Todesschrein [Sacred Stone - de]
- Автор: Касслер Клайв, Dirgo Graig
- Серия: Oregon Files (de) #2
- Год: 2006
- Язык: немецкий
- Год: Blanvalet
- ISBN: 978-3-442-36446-6
- Переводчик: Michael Kubiak
- Жанр: Триллеры
Электронная книга - «Todesschrein [Sacred Stone - de]». Краткое содержание книги:
Irgendetwas musste geschehen — und zwar schnellstens.
Jones studierte die Datei, die aus Al-Sheiks PDA kopiert worden war, dann griff er nach dem Telefonhörer.
»Max«, sagte er, als sein Ruf beantwortet wurde, »habt ihr irgendwelche Änderungen hinsichtlich des Liefertermins der Frachtcontainer erhalten?«
»Keine Änderungen«, antwortete Hanley.
»Okay«, sagte Jones, »dann habe ich eine Lösung.«
Hanley lauschte gespannt Jones’ Erklärung.
»Das gefällt mir«, sagte Hanley, »das ist einfach, aber höchst wirkungsvoll.«
»Habe ich grünes Licht?«
»Das hast du«, sagte Hanley.
Die Zone um die drei Frachtcontainer, in deren Nähe sich die Männer versteckten, wurde nach und nach leergeräumt. Auf der linken Seite waren noch einige Container vorhanden, doch auf der rechten gähnte freies Gelände, bedeckt mit Sand und Geröll.
Colgans Telefon piepte leise, er betätigte die Antworttaste. »Colgan«, meldete er sich.
»Hier ist Jones in Katar.«
»Was haben Sie für uns, Mr. Jones? Wir sitzen hier fast wie auf dem Präsentierteller. Es muss schnellstens etwas geschehen.«
»In zehn Minuten müssten drei Lastwagen eintreffen, um die Container abzuholen«, sagte Jones. »An der Rückseite jedes Führerhauses ist ein GPS-Peilsender befestigt. Diese Sender sind so groß wie eine Zigarettenschachtel und mit einem Magneten versehen. Drei Ihrer Männer sollen so tun, als wären sie Arbeiter, die beim Verladen der Container helfen. Die Männer sollen die Peilsender entfernen, während die Lastwagen rückwärts an die Container heransetzen, damit Sie nachher nicht verfolgt werden können.«
»Okay«, sagte Colgan.
»Die drei Männer mit den Peilsendern sollen diese an nicht manipulierten Containern befestigen, dann sollten sie zusehen, dass sie mit einem anderen Lastwagen nach Mekka fahren. Die Leute, die die Lieferung verfolgen, müssen annehmen, dass sie dicht hintereinander unterwegs sind.«
»Was sollen meine Männer tun, wenn sie in Mekka eintreffen?«
»Von den Lastwagen abspringen, ehe sie den Frachtterminal erreichen, und die Peilsender in der nächsten Mülltonne, die sie finden, entsorgen. Dann sollen sie mit einem Bus nach Jeddah fahren und sich gleich zum Hafen begeben. Dort liegt eine Barkasse namens Akbar II. Sie sollen das Boot besteigen und werden in Sicherheit gebracht.«
»Akbar II«, wiederholte Colgan.
»Die fünf von Ihren Leuten, die noch übrig sind, müssen die Fahrer überwältigen und sich der Lastwagen bemächtigen. Sie sollen die Fahrer fesseln und knebeln und auf der Beifahrerseite auf den Boden legen. Dann fahren sie einfach durch das Tor und biegen, sobald sie die Straße erreichen, statt nach Westen nach Osten ab. Ihr Ziel ist Bahrain.«
»Okay«, sagte Colgan.
»Abzüglich der drei Männer, die nach Mekka unterwegs sind, haben Sie immer noch fünf Männer, so dass es in zwei Lastwagen ziemlich eng wird — Ihr Fahrer und Beifahrer sowie der geknebelte und gefesselte Fahrer, den Sie überwältigt haben. Ihr jeweils zweiter Mann soll in Deckung gehen, wenn der Lastwagen den Frachtbereich verlässt, damit er nicht gesehen wird.«
»Werden wir nicht angehalten und überprüft?«, wollte Colgan wissen.
»Wir haben heute von jemandem die Ein- und Ausfahrt beobachten lassen«, sagte Jones. »Sie überprüfen die Identität des jeweiligen Lastwagens bei der Einfahrt. Anschließend notieren sie nur noch die Nummer des Containers, wenn er auf einem Lkw abtransportiert wird.«
»Aber was geschieht, wenn die Fracht fehlt und der Peilsender gefunden wird?«, fragte Colgan. »Werden sie dann nicht ganz gezielt nach uns suchen?«
»Die Fahrt von Riad nach Mekka dauert sechs Stunden«, erwiderte Jones. »Bis Bahrain sind es nur vier. Sobald sie bemerken, dass die Container verschwunden sind, sind Sie und Ihre Leute längst auf einem Frachtschiff und dampfen in Richtung Katar.«
»Und Sie sind sicher, dass wir es ungehindert durch die Grenzkontrolle nach Bahrain schaffen?«
»Das wurde bereits veranlasst.«
»Ein richtig hübscher Plan«, stellte Colgan fest.
