Das Mädchen mit dem Schwert
- Автор: Daniell Tina
- Серия: Der Bund der Drachenlanze #3
- Год: 1994
- Язык: немецкий
- Переводчик: Imke Brodersen
- Жанр: Фэнтези
Электронная книга - «Das Mädchen mit dem Schwert». Краткое содержание книги:
Zuerst muß ich dir sagen, daß wir vor kurzem eine schlimme Tragödie erlebt haben. Unser armer, geliebter Vater Gilon ist tot.
Es waren furchtbar widrige Umstände, und ich glaube, es war einfach Schicksal.
Anscheinend war er am Baumfällen, als sich ein Sturm zusammenbraute. Er hätte aufhören sollen, denn der Wind frischte unerwartet aus einer anderen Richtung auf und blies den Baum so um, daß sein Bein darunter eingeklemmt und zerquetscht wurde. Gilon konnte sich nicht herauswinden.
Vielleicht war der Sturm schuld, daß ich Amber nicht gleich vor der Tür bellen hörte. Ich war erstaunt, daß Gilon nicht bei ihr war. Raistlin war in der Zauberschule, und ich paßte auf Rosamund auf. Ich rannte hinter Amber her, aber ich brauchte mindestens eine Stunde, bis ich an den Platz kam, wo Gilon gefangen war.
Weil ich nicht gewußt hatte, was los war, hatte ich keine passende Ausrüstung dabei, so daß ich eine weitere Stunde brauchte, bis ich Gilon befreit und eine einfache Trage für ihn gebaut hatte, auf der ich ihn nach Hause ziehen konnte (denn er konnte natürlich nicht laufen).
Bis dahin war der Unfall schon mehrere Stunden her. Sein Bein war schwarz vom Blut und von der Entzündung. Er war nicht bei Bewußtsein.
Der Kleriker sagte, sein Bein hätte sowieso abgenommen werden müssen, wenn er nicht an Lungenentzündung gestorben wäre, weil er so lange im kalten Wind und im Regen gelegen hatte. Er starb noch auf dem Heimweg. Erst als wir ankamen, merkte ich, daß er tot war.
Wir sind sehr traurig. Das Haus ist nicht mehr dasselbe.
Raistlin sagt, ich hätte mein Bestes getan.
Diese Nachricht hat Mutter zerstört. Oh, Kit, es war schrecklich, es ihr sagen zu müssen. Raistlin wollte das übernehmen.
Das ist jetzt ein paar Wochen her. Mutter ist so bleich wie der Tod und lebt kaum noch. Raistlin ist sehr geschickt darin geworden, ihre Schmerzen mit Tränken zu lindern.
(Ich bin ein sehr guter Schwertkämpfer geworden, und ich wünschte, du wärst hier, damit ich mit dir ein paar Dinge ausprobieren könnte.)
Aber sie lebt nicht mehr lange, und ich wünschte, du wärst hier, um uns zu helfen. Wenn der Kender dich mit diesem Brief findet, dann entschuldige ich mich, weil er so lang ist. Aber wenn du kannst, dann wünschte ich, du würdest kommen.
Deine Brüder,