Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
Untot - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Untot

Электронная книга - «Untot». Краткое содержание книги:

Aus dem Amerikanischen übertragen von Angelika Weidmann
1 ... 8 9 10 11 12 13 14 15 16 ... 41
Перейти на страницу:

»Es geschieht wirklich«, versicherte Bert, der sein Hämmern kurz unterbrach. »Sie haben es gerade eben im Fernsehen durchgegeben, bevor deine Schwester es abgeschaltet hat.« »Es fällt mir schwer, daran zu glauben«, sagte Ann. »Mag sein, daß es dir schwerfällt«, pflichtete Bert ihr ironisch bei. »Aber nach und nach wirst du nicht drum rumkommen, es zu glauben. Wenn wir das Haus nicht gut vernageln, werden die Toten uns hier holen kommen. Und wenn's genug von ihnen gibt, dann kommen sie auch rein, ob wir's vernagelt haben oder nicht.«

Bert drehte sich wieder zum Fenster und hämmerte weiter. Ann rannte die Treppe hinauf, um ihre Schwestern zu trösten. Karen war in Sue Ellens Zimmer und schaute zu, wie Sue Ellen Kleider in einen offenen Koffer warf. Karen saß neben dem Koffer auf dem Bett und hob ihr tränenüberströmtes Gesicht, als Ann hereinkam. Sue Ellen schaute nicht auf und fuhr fort, mit konzentrierter Entschlossenheit zu packen. »Sue?« fragte Ann zögernd.

»Ich verschwinde von hier«, platzte Sue Ellen heraus. Sie strich sich die Haare aus dem Gesicht. Ihre Augen waren rot und verheult. Sie weinte nicht mehr, aber sie war kurz davor, wieder anzufangen. Sie umarmte Ann und die Tränen begannen wieder zu fließen.

»Wo willst du denn hingehen?« fragte Ann und strich ihrer Schwester sanft übers Haar.

Sue Ellen trat zurück und versteckte ihr verzerrtes Gesicht in einem Taschentuch. »Ich weiß es nicht«, schluchzte sie. »Ich habe Angst, hierzubleiben, und ich habe Angst, wegzugehen. Aber ich glaube, ich will trotzdem lieber weg von hier. Vielleicht irgendwo in die Stadt.«

»Hast du nicht Angst vor dem, was sie im Fernsehen gesagt haben?«

Sue Ellen ließ sich erschöpft aufs Bett fallen. Sie trug nur Büstenhalter und Schlüpfer. Sie hatte die alten Kleider ausgezogen und die frischen, die sie anziehen wollte, wenn sie ging, noch nicht übergestreift. »Ich habe noch größere Angst davor, hierzubleiben«, und sie fing zu weinen an, als die Erinnerungen ihr Bewußtsein wieder überschwemmten. »Ich dachte, ich würde sterben - als wir diese Leichen durch den Wald getragen haben. Ich wünschte, ich wäre eine von ihnen, dann hätte ich es nicht tun müssen. Und ich werde so was nie im Leben wieder machen. Daddy kann mich nicht dazu zwingen. In der Stadt haben sie Schutzvorrichtungen - ich kann mich irgendwo verstecken, bis es vorbei ist, damit ich's nicht mitansehen muß.« Tränen strömten ihr über die Wangen. »Wir sollten vielleicht auch mitgehen«, überlegte Karen. »Nein, ich glaube nicht, daß es richtig wäre«, widersprach Ann. »Wir können Daddy jetzt nicht verlassen. Er vernagelt das Haus, um uns zu schützen. Wir werden zurechtkommen. Sue Ellen kann gehen, aber wir beide sollten hier bleiben und ihm helfen.«

»Karen«, sagte Sue Ellen. »Ich weiß, daß dein Baby wunderschön sein wird.« Die beiden Schwestern umarmten sich innig und Ann schaute ihnen zu. In ihren Augen standen ebenfalls Tränen.

»Und Billy?« fragte Ann. »Willst du ihm nicht wenigstens Bescheid geben?«

Billy war Sue Ellens Freund, ein junger Mann, den sie gegen den Wunsch ihres Vaters, aber mit seiner knurrigen Einwilligung ein paarmal getroffen hatte. Die Sache zwischen ihr und Billy war nicht ernst. Sie kannten sich noch nicht lange genug. Sie hatten sich gut verstanden und sie fing an, ihn gern zu haben, doch sie fühlte sich noch nicht wirklich bereit, sich festzulegen.