»Viel Glück.«
Eine Viertelstunde später verließen Colgan und seine vier Männer ungehindert den Frachtbereich und machten sich nach Bahrain auf den Weg. Sieben Minuten danach befestigte ein Offizier der Küstenwache namens Perkins zusammen mit zwei anderen Soldaten die Peilsender an drei Lastwagen eines Konvois, der sechs Lastwagen umfasste. Dann stiegen sie in den letzten Lastwagen.
Die Ladung des Lkws bestand aus Mineralwasserflaschen, so dass sie während ihrer sechsstündigen Fahrt nach Mekka wenigstens nicht unter Durst leiden mussten. Wenn der Lastwagen auch noch eine Palette Schokoriegel an Bord gehabt hätte, hätte es die reinste Vergnügungsreise sein können.
Es war fast Mittag, als Adams, Cabrillo und der CIA-Agent mit dem Stein Abrahams beim ersten Tankstopp in Al Ghardaqah, Ägypten, an der Mündung des Khalij as-Suways ins Rote Meer, landeten.
Overholt hatte nicht nur für den versprochenen Treibstoff gesorgt, sondern auch für Verpflegung, Wasser, Kaffee und einen Techniker der U.S. Army, der eine Schnellinspektion des R-44 durchführte. Der Techniker füllte Motoröl nach und erklärte den Robinson danach für hundertprozentig einsatzbereit. Nach einem schnellen Toilettengang starteten die drei Männer gleich wieder zum Weiterflug.
Die nächste Etappe des Fluges, gut dreihundert Kilometer bis Aswan, wurde in weniger als zwei Stunden geschafft. Der Helikopter wurde erneut aufgetankt und durchgecheckt, dann flogen die drei Männer weiter.
Die längste Etappe — von Aswan nach Ras Abu Shagara, der lang gestreckten Halbinsel, die von Jeddah in Saudi-Arabien ins Rote Meer hineinragt — betrug fünfhundertfünfzig Kilometer und würde fast drei Stunden dauern.
Der Robinson hatte Aswan eine halbe Stunde hinter sich gelassen und schwebte über der Wüste, als Adams das Wort ergriff. »Bis zur nächsten Station«, sagte er, »sind es gut zwei Stunden. Wenn jemand schlafen möchte, soll er das ruhig tun. Mir macht es nichts aus.«
Der CIA-Agent auf dem Rücksitz nickte dankbar, machte es sich bequem und zog sich die Mütze über die Augen.
»Bist du okay, George?«, fragte Cabrillo. »Du bist schon seit Stunden in der Luft — wie hältst du das durch?«
»Gute Kondition, Juan«, erwiderte Adams grinsend. »Ich bringe uns in den Sudan, dann übers Rote Meer und setze euch ab — sobald ich wieder im Sudan bin, haue ich mich aufs Ohr.«
Cabrillo nickte, und während der Hubschrauber unbeirrt seinem Kurs nach Süden folgte, fielen dem Chef der Corporation die Augen zu.
Es war kurz nach sechzehn Uhr, als sich Hanley auf der Oregon per Satellitentelefon bei Skutter meldete. Ohne klare Anweisung, was sie als Nächstes unternehmen sollten, hatten sich Skutter und sein Team möglichst unauffällig im Busbahnhof aufgehalten und auf eine Nachricht gewartet.
»Mein Name ist Max Hanley. Ich koordiniere die Einsätze der Organisation, zu der auch Mr. Kasim gehört.«
»Was sollen wir tun?«, fragte Skutter schnell.
Mehrere Leute hatten sich seinem Team bereits genähert und neugierige Fragen gestellt, und nur einer seiner Männer beherrschte ein paar Brocken Arabisch. Wenn sie sich noch länger dort aufhalten müssten, bestand die Gefahr, dass man sie als unbefugte Eindringlinge entlarvte.
»Links von Ihnen«, sagte Hanley, »sitzt ein Bettler mit einem Blechteller, der so tut, als schliefe er. Sehen Sie ihn?«
»Ja«, antwortete Skutter.
Der Mann schien sein Team seit zwanzig Minuten zu beobachten.
»Gehen Sie zu ihm hin und legen Sie eine Münze auf seinen Teller«, sagte Hanley.