Drachenelfen. Die gefesselte Göttin
- Автор: Хеннен Бернхард
- Серия: Drachenelfen #3
- Год: 2013
- Язык: немецкий
- Жанр: Фэнтези
Электронная книга - «Drachenelfen. Die gefesselte Göttin». Краткое содержание книги:
Ob in den Ländern der Menschen oder in den magischen Wäldern Albenmarks, überall drohen seit Langem schwelende Konflikte offen auszubrechen. In ihrem Kampf um Macht schrecken Unsterbliche und Drachen nicht davor zurück, ihre besten Krieger, den Herrscher Aaron oder die Drachenelfen Nandalee und Gonvalon, für ihre Zwecke einzuspannen. Doch dann soll die gefesselte Göttin Nangogs erweckt werden – und mit ihr eine Magie, von der niemand weiß, was sie bewirken wird ...
Nandalee und Gonvalon, die Verwegensten unter den Drachenelfen, werden vor den Rat der mächtigen Himmelsschlangen gerufen, um nach dem Überfall auf die legendäre Blaue Halle Albenmarks einen ungeheuerlichen Racheakt vorzubereiten: Sie sollen die Menschen und ihre Götter an ihrer schwächsten Stelle, auf Nangog, treff en. Und so machen sie sich auf die gefährliche Reise, die gebannte Herrin dieser Welt, die gefesselte Göttin, zu befreien. Währenddessen versucht der Herrscher Aaron verzweifelt, dem Spiel aus Intrigen, Mord und Krieg an seinem Hof Diplomatie und Vernunft entgegenzusetzen. Aber wem wird in diesem Wettlauf um Macht der nächste, alles entscheidende Schachzug gelingen? Eines scheint klar – es sind die Elfen und Menschen, von denen die Zukunft aller abhängt!
Er ließ sie los und lächelte, wie immer, wenn er sich bedroht fühlte. Es war ein Lächeln, das die meisten blendete und über seine wirkliche Stimmung täuschte. »Manche Angelegenheiten lassen sich nicht im Bett regeln, meine Schöne.«
»Da habe ich grundlegend andere Erfahrungen gemacht.« Sie küsste ihn erneut auf die Stirn und erhob sich geschmeidig vom Lager. »Ich habe das Gefühl, dass du meiner überdrüssig bist. Ich werde mich – mit deiner Erlaubnis – nun zurückziehen.«
Er griff nach ihrem Arm. »Was?«
Sie wirkte verzweifelt. »Du bist plötzlich so kalt. Ich glaube, ich habe mich in dir getäuscht. Du bist wie alle anderen Männer auch nur an einer schönen Stunde mit mir interessiert.«
Arcumenna ließ sie los und strich ihr mit der Hand über die Lippen. »Ich habe dir doch gesagt, dass ich es nicht schätze, wenn Frauen sich in hohe Politik einmischen. Ihr seid nicht dafür geschaffen. Euer Verstand vermag all die verwickelten Zusammenhänge nicht zu erfassen. Du hast mich geärgert. Du weißt das. Jetzt sag mir schon dein drängendes Geheimnis, und wir vergessen diese Sache.«
Einen Moment sah Zarah ihn nachdenklich an, dann sagte sie: »Aber du musst mir schwören, dass du mich immer beschützen wirst. Was ich dir verraten kann, wird dich mächtiger machen. Aber mich kann es das Leben kosten. Es gibt viele Männer, die ohne zu zögern töten würden, um meine Lippen zu versiegeln.«
Arcumenna musste lächeln. Das war einer der Gründe, warum Frauen bei den Spielen der Macht nichts zu suchen hatten. Sie wurden immer gleich so pathetisch. »Ich werde dich immer schützen, solange mein Herz schlägt, solange die beiden Monde über dem Horizont Nangogs aufgehen. Du weißt, ich bin dir verfallen, selbst wenn du mich ein wenig neckst.« Er zog sie dicht an sich heran, fühlte ihren warmen Körper, atmete ihren berauschenden Duft. Dann küsste er sie lange und leidenschaftlich.
Als er seine Lippen löste, schimmerten ihre Augen feucht.
»Das war schön«, hauchte Zarah. »Ich vertraue dir wie keinem anderen Mann. Deshalb sollst du mein Geheimnis erfahren. Ich weiß, wann der Priester, der im Namen der Gefesselten Göttin predigt, das nächste Mal seine Gläubigen um sich scharen wird. Sie treffen sich an einem Ort, den sie die fünf Lotusblüten nennen. Es ist ein großes Sammelbecken für Abwässer, in das fünf Kanäle münden. Es liegt in dem Labyrinth tief unter der Stadt. Du wirst alle Anhänger der Göttin auf einmal gefangen nehmen können. Das Herz ihrer Bewegung schlägt in dieser Stadt. Reißt du es heraus, dann wird der Kult, den sie aufgebaut haben, auseinanderbrechen. Du wirst der Geschichte Nangogs eine neue Wendung geben. Dein Name wird für immer in die Annalen dieser Welt geschrieben sein.«
Der Mann im Stein
» … der Erste der Sieben aber … und das Lebende Licht umhüllte ihn mit ihrem Atem … Und so ward er hinaufgetragen vom Tor der Toten. Und es blieb unberührt der Platz, der seinem Haupte bestimmt war. So verließ der Frevler den Mund der Welt und ward gegeben den Dienern des Lebenden Lichtes. Sie aber erschraken ob der Dunkelheit, die der Mann in seiner Seele trug, und als das Lebende Licht sah, dass der Schrecken nicht gebannt war, nahm sie den Mann, von dem das Dunkel nicht weichen wollte, und schloss ihn in einen Stein, damit das Dunkle im Dunkel vergehe. Den Stein aber schenkte sie ihrer Schwester, der Schwarzbeschwingten, die dem Dunkel stets nahestand. Und sie fand einen Platz für den Stein, an dem sein Geheimnis gewahrt blieb, fern des Lichtes, wo Dunkel Dunkles gebiert. Und seine Stimme blieb, als sein Leben ging, denn er war voll der Zaubermacht. … in fremder Zunge und nur die Schwarzbeschwingte … ward aus seinem Blut geboren. … Eine Mauer verschloss den Ort, wo die Stimme lebt immerdar.«