Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Другие приключения » Satan und Ischariot III
Satan und Ischariot III - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Satan und Ischariot III

Электронная книга - «Satan und Ischariot III». Краткое содержание книги:

Über den Autor
Karl May wurde am 25.2.1842 in Hohenstein-Ernstthal als Sohn eines armen Webers geboren und war bis zum 5. Lebensjahr blind. Als Volksschullehrer wurde May wegen Diebstahls entlassen und verbrachte insgesamt 7 1/2 Jahre wegen Eigentumsvergehen und Betrügereien aus finanzieller Notlage im Gefängnis. Zunächst schrieb er erzgebirgische Dorfgeschichten und Humoresken für Zeitschriften in Dresden, später Kolportageromane. Mit seinen Reiseerzählungen, die in Nordamerika oder im Orient spielten, wurde May berühmt. Karl May starb am 30.3.1912 in Radebeul bei Dresden.

Entstehungsgeschichte
Ab 1892 brachte der Freiburger Verleger Friedrich Ernst Fehsenfeld eine Buchreihe mit Mays Reiseerzählungen heraus. Nach dem großen Erfolg des Orientzyklus (Band 1 bis 6) kamen weitere Bände hinzu. »Satan und Ischariot« erschien zunächst ohne Obertitel in der Wochenzeitschrift »Deutscher Hausschatz in Wort und Bild« und wurde später als Band 20 bis 21 veröffentlicht. Ein gestrichener Manuskriptteil wurde sehr viel später vom Karl-May-Verlag in Band 79 aufgenommen. Der vorliegende Text wurde nach den jeweiligen Buch-Erstauflagen von 1896/1897 und 1897 erfaßt.
1 ... 84 85 86 87 88 89 90 91 92 ... 125
Перейти на страницу:

»Ich stimme bei,« antwortete ich. »Ich kenne weder die Platte noch das dunkle Thal, weiß also nicht, welchem

von beiden Orten der Vorzug gebührt; aber wenn mein roter Bruder die erstere empfiehlt, so bin ich

Ueberzeugt, daß sie sich besser als das letztere eignet. Welchen Vorschlag in Beziehung auf unser Verhalten wird Winnetou uns nun machen?«

»Es geht einer von den Nijorakriegern, welche hier sitzen, zu seinem Häuptlinge zurück, um ihm zu sagen, daß die Mogollons nicht im dunklen Thale, sondern auf der Platte des Canons empfangen werden sollen. Er hat ihnen also bis dorthin entgegenzurücken und die Hälfte seiner Krieger im Walde, die andere Hälfte aber hinter den hohen Felsen zu verstecken.«

»Dann dürfen die Leute aber nicht beritten sein.«

»Nein; sie lassen die Pferde unter der Aufsicht einiger Männer zurück. Die andern dreihundert ersteigen die Platte, wo sie sich teilen; hundertfünfzig verstecken sich im Walde, und hundertfünfzig verbergen sich hinter der Felsenmauer, welche sie ersteigen können, weil sie zu Fuße sind. Dann haben die Mogollons, wenn sie auf die Platte gelangen, links Feinde neben sich, vor sich auch Feinde und rechts den tiefen Canon, in welchen sie nicht fliehen können.«

»Richtig! Wenn sie vorwärts gehen, reiten sie in ihr Verderben; aber - können sie nicht etwa zurück, den Hohlweg hinab?«

»Nein, das können sie nicht.«

»Warum?«

»Das fragt mein Bruder? Sollte er den Grund nicht erraten?«

»Ich kann es mir allerdings denken, denn Winnetou hat von dreihundert Kriegern der Nijoras gesprochen, während doch, wie wir vorhin erfahren haben, vierhundert vorhanden sind. Das vierte Hundert soll also wahrscheinlich sich unten vor dem Hohlwege verstecken, um dafür zu sorgen, daß die Mogollons, wenn sie einmal hinauf sind, nicht wieder zurück, also nicht wieder herunter können.«

»Mein Bruder hat mich verstanden; aber meint er, daß die hundert sich erst kurz vor der Ankunft der Feinde dort verstecken sollen?«

»Nein; sie könnten durch ihre Spuren verraten werden. Uebrigens denke ich, daß es von großem Vorteil sein würde, wenn wir sie bei uns haben könnten.«

»Das ist es, was ich meine. Wir reiten jetzt doch zurück, um die Mogollons zu beobachten. Da lassen wir dem schnellen Pfeile sagen, daß er uns die hundert Krieger nachsenden soll. Wir können sie vielleicht sehr gut brauchen.«

»Ich stimme bei. Aber sie dürfen nicht etwa den Weg reiten, auf welchem die Mogollons kommen werden; denn sie kämen dabei in die Gefahr, unerwartet auf diese zu stoßen oder wenigstens sich ihnen durch die Spuren zu verraten.«

»Das ist auch sehr richtig. Sie müssen einen andern Weg einschlagen.« »Und wir haben ihnen einen Ort anzugeben, an welchem wir sie treffen wollen.«

