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Электронная книга - «Die Dämonen». Краткое содержание книги:

Die Dämonen
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Dies war die Lage der Dinge, während man in der Stadt immer noch an einen sardanapalischen Schmaus glaubte, das heißt an ein vom Komitee gestelltes Büfett; man glaubte daran bis zur letzten Stunde. Sogar die jungen Damen phantasierten von einer Unmenge von Konfekt und Eingemachtem und anderen schönen Dingen. Alle wußten, daß die Einnahme sehr reich ausgefallen sei, daß sich die ganze Stadt dazu dränge, daß auch aus den Kreisen viele angereist kämen und die Billette nicht ausreichten. Es war auch bekannt, daß über den festgesetzten Preis hinaus noch bedeutende Spenden dargebracht waren: Warwara Petrowna zum Beispiel hatte für ihr Billett dreihundert Rubel bezahlt und wollte zur Ausschmückung des Saales alle Blumen aus ihren Gewächshäusern liefern. Die Frau Adelsmarschall (Komiteemitglied) gab ihr Haus und die Beleuchtung her; der Klub stellte die Musik und die Bedienung und überließ dem Komitee für den ganzen Tag seinen Prochorytsch. Auch sonst waren noch Spenden gemacht, wenngleich nicht so beträchtliche, so daß sogar der Gedanke auftauchte, den ursprünglichen Preis des Billetts von drei Rubeln auf zwei herabzusetzen. Im Komitee hatte man tatsächlich zuerst gefürchtet, daß bei drei Rubeln die jungen Damen nicht kommen würden, und vorgeschlagen, Familienbillette einzurichten, dergestalt, daß jede Familie nur für eine junge Dame bezahlen solle und alle übrigen zu der Familie gehörigen jungen Damen, selbst wenn sie zehn an Zahl wären, freien Eintritt hätten. Aber alle Befürchtungen erwiesen sich als grundlos: im Gegenteil, gerade die jungen Damen erschienen zahlreich. Selbst die ärmsten Beamten brachten ihre jungen Mädchen mit, und es war ganz klar, daß, wenn sie keine jungen Mädchen gehabt hätten, es ihnen selbst gar nicht in den Sinn gekommen wäre, zu subskribieren. Ein Sekretär in untergeordneter Stellung brachte seine sämtlichen sieben Töchter mit, seine Frau natürlich ungerechnet, und außerdem noch eine Nichte, und jede von diesen Damen hatte eine Eintrittskarte für drei Rubel in der Hand. Man kann sich vorstellen, was für eine Revolution in unserer Stadt herrschte! Man ziehe auch in Betracht, daß, da das Fest in zwei Abteilungen zerfiel, auch für jede Dame zwei Toiletten erforderlich waren: eine Matinee-Toilette für die Vorlesung und eine Balltoilette für die Tänze. Viele Familien aus dem Mittelstande versetzten, wie sich später herausstellte, zu diesem Tage alles, sogar die Wäsche, die Bettlaken und beinahe auch die Matratzen bei unseren Juden. (Von Juden hat sich im Laufe der letzten zwei Jahre eine erschreckende Menge eingenistet, und der Zuzug wird immer noch je länger je stärker.) Fast alle Beamten ließen sich einen Gehaltsvorschuß geben, und manche Gutsbesitzer verkauften notwendiges Vieh; und alles nur, damit ihre Fräulein Töchter bei dem Feste wie Marquisinnen auftreten könnten. Die Pracht der Toiletten war diesmal eine für unseren Ort unerhörte. Die Stadt war in den vorhergehenden zwei Wochen voll von Familiengeschichtchen, die alle sogleich von unseren Spöttern der Frau Gouverneur zugetragen wurden. Karikaturen einzelner Familien wurden in Umlauf gesetzt. Ich selbst habe in Julija Michailownas Album mehrere derartige Zeichnungen gesehen. All dies wurde natürlich auch denjenigen Personen, auf die sich die Geschichtchen bezogen, nur zu gut bekannt; dies war, wie mir scheint, der Grund, weswegen in den Familien in der allerletzten Zeit ein so starker Haß gegen Julija Michailowna heranwuchs. Jetzt schimpfen alle auf sie und knirschen bei der Erinnerung an das Geschehene mit den Zähnen. Aber es war schon vor dem Feste klar, daß, falls das Komitee irgendeinen Fehler beginge oder der Ball in irgendwelcher Hinsicht mißglückte, ein unerhörter Ausbruch von Empörung erfolgen werde. Daher erwartete jeder im stillen einen Skandal; wenn aber alle ihn schon so erwarteten, wie hätte er da nicht eintreten sollen?

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