Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Fiebertraum [=Dead Man River / Fevre Dream - de]
Fiebertraum [=Dead Man River / Fevre Dream - de] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Fiebertraum [=Dead Man River / Fevre Dream - de]

Электронная книга - «Fiebertraum [=Dead Man River / Fevre Dream - de]». Краткое содержание книги:

Abner Marsh, Flußschiffer auf dem Mississippi und ein Koloß von einem Mann, steht nach der Flutkatastrophe von 1857 vor dem wirtschaftlichen Ruin. Da bietet ihm der Aristokrat Joshua York die Partnerschaft an, um das schnellste Dampfschiff auf dem Mississippi bauen zu lassen. Für den Kapitän scheint sich ein Traum zu verwirklichen.
Doch während der Jungfernfahrt der Fiebertraum entpuppt sich Joshua York zum Entsetzen Marshs als Vampir, und der Plan, als schnellster Dampfschiffkapitän in die Geschichte einzugehen, tritt in den Hintergrund, denn York fährt den Fluß hinab, um die Letzten seiner kranken alten Rasse zu sammeln und sie vom Erbe ihrer blutgierigen Leidenschaft zu befreien. Zuvor jedoch muß er den mächtigen Blutmeister Damon Julian besiegen, einen Vampir voll animalischem Magnetismus, der den roten Durst seines Nachtvolks durch Mord und Heimtücke zu löschen versucht.
Und mit jedem Flußkilometer sinkt Abner Marshs Schiff tiefer in einen blutigen Alptraum jenseits der Realität.

»Fiebertraum begeistert Stephen King‐Fans ebenso wie Leser von Mark Twain. Ein düster‐romantisches Buch, das mich bis in die Träume und Phantasien verfolgte. Ihm gebührt ein grandioser Erfolg.«
ROGER ZELAZNY
1 ... 74 75 76 77 78 79 80 81 82 ... 122
Перейти на страницу:

Albright schüttelte den Kopf. »Ich will sie nicht. Das ist nicht die Art von Gedichten, die mir gefällt, Cap’n. Verdorben, alle beide. Kein Wunder, daß Ihr Schiff vom Schicksal ereilt wurde, wenn es solche Bücher mit sich führte.«

Abner Marsh schob die Bücher in seine Tasche und stand mit finsterer Mine auf. »Es reicht mir jetzt, Mister Albright. Ich werde mir dieses Gerede über mein Schiff nicht länger anhören. Es ist nicht schlechter als andere Schiffe auf dem Fluß, und es steht unter keinem Fluch. Es gibt keine Flüche, die ein Schiff in den Untergang treiben. Die Fiebertraum ist ein teuflisch gutes …«

»Das ist sie wirklich«, unterbrach Dan Albright ihn. Er stand ebenfalls auf. »Ich muß gleich los wegen einer neuen Anstellung«, sagte er und geleitete Marsh zur Tür. Marsh ließ sich nach draußen komplimentieren. Doch in der Tür meinte der elegante kleine Lotse: »Cap’n Marsh, lassen Sie sie.«

»Wen?«

»Den Dampfer«, sagte Albright. »Er ist nicht gut für euch. Sie wissen doch, daß ich ein Unwetter schon lange vorher riechen kann.«

»Ja«, gab Marsh zu. Albright konnte Stürme und Gewitter besser vorhersagen als jeder andere, den Marsh je gekannt hatte.

»Manchmal rieche ich auch noch ganz andere Sachen«, sagte der Lotse. »Suchen Sie nicht danach, Cap’n. Vergessen Sie das Schiff. Ich dachte, Sie wären tot. Sie sind es nicht. Jetzt sollten Sie dankbar sein. Die Fiebertraum zu suchen und vielleicht zu finden, wird Ihnen wenig Freude bringen, Cap’n.«

Abner Marsh starrte ihn an. »So etwas können Sie sagen? Sie haben hinter ihrem Ruder gestanden und sie den Fluß hinuntergesteuert, und dann können Sie so etwas behaupten?«

Albright schwieg.

