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READ-E-BOOK » Космическая фантастика » Ein Feuer auf der Tiefe [A Fire upon the Deep - de]
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Ein Feuer auf der Tiefe [A Fire upon the Deep - de]

Электронная книга - «Ein Feuer auf der Tiefe [A Fire upon the Deep - de]». Краткое содержание книги:

In ferner Zukunft hat sich die Menschheit weit über das Sonnensystem hinaus ausgebreitet. Doch noch immer ist es nicht möglich, die Lichtgeschwindigkeit zu überschreiten und so die gewaltigen Entfernungen zwischen den Planeten zusammenschrumpfen zu lassen. Da macht eine Gruppe von Wissenschaftlern eine atemberaubende Entdeckung: Offensichtlich ist die Galaxis in Zonen unterteilt, in denen ganz unterschiedliche physikalische Bedingungen herrschen — vom Galaxiskern, den »Gedankenleeren Tiefen«, in denen nur primitives biologisches Leben existiert, über die »Langsame Zone«, in der sich die Menschen befinden und die Lichtgeschwindigkeit eine unüberwindliche Grenze ist, bis zum »Jenseits«, wo sich Wesen entwickelt haben, deren Macht unser Vorstellungsvermögen weit übersteigt. Was geschieht, wenn wir versuchen, mit diesen Wesen Kontakt aufzunehmen? Als ein Raumschiff aufgebracht wird, das Tausende von Jahren durch die Leere des Weltalls gestürzt ist, beginnt das größte Abenteuer unserer Zivilisation…
›Ein Feuer auf der Tiefe‹ wurde mit dem Hugo Gernsback Award als bester Roman des Jahres ausgezeichnet.
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Sankt Rihndell und seine Kumpels schoben sich seitlich um ihre Baumkronen. Der größte der Besucher sang weiter und faltete sacht die Flügel. Nach einer Weile wurde Ravna bewusst, dass er fließend Trisk sprach, das von einem Gerät aus seiner eigenen Sprache übersetzt wurde: »Sankt Rihndell, Grüße! Unsere Schiffe sind bereit für deine Reparaturen. Wir haben anständig bezahlt, und wir sind in großer Eile. Deine Arbeit muss sofort beginnen!«

Sankt Rihndells Trisk-Spezialist übersetzte seinem Chef die Rede.

Ravna beugte sich über Phams Rücken. »Vielleicht ist unser freundlicher Handwerker also wirklich ausgebucht«, sagte sie.

»Hmm.«

Sankt Rihndell kam um seinen Baumwipfel herum zurück. Seine kleinen Arme zupften an den Baumnadeln, als er antwortete: »Geehrte Kunden. Ihr habt eine Bezahlung angeboten, die nicht voll akzeptiert wird. Was ihr verlangt, ist knapp, schwer zu… tun.«

Der knuddelige Schmetterling machte ein quietschendes Geräusch, das bei einem Kind als freudiges Lachen hätte gelten können. Der Sinn seines Gesangs war anders: »Die Zeiten ändern sich, Rihndell-Kreatur! Deine Leute müssen lernen: Wir lassen uns nicht anschmieren. Du kennst die heilige Mission meiner Flotte. Wir rechnen dir jede verstreichende Stunde als Schuld an. Denke an die Flotte, der du dich gegenübersehen wirst, wenn dein Mangel an Kooperation jemals bekannt wird — wenn er jemals auch nur vermutet wird.« Es gab einen Schlag der blauen und gelben Flügel, und der Schmetterling wandte sich um. Der Blick seiner dunklen, schüchternen Augen ruhte auf den Skrodfahrern: »Und diese Topfpflanzen, das sind Kunden? Schick sie weg! Solange wir hier sind, hast du keine anderen Kunden.«

Ravna holte tief Luft. Die drei besaßen keine sichtbaren Waffen, doch plötzlich hatte sie Angst um Blaustiel und Grünmuschel.

»Sieh an«, sagte Pham. »Schmetterlinge in Schaftstiefeln.«

SIEBENUNDZWANZIG

Nach der Uhr brauchten die Skrodfahrer keine halbe Stunde für den Rückweg. Pham Nuwen kam es viel länger vor, obwohl er Ravna gegenüber versuchte, sich nichts anmerken zulassen. Vielleicht versuchten sie das beide; er wusste, dass sie ihn noch immer für einen mit Vorsicht zu behandelnden Fall hielt.

Aber die Kameras der Skrodfahrer zeigten keine Anzeichen der Mörderschmetterlinge mehr. Endlich schnappte die Frachtluke auf, und Blaustiel und Grünmuschel waren wieder da.

»Ich war mir sicher, dass die raffinierten Hauerbeine die starke Nachfrage nur vortäuschten«, sagte Blaustiel. Er schien ebenso scharf darauf zu sein, die Geschichte durchzukauen, wie Pham.

»Hm, das habe ich auch gedacht. Eigentlich denke ich immer noch, dass diese Schmetterlinge bloß Teil einer Vorstellung sind. Es ist viel zu melodramatisch.«

Blaustiels Wedel raschelten auf eine Art, die Pham als eine Art Schauder erkannte. »Ich fürchte nicht, Herr Pham. Das waren Aprahanti. Schon ihr Anblick jagt einem Angst ein, nicht wahr? Heutzutage sind sie selten, aber ein Kauffahrer kennt die Geschichten. Dennoch…, das ist sogar für Aprahanti ein bisschen viel. Ihre Hegemonie ist seit etlichen Jahrhunderten im Niedergang.« Er rasselte dem Schiff etwas zu, und die Bildschirme füllten sich mit Ansichten der näheren Liegeplätze im Reparaturhafen. Es folgte weiteres Fahrer-Rascheln, diesmal zwischen Grünmuschel und Blaustiel. »Diese anderen Schiffe sind ein Einheitstyp, wissen Sie. Eine Konstruktion aus dem Hohen Jenseits wie unseres, aber mehr… hm… kriegerisch.«