»Ich weiß nicht, was ich Billy sagen soll«, erklärte Sue Ellen. »Wenn wir ein Telefon hätten, könnte ich ihn anrufen. Ich muß weg von hier. Vielleicht kann ich ihm schreiben oder so.« Sie war fertig mit dem Packen und schlug den Kofferdeckel zu. Dann zog sie sich frische Kleider an Ihre Schwestern schauten zu, wie sie sich zum Abschied bereit machte. Sie mochten sie nicht verlieren, aber beide hatten das Gefühl, es sei nur vorübergehend, und es mochte unter den gegebenen Umständen wirklich das beste sein Auszug aus einer Bürgerschutzsendung:

»Autoritäten raten zu äußerster Vorsicht, bis die Bedrohung vollständig unter Kontrolle gebracht ist. Augenzeugenberichte wurden ausgewertet und dokumentiert. Die Leichen überwältigter Angreifer werden gegenwärtig von Pathologen untersucht, doch die Autopsien werden durch den schwer beschädigten Zustand der Leichen erschwert. Sicherheitsmaßnahmen in den Städten schließen strenge Einhaltung der Polizeistunde sowie Sicherheitspatrouillen von bewaffneten Beamten ein.

Die Bürger werden dringend aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen. Wer diese Warnung außer acht läßt, setzt sich großer Gefahr aus, sowohl von seiten der Angreifer als auch von bewaffneten Mitgliedern der Bürgerwehr, deren Impuls darin bestehen kann, erst zu schießen und dann Fragen zu stellen. Ländliche oder isoliert liegende Behausungen sind häufig Ziel von konzentrierten, massiven Angriffen. Isoliert lebende Familien befinden sich in höchster Gefahr. Evakuierungsversuche sollten nur in schwer bewaffneten Gruppen und wenn möglich mit motorisierten Fahrzeugen unternommen werden. Prüfen Sie sorgfältig Ihre Lage, ehe Sie sich für eine Flucht entscheiden. Feuer ist eine wirkungsvolle Waffe. Diese Wesen sind leicht entflammbar. Die Evakuierten sollten auf schnellstem Wege die nächstgelegene Stadt aufsuchen. Bemannte Verteidigungsaußenposten sind auf den wichtigsten Zufahrtstraßen der Städte eingerichtet worden. Diese Außenposten sollten dazu dienen, Flüchtlinge aufzunehmen und sie mit Nahrungsmitteln zu versorgen und erste medizinische Hilfe zu leisten. Polizei und Wachpatrouillen sind dabei, abgeschiedene Gegenden zu durchkämmen. Ihre Mission besteht darin, sämtliche Angreifer aufzuspüren und zu vernichten. Die Patrouillen sind ebenfalls beauftragt, isoliert lebende Familien zu evakuieren. Aber die Rettungsmaßnahmen kommen wegen der nachts erhöhten Gefahr und des überwältigenden Ausmaßes der Aufgabe nur schleppend in Gang.

Die Rettung der Bewohner isolierter Gebiete ist extrem schwierig. Wenn Ihre Evakuierung unmöglich ist, bleiben Sie in jedem Fall in Ihrem Heim und warten Sie auf die Rettungsmannschaft. Gehen Sie nicht allein hinaus. Wenn Sie nur wenige gegen viele sind, werden Sie mit großer Wahrscheinlichkeit überwältigt werden. Die Angreifer sind irrational und wahnsinnig. Ihr einziges Streben gilt dem Ergattern von Menschenfleisch.

Die Reihen der Angreifer wachsen ständig durch die zunehmende Zahl ihrer Opfer und derer, die während dieser Epidemie gestorben sind, wobei die katastrophalen Ausmaße der Todesrate auf das Chaos und daraus resultierende Unfälle zurückzuführen sind sowie darauf, daß Leute aus Angst gegeneinander losgehen.

Die gegenwärtig herrschende Gesetzlosigkeit vermehrt die Zahl der Angreifer und behindert die Bemühungen der Gesetzeshüter, die versuchen, die Bedrohung unter ihre Kontrolle zu bekommen...«

Nach einem letzten, tränenreichen Abschied von Karen und Ann schlich Sue Ellen auf Strümpfen die Stiege hinunter und blieb mit dem Koffer in der Hand auf dem Treppenabsatz stehen.

Bert Miller schlief auf einem Armsessel, Hammer, Säge und eine Schachtel mit Nägeln neben sich auf dem Boden. Alle vier Wohnzimmerfenster waren mit soliden Brettern vernagelt und die Eingangstür verriegelt. Bert hatte die Tür oben, unten und in der Mitte zusätzlich mit schweren Eisenträgern und Holzbalken abgesichert. Die Eisenträger waren solide an dem Türrahmen verschraubt, und die schweren Holzbalken waren so in die Eisenträger verkeilt, daß sie nur einer übermäßigen

1 ... 8 9 10 11 12 13 14 15 16 ... 41
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)