»Nun, ich höre nicht auf Sie«, erklärte Marsh. »Es ist mein Dampfschiff, Mister Albright, und eines Tages lenke ich es selbst, und dann lasse ich es gegen die Eclipse fahren, hören Sie, und … und …« Das Gesicht vor Zorn gerötet, hatte Marsh das Gefühl, an seiner eigenen Zunge ersticken zu müssen. Er bekam kein Wort mehr heraus.

»Stolz kann eine schwere Sünde sein, Cap’n«, warnte Dan Albright. »Lassen Sie die Dinge ruhen!« Er schloß die Tür und ließ Marsh draußen auf dem Flur stehen.

Abner Marsh nahm sein Mittagessen im Speisesaal des Planters’ House ein, nachdem er einen Tisch für sich allein in einer Ecke gefunden hatte. Albright hatte ihn doch getroffen, und er stellte fest, daß er wieder die gleichen Gedanken wälzte wie während seiner Fahrt flußaufwärts auf der Princess. Er verspeiste eine Hammelkeule in Pfefferminzsauce, ein Gemüse aus Bohnen und Rüben und drei Portionen Tapioka, aber nicht einmal das beruhigte ihn. Während er seinen Kaffee trank, überlegte Marsh, ob Albright am Ende nicht doch recht hatte. Er war wieder in St. Louis, genauso wie vorher, ehe er Joshua York in eben diesem Saal kennengelernt hatte. Er hatte immer noch seine Firma, die Eli Reynolds und etwas Geld auf der Bank. Er war ein Oberlauf‐Mann; es war ein schrecklicher Fehler gewesen, jemals nach New Orleans hinunterzugehen. Sein Traum hatte sich da unten im Sklavenland, im fieberheißen Süden, schnell in einen Alptraum verwandelt. Aber nun war es vorbei, sein Dampfer war weg und verschwunden, und wenn er es so wollte, dann könnte er durchaus so tun, als sei das alles niemals geschehen, als hätte es niemals einen Dampfer namens Fiebertraum gegeben und auch keine Leute namens Joshua York und Damon Julian und Sour Billy Tipton. Joshua war aus dem Nichts aufgetaucht, und nun war er wieder dorthin entschwunden. Die Fiebertraum hatte im April nicht existiert, und es schien sie auch jetzt nicht mehr zu geben, soweit Marsh es beurteilen konnte. Ein völlig normaler und vernünftiger Mensch konnte diesen ganzen Quatsch sowieso nicht glauben, dieses Blutsaufen und Umherschleichen bei Nacht und dieses Trinken einer widerlichen Flüssigkeit. All das ist nur ein Fiebertraum gewesen, dachte Abner Marsh. Aber nun war das Fieber von ihm gewichen, nun konnte er sein Leben hier in St. Louis fortsetzen.

Marsh bestellte sich noch einen Kaffee. Sie werden weiterhin töten, dachte er im stillen, während er ihn trank, sie werden weiter Blut saufen und morden, und niemand hindert sie daran. »Ich kann sowieso nichts tun«, murmelte er. Er hatte sich Mühe gegeben, hatte alles versucht, er und Joshua und Hairy Mike und der arme alte Mister Jeffers, der nun niemals mehr eine Augenbraue heben oder eine Schachfigur bewegen würde. Es hatte sie nicht weitergebracht. Und es hätte auch keinen Sinn, sich an die Behörden zu wenden, jedenfalls nicht mit der Geschichte von einer Bande Vampire, die seinen Dampfer gestohlen hatte. Sie würden an die Meldungen von dem Gelbfieber glauben und annehmen, daß sein Kopf dabei irgend etwas abbekommen habe, und ihn vielleicht sogar einsperren.