Grünmuschel bewegte sich nahe an ein Fenster. »Es gibt zwanzig davon. Warum sollten so viele gleichzeitig Antriebsreparaturen benötigen?«

Kriegerisch? Pham musterte die Schiffe mit kritischem Blick. Er kannte mittlerweile die Grundzüge von Jenseiter-Schiffen. Diese hier schienen ziemlich viel Ladekapazität zu haben. Auch ausgefeilte Sensortechnik. Hm. »Gut, die Schmetterlinge sind also harte Typen. Wie sehr fürchten sich Sankt Rihndell & Co.?«

Die Skrodfahrer schwiegen lange. Pham vermochte nicht zu sagen, ob sie seine Frage ernsthaft bedachten oder ob sie beide zugleich den Gesprächsfaden verloren hatten. Er schaute Ravna an. »Was ist mit dem lokalen Netz? Ich hätte gern ein paar Hintergrundinformationen.«

Sie hatte bereits die Kommunikationsroutinen gestartet. »Wir hatten vorher keinen Zugang. Wir konnten nicht einmal die Nachrichten empfangen.« Das verstand Pham, obwohl es einen verdammt irritierte. Das ›lokale Netz‹ war ein RIP-weites Computer- und Kommunikationsnetz auf Ultrawellen-Basis, komplexer als alles, was Pham früher gekannt hatte — aber ähnlich wie Organisationen in der Langsamen Zone konzipiert. Und Pham Nuwen hatte gesehen, was Vandalen solchen Strukturen antun konnten; die Dschöng Ho hatte mindestens einer widerwärtigen Zivilisation das Computernetz pervertiert. Kein Wunder, dass Sankt Rihndell ihnen keine Verbindungen zum RIP-Netz zur Verfügung gestellt hatte. Und solange sie sich im Hafen befanden, war der Antennenschwarm der ADR notwendigerweise an Bord, also waren sie auch vom Bekannten Netz und den Nachrichtengruppen abgeschnitten.

Ein Grinsen hellte Ravnas Miene auf. »He! Jetzt haben wir guten Zugang, vielleicht mehr. Grünmuschel. Blaustiel. Wacht auf!«

Rasseln. »Ich habe nicht geschlafen«, erklärte Blaustiel, »nur über Herrn Phams Frage nachgedacht. Sankt Rihndell hat offensichtlich Angst.«

Wie üblich gab Grünmuschel keine Entschuldigungen ab. Sie rollte zu ihrem Partner hin, um Ravnas neu eröffnetes Kommunikationsfenster besser sehen zu können. Da war ein Muster aus verschachtelten Dreiecken mit Anmerkungen in Trisk. Pham konnte nichts damit anfangen. »Das ist interessant«, sagte Grünmuschel.

»Ich kichere«, sagte Blaustiel. »Es ist mehr als interessant. Sankt Rihndell ist ein hartgesottener Händler. Aber seht, er nimmt für diese Dienstleistung keine Gebühr, nicht einmal Provision. Er hat Angst, aber er möchte immer noch mit uns ins Geschäft kommen.«

Hmm, also genügte etwas von ihren Warenproben aus dem Hohen Jenseits, dass er Gewalt seitens der Aprahanti riskierte. Hoffentlich ist es nichts, was wir selber dringend brauchen. »In Ordnung. Rav, ich sehe…«

»Moment«, sagte die Frau. »Ich möchte die Nachrichten durchsehen.« Sie startete ein Suchprogramm. Ihre Augen huschten über den Pultschirm… und nach einer Sekunde schluckte sie, und ihr Gesicht wurde bleich. »Bei den MÄCHTEN, nein!«

»Was ist?«

Doch Ravna antwortete nicht, noch legte sie die Nachricht auf einen Hauptbildschirm. Pham langte nach dem Griff an der Vorderseite ihres Pultes und zog sich herum, sodass er sehen konnte, was sie gerade las:

CRYPTO: 0

EMPFANGEN VON: Kommunikationssynode Harmonische Ruhe

SPRACHPFAD: Baeloresk -› Triskweline, SjK-Einheiten

VON: Allianz für die Verteidigung

[Angeblich Genossenschaft von fünf polyspezifischen Imperien im Jenseits unterhalb des Straumli-Bereichs. Vor dem Untergang des Bereichs nicht verzeichnet.]

GEGENSTAND: Gewaltiger Sieg über die PERVERSION

VERTEILER:

Pestgefahr

Interessengruppe Kriegsbeobachter

Interessengruppe Homo sapiens

DATUM: 159,06 Tage seit dem Untergang von Relais

SCHLAGWÖRTER: Handeln, nicht reden; Ein vielversprechender Anfang

TEXT DER BOTSCHAFT:

Vor einhundert Sekunden haben die Streitkräfte der Allianz mit Aktionen gegen die Werkzeuge der PEST begonnen. Wenn ihr dies lest, wird die von Homo sapiens besiedelte Welt namens Sjandra Kei vernichtet sein.

Nota bene: Bei all dem Gerede und den Theorien, die über die PEST im Umlauf sind, ist dies das erste Mal, dass jemand mit Erfolg gehandelt hat. Sjandra Kei war eins von den einzigen drei Systemen außerhalb des Straumli-Bereichs, wo bekanntermaßen Menschen in größeren Mengen Unterschlupf gefunden haben. Auf einen Schlag haben wir ein Drittel des Expansionspotentials der PERVERSION vernichtet.

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