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Claudine von Villa Bella

Электронная книга - «Claudine von Villa Bella». Краткое содержание книги:

Claudine von Villa Bella (1776) ist ein Schauspiel mit Gesang von Johann Wolfgang von Goethe. Es wurde mehrfach vertont, unter anderem von Franz Schubert (1815) und Johann Friedrich Reichardt (1789).
Goethe setzte sich mit dem Singspiel bewusst von der an Opéra comique und Opera buffa orientierten Operettentradition ab und setzte Gedanken und Motive des Sturm und Drang in Operettenform um. Das Stück wechselte ursprünglich zwischen Dialogen in Prosa und Gesangspartien. Während der italienischen Reise setzte Goethe die Prosapartien in Blankverse und überarbeitete auch den Gesangsteil.
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So allein! so Nacht! so schön!

Claudine, ihn wegstoßend.

Laß mich gehn! laß mich gehn!

Crugantino.

Darf ich fragen,

Darf ich wissen,

Wie du dich dem

Haus entrissen,

Mir so auf den Füßen nach?

Dürft ich hoffen?

Claudine.

Welche Schmach!

Zusammen.

Darf ich hoffen?

Welche Schmach!

Pedro, am Fenster horchend.

Himmel! ich träume;

Ich hörte Claudinen!

Crugantino kniend.

Göttin der Erde!

Claudine, ihn zurückstoßend.

Du darfst dich erkühnen?

Crugantino.

Höre, Schöne! nur ein Wort!

Komm, hier ist ein sichrer Ort.

Claudine.

Aus den Augen, Bösewicht!

Ha, du kennst dies Herz noch nicht!

Crugantino, auf sie losgehend.

Dich ergeben!

Nicht so getan!

Claudine, den Degen ziehend und ihn vorhaltend.

Nicht ums Leben!

Komm heran!

Crugantino, sie anfassend und forttragend.

O schöne Wut!

Mein ist die Beute!

Claudine, in seinen Armen sich wehrend.

Bei Gottes Blut!

Helft mir, ihr Leute!

Pedro vom Fenster weg und herab.

Sie ist's! Sie ist's!

Crugantino, ihn hörend. Basko!

Claudine. Crugantino will sie eben in die Herberge tragen.

Gewalt! Gewalt!

Pedro unter der Türe den Degen in der Linken.

Halt! Halt!

Claudine.

Pedro!

Pedro.

Claudine!

Beide.

Welches Glück!

Crugantino, der Claudinen niedersetzt, aber an der Hand behält, den Degen zieht und weicht und ihr ihn auf die Brust setzt.

Nicht so eilig!

Zurück, du! Zurück!

Beide.

Götter!

Crugantino.

Mäß'ge die Hitze!

Sonst ist's um sie geschehn!

Pedro.

Wende die Spitze!

Wag's, mir zu stehn!

Crugantino.

Zurück! Zurück!

Beide.

Götter!

Crugantino.

Du siehst ihr Blut

Aus diesem Herzen fließen!

Pedro.

Schreckliche Wut!

Sieh mich zu deinen Füßen!

Crugantino.

Mäß'ge die Hitze!

Pedro.

Wende die Spitze!

Crugantino.

Es ist um sie geschehn!

Pedro.

Höre mein Flehn!

Crugantino.

Zurück! Zurück!

Beide.

Götter!

Basko von ferne.

Hör ich ein Lärmen,

Hör ein Getöse?

Säufer, die schwärmen

Feindlich so böse?

Crugantino, ihn hörend.

Basko!

Basko antwortet mit einer Fratze und füllt den Rhythmus mit dem Nachtigallenschlag.

Tarasko!

Titilirtirerireli!

Crugantino.

Führ den Verwundten!

Er irrt uns hie.

Pedro, Basko drohend.

Laß mich hinüber!

Crugantino, Claudinen wegführend.

Er raset im Fieber.

Basko, Pedro den Degen aus der Hand schlagend.

Allons zu Bette!

Claudine, von Crugantino mit Gewalt entführt.

Rette mich! Rette!

Tutti.

Während des Tutti hätte fast Crugantino Claudinen weggeführt. Pedro, rasend, springt ungefähr dem Basko an Kopf, wirft ihn zu Boden, über ihn hinaus und auf Crugantino los, der den Degen Claudinen auf die Brust hält. Sie stehn, und die Musik macht eine Pause.

Wache von ferne.

Hierher! hierher

Hör ich ein Lärmen!

Ein Anderer.

Lumpen und Schurken!

Hör! wie sie schwärmen!

Crugantino, Claudinen loslassend. Basko und er fechten gegen die Wache.

Basko, zu Degen!

Wache zuschlagend.

Ha, so verwegen!

Pedro zu Claudinen, sie anfassend.

Eilig von hinnen!

Claudine, Pedro in die Arme sinkend.

Weh, meine Sinnen!

Wache, Pedro und Claudine anhaltend.

Haltet!

Pedro und Claudine.

O weh!

Wache, entwaffnend den Crugantino und Basko.

Gib dich!

Crugantino und Basko.

O Schmach!

Tutti.

Wache führt alle weg.

Folget mir nach!

Pedro und Claudine.

Weh! Weh!

Wache.

Frevler, ergib dich!

Crugantino und Basko.

Schmach! Schmach!

Ein enges Gefängnis

Pedro und Claudine.

Sie kniet auf der Erde, ihre Hände und den Kopf trostlos auf eine Erhöhung an der Wand legend.

Pedro.

O quäle

Deine liebe Seele,

Quäle deine liebe Seele nicht!

Claudine, sich abwendend.

Mein Herze

In bangem Schmerze,

Mein Herz in bangem Schmerze bricht.

Pedro.

O quäle

Deine liebe Seele,

Quäle deine liebe Seele nicht!

Claudine, sich aufrichtend, doch auf den Knien.

Himmel, höre meine Klage!

Ich vergeh in meiner Plage;

Erd und Tag sind mir verhaßt.

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