Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Die Zwerge
Die Zwerge - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Zwerge

Электронная книга - «Die Zwerge». Краткое содержание книги:

Tapfer bewachen die Zwerge des fünften Stammes den Steinernen Torweg, um das Geborgene Land, in dem Menschen, Zauberer und Elben in Frieden leben, vor den üblen Geschöpfen des Gottes Tion zu schützen. Doch eines Tages reicht die Kraft der Äxte nicht mehr aus: Orks und Oger stürmen in riesigen Horden das Tor. Das Tote Land drängt voran und bringt Siechtum und Tod über die tapferen Zwerge; wer auf seinem Boden stirbt, kehrt als untoter Sklave des Bösen zurück. Und zu allem gesellen sich die Albae, grausame Wesen voller Macht und Heimtücke. Der Steinerne Torweg fällt und mit ihm der letzte Zwerg aus dem Stamm der Fünften.
Tausend Sonnenzyklen später wehren sich die Menschen verzweifelt gegen die mörderischen Orks. Zwar haben die sechs großen Zauberer das Tote Land mithilfe von Magischen Schranken aufhalten können, aber unter den Herrschern des Geborgenen Landes befindet sich ein Verräter, und schon erobern Albae die Haine der Elben. In diesen unsicheren Zeiten macht sich der Zwerg Tungdil auf Geheiß des mächtigen Magiers Lot-Ionan, seines Ziehvaters, auf einen Botengang - der unversehens zu einem schicksalhaften Abenteuer auf Leben und Tod gerät...
1 ... 157 158 159 160 161 162 163 164 165 ... 174
Перейти на страницу:

Während sie sich stärkten, gesellten sich weitere Elben zu ihnen, die sich rechts und links von ihrem Herrscher auf geschnitzten Stühlen niederließen und sie unverhohlen musterten.

Rodario nahm etwas von dem Wasser, um seine kaum noch vorhandene Tinte zu verdünnen. »So hält sie länger«, zwinkerte er.

»Nun«, hob der Elbenfürst an, »lasst uns über das sprechen, was euch nach Âlandur führte. Wir wollen auch noch die letzte Kleinigkeit eurer Abenteuer erfahren, damit wir eine Entscheidung treffen können. Sprecht die Wahrheit, denn eine Lüge würden wir sofort erkennen.«

Ich muss es schaffen, sie zu überzeugen. Nach einem kurzen Blick in die Runde erhob sich Tungdil. Er schaute in die aufmerksamen Gesichter der Wesen, die bis vor wenigen Sonnenumläufen als ärgste Widersacher seines Volkes angesehen wurden, doch das Treffen mit Giselbart hatte die Lage verändert. Jetzt lag es in seinen Händen, jenes Bündnis zu schmieden, von welchem der Großkönig Gundrabur geträumt hatte. Sei ein Gelehrter, mahnte er sich selbst. Seine Aufregung wuchs, er musste erst einen Schluck Wasser nehmen, dann begann er seinen Bericht, eine Hand an den Gurt des Fünften gelegt.

Er redete und redete, sah die Sterne hinter dem Mosaikfenster wandern, sah, wie aus dem schwarzen Himmel ein dunkelblauer wurde, wie die Gestirne verblassten und der Morgenröte wichen, und als die Sonne sich vollends über dem Geborgenen Land erhob und durch die grauen Schneewolken schien, endete seine Erzählung.

Liútasil hatte seine dunkelblauen Augen nicht einen Moment abgewandt, sondern die ganze Zeit über aufmerksam zugehört. »So wurde aus dem Wettstreit um den Thron des Großkönigs ein viel bedeutenderes Unterfangen«, sagte er langsam. »Ihr habt viel erlebt, man sieht es euren Gesichtern an.«

»Das ist wahr gesprochen, wir haben sehr viel erlebt und überlebt.« Andôkai stand auf, ihre Augen blitzten, ihr stürmisches Temperament ertrug das Warten nicht länger. »Es bleibt uns keine Zeit mehr. Wir haben genug geredet, Fürst Liútasil. Entscheidungen sind zu fällen, um überhaupt noch etwas an den Geschicken unseres Landes verändern zu können.« Sie trat einen Schritt nach vorn und war sich ihrer Wirkung durchaus bewusst. »Wie entscheidest du dich, Liútasil?« Ihr Blick schweifte herausfordernd über sein feines Antlitz. »Wie entscheiden sich die Elben?«

IX

Das Geborgene Land, das Elbenreich Âlandur,

im Winter des 6234sten Sonnenzyklus

»Ich fasse es nicht!« Boїndil wollte gar nicht mehr aufhören, sich aufzuregen, und schwang sich in Lore. »Bedenkzeit! Die Spitzohren haben sich Bedenkzeit erbeten! Wenn ich das nur höre! Wie lange wollen sie denn denken? Wenn Nôd’onn gewonnen hat und die Albae ihren Wald niederbrennen, ist es zu spät.« Wütend hieb er gegen den Haltegriff. »Ich könnte vier El... Orks in der Mitte durchhauen!«

Der Großkönig wird enttäuscht sein. Tungdil begab sich ernüchtert neben ihn auf den Sitz. »Mir ergeht es ebenso wie dir«, gestand er. »Ich habe geglaubt, Liútasil setzt sich gegen die Stimmen der Zauderer mit einem Machtwort durch, aber da habe ich mich wohl geirrt.«

