine totalitäre Technokratie, in der elektronische Überwachungsanlagen die absolute Kontrolle aller Menschen ermöglichen. Beides, totale Freiheit und totale Kontrolle, sind Extremfälle der technischen Entwicklung. Sind warnende Beispiele für falsche zivilisatorische Entwicklungen. Probleme und ihre Lösung bilden auch den Kern des Erzählbandes Einsteins Erben: Informationsexplosion, Überbevölkerung, Umweltverschmutzung, die Anwendung von Kybernetik und Biotechnik sind die Themen dieser Erzählungen, die »an wissenschaftlicher Phantastik und spannendem Aufbau nicht zu wünschen übriglassen« (Neue Zürcher Zeitung).
1 ... 28 29 30 31 32 33 34 35 36 ... 129
Перейти на страницу:

Sobald eine Kabine hielt und sich die Tür öffnete, trat er ein, obwohl sie schon stark besetzt war, und drängte sich zwischen die anderen Männer.

»Ist er das?«

Aus dem Hintergrund antwortete eine weibliche Stimme: »Ja.« Er wandte sich nach rechts und erkannte Gunda, die sich hinter einer Atemmaske versteckte.

Plötzlich fühlte er sich festgehalten, Finger glitten in seine Taschen, der Overall wurde ihm aufgerissen, das Innenfutter abgetastet. »Nichts zu finden!«

»Weiter – er muß sie bei sich haben!«

Nun rissen sie ihm die Kleider regelrecht vom Leib, zogen ihm die Schuhe aus, musterten jeden Quadratzentimeter. Er stand nackt zwischen ihnen, noch immer von kräftigen Händen gehalten.

»Nichts!« sagte ein Mann und drehte sich zu Gunda um. Ihr Gesicht war wutentbrannt. »Sag, wo du sie versteckt hast! Los, sag es!«

Ben schwieg.

»Sollen wir ihn bearbeiten?« Einer faßte ihn an der Kehle und bog ihm den Kopf hoch.

Gunda zögerte einen Moment, dann sagte sie: »Laßt ihn! Wir haben keine Zeit.«

Wie an der Anzeigelampe zu ersehen war, waren sie im Kellergeschoß angelangt. Als sich die Tür geöffnet hatte, erhielt Ben einen Tritt, seine Sachen wurden ihm nachgeworfen. Die Tür klappte zu, und die Kabine entzog sich seinen Blicken. Rasch zog sich Ben wieder an. An einigen Stellen seiner Kleider waren Risse entstanden, und er mußte sich bemühen, die Löcher zu verdecken. Er hatte das Gefühl, daß ihm nicht mehr viel Zeit blieb, und lief rasch die Treppen hinauf.

17.

Draußen war es dunkel geworden, wie immer lag schmutziger Nebel in den Straßen, und die Menschen hatten ihre Atemfilter umgebunden.

Ben nahm sich keine Zeit dazu. Er rief ein Schwebecar zu einer Sonderfahrt, stieg ein und ließ sich zur Zentrale bringen. Das Tor war geschlossen, aber er hatte seine Kennkarte präpariert, und so öffnete es sich prompt, als er sie einsteckte. Als es hinter ihm zugefallen war, drehte er sich plötzlich um: Es kam ihm vor, als wäre damit etwas Abschließendes, Endgültiges geschehen. Dann aber sagte er sich, daß dieser Eindruck vielleicht auch durch den ungewohnten Anblick des Gebäudeinneren veranlaßt wurde: er hatte es noch nie außerhalb der Dienststunden gesehen, und schon gar nicht in der Nacht. Es war nur durch die Radiolumineszenzstreifen an Decken und Wänden beleuchtet – ein Licht, das Kontraste verwischte und Gegenstände wie von Staub überzogen aussehen ließ.

Ben vermied es, den Lift zu benutzen, und stieg lieber die Treppen hinauf.

Als er seinen neuen Arbeitsraum betrat, blieb er wie erstarrt stehen: Auch hier hatte eine rücksichtslose Meute gewütet. Die Zerstörungen an den Anlagen berührten ihn mehr als jene in seiner Koje: Alle Verkleidungen waren abgerissen, die Schaltungen geöffnet, unzählige Chips lagen am Boden herum. Auch die Schrankfächer standen offen, sämtliche Kassetten mit Magnetbändern lagen geöffnet herum, die Bänder selbst waren zu endlosen Schlangen auseinandergezogen und bildeten einen unentwirrbaren Klumpen in einer Ecke des Raums. Ben drehte sich um – ganz so überraschend kam dieser Anblick nicht. Er hätte an einen beliebigen anderen Arbeitsplatz gehen können, aber irgend etwas zog ihn in seinen alten Raum zurück. Er lief zwei Etagen abwärts und dann den Gang entlang. Ein wenig hatte er damit gerechnet, daß man auch diese Kammer durchsucht hatte, doch er fand sie unbeschädigt vor.

