Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
Ein Kampf um Rom - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Ein Kampf um Rom

Электронная книга - «Ein Kampf um Rom». Краткое содержание книги:

Dahn erzählt vom Kampf und vom Untergang der Ostgoten in Italien nach dem Tode des großen Theoderich von Ravenna. Wir erleben das Ringen um die Macht, hören von den Ostgotenkönigen Witiches und Totila bis zu dem denkwürdigen letzten Kampf der Goten unter Teja am Vesuv.
1 ... 164 165 166 167 168 169 170 171 172 ... 301
Перейти на страницу:

Der alte Hildebrand wollte seinen Widder nicht lassen.

Sich hoch aufrichtend, zerschmetterte er Gregor, dem Byzantiner, mit seinem Steinhammer den hochgeschweiften Helm und das Haupt. Aber gleichzeitig fast stieß ihn selber Lucius Licinius mit dem Schildstachel in den Graben. Cethegus zerhieb mit dem Schwert die Seile der Maschine, die krachend auf den Alten stürzte.

«Jetzt Feuer in die Holzmaschinen, die noch stehen», befahl Cethegus. Rasch loderten deren Balken auf in Flammen. Sogleich kehrten die siegreichen Römer zurück in die Wälle. Da rief Syphax dem Präfekten entgegen: «Gewalt, Herr, Aufruhr und Empörung! Die Byzantiner gehorchen dir nicht mehr! Bessas rief sie auf, das tiburtinische Tor mit Gewalt zu öffnen. Seine Leibwächter drohen, Marcus Licinius anzugreifen und deine Legionäre und Isaurier zu schlachten durch die Hunnen.»

«Das büßen sie!» rief Cethegus grimmig. «Wehe, Bessas! Ich will's ihm gedenken! Auf, Lucius Licinius, nimm den halben Rest der Isaurier! Nein, nimm sie alle! alle! du weißt, wo sie stehn: fasse die Leibwächer des Thrakers von Porta clausa her im Rücken. Und stehn sie nicht ab, - so hau' sie nieder, ohne Schonung, Hilf deinem Bruder! Ich folge gleich!»

Lucius Licinius zauderte. «Und das tiburtinische Tor?» -«Bleibt geschlossen.» - «Und Belisar?»

«Bleibt draußen.» - «Teja und Totila sind schon heran.» -«Desto weniger kann man öffnen. Erst Rom: dann alles andere. Gehorche, Tribun!»

Cethegus blieb noch, die Ausflickung des pankratischen Tores anzuordnen. Das währte sehr geraume Zeit. «Wie ging es, Syphax?» fragte dieser leise. «Lebt er wirklich?» - «Er lebt noch. »

«Tölpel, diese Goten!»

Da kam ein Bote von Lucius. «Dein Tribun läßt melden: Bessas gibt nicht nach: - schon ist das Blut deiner Legionäre am tiburtiner Tor geflossen. Und Asgares und deine Isaurier zögern, einzuhauen. Sie zweifeln an deinem Ernst.» - «Ich will ihnen meinen Ernst zeigen!» rief Cethegus, warf sich aufs Pferd, verließ diesen Teil der Stadt und jagte wie der Sturmwind davon.

Weit war sein Weg: über die Tiberbrücke des Janiculum, am Kapitol vorbei, über das Forum Romanum, durch die Sacra Via und den Bogen des Titus, die Thermen des Titus rechts lassend, über den Esquilin hinaus, endlich durch das esquilinische Tor an das tiburtinische Außentor: - ein Weg vom äußersten Westen an den äußersten Osten der weitgestreckten Stadt.

Hier, hinter dem Tore, standen die Leibwächter von Bessas und Belisar mit gedoppelter Front. Die eine Schar schickte sich an, die Legionäre und Isaurier des Präfekten unter Marcus Licinius an der Torwache zu überwältigen und das Tor mit Gewalt zu öffnen, während die zweite Front mit gefällten Speeren der Masse der andern Isaurier gegenüberstand, die Lucius vergeblich zum Angriff befehligte.

«Söldner», rief Cethegus, das schnaubende Roß dicht vor deren Linie anhaltend, «wem habt ihr geschworen: mir oder Belisar?» - «Dir, Herr», sprach Asgares, ein Anführer, vortretend, «aber ich dachte.» - Da blitzte das Schwert des Präfekten, und tödlich getroffen stürzte der Mann. «Zu gehorchen habt ihr, eidbrüchige Schurken, nicht zu denken!»

