Contact [Contact - de]
- Автор: Саган Карл Эдуард
- Год: 1986
- Язык: немецкий
- Переводчик: Meike Werner
- Жанр: Научная фантастика
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Als die Untersuchungsbeamten auf den Plan traten, hielt sich Ellie zurück: „Ich fürchte, ich kann Ihnen nicht viel dazu sagen. Wir hatten gerade die Integrationshalle betreten, als es plötzlich eine Explosion gab und alles in die Luft flog. Tut mir leid, daß ich nicht weiterhelfen kann. Ich wünschte, ich könnte es.“ Ellie machte auch ihren Kollegen klar, daß sie nicht darüber sprechen wollte. Sie verschwand so lange in ihrer Wohnung, daß man sie schließlich sogar suchen ließ. Sie versuchte, sich jedes Detail des Unfalls zu vergegenwärtigen. Sie versuchte, das Gespräch zu rekonstruieren, das sie vor dem Betreten des Montagegeländes geführt hatten. Sie versuchte, sich daran zu erinnern, worüber sie sich mit Drumlin auf der Fahrt nach Missoula unterhalten hatte, wie Drumlin bei ihrer ersten Begegnung auf sie gewirkt hatte, als sie mit ihrem Studium in Kalifornien angefangen hatte. Allmählich fand sie heraus, daß ein Teil in ihr Drumlin den Tod gewünscht hatte — sogar noch bevor sie Rivalen um den amerikanischen Sitz in der Maschine geworden waren. Sie hatte ihn gehaßt, weil er sie im Seminar vor den anderen Studenten fertiggemacht hatte, weil er Argus bekämpft hatte. Sie erinnerte sich an das, was er unmittelbar nach dem Film über Hitler zu ihr gesagt hatte. Sie hatte gewünscht, daß er tot wäre. Und jetzt war er tot. In gewisser Hinsicht hielt sie sich für schuldig. Aber sie wußte selbst nicht mehr, was sie von ihren Gefühlen halten sollte. Wäre Drumlin auch hier gewesen, wenn sie nicht gewesen wäre? Sicher, sagte Ellie sich, dann hätte jemand anderes die BOTSCHAFT entdeckt, und Drumlin hätte sich diesem anderen angeschlossen. Aber hatte nicht sie ihn in ihrer wissenschaftlichen Unbekümmertheit immer tiefer in das Maschinenprojekt hineingezogen? Schritt für Schritt ging sie alle Möglichkeiten durch. Gerade über die, die ihr besonders abstoßend erschienen, dachte sie besonders gründlich nach. Sie wollte ihren Gefühlen auf den Grund kommen. Sie dachte über die Männer nach, die sie aus dem einen oder anderen Grund bewundert hatte. Drumlin, Valerian, Der Heer, Hadden. Joss. Jesse. Staughton?. ihr Vater. „Frau Dr. Arroway?“
Dankbar ließ sich Ellie aus ihren Gedanken wachrütteln. Vor ihr stand eine korpulente blonde Frau mittleren Alters in einem blau gemusterten Kleid. Das Gesicht kam Ellie bekannt vor. Auf dem Namensschild an ihrem üppigen Busen stand: „H. Bork, Göteborg.“
„Frau Dr. Arroway, mein herzliches Beileid zu Ihrem. unserem Verlust. David hat mir von Ihnen erzählt.“
Natürlich! Die legendäre Helga Bork, Drumlins Begleiterin beim Sporttauchen, die sie von den zahlreichen langweiligen Diavorträgen aus ihrer Studentenzeit kannte. Wer, fragte sich Ellie jetzt zum ersten Mal, hatte die Bilder eigentlich gemacht? Ob sie wohl einen Photographen eingeladen hatten, sie auf ihrem Unterwasserrendezvous zu begleiten? „Er hat mir auch erzählt, wie nahe Sie sich standen.“ Was wollte ihr diese Frau weismachen? Wollte Drumlin ihr zu verstehen geben. Ihre Augen füllten sich mit Tränen. „Entschuldigen Sie, Frau Dr. Bork, ich fühle mich gerade nicht besonders wohl.“ Mit gesenktem Kopf eilte sie fort.
Es gab so viele Menschen, die Ellie auf dem Begräbnis hatte sehen wollen: Waygay, Archangelski, Gotsridse, Baruda, Yu, Xi, Devi. Und Abonneba Eda, der mehr und mehr als der fünfte Teilnehmer im Gespräch war — wenn die Länder ein bißchen Verstand hatten, dachte sie, und wenn es je so etwas wie eine fertige Maschine geben würde. Aber sie fühlte sich angeschlagen und konnte jetzt keine langen Sitzungen ertragen. Sie traute sich selbst nicht mehr. Ging es ihr bei dem, was sie sagte, um das Gelingen des Projekts, oder ging es ihr letztlich immer nur um sich selbst? Aber die anderen waren mitfühlend und verständnisvoll. Schließlich hatte Ellie Drumlin am nächsten gestanden, als der Erbiumdübel ihn getroffen und zermalmt hatte.
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Die Alten von Ozon
Der Gott, den die Naturwissenschaften anerkennen, muß ein Gott universaler Gesetze sein, ein Gott des Großhandels, nicht des Einzelhandels. Er kann sein Wirken nicht individuellen Bedürfnissen anpassen.