Er trat ein. Auf dem Pult lagen einige Stifte, daneben ein Notizblock. Auf den Blättern hingeworfene Worte, Daten Also hatte man schon einen Nachfolger für ihn gefunden.

Er zog den Stuhl vom Pult mit der elektrischen Schreibeingabe ab und setzte sich. Mit den geübten Handgriffen, die er schon tausendmal angewandt hatte, stellte er die Verbindung her. Der Leuchtschirm wurde hell. Ein Schriftzug erschien. Eine Kennzahclass="underline" 33-78568700-16 R. Ein Name: sein eigener. Ein Diagramm, eine abwärtslaufende Linie. Ein Kreuz, das das Endergebnis der statistischen Aufnahme anzeigte. Und dann, in einer weiteren Zeile, rot unterstrichen, die neue Einstufung: Y–.

Obwohl Ben damit gerechnet hatte, war er ein paar Sekunden lang benommen vor Schreck. Er schien keine Luft zu bekommen – seine Lungen zogen ächzend den Atem ein …

Dann erholte er sich rasch. Das war im Moment nicht das Wichtigste. Früher oder später hatte es eintreten müssen. Er war darauf zugegangen. Wenn er es sich auch nicht eingestanden hatte, so hatte er es geahnt. Und schließlich war er hierhergekommen, um der anderen Seite zuvorzukommen …

Das System funktionierte, er hatte Zugriff zum Rechenwerk, zum Steuerzentrum, zu den Speichern … Darauf kam es an. Er hatte sich genau eingeprägt, welche Anweisungen er geben mußte, um die Sperren zu durchbrechen, um die es ihm jetzt ging. Dann rief er den Inhalt der Aufzeichnungen auf: sie erschienen prompt auf dem Bildschirm – nüchterne Zahlen, Zeichen, Worte, denen man ihre Brisanz nicht ansah.

Und nun gab Ben jene Anweisung, die die Verbindung herstellte – die die Information genau dorthin leitete, wo sie verwertet werden würde …

Noch einige Befehle – Maßnahmen zur Sicherung: Dieses Programm würde bis zum Ende durchgeführt werden, niemand konnte etwas daran ändern.

Ben legte den Hauptschalter nach links. Der Bildschirm wurde dunkel, die Lämpchen am Eingabepult erloschen. Er war aus dem System ausgeschlossen. Aber dieses System war lebendig, und es folgte dem, der den Schlüssel dazu hatte.

Ben hatte nichts mehr zu tun. Er war ausgepumpt, leer. Er wartete. Er wußte nicht, worauf, aber irgend etwas würde eintreten, das nur noch ihn persönlich betraf, und es war nicht mehr abzuwenden.

Als er Schritte hörte, drehte er nicht einmal den Kopf. Eine Hand legte sich auf seine Schulter … eine Stimme – jene von Oswaldo.

»Ich habe mir gedacht, daß ich dich hier finde.«

Jetzt drehte sich Ben um. »Ist sonst niemand hier?«

»Wer soll noch hier sein? Ich wollte allein mit dir sprechen. Oder suchst du Gunda? Sie ist soeben verhaftet worden. Sie und ihre Mitverschwörer. Du hast die Prüfung bestanden und dich nicht mit ihr verbündet. Dir haben wir es zu verdanken, daß wir ihr auf die Schliche gekommen sind. Du hast den letzten Teil deiner Prüfung bestanden – und meine Erwartungen nicht enttäuscht.« Oswaldo ergriff Bens Hand und schüttelte sie. »Komm mit – hier hast du nichts mehr zu tun.«

Er führte Ben in sein Büro. Hier lag ein neuer, sauberer Overall für ihn bereit. »Du wirst dich säubern wollen, dort ist die Tür zum Waschraum. Und zieh dich um!«

Gedankenverloren folgte Ben den Anweisungen. Er ließ sich kühles Wasser, das nur wenig nach Schwefel roch, über das Gesicht laufen – so lange, bis er glaubte, wieder klar denken zu können.

Oswaldo erwartete ihn im Vorraum und forderte ihn wieder zum Mitkommen auf. Mit dem Lift fuhren sie zum Dachgeschoß, wo ein Turbinentaxi bereitstand. Ben war noch nie in einem geflogen …

Oswaldo setzte sich ans Steuer, Ben neben ihn. Die Kanzel war voll mit Glas verkleidet. Sie hing unter dem Antriebsund Steuerteil – sie hatten Aussicht nach allen Richtungen.

Oswaldo zog den Flugkörper langsam hoch, durch wabernde Nebelfetzen, die im Licht der Scheinwerfer wie eine heftig bewegte Flüssigkeit aussahen. Nach ein paar Sekunden hatten sie die Oberfläche des Nebelmeers erreicht. Sie befanden sich in klarer Luft – in einem Bereich, den Ben erst ein einziges Mal gesehen hatte: von der Wohnterrasse im Hochhaus. Wie weit lag das zurück!

1 ... 28 29 30 31 32 33 34 35 36 ... 129
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)