Entsetzt standen die Söldner. Aber Cethegus befahl ruhig: «Die Speere gefällt! Zum Angriff! Mir nach!» Und die Isaurier gehorchten ihm und nun, - ein Augenblick noch, und es begann in Rom selbst der Kampf.

Aber da erscholl von Westen, von der Richtung des aurelischen Tores her ein furchtbares, alles übertäubendes

Geschrei: «Wehe, Wehe, alles verloren! Die Goten über uns! Die Stadt ist genommen!»

Cethegus erbleichte und blickte zurück. Da sprengte Kallistratos heran, Blut floß ihm über Gesicht und Hals. «Cethegus», rief er, «es ist aus! Die Barbaren sind in Rom! Die Mauer ist erstiegen.» - «Wo?» fragte der Präfekt tonlos. «Am Grabmal Hadrians!» - «O mein Feldherr!» rief Lucius Licinius, «ich habe dich gewarnt.»

«Das war Witichis!» sagte Cethegus, die Augen zusammendrückend.

«Woher weißt du das?» staunte Kallistratos. «Genug, ich weiß es.» Es war ein furchtbarer Augenblick für den Präfekten.

Er mußte sich sagen, daß er, rücksichtslos seinen Plan zum Verderben Belisars verfolgend, eine Spanne Zeit Rom übersehen hatte. Er biß die Zähne in die Unterlippe.

«Cethegus hat das Grabmal Hadrians entblößt! Cethegus hat Rom ins Verberben gestürzt!» rief Bessas an der Spitze der Leibwächter.

«Und Cethegus wird es retten!» rief dieser, sich hoch im Sattel aufrichtend. «Mir nach, alle Isaurier und Legionäre.» -«Und Belisar?» flüsterte Syphax. - «Laßt ihn herein. Erst Rom, dann alles andre! Folgt mir!» Und im Sturmflug sprengte er zurück, des Weges, den er gekommen. Nur wenige Berittene konnten ihm folgen: im Laufe eilte sein Fußvolk, Isaurier und Legionäre, nach.

Dreizehntes Kapitel

Draußen vor dem tiburtinischen Tor ward es zu gleicher Zeit stiller. Ein Bote hatte die gotischen Reiter von dem überflüssigen Gefechte abgerufen. Sie sollten hier innehalten und alle verfügbare Mannschaft um die Stadt und über den Fluß eilig an das aurelische Tor senden, durch welches man soeben in die Stadt eingedrungen sei: dort brauche man alle Kräfte. Die Reiter jagten, rechtsum schwenkend, nach jenem Tor, wo sich jetzt alles zusammendrängte. Aber ihr eigenes Fußvolk, stürmend an den zwischenliegenden fünf Toren: der Porta clausa, nomentana, salaria, pinciana und flaminia, versperrte ihnen den Weg so lange, daß sie zu der Entscheidung zu spät kamen, die am Grabmal des Hadrian gefallen war.

Wir erinnern uns der Lage dieses Lieblingsplatzes des Präfekten: dem vatikanischen Hügel gegenüber, einen Steinwurf etwa vor dem aurelischen Tor gelegen, mit diesem durch Seitenmauern verbunden und überall, außer im Süden, wo der Fluß decken sollte, durch neue Wälle geschützt ragte die «moles Hadriani», ein gewaltiger, runder Turm von festestem Bau. Eine Art Hofraum umgab das eigentliche Gebäude: vor der ersten, äußeren Deckungsmauer im Süden floß der Tiber. Auf den Zinnen dieser Außenmauer, in dem Hofraum und auf den Zinnen der Innenmauer lagerten sonst die Isaurier, die der Präfekt zu übler Stunde hinweggezogen hatte, seinen Plan gegen Belisar durchzusetzen. Auf den Zinnen der Innenmauer aber standen die zahlreichen Statuen von Marmor und Erz, deren drittes Hundert das Geschenk des Kallistratos vervollständigt hatte.

Der König der Goten hatte sich für heute in der Mitte des großen Halbkreises, den die Barbaren auch um die Westseite auf dem rechten Tiberufer, um die Stadt gezogen, auf dem Felde Neros zwischen dem pankratischen (alten aurelianischen) und dem (neuen) aurelianischen Tor, wo sonst nur Graf Markja von Mediolanum lagerte, eine zurückgenommene, abwartende Stellung gewählt. Er baute seinen Plan darauf, daß der allgemeine Sturm gegen alle Tore notwendig die Kräfte der Belagerten werde zersplittern müssen: und sowie an irgendeinem Punkt durch Hinwegziehung eine Blöße entstehen würde, gedachte er, sie sofort zu benützen.

1 ... 164 165 166 167 168 169 170 171 172 ... 301
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)