»Daran habe ich auch schon gedacht.« Und zu den fünf Nijoras gewendet, fragte er: »Ist meinen roten Brüdern der Pinun-Tota bekannt?«

»Ja,« antwortete derjenige, welcher bisher den Sprecher gemacht hatte. »Der Pinun-Tota ist eine Höhe,

welche viele Windungen wie eine Schlange macht; daher wurde sie der Schlangenberg genannt.«

»Dorthin soll der schnelle Pfeil die hundert Krieger senden, und zwar gleich nachdem der Bote bei ihm angekommen ist. Habt ihr alles verstanden, was ich sagte?«

»Ja.«

»So mag einer von euch als Bote aufbrechen, um den Häuptling zu benachrichtigen!« Da Winnetou mit seinen Mitteilungen fertig zu sein schien, fügte ich hinzu:

»Der Bote mag dem schnellen Pfeil sagen, daß die MogolIons schon unterwegs sind. Es ist also keine Zeit zu verlieren. Wir werden hinter ihnen herkommen, sobald wir auf eure hundert Krieger gestoßen sind, und ihnen, sobald sie die Platte des Canons erreicht haben, den Rückweg verlegen. Wie heißt der Ort, an welchem wir uns jetzt befinden?«

»Die Quelle des Schattens.«

»So muß der Häuptling erfahren, daß ihr uns an der Quelle des Schattens getroffen habt, damit er die Zeit genau zu berechnen vermag. Auch muß ich ihn daran erinnern, daß er den Gefangenen, den ich ihm übergeben habe, ja sehr scharf bewachen lassen möge. Wenn er entkäme, würde es uns jedenfalls viele Mühe machen, ihn wieder zu ergreifen. Wie weit ist es übrigens von hier aus nach dem Schlangenberge?«

»Mit unsern Pferden würden wir nur drei Stunden reiten,« antwortete Winnetou.

»In welcher Richtung?«

»Nordöstlich.«

»Und wir kommen aus Nordwesten. So liegt der Schlangenberg von hier aus also wohl in der Richtung nach dem Pueblo, in welchem wir gewesen sind?«

»Ja.«

»Und Jonathan Melton will mit fünfzig Kriegern nach dieser Richtung reiten, um uns abzufangen. Hm! Da kommt mir ein Gedanke. Wie weit ist es nach dem dunklen Thale, wo sich der schnelle Pfeil befindet?«

»Man kann es in fünf Stunden reiten.«

»So brechen wir sofort nach dem Schlangenberge auf. In fünf Stunden ist der Bote bei seinem Häuptlinge; eine Stunde rechne ich auf die Vorbereitungen zum Aufbruche der hundert Nijoras; sie können also in elf Stunden hier an der Quelle des Schattens und in vierzehn Stunden bei uns am Schlangenberge sein.«

»Warum wünscht mein Bruder eine solche Eile?« fragte Winnetou.

»Weil es dann möglich ist, Jonathan Melton mit seinen fünfzig Begleitern zu fangen.«

»Da müßten wir ihm bis an das Pueblo nachreiten,« bemerkte Emery.

»Wieso? Du meinst, daß er dorthin reitet?«

»Natürlich! Er will uns fangen; er reitet uns entgegen, und da er uns nicht trifft, wird er bis zum Pueblo reiten und dort freilich erfahren, daß wir längst fort sind. Wenn er dann umkehrt, sind wir mit den Mogollons fertig und können ihn erwarten. Erst dann werden wir ihn fassen können, eher aber nicht.«

»Du hast die Jüdin vergessen.«

»Diese? Hm! Die ist höchst wahrscheinlich nach dem Pueblo zurück.« »Das glaube ich nicht. Eher nehme ich an, daß sie nach dem weißen Felsen ist.« »So denkst du also, daß ihre Begleiter sie gefunden haben?«

»Ganz gewiß. Sie hatte sich vorgenommen, Melton nachzureiten; sie war nicht nur schon unterwegs, sondern es gab auch zwei triftige Gründe für sie, nicht zurückzukehren. Erstens hatte sie einen so guten Teil des Weges bereits zurückgelegt, daß der Rückweg ebenso weit gewesen wäre, wie der Weg nach dem weißen Felsen.

Und zweitens weiß sie ganz genau, daß wir zu Melton wollen. Es ist ihr angst um ihn; sie wird ihn unbedingt warnen wollen. Darum nehme ich an, daß sie ihren Ritt fortgesetzt hat und nicht umgekehrt ist.«

»Nun, und weiter?«

»In diesem Falle trifft Melton unterwegs mit ihr zusammen. Er erfährt, daß wir nach dem weißen Felsen Sind, und wird schleunigst umkehren, um den Mogollons das mitzuteilen. Giebst du mir da recht oder nicht?«

1 ... 84 85 86 87 88 89 90 91 92 ... 125
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)