Abner Marsh bezahlte seine Rechnung und ging zum Büro der Fevre River Packets zurück. Auf dem Pier wimmelte es von Menschen und hektischer Betriebsamkeit. Über allem spannte sich ein klarer blauer Himmel, und der Fluß lag glänzend und glatt im Sonnenschein, und die Luft hatte ein würziges Aroma, einen Duft von Qualm und Dampf, und er hörte die Pfeifen der Schiffe auf dem Fluß, wenn sie einander passierten, und das volltönende Glockengeläut eines Seitenraddampfers, der gerade einlief. Die Maate schimpften und fluchten, und die Schauerleute sangen, während sie Fracht verluden, und Abner Marsh stand da und schaute und lauschte. Das war sein Leben, das andere konnte nur ein Fiebertraum gewesen sein. Die Vampire töteten schon seit Tausenden von Jahren, hatte Joshua ihm erklärt, also wie konnte er, Marsh, ernsthaft hoffen, daran etwas zu ändern? Vielleicht hatte Julian so oder so recht. Es lag in ihrer Natur zu töten. Und es war Abner Marshs Natur, ein Dampfbootmann zu sein, nichts sonst, er war kein Kämpfer, York und Jeffers hatten versucht zu kämpfen, und sie hatten dafür teuer bezahlt.

Als er das Büro betrat, hatte Marsh soeben entschieden, daß Dan Albright völlig recht hatte. Er würde die Fiebertraum abschreiben, würde alles vergessen, was geschehen war, das war wohl das Vernünftigste. Er würde seine Firma leiten und vielleicht ganz gut verdienen, und in einem oder zwei Jahren hätte er vielleicht genug beisammen, um ein weiteres Schiff bauen zu lassen, ein größeres.

Green huschte im Büro umher. »Ich hab’ zwanzig Briefe geschrieben, Cap’n«, sagte er zu Marsh. »Ich hab’ sie auch schon aufgegeben, wie Sie’s verlangt haben.«

»Sehr gut«, sagte Marsh und sank in einen Sessel. Beinahe setzte er sich dabei auf die Gedichtbände, die er in seine Tasche gezwängt hatte. Er zog sie heraus und blätterte sie schnell durch, las einige Titel, dann legte er sie beiseite. Es waren wirklich nur Gedichte. Marsh seufzte. »Holen Sie die Bücher her, Mister Green«, sagte er. »Ich möchte mal einen Blick hineinwerfen.«

»Jawohl, Cap’n«, sagte Green. Er ging zu einem Schrank und holte sie hervor. Dann gewahrte er noch etwas anderes, hob es hoch und brachte es zusammen mit den Hauptbüchern zu Marsh. »Da«, sagte er, »das hätte ich beinahe vergessen.« Er reichte Marsh ein großes Paket, das in braunes Packpapier eingeschlagen und mit einer Kordel umwickelt war. »Irgendein kleiner Mann hat es vor etwa drei Wochen vorbeigebracht, sagte dazu, Sie hätten es eigentlich abholen wollen, wären aber nicht erschienen. Ich meinte darauf, Sie seien noch mit der Fiebertraum unterwegs, und bezahlte ihn. Ich hoffe, das war in Ordnung.«

Abner Marsh betrachtete stirnrunzelnd das Paket, zerriß die Kordel mit bloßer Hand und fetzte das Papier herunter, um den Karton zu öffnen. Darin lag eine brandneue Kapitänsjacke, weiß wie der Schnee, der den Oberlauf des Flusses im Winter bedeckt, unberührt und rein, mit einer Doppelreihe blitzender Silberknöpfe, und mit dem Namen Fiebertraum in erhabenen Lettern als Inschrift auf jedem. Er nahm die Jacke heraus, und der Karton rutschte auf den Fußboden, und plötzlich, endlich, kamen ihm die Tränen.

1 ... 74 75 76 77 78 79 80 81 82 ... 122
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)