Furgas betrachtete derweil die Schienen und lief einige Schritte in den Tunnel, um den Zustand der Gleise zu prüfen. »Es sieht gut aus. Sie sind zwar verrostet, doch ihre Festigkeit haben sie nicht verloren. Die Holzbalken sind hart wie Eisen.« Zufrieden kehrte er zu ihnen zurück und setzte sich neben Narmora. »Unsere Fahrt kann beginnen.«

Sie hatten die Nacht bei den Elben verbracht und in den weichsten Betten geschlafen, die es im Geborgenen Land gab, was den Menschen zwar gefiel, aber den Zwergen bereitete das ungewohnte Lager Kreuzschmerzen. Nach einem einfachen Mahl suchten Tungdil und seine Gefährten den Einstieg zu den Tunneln und fanden ihn; der Öffnungsmechanismus am Felsen, der unter einem dicken Farn verborgen lag, funktionierte tadellos. Sie stiegen hinab und fanden eine einfache Gleisanlage mit vier Loren.

»So.« Rodario verstaute seine Schreibutensilien. »Ich habe den Elben keinen sehr rühmlichen Auftritt in dem Theaterstück verpasst«, verkündete er zufrieden und strahlte. »Das Geborgene Land soll ruhig wissen, dass sie sich aus dem Kampf um die Heimat herausgehalten haben.«

»Immerhin haben wir den Eingang zu dem Tunnel gefunden«, versuchte Balyndis die schlechte Stimmung zu heben.

Ingrimmsch prüfte die Schärfe seiner Beile. »Ja, immerhin. Wir werden sehen, ob wir mit dem Gefährt weit kommen oder ob wir in den Leibern von Schweineschnauzen stecken bleiben, die in den Stollen auf uns warten.« Ein bösartiges Grinsen entstand auf seinem Gesicht. »Das wird endlich wieder ein Schlachtfest nach meinem Geschmack. Ich schlage uns den Weg schon frei.« Wie immer blickte er in solchen Augenblicken zu Djerůn, um ihn wortlos daran zu erinnern, dass der Krieger im Kampf gefälligst die zweite Geige zu spielen habe.

Tungdil betrachtete Narmora, die viel ruhiger wirkte, seit sie Âlandurs Land verlassen hatten. »Geht es wieder?«

Sie lächelte. »Es war zu viel Elbisches um mich herum, das Erbe meiner Mutter machte es mir schwer, mich dort wohl zu fühlen.«

Er räusperte sich. »Bist du... aufgeregt?«

»Weil meine große Stunde näher rückt?« Sie fasste Furgas’ Hand. »Aufregung ist das falsche Wort, noch spüre ich nichts davon. Sie wird kommen, wenn ich dem Magus gegenüberstehe. Läuft alles so, wie wir es geplant haben, müsste es uns gelingen.«

»Genau! Wir preschen mitten durch die hinteren Linien, und ehe sich die Schweineschnauzen erklären können, was geschieht, hackst du dem Zauberer die Axt in den Leib«, meinte Ingrimmsch. »Das ist todsicher.«

»Um ehrlich zu sein, dachte ich an etwas Gewagteres«, offenbarte sie ihr Vorhaben. »Ich werde ich mich als Albin ausgeben, leichter kann es nicht gehen. Auf diese Weise gelange ich an seinen Leibwachen und seinen Famuli vorüber, ohne einen Verdacht zu wecken.«

»Verstehe das nicht falsch«, sagte Andôkai zweifelnd, »aber warum sollte er sich mit einer gewöhnlichen Albin abgeben?«

Narmora zurrte ihr Kopftuch fest. »Mir wird schon etwas einfallen.«

Natürlich! Tungdil grinste, er erinnerte sich an eine Geschichte, die er in Lot-Ionans Bibliothek gelesen hatte. Die Helden nutzten darin einen einfachen, aber wirkungsvollen Trick, der auch bei ihnen funktionieren könnte. »Weil sie ihm Gefangene bringt, auf die er sehnsüchtig wartet.«

»Und wer soll das sein?«, wunderte sich Boїndil, bis ihm der Einfall kam, dass er selbst gemeint sein könnte. »Was? Wir sollen uns in die Hand der Bestien begeben?«, protestierte er. »Bei meinem Bart, nein, wir schlagen uns zu Nôd’onn durch!«

»Ich erinnere dich ungern an das Erlebnis im Reich der Fünften«, schaltete sich Rodario zuckersüß ein, »doch da vermochten deine Beile nichts gegen die Übermacht auszurichten.«

»Eben«, nickte Tungdil. Sieh es ein, mein Freund. »Rodario, Furgas und Andôkai werden sich als Söldner ausgeben, mit deren Hilfe sie uns geschnappt hat. Djerůn wird in der Nähe warten, seine Gestalt würde uns sofort verraten.«

»Der Plan ist riskant, aber gut«, stimmte Andôkai ernst zu. »Ich bin dafür.«

Rodario tippte sich gegen die Unterlippe. »Ich könnte schwören, ich habe von diesem Einfall schon mal irgendwo gelesen.«

»Das Buch hieß Der Tod Herengards und handelte von einem Anschlag. Die Helden gingen genau so vor wie wir und hatten damit Erfolg«, lüftete Tungdil das Geheimnis.

1 ... 157 158 159 160 161 162 163 164 165 ... 174
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)